Zehn Stufen des E-Learnings (2)
Von Ralf Hilgenstock am Apr 13, 2009 | In Anwendung
Link: http://dialoge.info/b2/index.php/2009/04/11/zehn-stufen-des-e-learnings
Mit zehn Stufen des E-Learnings beschreibt Martin Dougiamas Phasen der Nutzung von Moodle durch Trainer. Beginnend mit der Bereitstellung von Content (Dateien und SCORM-Lernpakete) und endend mit dem Teilen von Ideen und der kooperativen Arbeit.
Wie sieht es in der Praxis aus?
Wie viele Trainer nutzen Moodle auf welcher Stufe?
Martins Einschätzung ist ernüchternd. Er sagt 90 % der Trainer nutzen die ersten drei Stufen: Content bereit stellen, passive Foren sowie Aufgaben und Tests.
Warum ist das so?
Zum einen finden Lernplattformen ihren Einsatz häufig in Blended-Situationen. Daher übernimmt die Lernplattform nur einen Teil der Lehr-/Lernsituation als Instrument. Andere Teile werden in der Präsenzsituation umgesetzt. Andererseits ist dies ein Spiegel der Lehrrealität. Immer wieder kann man feststellen, dass der Frontalunterricht noch immer in Schule und Hochschule sehr verbreitet ist.
Andererseits steht der Einsatz von Lernplattformen unter der Kritik der Web 2.0 Apologeten, die die offenen kooperativen Lernsituationen im Web favorisieren. Gerade hier ist aber noch mehr Loslassen des Lehrers von seiner klassischen Rolle gefordert. Ist Web 2.0 Lernen vielleicht eher technikgetrieben als realistisch? Immer wieder ist die Rede von den Digital Natives, die aufgrund der alltäglichen Gegenwart des Web wie selbstverständlich mit StudiVZ, ICQ und anderen Medien online arbeiten und daher genau das auch vom Unterricht erwarten.
Ich bin da bekanntermaßen skeptisch. Einerseits glaube ich nicht, dass der Net-Generation, so es sie denn gibt, wirklich in der Breite so autonom und konstruktiv mit Webmedien arbeitet. Andererseits würde die Nutzung der ‘Jugend’-Medien für Lehrzwecke z. T. lächerlich wirken (wie frühere Versuche Unterrichtsinhalte in Action-Comics zu integrieren).
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