Kategorie: Anwendung
Moodle Seminare 2010 - 1. Halbjahr
By Ralf Hilgenstock on Feb 6, 2010 | In Weiterbildung, Anwendung, Bildungsprozesse, Anwender, Administration, Veranstaltungen | Send feedback »
Link: http://moodle.de/mod/resource/view.php?id=2191
Nun ist das Seminarprogramm für das erste Halbjahr fertig.
Im Mittelpunkt stehen Schulungen für Trainer und Dozenten sowie für Administratoren. Die Seminare finden in Berlin und Köln statt.
Zusätzliche Themen:
- Mit Moodle Lernfortschritte, Lernziele prüfen
- Mit Moodle Nutzer/ innen befragen.
- Moodle – Lerninhalte gestalten teilnehmen
- Moodle Rollen und Rechte
Ab März gibt es zusätzliche Live Online Sessions, sogenannte Webinare.
Kannst du mir Moodle beibringen?
By Ralf Hilgenstock on Dec 29, 2009 | In Anwendung, Bildungsprozesse | 11 feedbacks »
Ich bin gerade ganz begeistert von einer Reihe von Blogbeiträgen von Tomasz aus Perth. Er unterrichtet an einer Schule und hat dort die gleichen Fragestellungen, die auch ich aus Schulen kenne. Ich übersetze daher einfach mal einen seiner Beiträge:
Heute Nachmittag kam eine Kollegin auf mich zu und sagte: “Tomaz, ich mitbekommen, dass du mit diesem Moodle arbeitest. Du musst mir das unbedingt zeigen und beibringen.” Das war tatsächlich Musik in meinen Ohren. Aber dann gab ich ihr zur Antwort, was mittlerweile ein Standardsatz von mir - und eine Herausforderung ist: “Ich werde es vermutlich nicht können!”
Sie stand da, war verwundert aber noch freundlich mir gegenüber. Puhh, hatte ich weiter ihre Aufmerkamkeit?
Ich setzte dann fort:”Ich würde dir gerne Moodle erläutern und zeigen, aber zuerst solltest du dir einmal unseren ‘Sandkasten’ (Demoraum) anschauen und vielleicht das eine oder andere Infovideo. Du hast dann einen ersten Überblick darüber, was du mit Moodle tun kannst. Wenn du das gemacht hast, überleg dir ein konkretes Unterrichtsproblem. Wir können dieses dann gemeinsam in Angriff nehmen und dazu Moodle nutzen. Was hältst du davon?”
“Ok. Dann sehen wir uns am Montag bei unserem kleinen privaten Moodle-Workshop” war die umgehende und enthusiastische Antwort.
Allzu oft versuchen wir Software einzuführen indem wir den Menschen Features erklären. “Das sind die Funktionen. Klicken Sie hier, klicken Sie dort….” und dann überlassen wir die Menschen sich selber und ihrem Vorstellungsvermögen was sie denn nun damit anfangen können. Wir schaffen dabei eines der zentralsten Kommunikationsprobleme. Wir reden über die Köpfe der Menschen hinweg. Es geht dann um die Software, nicht um die Menschen.
Wenn wir es nun aber umdrehen, geht es besser. Wir lösen ein reales Problem im Klassenraum, eine Herausforderung, ein konkretes Szenario. Die Kollegen eignen sich damit die Software an. Sie wird für sie zum Werkzeug. “Ja, damit kann ich arbeiten” werden sie sagen.
Lehrer sind sehr pragmatisch veranlagt. Sie suchen wirklich nach gut geeigneten Werkzeugen. Zeig Ihnen, dass Moodle dies kann und sie werden es nutzen. Wenn eine Lehrerin in Naturwissenschaften eine tolle Lösung mit Moodle umgesetzt hat, ein Problem gelöst hatund davon erzählt, eine Deutschlehrerin davon hört, dann, ja dann würde ich wetten kommt sie und fragt ob und wie sie Moodle auch nutzen kann. Wenn Sie dies von einer anderen Kollegin hört und nicht gerade von mir, der ich als Moodle Enthusiast ja schon bekannt bin, dann ist das besonders wirksam. ("Wenn die damit umgehen kann, dann werde ich das ja wohl auch können.")
‘Klassenraumlösungen (mit Software)’ versus ‘Softwarelösungen (im Klassenraum)’.
Moodle-Monopoly
By Ralf Hilgenstock on Dec 29, 2009 | In Anwendung, Bildungsprozesse | Send feedback »
Ich habe gerade Tomaz Lasics Videos über den Einsatz an seiner Schule in Perth veröffentlicht. Auf seiner Webseite habe ich dann eine sehr schöne Idee zur Nutzung des Moodle-Wikis gefunden: Moodle Monopolife.
Einsatz: 9./10. Klasse - unteres Leistungsniveau
Zielsetzung: eigene Informationssuche, kritisches Denken
In einem Wiki für die gesamte Gruppe wird auf der Startseite eine Monopolyspielbrett abgebildet. Dazu wird eine Tabelle mit 13x13 Feldern abgebildet (am vbesten in der vergrößerten Editoransicht. Die äußeren Rahmenteile werden eingefärbt. Die Strassen, Bahnhöfe und Ecken entsprechend benannt.
Darunter wird in eckigen Klammern für jeden Schülern eine Unterseite angelegt. Also:
[Claudia]
[Claus)
[usw.]
Auf jeder dieser Unterseiten wird dann eine Aufgabenstellung einkopiert.
Aufgabenstellung
Sucht im Internet die durchschnittlichen Miet- und Kaufpreise für Häuser in den verschiedenen Stadtvierteln. Tragt Eure Ergebnisse hier ein.
Denkt Euch zehn eigene Gemeinschafts- und Ereigniskarten aus, die zu uns und unserer Stadt passen..
Schreibt die Texte hier hinein.
Die Schüler werden diese Aufgaben unterschiedlich schnell bewältigen, können sich dann aber gegenseitig bei der Arbeit im Wiki helfen.
Tomaz hat auf seiner Webseite noch ein paar Ideen formuliert wie man das Spielergenis für weitere Diskussionen nutzen kann.
Moodle bewegt eine Schule
By Ralf Hilgenstock on Dec 29, 2009 | In Anwendung | Send feedback »
Tomaz Lasic ist Lehrer an einer Public School in Perth, Australien. Er berichtet in zwei Filmbeiträgen über Moodle und den Einsatz an seiner Schule.
Der erste Beitrag ist mehr über Moodle und seine Möglichkeiten.
How can Moodle change a school (Part 1) from Tomaz Lasic on Vimeo.
Im zweiten Beitrag berichte er auch über den Einsatz und die Akzeptanz an der Schule.
How can Moodle change a school (Part 2) from Tomaz Lasic on Vimeo.
10 Wege zum online Lehrerfolg
By Ralf Hilgenstock on Dez 29, 2009 | In Hintergrund, Anwendung, Bildungsprozesse, Lernkonzepte | Sende Feedback »
Gestern habe ich 10 Wege zum Online Lernerfolg von Cindy Wolfe als Anregung übersetzt. Nun beginne ich die Punkte zu übertragen auf die Frage “Wie strukturiert ein Lehrender den erfolgreichen Online-Lernprozess?”
Lernende sollen im Fernunterricht wesentlich aktiver werden wie im Präsenzunterricht. Dies ist eine Notwendigkeit, da nur so eine Aneignung des Lerninhalts gesichert werden kann. Intrinsische Motivation, die zur Anmeldung zu einem online Kurs geführt hat, darf nicht extrinsisch zerstört werden.
1. Stellen Sie eine gute Übersicht über den Kurs zur Verfügung.
Der Lehrplan solte nicht nur die Strukturierung des Kurses, sondern auch eine zeitliche Übersicht und die Anforderungen an die Lernenden umfassen.
Zeigen Sie wofür vermutlich wieviel Zeit benötigt wird. Machen Sie klar, wo Eigenarbeit und wo Kleingruppenarbeit oder Großgruppendiskussion erwartet wird. Zeigen Sie auf, welche Form der Unterstützung Ihrerseits zur Verfügung steht und wann und wo Sie als Lehrender zur Verfügung stehen.
2. Setzen Sie klare Termine für Aufgaben und machen Sie deutlich wie Sie bewerten werden
Die Termine der Veröffentlichung von Aufgaben und die Abgabetermine sind sehr wichtig.
Formulieren Sie klar und deutlich, welche Leistung Sie erwarten. Eine halbseitige Erläuterung macht für die Teilnehmenden wesentlich weniger Arbeit als ein achtseitiger Aufsatz. Machen Sie auch klar, welche Anforderungen an Strukturierung, Form, Zitierweise etc. Sie stellen.
Denken Sie daran, dass eine online-Gruppenarbeit durch zeitversetzte Diskussion mehr Zeitraum benötigt wie eine Gruppenarbeit in Präsenz wo diese Arbeitspahse konzentriert in einer halben Stunde erfolgt.
3. Geben Sie eine deutliche zeitliche Strukturierung des Kurses
Es fällt vielen Menschen schwer, den Lernstoff selber zeitlich zu struktrieren. Lerneinheiten sind manchmal für eine Woche, ein anderes mal für drei Wochen vorgesehen. Als Trainer haben Sie den Überblick und können dies besser einschätzen als die Teilnehmer.
Zur zeitlichen Strukturierung gehört auch der Hinweis, wenn sich im Laufe des Kurses der Zeitaufwand erhöht. Mehr Teilnehmer als Sie denken sind ‘Quartalendlerner’. Sie lernen erst gegen Ende der vorgesehenen Zeit oder vor einer Prüfung intensiv. Wenn sie dann keine Orientierung haben, schaffen Sie es nicht oder nur schwer, alles zu bearbeiten.
Informieren Sie aktiv über Änderungen im Kurs, neues Material und geben Sie z.B. bei Diskussionen Zusammenfassungen.
4. Jede Lerneinheit enthält Neues
Strukturieren Sie die Lerneinheiten so, dass immer etwas Neues zu entdecken ist.
Regen Sie die Teilnehmer an, selber Inhaltszusammenfassungen vorzunehmen. Fragen Sie sie aktiv, welche neuen Erkenntnisse sie in der Kurseinheit erhalten haben. Selbst wenn nur wenige antworten werden (z. B. in einem Forum) war es für andere eine Denkanregung, noch einmal für sich selber zusammenzufassen oder eigene Gedanken mit denen der anderen Teilnehmer abzugleichen.
5. Geben Sie Raum zur Kommunikation
Kommunikation passiert online nicht von alleine. Stellen Sie zum Lernstoff Fragen, die nicht nur Wissen abfragen, sondern auch einen Transfer auf andere Felder herausfordern. ‘Zetteln Sie eine Diskussion an.’
Fordern Sie die Teilnehmer heraus, sich gegenseitig zu unterstützen. Fragen Sie nach, was andere an bestimmten Ideen interessant, neu oder herausfordernd empfinden.
Focussieren Sie auf die richtigen, hilfreichen und nicht primär auf die falschen, problematischen Aspekte von Diskussionsbeiträgen. Dies ist ein wichtiger Teil der Vertrauensbildung und zur Förderung der Bereitschaft der Lerngruppe sich einzubringen.
6. Geben Sie den Teilnehmenden die Chance sich selber einzubringen
Zu leicht ist die Diskussion trainerzentriert. Halten Sie eigene Antworten und Einschätzungen zurück. Machen Sie jedoch deutlich, dass Sie einen Beitrag wahrgenommenn haben. Ermuntern Sie andere Teilnehmer zur Beantwortung. Spielen Sie den Eisbrecher!
Die Teilnehmer wissen zunächst nicht was angemessene Beiträge sind und wie sie passend formuliert werden. Da können Sie helfen durch Nachfragen an die Gruppe.
7. Geben Sie Arbeitshilfen
Strukturierung des Arbeitsprozeses ist für Teilnehmer eine wichtige Herausforderung. Viele Lerner haben nie oder nie über einen längeren Zeitraum selber Lernen strukturiert. Geben Sie Anregungen wie es gut gelingen kann. Soll Material ausgedruckt werden? Soll man sich Notizen machen? Soll man sich eigene Lernfragen an das Curriculum als Teilnehmer erstellen?
8. Geben Sie Anregungen für die zeitliche Mikrostrukturierung
Die Bearbeitung einer Aufgabe, die in einer Woche abgegeben werden soll ist eine Herausforderung. Machen Sie einen Vorschlag wie sich die Bearbeitung über die nächsten sieben Tage verteilen kann.
9. Lernen fällt leichter wenn es einen Bezug zur Lebenswelt hat
Beziehen Sie fragend die Erfahrungswelt der Teilnehmenden mit ein. Dies wirkt aktivierend und macht die Relevanz des Lernstoffs deutlich. Wo lassen sich Ähnlichkeiten oder auch deutliche Unterschiede zur vermuteten Lebenswelt der Teilnehmer entdecken. Deuten Sie diese an und stellen Sie Fragen. ‘Wann und wo haben Sie Ähnliches erlebt?’
10. Fordern Sie die Teilnehmer auf, den Lernstoff und die praktische Anwendung in Angriff zu nehmen
Wann und wo wollen und können Sie den Lernstoff selber im Alltag ausprobieren? Was sind die ersten drei Schritte zum konkreten ausprobieren?
Natürlich müssen diese Fragen auf den jeweiligen Lernkontext und Inhalt angepasst werden.
Moodle und Web 2.0: Diskurs Ralf Hilgenstock - Peter Baumgartner
By Ralf Hilgenstock on Dec 19, 2009 | In Grundlagen, Anwendung, Bildungsprozesse, Web 2.0, Lernkonzepte, Content | Send feedback »
In den letzten Monaten trafen Peter Baumgartner und ich uns mehrfach am Rande von Konferenzen. Dabei ergaben sich spannende Gespräche über Moodle und Lernen im Web 2.0-Umfeld.
In Ilmenau wurden wir zu einem spontanen Diskurs eingeladen. Das Video ist nun veröffentlicht. (Technische Universität Ilmenau und Thüringer Institut für Lehrerfortbildung Multimedia Workshop. Das Motto der Tagung lautet: “eLearning in Schulen und Hochschulen".)
Schreiblernschrift 'Nordddruck' in Moodle
By Ralf Hilgenstock on Dec 17, 2009 | In Schule, Anwendung, Technik, Lernaktivitäten | 3 feedbacks »
In vielen Schulen wird die Schrift ‘Norddruck’ in der Schreiblernphase genutzt. Diese kennzeichnet sich z.B. durch ein offenes ‘a’. Die Standardschriften des Moodle Editors kennen solche Zeichensätze nicht.
Das ist so nicht ganz richtig, da Moodle gar keine Schriften an den Nutzer überträgt. Moodle gibt dem Browser eine Information mit, die ungefähr so lautet: “Verwende eine Schrift wie Times, wenn du diese nicht findest, versuche die oder die Schrift zu nehmen.” Der Browser schaut dann auf dem PC des Nutzers nach, welche Schriften dort zur Verfügung stehen und zeigt diese an.
Die Schrift ‘Norddruck’ ist urheberrechtlich geschützt. Daher ist sie auf den meisten PCs gar nicht installiert. Eine recht ähnliche Schrift ist ‘Century Gothic’, die jedoch recht feine Linien hat. Ggfs fett formatieren. Sie ist auf den meisten PCs vorhanden. Vielleicht hat noch jemand einen besseren Vorschlag.
Der Administrator von Moodle kann nun hingehen und unter Website-Administration - Darstellung - HTML-Editor - Zeichensatzart und Zeichensatzliste ‘Century Gothic’ eintragen. Damit wird nach Möglichkeit dieser Zeichensatz bei der Darstellung des Nutzers verwendet.
Damit nicht nur die eingegebenen Texte, sondern auch die in Moodle dargestellten Texte entsprechend abgebildet werden, müsset man noch das Theme entsprechnd anpassen.
Über 23.000 Berliner Schüler auf Moodle
By Ralf Hilgenstock on Dec 8, 2009 | In Schule, Anwendung | Send feedback »
Über 23.000 Schüler arbeiten auf dem zentralen Moodle System, das im Rahmen von Lernraum Berlin betrieben wird.
Moodle auf dem Demokratie-Kongress der Konrad Adenauer Stiftung
By Ralf Hilgenstock on Dec 8, 2009 | In Tipps, Anwendung, Bildungsprozesse | Send feedback »
Am 8. Dezember präsentieren wir Moodle auf dem Demokratie-Kongress der Konrad Adenauer Stiftung im Hotel Intercontinental in Berlin (Budapester Strasse).
Moodle 2.0 Buch am Start
By Ralf Hilgenstock on Nov 28, 2009 | In Hintergrund, Anwendung, Moodle 2 - das Buch | Send feedback »
Bis zum Erscheinungstermin von Moodle 2.0 wird noch einige Zeit ins Land vergehen. Dennoch laufen im Hintergrund die Vorbereitungen bereits.
Gestern habe ich mit Hannes Gassert von unseren Schweizer Kollegen LIIP das weitere Vorgehen für das umfassende Praxisbuch zu Moodle 2.0 besprochen.
Das Konzept wurde im Verlag noch einmal erörtern. Erste Texte sind bereits geschrieben und nun geht es richtig los.
Das Buch wird umfassend über den Einsatz von Moodle 2.0 berichten, Einsatzszenarien beschreiben und die kleinen Tricks und Kniffe bündeln, die sich in den letzten Jahren in unserer Arbeit herauskristallisiert haben.
Über die nächsten Monate werden wir hier im Blog immer wieder über den Fortschritt berichten.