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Schreiblernschrift 'Nordddruck' in Moodle
By Ralf Hilgenstock on Dec 17, 2009 | In Schule, Anwendung, Technik, Lernaktivitäten | 3 feedbacks »
In vielen Schulen wird die Schrift ‘Norddruck’ in der Schreiblernphase genutzt. Diese kennzeichnet sich z.B. durch ein offenes ‘a’. Die Standardschriften des Moodle Editors kennen solche Zeichensätze nicht.
Das ist so nicht ganz richtig, da Moodle gar keine Schriften an den Nutzer überträgt. Moodle gibt dem Browser eine Information mit, die ungefähr so lautet: “Verwende eine Schrift wie Times, wenn du diese nicht findest, versuche die oder die Schrift zu nehmen.” Der Browser schaut dann auf dem PC des Nutzers nach, welche Schriften dort zur Verfügung stehen und zeigt diese an.
Die Schrift ‘Norddruck’ ist urheberrechtlich geschützt. Daher ist sie auf den meisten PCs gar nicht installiert. Eine recht ähnliche Schrift ist ‘Century Gothic’, die jedoch recht feine Linien hat. Ggfs fett formatieren. Sie ist auf den meisten PCs vorhanden. Vielleicht hat noch jemand einen besseren Vorschlag.
Der Administrator von Moodle kann nun hingehen und unter Website-Administration - Darstellung - HTML-Editor - Zeichensatzart und Zeichensatzliste ‘Century Gothic’ eintragen. Damit wird nach Möglichkeit dieser Zeichensatz bei der Darstellung des Nutzers verwendet.
Damit nicht nur die eingegebenen Texte, sondern auch die in Moodle dargestellten Texte entsprechend abgebildet werden, müsset man noch das Theme entsprechnd anpassen.
ADL bestätigt Moodle SCORM-Kompatibilität
By Ralf Hilgenstock on Oct 27, 2009 | In Lernpakete (SCORM u.a.) | Send feedback »
Link: http://webapps.adlnet.gov/CertifiedProducts/Certification.aspx?ID=297
Es nun offiziell bestätigt. Moodle ist SCORM kompatibel.
Was den einen nun gar nichts sagt, ist für andere eine wichtige Nachricht.
Mit Hilfe von Autorensoftware kann Lerninhalt aufbereitet und im sog. SCORM-Format exportiert werden. Dieses kann dann in Moodle als Lernpaket im Kurs integriert werden.
Moodle unterstützte die Einbindung von SCORM Lernpaketen schon seit vielen Jahren, nun ist von ADL, die den Standard entwickeln und pflegen die Kompatibilität offiziell bestätigt worden.
Der SCORM Standard liegt in unterschiedlichen Versionen vor. Die Version SCORM 1.2 wird heute fast ausschließlich verwendet. Nur in ganz wenigen Situationen ist die Version SCORM 2004 (1.3) erforderlich. Der neuere Standard 1.3 konnte sich bis heute am Markt nicht durchsetzen. Moodle unterstützt weite Teile des Standards 2004 hat sich jedoch unter 1.2 zertifizieren lassen.
In der Zwischenzeit ist Moodle jedoch wesentlich weiter gegangen. Es gibt einen neuen Standard mit Namen Common Cartridge. Dieser wird von IMS entwickelt. Diesem Konsortium, das auch für den Testfragenstandard (IMS-QTI) verantwortlich zeichnet, gehört Moodle selber an.
Common Cartridge erlaubt wesentlich mehr Funktionen in austauschbare Formate zu integrieren als mit Hilfe von SCORM. Während SCORM sich immer auf den isolierten Einzellerner konzentriert, erlaubt Common Cartridge auch kommunikative Elemente, wie Foren austauschbar zu gestalten.
Moodle hat inzwischen erste Importfunktionen für Common Cartridge implementiert. Sie befinden sich in der Testphase. Insbesondere Verlage haben inzwischen sehr großes Interesse an diesem Standard gezeigt. Es lässt sich noch nicht genau sagen, wann der Import und wann auch ein Export aus Moodle verfügbar sein wird.
Hotpotatoes jetzt völlig frei verfügbar.
By Ralf Hilgenstock on Sep 1, 2009 | In Werkzeuge, Lernaktivitäten, Zusatzmodule, Tests | Send feedback »
Link: http://hotpot.uvic.ca/
Hotpotatoes ist ein insbesondere im Schulbereich sehr beliebtes Programm zur Erstellung von Tests. Kreuzwörträtsel oder Drag-and-Drop-Fragen gehören zum Repertoire. Die Fragen können in Webseiten eingebunden werden oder mit dem extra zu aktivieren Hotpot-Modul im Moodle Kursraum integriert und auch ausgewertet werden.
Hotpotatoes war bislang unter einer besonderen Lizenz veröffentlicht. Die Nutzung im Schulbereich war frei wenn man die damit erstellten Fragen wiederum anderen zur Verfügung stellte. Für andere Einsatzbereiche gab es kostenpflichtige Lizenzen.
Heute hat Hotpotatoes bekannt gegeben, das die Software ab sofort als Freeware zur Verfügung gestellt wird. Im Unterschied zu Open Source ist die Software kostenfrei verfügbar. Der Programmcode wird nicht zur Verfügung gestellt und kann nicht bearbeitet werden.
Für die Software wird nunmehr kein Support mehr zur Verfügung gestellt.
Der Download ist unter http://hotpot.uvic.ca/ möglich.
Mit Moodle einfacher starten
By Ralf Hilgenstock on Jul 19, 2009 | In Ankündigungen, Grundlagen, Anwendung, Lernaktivitäten, Support | Send feedback »
Uns erreichen immer wieder Anfragen wie man mit Moodle starten kann ohne gleich den vollen Umfang der Funktionen zu nutzen. Eine Reduzierung auf das zunächst Wichtigste sei ganz hilfreich.
Wir haben daher nunmehr ach Moodle-Hosting-Angebote bei denen durch Vorkonfiguration viele Funktionen zunächst nicht verfügbar sind.
Hier ein paar Beispiele:
Eine neue Trainer/Lehrer-Rolle hat nicht auf alle Funktionen der Kursraumverwaltung Zugriff. Damit wird der Umfang der Auswahloptionen, reduziert. Seltener genutzte Funktionen sind ausgeblendet.
Eine andere Konfiguration ist die Reduzierung der Blocke und Lernaktivitäten. Hier das Auswahlmenu:
Das moodle-System als Ganzes bleibt dabei voll funktionsfähig. Jederzeit können alle Aktivitäten und Funktionen durch Rollenzuordnung oder Administrationseinstellung verfügbar gemacht werden.
Wir bieten diese Konfiguration auf Wunsch für Moodle-Systeme im Rahmen unserer Hostingangebote an. Informationen bite anfragen: info@eledia.de
Moodle: Problem beim Wiederherstellen von Kursen
By Ralf Hilgenstock on Jun 26, 2009 | In Technik, Lernaktivitäten, Hosting | Send feedback »
Mit der Funktion der Sicherung und des Wiederherstellens kann man Kurse leicht zwischen Moodle-Systemen übertragen. Bei der Sicherung wird ein Datenbankauszug des einen Systerms gemacht und beim Wiederherstellen erfolgt eine Integration in das aktuelle System.
Wenn die Versionen beider Systeme identisch sind, funktioniert dies in der Regel reibungslos.
In manchen Situationen bleibt der Wiederherstellungsprozess ohne erkennbaren Grund nach sehr kurzer Zeit stehen. Eine Fehlermeldung wird nicht ausgegeben.
Ursache ist hier häufig ein Versionsproblem. Wenn die Version auf der die Sicherung erfolgte höher ist (z.B. 1.9.3.), als die Version in die wiederhergestellt wird (z. B. 1.9.2), verweigert sich das System. Genauer kann man das durch einn Abgleich der Versionen prüfen. Im eigenen System befindet sich die Information auf dem Modle-Logo am Fuß der Startseite (Maus darüber bewegen und den erscheinenden Text lesen). In der Kurssicherung findet man die Information am Anfang der in der Zip-Datei enthaltenen xml-Datei. Sie enthält die Auszüge aus der Datenbank. Geöffnet werden kann die Datei z.B. mit Wordpad oder einem Editor.
Ist die Moodle-Version der Sicherungsdatei nur unwesentlich älter als die genutzte Version können wir meist durch einfache Veränderung der Sicherung hilfreich werden.
Fragen Sie uns. Geben Sie die Version Ihres Moodle-Systems und derSicherungsdatei, sowie die Art der verwendeten Lernaktivitäten an.
Über das Richtigkeitsproblem bei Wikis im Unterricht
By Ralf Hilgenstock on Apr 26, 2009 | In Anwendung, Bildungsprozesse, Wiki | 1 Feedback »
Es ist schon einige Zeit her, als eine Lehrerin mich zum Nachdenken brachte mit der Frage, wie sie denn gewährleisten könnte, dass in einem von Schülern erstellten Wiki alle Informationen immer richtig seien.
Nach kurzem Nachdenken kam ich zur Einschätzung, dass die Grundeinstellung dahinter erst zu dem Problem führt und man anders zu guten Lösungen kommen kann.
Man kann im Schülerwiki genauso wenig sicherstellen, dass alle Texte immer richtig sind wie man auch nicht sicher stellen können, das alle Lehrertexte immer richtig von der Tafel abgeschrieben werden oder alle Hausaufgaben immer richtig gemacht werden.
Wie kann man nun eine gute Lösung finden? Zentral ist die Festlegung des Lernziels: Am Ende haben wir ein Ergebnis mit richtigen Inhalten. Vom Beginn bis zum Ende findet ein mehrstufiger Prozess statt.
1. sammeln
2. strukturieren, gliedern
3. aufbereiten
4. verifizieren = Richtigkeit inhaltlich prüfen
5. Formulierung, Sprachstil optimieren
6. Rechtschreibung optimieren.
Die Stufen 1-3 können gut in Gruppen erarbeitet werden. Stufe vier kann eine gruppenübergreifende Arbeit sein. Stufe 5 und 6 sind optionale Schritte je nach Lernziel.
Stufe 4 enthält zugleich verschiedene Metalernziele, Inhalte im Web kritisch zu hinterfragen, ein Peerfeedback so zu geben, dass die anderen es annehmen können und unterschiedliche Sichten zu diskutieren.
Entscheidend für das Gelingen des Prozesses ist die Klarheit beim Lehrenden, welche Ziele in Vordergrund stehen und wie die eigene Rolle verstanden wird.
Selbst wenn sich einem die Fußnägel kringeln und der Rotstift heftig zuckt, um Rechtschreibfehler anzustreichen, ist dies in den Phasen 1-4 eher störend, da die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema behindert wird.
Vom arg begrenzten Wert der öffentlichen Wikis und Blogs für den Bildungsbereich
By Ralf Hilgenstock on Apr 3, 2009 | In Anwendung, Lernaktivitäten, Bildungsprozesse, Wiki, Blogs | 3 Feedbacks »
Seit einiger Zeit wird sehr engagiert über den Einsatz von Wikis und Blogs im Bildungsbereich diskutiert. User generated Content und offene Strukturen sollen demnach den Einsatz von Lernplattformen überflüssig machen.
Insbesondere wird dabei hervorgehoben, dass die Offenheit von Wikis und Blogs und die Verbindung zu Menschen außerhalb der Lerngruppe besondere Möglichkeiten für das Lernen und damit zusätzliche Motivation erschließen würde.
Ich bin an dieser Stelle sehr skeptisch. Ich sehe durchaus, dass die Öffnung der Lernprozesse für Außenstehende von Wert ist. Lernprozesse sind heute black boxes. Lehrende und Lernende wissen was darin passiert, aber sonst niemand. Damit bleiben spannende Lernszenarien Externen verborgen. Manch einer scheut sich, selber Lernvorhaben in Angriff zu nehmen, weil er nicht weiß, was dort passiert. Die Sichtbarkeit kann also durchaus Vorteile haben. Völlig klar ist auch, dass der produktive Schaffensprozess des Lernenden in Form einer eigenen Arbeit für die Nachhaltigkeit des Lernens äußerst wertvoll ist.
Andererseits braucht Lernen den Schutz der geschlossenen begrenzten Öffentlichkeit. Lernen ist ein Feld in dem Fehler auftreten und auch auftreten sollen, damit diese erkannt und korrigiert werden können. Dieser Erkenntnisprozess geht die Öffentlichkeit nichts an. Viele Lernende liegen großen Wert darauf, im Schutz der Gruppe zu agieren. Viele trauen sich bereits in einer Gruppe von 15 Teilnehmern nicht, frei zu reden. Die große Öffentlichkeit wäre dann also nicht hilfreich.
Vielleicht dient mancher Lernprozess mit Wikis mehr der öffentlichen Profilierung der Kehrenden als den Lernenden. Das würde zumindest erklären warum die meisten dieser öffentlichen Lernprozessen in den mediendaktischen Seminare unserer Hochschulen stattfinden und selten in andere Fachgebiete übertragen werden. Zumindest ist auffällig, dass überdurchschnittlich häufig Seminare mit entsprechenden Themenstellungen (Web, neue Medientechnologien, Communities) Weblogs und Wikis verwenden.
Die geschlossene Gruppe bietet Raum zum Experimentieren mit Möglichkeiten. Gerade dies in in einem ungeschützten Raum meist nicht mehr möglich.
Ein anderes Problem mit Wikis und Blogs in der Öffentlichkeit für Lernprozesse ergibt sich durch die begrenzte Skalierbarkeit und Wiederholbarkeit. Wer mit einer Gruppe von 20 Teilnehmern ein thematisches Wiki erstellt hat, kann mit der nächsten Gruppe an diesem Wiki in Form von Verbesserungen und Ergänzungen weiter arbeiten. Dabei werden jedoch andere Lernziele realisiert wie mit der ersten Gruppe. Die dritte Gruppe findet ein nahezu perfektes Produkt vor. Sie kann diese lesend erschließen, aber kaum mehr neu erarbeiten. Da es jedoch zum Alltag der Lehrenden gehört, mit wechselnden Gruppen das gleiche Thema zu bearbeiten, sind die Möglichkeiten zur Wiederholung des methodischen Ansatzes für das Thema begrenzt.
Berücksichtigt man dann noch, dass in manchen Bereichen (Schule, einheitliche Lektüren, Curricula) auch noch viele Institutionen das Gleiche bearbeiten, ist mit einem mehrfachen Einsatz der gleichen Methodik (Inhaltserarbeitung durch Wikis) zu rechnen. Das steigert die Gefahr des gegenseitigen Abschreibens.
Ein besonderer Blick auf die leistungsschwachen Teilnehmer lohnt sich besonders. Gerade diese wünschen sich nicht, dass ihre Mängel und Schwächen öffentlich sichtbar werden. Zugleich bleibt ihnen ggfs. ein Erfolgserlebnis durch öffentliche Sichtbarkeit guter Ideen versagt.
Nicht zuletzt sei der Aufwand für Lehrende beim wiederholten Anlegen von Wikis oder Blogs für Teilnehmer genannt, der erhöhte technische Kenntnisse erfordert. Das Anlegen eines Wikis (z.B. auf Grundlage von Mediawiki) und die Bildung von Gruppen darin ist kein Pappenstil. Das Gleiche gilt für Blogs.
Die heutigen Lernplattformen hingegen bieten die Möglichkeit mit wenigen Klicks Wikis anzulegen oder Blogs für Gruppen zur Verfügung zu stellen. Hintergrundwissen über Datenbanken und Webserver sind dafür nicht erforderlich. Gelungene Lernergebnisse können ohne Probleme einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Damit ich nicht missverstanden werde, Wikis und Blogs sind tolle Instrumente, um mit einer Lerngruppe Inhalte aufzubereiten und Lernprozesse zu reflektieren. Ich halte es jedoch für gefährlich diese als Allheilmittel darzustellen und damit das Aus für andere Instrumente zu verbinden.
Nach über 30 Jahren aktiver Tätigkeit im Bildungsbereich habe ich viele Methoden kommen und manche auch wieder verschwinden sehen. Hilfreiche Modelle haben sich im Laufe der Zeit bewährt und das Methodenrepertoire ergänzt, ohne dabei andere vollständig zu verdrängen. Auswendiglernen und Frontalvorträge haben auch heute ihren Stellenwert, auch wenn sie immer wieder als steinzeitlich diskreditiert werden.
Es wäre hilfreicher, neue methodische Ansätze so auszuwerten, dass deutlich wird, wann und unter welchen Bedingungen sie hilfreich sind und wann sie unangebracht oder schädlich sind.
Moodle & SCORM
By Ralf Hilgenstock on Sep 28, 2008 | In Grundlagen, Lernaktivitäten, Lernpakete (SCORM u.a.) | Sende Feedback »
Bis Ende September wird eine neue Moodle Version 1.9.3 veröffentlicht und zentraler Punkt werden Neuerungen im Bereich SCORM sein. Über die letzten Monate wurden systematisch bekannte Fehler beseitigt und die SCORM-Lernaktivität (Lernpaket) überarbeitet.
Damit wird es nun möglich sein, ohne Java-Unterstützung SCORM Inhalte im Standard SCORM 1.2 einzusetzen. Die offizielle ADL-Zertifizierung wird zur gleichen Zeit beantragt. In der Praxis wird es keine große Veränderung mit sich bringen, da bereits bislang die meisten Lernpakete eingesetzt werden konnten.
Die offizielle Kompatibilitätsfeststellung durch ADL hat also eher symbolische Bedeutung.
Bis Jahresende wird dann auch die Kompatibilität mit dem Standard SCORM 1.3/2004 fertig gestellt werden. Obwohl die meisten Autorenprogramme diesen Standard bis heute nicht vollständig erfüllen oder ausnutzen, wird Moodle diesen Schritt gehen.
Bei den plattformübergreifenden Standards wird es in kurzen Abständen weitergehen. Da weltweit die Kritik an SCORM 1.3/2004 sehr umfassend war, werden die Grundlagen für SCORM 2.0 in diesem Herbst diskutiert und parallel arbeitet IMS an Common Cartridge. Basis ist es jeweils Lerninhalte in verschiedenen Plattformen einsetzen zu können.
Moodle ist offizielles IMS Mitglied und beteiligt sich an der Common Cartridge Entwicklung künftig direkt.
Ich sehe diese Diskussionen recht zwiespältig. Alle diese Standards setzen auf didaktische Konzepte des Frontalunterrichts. Teilnehmer bearbeiten ein fertiges Lernpaket nach einem vorgegeben Schema alleine.
Auf der anderen Seite diskutieren wir konstruktivistische Lernkonzepte oder Social Learning als Konzepte der Zukunft. Also das genaue Gegenteil.
Praxistipp: Teilnehmer kommentieren Texte im Glossar
By Ralf Hilgenstock on Aug 17, 2008 | In Tipps, 1.5 (Juni 2005), 1.6 (Juni 2006), 1.7 (November 2006), 1.8 (April 2007), 1.9 (September 2007), 2.0 (Mitte 2010), Anwendung, Glossar | Sende Feedback »
Dieser Praxistipp stellt eine einfache Verbindung zwischen einer Textseite und einem Glossar dar. Ziel ist es einen vorgegebenen Text durch Teilnehmer kommentieren oder interpretieren zu lassen.
Stellen Sie dazu den Text als Textseite (mit oder ohne Editor ein). Richten Sie zusätzlich ein Glossar mit Autoverlinkung ein.
Die Teilnehmer haben nun die Aufgabe Begriffe oder Textpassagen zu kommentieren. Dazu tragen Sie die Textpassage, die sie kommentieren wollen als Begriff im Glossar ein und tragen als Beschreibung ihre Frage, ihren Kommentar oder die Verbesserung ein. Wenn sie dann noch Autoverlinkung für den Begriff aktivieren, sind die Kommentare direkt aus dem Text heraus aufrufbar.
In manchen Situationen mag es sinnvoll sein, die Kommentierungen nicht sofort sichtbar werden zu lassen, sondern sie als Trainer/Lehrer erst einmal durchzusehen. Dazu kann man die Funktion der Freigabe vor Veröffentlichung in den Glossar-Einstellungen verwenden.
Als Trainer kann ich mir die Kommentare später auch nach Teilnehmern sortiert im Glossar anzeigen lassen. (z.B. für Bewertungszwecke)
Noch ein Hinweis am Ende. Falls im Kurs auch an anderer Stelle mit Glossaren und Autoverlinkung gearbeitet wird, kann es zu begrifflichen Überschneidungen kommen.
Dann ist es u.U. hilfreich in der Aufgabenstellung darauf hinzuweisen und nicht nur einzelne Begriffe, sondern kurze Passagen ins Glossar aufzunehmen.
Moodle Testfragen einfach erstellen
By Ralf Hilgenstock on Jul 24, 2008 | In Tests | Sende Feedback »
[Eigentlich dachte ich, dieses Posting hätte ich gestern schon publiziert. Dann habe ich aber einfach doch nicht gespeichert.]
Vielfach erscheint es zu aufwendig, in Moodle Testfragen einzeln anzulegen. Für jede Frage wird ein eigenes Formular genutzt. Gerade wenn man bereits einen Test in Dateiform vorliegen hat, dünkt diese Form der Übertragung ein wenig zu aufwendig.
Der Moodle-Test erlaubt den Fragenimport. Ein recht einfaches Format ist das sog. GIFT Format. Wie kann man damit arbeiten?
Eine Testfrage am Bsp. Multiple-Choice besteht aus folgenden Elementen:
- Fragentitel (dient der Organisation der Frage in der Übersicht
- Fragestellung
- Antwortoption und evtl. Feedback
- Markierung richtiger und falscher Antworten
-
Wie sieht nun eine solche Frage aus? Beispiel
::Bundeshauptstadt::
{
Welche Stadt ist Bundeshauptstadt?
~Bonn #war früher Bundeshauptstadt
=Berlin #Richtig
~Frankfurt #wird häufig Bankenhauptstadt genannt
~München#ist Landeshauptstadt von Bayern
}
Wie schaut das Ganze genau aus?
:: kennzeichnet den Beginn und das Ende des Fragentitels
Die Frage steht ohne weitere Kennzeichnung.
{ } kennzeichnen Beginn und Ende der Antwortoptionen
= kennzeichnet eine richtige Antwort
~ kennzeichnet eine falsche Antwort
# beginnt einen Feedbacktext.
Diese Codierung kann für Multiple-Choice-Fragen genutzt werden mit einer richtigen Antwort.
Wie schaut es nun aus bei den häufig genutzten Multiple-Choice Fragen mit mehreren richtigen Antworten? Wieder ein Beispiel:
::Landeshauptstädte::
Welche der folgenden Städte sind Landeshauptstadt eines Bundeslandes?
{
~%25%Hannover
~%25%Kiel
~%-25%Kassel
~%-25%Köln
~%25%Düsseldorf
~%25%Wiesbaden
~%-25%Frankfurt
}
In dem Fall werden die Antworten mit einem Prozentwert versehen. Hier werden für jede falsche Antwort 25 % der Punktzahl abgezogen. Richtige Antworten müssen nicht extra gekennzeichnet werden.
Die gleiche Frage könnte auch anders bewertet werden, wenn man sicher stellen will, das bei einer falschen Antwort 0 Punkte vergeben werde sollen. Dann lautet es:
::Landeshauptstädte::
Welche der folgenden Städte sind Landeshauptstadt eines Bundeslandes?
{
~%25%Hannover
~%25%Kiel
~%-100%Kassel
~%-100%Köln
~%25%Düsseldorf
~%25%Wiesbaden
~%-100%Frankfurt
}
Wer also bereits einen Test in Dateiform hat, kann jetzt seine Fragen leicht codieren. Bitte tun Sie das mit Hilfe eines Editors (z.B. Windows - Editor) und nicht mit der Textverarbeitung. Speichern Sie das Ergebnis als txt-Datei ab und wählen Sie dabei unbedingt als Codierung ‘UTF-8′, damit die Umlaute später richtig übernommen werden.
Im Moodle Kursraum können die Testfragen nun unter Administration -> Fragen oder Lernaktivität - Test - Bearbeiten - Import als GIFT-Import hochgeladen werden.