Kategorie: Content
Moodle und Web 2.0: Diskurs Ralf Hilgenstock - Peter Baumgartner
By Ralf Hilgenstock on Dec 19, 2009 | In Grundlagen, Anwendung, Bildungsprozesse, Web 2.0, Lernkonzepte, Content | Send feedback »
In den letzten Monaten trafen Peter Baumgartner und ich uns mehrfach am Rande von Konferenzen. Dabei ergaben sich spannende Gespräche über Moodle und Lernen im Web 2.0-Umfeld.
In Ilmenau wurden wir zu einem spontanen Diskurs eingeladen. Das Video ist nun veröffentlicht. (Technische Universität Ilmenau und Thüringer Institut für Lehrerfortbildung Multimedia Workshop. Das Motto der Tagung lautet: “eLearning in Schulen und Hochschulen".)
Beliebige Schriften in Moodle verwenden
By Ralf Hilgenstock on Dec 18, 2009 | In Technik, Themes (Oberflächen), Content | Send feedback »
Nachdem ich gestern schon mal auf die im Grundschulbereich gerne verwendete Schrift ‘Norddruck’ verwiesen habe, haben wir nun noch herausgefunden, das man im Prinzip beliebige Schriften im Moodle-Editor ergänzen kann.
Der Administrator/die Administratorin trägt in der Verwaltung für den Editor in eine leere Zeile der Tabelle für Schriften folgendes ein:
- 1. Spalte: Schriftbezeichnung, die im Editor gezeigt werden soll.
- 2. Spalte: Schrift des Betriebssystem, die dann gezeigt werden soll. Hier empfiehlt es sich gleich mehrere Schriften einzutragen. Diese werden dann verwandt wenn die zuerst genannte Schrift auf dem Anwender PC nicht vorhanden ist.
Dieses Verfahren erlaubt es auch Schriften, die Unternehmensstandard verwandt werden, vorzugeben.
Content ohne Ende für Moodle ...
By Ralf Hilgenstock on Dec 8, 2009 | In Schule, Content | Send feedback »
… so könnte man deen Ansatz bezeichnen, den wir derzeit verfolgen.
Gemeinsam mit internationalen Partnern bauen wir den Zugriff auf mehrere 100.000 Bilder und Lernobjekte auf, die leicht zu Informationseinheiten und Tests zusammengestellt und in den Moodle Kursraum eingebunden werden können.
Mehr in Kürze hier.
Frei verfügbare Musik
By Ralf Hilgenstock on Nov 8, 2009 | In Content | Send feedback »
In einer sehr schön aufbereiteten Broschüre der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW finden sich viele Hinweise auf Quellen für Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde. Damit sind sie ohne Abgaben für GEMA in Online Medien nutzbar. Download: http://moodle.de/file.php/1/docs/LAG_Freie_Musik_im_Net.pdf
Aus für Scoyo
By Ralf Hilgenstock on Oct 30, 2009 | In Szene, Content | Send feedback »
Sie haben noch nichts von Scoyo gehört. Macht nichts. Jetzt ist es auch zu spät.
Scoyo ist Versuch von Bertelsmann gewesen mit einem zweistelligen Millionenbetrag den Markt für Selbstlernmedien für Schüler neu zu erfinden. Das viele Geld und eine storybasierte Herangehensweise hat zunächst einmal für Unruhe in den Schulbuchverlagen geführt. Was wird aus den klassischen Lernmedien wenn sich Scoyo durchsetzt? wird sich mancher gefragt haben.
Nun kehrt also wieder Ruhe ein.
Das Werbemagazin Horizont berichtet nun, dass Bertelsmann einen Käufer für Scoyo sucht. Erst vor Kurzen hatte man noch erklärt dass man nun den US-Markt erschließen wolle, der digitalen Medien aufgeschlossener gegenüber sei. Das dürfte nun Geschichte sein.
Carta hat sich einmal genauer die Webstatistiken für Scoyo angeschaut. Insgesamt enttäuschend.
Scoyo wird also nun selbst beerdigt. Zuvor hat es jedoch in der deutschen E-Learning-Content-Landschaft einige Leichen herumliegen lassen. Es ist schon erstaunlich, dass mehrere Unternehmen, die als Konzepter oder Zulieferer für Scoyo gearbeitet haben in diesem Jahr Insolvenzanträge gestellt haben. Einige Unternehmen konnten gerettet oder übernommen werden, andere wird es wohl künftig nicht mehr geben.
Welche Schlussfolgerungen kann man daraus ziehen?
Zumindest: Geld garantiert keinen Erfolg im Bereich Content für Bildung.
Große Verlage verstehen offenbar manche Geschäftsfelder nicht.
Mich schreckt es dennoch nicht, den Bereich Content für Bildung weiter zu bearbeiten. Mehr dazu in Kürze.
M-Learning: Mobile Learning
By Ralf Hilgenstock on Oct 11, 2009 | In Hintergrund, Anwendung, Bildungsprozesse, Hypes, Content | Send feedback »
In der letzten Woche erhielt ich die Anfrage aus einer großen Weiterbildungseinrichtung, ob ich ein Projekt zu ‘Mobile Learning’ unterstützen könne. Dies war eine gute Gelegenheit für mich das Thema etwas systematischer durchdenken.
Mobile Learning ist eigentlich im Bildungssektor nicht neu. Es meint, unabhängig von Raum und meist auch Zeit lernen zu können. Also die Entkoppelung des Lernortes von einer Festlegung des Veranstalters. Im eigentlichen Sinne ist ein Selbst-Lernbuch, ein Lehrbrief, eine Lerncassette, ein Lernvideo als bereits ‘mobiles Lernen’. Tatsächlich gemeint ist jedoch das Lernen mit Hilfe von mobilen technischen Geräten, also dem Handy, dem iPod, PDA und wie sie alle heißen. Meist also über eine Telefonverbindung oder eine Internetverbindung.
Die Idee, wie können künftig immer und überall nicht nur telefonisch erreicht werden, Informationen austauschen, sondern auch lernen. Wir wissen längst, nicht alles was technisch möglich ist, ist auch von jedem gewünscht. Das wirft die Fragen auf:
- für welche Lernthemen kann mobile learning genutzt werden?
- für welche Lernformen kann mobile learning genutzt werden?
- für wen ist es attraktiv?
In dem konkreten Fall waren meine ersten Fragen:
- Was ist das Ziel der Entwicklung mobiler Lernformen?
- Ist die Organisation bereit, bisherige Denkmuster bzgl. Lernen über Bord zu schmeissen?
Hier ein paar mögliche Antworten auf die Frage 1:
- neue wirtschaftlich ertragreiche Lernformen etablieren
- vorhandene Lernangebote anreichern
- Marketingaktion, die Aufmerksamkeit bei technikaffiner Zielgruppe weckt.
und zu Frage 2 erst ein paar Vertiefungen:
- Kann ein Lernprodukt aus kleinsten Einheiten a 10 Minuten bestehen?
- Könnte es ein Lernabonnement geben?
- Könnte ein Lernmarkt entstehen in dem eine Community aufgebaut wird, die Lernwünsche und Lernangebote miteinander verbindet und der Bildungsanbieter Service anbietet (Treffpunktorte, Verrechnungsmodelle,…)?
- Ist die Organisation bereit, sich mit informellem Lernens und dessen Ökonomisierung zu befassen?
- Was würde eine Mikro-Content, Mikropayment-Strategie für die Organisation bedeuten?
- Was bedeutet die räumliche Unabhängigkeit der Lerner beim Lernen für eine auf physikalischen Lernorten und regionalen Angebotsstrukturen basierende Organisation des Weiterbildungsanbieters?
- Was bedeutet die unterschiedliche Zugänglichkeit zum Bildungsangebot (unterschiedliche Versorgung in Stadt/Land, technische Voraussetzung bei den Teilnehmern) für das bisherige Selbstverständnis (Wir sind für alle da)?
- Welches Denken braucht ein Fachbereichsleiter, um diese neuen Veranstaltungstypen zu planen, zu vermarkten, zu begleiten?
Je nach Beantwortung dieser und weiterer Fragen ergeben sich unterschiedliche Ausrichtungen der Sondierung.
Mobile Learning ist bisher im Lernbereich weder bei Anbietern, noch bei den Kunden als Lernform verankert. Es gibt wenig Erfahrung mit der Didaktik, die über Lernhäppchen hinaus geht. Es ist bislang kein Markt für Mobile Learning geschaffen worden, der über kleinste Nischen hinaus geht?
Das ist erst der Anfang meiner Überlegungen.
MoodleCamp2010
By Ralf Hilgenstock on Sep 26, 2009 | In Ankündigungen, Anwendung, Bildungsprozesse, Anwender, Content | 7 feedbacks »
Das MoodleCamp2010 ist bislang eine Idee, die Mitstreiter sucht.
Das MoodleCamp2010 ist ein Zeitfenster in dem wir miteinander
- Lernkonzepte entwickeln
- Content erstellen
- Funktionen austesten
- Werkzeuge ausprobieren
- miteinander voneinander lernen.
Das MoodleCamp2010 hat kein festgefügtes Programm. Es gibt vielleicht nur einen Rahmen:
- Start und Ende
- Tagesübersichten mit Kurzberichten vom Vortag
- kurzen ’spontanen’ Inputeinheiten
- Werkstätten (kurz 2 Stunden oder lang 2 Tage)
- Projekte (1/2 Tag bis 2 Tage)
Das MoodleCamp2010 findet vorr. im Sommer 2010 in einer Tagungs-/Bildungsstätte im süddeutschen Raum statt.
Es wäre schön,wenn es drum herum Freizeitmöglichkeiten jenseits eines Bildschirms gäbe, wenn man vielleicht auch gemeinsam kochen könnte und einfach Raum für Lernen, Arbeiten, Ideen und Allianzen schmieden und viel Spaß da ist.
Gesucht werden Menschen, die Lust haben, teilzunehmen, mitzumachen, zu organisieren und das Ganze zum Erfolg werden lassen.
Teilnehmen sollen alle, die Lust haben, ein wenig Moodle-Kenntnisse haben, Ideen umsetzen wollen, aktiv werden wollen. Nicht teilnehmen sollen Menschen, die sich berieseln lassen wollen.
Bitte schön, der Startschuss ist gesetzt. Wer ist dabei?
(Kein) Unterrichtsausfall trotz Neuer Grippe - eLeDia stellt Musterkursraum für Moodle zur Verfügung
By Ralf Hilgenstock on Aug 11, 2009 | In Schule, Anwendung, Anwender, Content | Send feedback »
Der deutsche Moodle-Partner eLeDia stellt kostenfrei allen Nutzern von Moodle einen Kursraum zur Verfügung mit dem Lehrer schnell Unterrichtsmaterial und Aufgaben für erkrankte und abwesende Schüler zur Verfügung stellen können.
Der Kursraum ermöglicht es, ein halbes Jahr lang Materialien und für jede Woche zwei Aufgaben zu hinterlegen. Zusätzlich können Ordner mit Musterlösungen der Woche freigeschaltet werden.

Der Kursraum kann in jedes aktuelles Moodle-System als Kursraumimport integriert werden.
Registrierte Nutzer auf http://moodle.de können im Kursraum “Kursvorlagen” über eine Datenbank auf eine Kursraumsicherung zugreifen.
Eine Ansicht des Kursraums ist auch hier möglich.
Kalifornien will gedruckte Schulbücher abschaffen
By Ralf Hilgenstock on Jul 12, 2009 | In Schule, Content | Send feedback »
Schwarzenegger - Gouverneur von Kalifornien - geht voran und schafft die Schulbücher ab. Mit Mathematik und den Naturwissenschaften soll direkt begonnen werden. Andere Fächer werden im Rahmen der “Initiative digitales Schulbuch” folgen. An die Stelle der Schulbücher sollen digitale E-Books und Online-Quellen treten. Haupteffekt: bis zu 400 Millionen Einsparungen jährlich für den Ankauf von Schulbüchern.
Man könnte über dieses Projekt länger nachdenken, wenn es denn mit einem pädagogischen Konzept hinterlegt wäre. Allem Anschein nach geht es jedoch ausschließlich um Einsparungen im Pleitestaat Kalifornien. Ein paar mehr Infos in der Zeit
»Deutschland ist OECD-Schlusslicht bei der Integration digitaler Medien im Unterricht. Eine nachhaltige Umstellung würde Milliarden kosten. Genau hier liegt das Problem in unserem unterfinanzierten Bildungssystem«, sagt Johannes Karl, Herausgeber des Magazins Digital lernen.
Es wird keiner Milliarden für eine Umstellung von gedruckten Büchern auf digitale Lerneinheiten ausgeben. Auch die Frage der einmaligen technischen Ausstattung der Schulen, der Wartung und der Ersatzbeschaffung ist nicht geklärt. Dennoch darf das nicht heißen, dass wir nicht über die Schaffung von systematisch entwickelten Pools mit digitalen Medien für den Unterricht nachdenken und diese aufbauen.
Es geht hierbei nicht um ein paar hundert Lernobjekte an der einen oder anderen Stelle zur Verfügung zu stellen. Es geht auch nicht darum, bundesländerspezifisch Bildungsserver mit zum Teil nur regionalem Zugang zu Medien zu schaffen.
Letztlich benötigen wir - den Schulfächern und Klassenstufen zugeordnete - Ablageorte für Lernmedien. Dabei können und sollten frei verfügbare Inhalte von Lehrern und anderen Lehrenden oder Institutionen neben kostenpflichtigen Inhalten von Verlagen und Lehrern stehen.
Die Inhalte müssen durchsuchbar sein. Dabei können Volltextstrategien in Beschreibungen, Ein- und Zuordnungen der Autoren, sowie nutzergenerierte Verschlagwortung, Bewertungen und Kommentierungen genutzt werden.
Eine Vision? Oder ist das realistisch umsetzbar?
Inzwischen ist der Verbreitungsgrad von Lernplattformen hoch genug ein solches Projekt in Angriff zu nehmen. Deshalb nehmen wir es in Angriff.
12 Millionen völlig frei verfügbare Bilder
By Ralf Hilgenstock on Mär 25, 2009 | In Content | 1 Feedback »
Link: http://metawelle.net/2009/03/22/100-millionen-freie-bilder-bei-flickr/
Dieser interessante Beitrag zeigt auf, dass 12 Millionen Bilder auf flickr.com frei verfügbar genutzt werden dürfen. Dabei meint frei verfügbar, dass sie auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen.
Weitere 100 Millionen Bilder können für nicht kommerzielle Zwecke verwendet werden.
Metawelle stellt fest:
Nimmt man sich einmal die Zeit um sich durch diesen riesigen Bilder-Pool zu klicken, so fällt auch auf, dass es sich dabei nicht nur um Schnappschüsse handelt. Unter diesen 12 Millionen Bildern lassen sich auch unzählige professionelle Fotografien finden. Neben einer kommerziellen Freiheit, ist für eine funktionierende digitale Kultur eine kreative Freiheit an Werken noch wichtiger. Etwa 63 Millionen aller zur Verfügung stehenden Bilddateien erlauben eine Bearbeitung, können also z.B. für Bildmontagen, Collagen, Filme, Animationen oder sonstige Projekte ohne die Notwendigkeit einer Nachfrage oder Klärung der Rechte verwendet werden (dabei muss natürlich zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Projekten unterschieden werden).
und das schafft ungeheure Möglichkeiten:
Vor allem im Schulischen Bereich, der Kreativität fördern soll, bietet ein solches Bildarchiv riesige Vorteile. Frei verwendbare Bilder für Referate und Vorträge z.B. oder für schulische Web- oder sonstige digitale Projekte um nur einige mögliche Anwendungsformen zu nennen.
Gerade hat das deutsche Wikipedia Projekt bekanntgegeben, dass nach den 100.000 Fotos zur deutschen Geschichte des Bundesarchivs, die seit Dezember eingepflegt wurden, nun weiter 250.000 Bilder aus den Beständen der deutschen Fotothek hinzukommen. Diese waren bisher schon für den privaten Gebrauch frei verfügbar. Nun werden sie völlig frei sein.