Google Tools im Bildungsbereich sind ein Risiko

Ich bin seit langem gegenüber den Nutzung von  Google-Services für den Bildungsbereich recht kritisch eingestellt.

Meine ursprünglichen Bedenken konzentrierten sich darauf, dass Google eingestellte Inhalte mitliest, um inhaltsbezogene Links und Werbung bereitzustellen. Wenn ich richtig informiert bin, ist das im Rahmen der Education Funktionen nicht mehr der Fall.

Zeitweise war es auch so, dass Google Rechte für eingestellte Inhalte für sich beansprucht. Das hat sich wohl geändert. Ich habe es jedoch nicht mehr im Detail geprüft

Inzwischen hat Google sein Angebotsspektrum für den Bildungsbereich deutlich ausgebaut.  Ein genauerer Blick auf das Angebot  ist daher angesagt.

Google Dienste sind nicht immer kostenfrei.

Inzwischen bietet Google manche Dienste nur für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei an. Message Security wurde z.B. nur bis Mitte 2010 kostenlos angeboten. Seitdem ist es kostenpflichtig.

Es gibt viele andere Angebote im Internet, die erst kostenfrei angeboten und dann später kostenpflichtig werden. Wird auch das künftig Google Strategie sein?

Google kündigt manche Dienste großartig an und stellt sie aber auch wieder ersatzlos ein.

Google Wave wurde großartig angekündigt als die Killer-Anwendung für E-Mail. Und die Präsentationen waren wirklich beeindruckend. Inzwischen hat Google die Einstellung von Google Wave angekündigt. Das gleiche Schicksal erleiden andere Google-Dienste auch. Dazu hier und hier Berichte. Wird die neueste Entwicklung Google+ durchhalten?

Wer sich auf Google-Dienste einlässt und diese zu einem zentralen Bestandteil der eigenen Kommunikation und von Dienstleistugen macht, kann also nicht unbedingt auf Nachhaltigkeit und langfristige Verfügbarkeit setzen. Bequemlichkeit und Kosteneinsparung werden also mit einer gewissen Abhängigkeit und Unsicherheit eingekauft.

Warum berichte ich darüber? Ich führe immer wieder Diskussionen mit Lehrern, ob es sinnvoll ist, solche Dienste zu nutzen. Wer sich dafür entscheidet, sollte sorgfältig Chancen und Risiken abwägen.

Ist das mit Moodle eigentlich anders?

Ja. Moodle kann vom deutschen Moodle Partner  eLeDia gehostet werden. Dennoch bleibt die Bildungseinrichtung immer Eigner der Daten. Wenn sie sich entscheidet das System auf eigenen Servern selber zu betreiben, kann sie das nahtlos tun. Jedes Moodle-System ist vollständig eigenständig. Die Lizenz (GNU/GPL) stellt sicher, dass der Programm immer frei verfügbar ist. dies verschafft jedem Betreiber einer Plattform die größtmögliche Freiheit der Nutzung.

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