Moodle und Adobe Presenter

Auf der didacta in der kommenden Woche zeigen wir am Stand von Adobe wie Lerninhalte, die mit Adobe Presenter erstellt wurden, in Moodle genutzt werden können.

Adobe Presenter ist Teil der eLearning Suite. Presenter erlaubt es z.B. aus Powerpoint-Dateien digitalen Lerncontent zu erstellen. Folien werden um gesprochenen Text ergänzt und mit Testfragen angereichert. Nach dem Export kann eine Flash-Datei in Moodle intergriert werden.

In diesem Film zeige ich wie dies mit dem optionalen Moodle-Modul für Adobe Presenter Lerninhalte erfolgt. Aber auch ohe den zusatz kann man einfach dieexportierte Datei hochladen und über eine index.html Datei in Moodle einbinden (Arbeitsmaterial -> Link auf Datei -> index.html-Datei auswählen.

Bohren, Schrauben, Schweißen: Werkzeuge des Wissensarbeiters

Link: http://www.weiterbildungsblog.de/2010/02/08/bohren-schrauben-schweisen-werkzeuge-des-wissensarbeiters/

Jochen Robes befasst sich im Weiterbildungsblog mit der Frage des Lernens bei Wissensarbeitern. Dabei konstatiert er für sich selber

die Selbstbeobachtung, dass ich schon lange nicht mehr in Seminaren, in Kursen oder durch Lehrbücher lerne, also bewußt aus meinem Arbeitsprozess heraustrete, um mir grundlegend einen Gegenstand zu erschließen.

Es geht mir ähnlich. Meine letzte Anmeldung zu einem Seminar liegt länger zurück. Bei Lehrbüchern müsste man noch einmal darüber reden,wie man den Begriff ‘Lehrbuch’ konkretisiert. Es gibt viel Bücher aus der letzten Zeit, die für mich lehrend waren.

Zunächst einmal erinnere ich mich jedoch an statistische Auswertungen zur berufsbezogenen Weiterbildung, die immer schon ausweisen, dass Mitarbeiter mit steigendem Alter jährlich weniger Fortbildungstage nutzen. Das gilt nicht nur für Deutschland sondern wohl international.

Klassisch zählt man den Besuch von Tagungen und Konferenzen zur organisierten Weiterbildung. Da Jochen einer der eifrigsten Konferenzbesucher ist, sollte auch bei ihm etwas davon hängen bleiben. :)

Eigentlich geht es jedoch um die Debatte über (in-)formelles Lernen. Während man unter formellem Lernen (fremd) organisierte Lernangebote versteht, meint informelles Lernen die vom Individuum selbst gesteuerten Lernprozesse. Zugleich handelt es sich auch um die ad hoc Lernvorgänge im Alltag durch Gespräche mit Kollegen, Kunden oder die persönliche Auswertung von Erfahrungen.

In der Informations- und Community-Gesellschaft verlagern sich Informationsquellen an extrem viele Orte (im Netz), mit einer früher nicht gekannten Dynamik (Neues kommt hinzu, anderes verschwindet) und dem Drang immer alles sofort mitzubekommen.

Den Anfang machte die Explosion der Zahl der gedruckten Zeitungen und Zeitschriften, dann der Hörfunk- und Fernsehsender. Seit relativ kurzer Zeit Webseiten, Blogs, Foren, Communities, Netzwerke.

Der Versuch up-to-date zu bleiben und die Verlagerung dieser Anforderung auf das Individuum führt zu nicht unerheblichem Zeitaufwand. Da es sich nicht um organisierte Arbeit handelt, verlagert sich dieses zunehmend in den Bereich der Privatzeit.

Manche Apologeten des Web-2.0 Lernens vertreten die Einschätzung formale Lernprozesse würden vollständig durch informelle Lernprozesse verdrängt. Ich folge dieser Ansicht ausdrücklich nicht.

Erstens gibt es arbeitgeberseitig einen Steuerungsbedarf für die Wissens- und Kenntnisstände der Mitarbeiter ausgerichtet an strategischen Überlegungen der Unternehmenssteuerung.

Zweitens kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle Mitarbeiter automatisch und eigenverantwortlich informell lernen, um den Wert der Arbeitskraft zu entwickeln.

Drittens stellt sich vielfach die Frage der Effektivität von informellem Lernen. Wenn 20 Mitarbeiter sich persönlich - ohne voneinander zu wissen - mit einem Themenfeld befassen, Quellen suchen, lesen, bewerten, verwerfen, exzerpieren, Transferüberlegungen anstellen dann wird häufig Doppelarbeit entstehen. Die klassische Aufgabe eines Trainers ist es ein Thema stellvertretend aufzubereiten und an andere zu vermitteln. Diese Professionalität hat ihren Wert. Bestandteil des Trainings kann natürlich in Workshopform die Bewertung und Transferüberlegung durch die Seminargruppe sein.

Genau dieser dritte Aspekt beschäftigt mich auch für meine persönlichen Entscheidungen. Wo ist es wichtig mich kurzfristig (quasi täglich) up-to-date zu halten? Wo ist es völlig ok, mich heute schlau zu machen und mit diesem Kenntnisstand die nächsten drei Monate glücklich zu leben, mich dann wieder umzuschauen, was ist passiert? Und letztlich auch zu entscheiden, wo ist es gut, mir jemanden zu suchen, der mich kompetent macht. Und letzteres wiederum kann ein formeller Lernprozess sein. Dazu zähle ich jetzt auch mal ein Netzwerktreffen mit Vortrag und Diskussion.

Betrachtet man die Diskussion über Lernplattformen und Persönliche Lernumgebungen (PLE) so wird hier gerade ziemlich viel Unsinn verbreitet. Auch die Überschrift der Podiumsdiskussion auf der CEBIT (Lernplattformen vs. PLE) kann eigentlich nur als Marketinggag verstanden werden.

Im gesamten Bildungsbereich hat sich gezeigt, dass neue Methoden und Techniken additiv ins Portfolio aufgenommen werden wenn sie sich bewähren. Sie ersetzen die alten nicht. Weder hat E-Learning den Klassenraumunterricht ersetzt, noch werden Blogs und Wikis aufbereitete Inhalte in Filmform ersetzen. Und: trotz Open-Space-Formaten gibt es weiter Vorträge.

Es gibt jedoch immer noch ein häufig anzutreffendes Verständnis von Lernplattformen als SCORM-Lernpaket-Abspielstation. Diese ‘klick dich schlau’ Konzeptionen von Lernen sind mehr oder minder unterhaltsam verpackte Frontalvorträge mit integriertem Verständnistest.

Ok. Genau dafür sind sie gut. Für eine vertiefte kooperative Auseinandersetzung mit dem Lernstoff. Für einen organisierten Lerntransfer in den Arbeitsalltag taugen sie jedoch nicht.

Wer mit einer Lernplattform wie Moodle arbeitet, begrenzt sich längst nicht darauf. Wir haben seit langem eine Arbeitsumgebung, die Lernen als kommunikativen kooperativen Prozess unterstützt.

LMS vs. PLE - CEBIT Forum Learning & Knowledge Solutions

Link: http://www.cebitlearningknowledge.de/konferenzprogramm/session/referat/1811.html

Termin: 5. März: 16.40 - 17.30 Uhr
Ort: Messe Hannover, Halle 6, Stand E30

Traditionelle Learning-Management-Systeme (LMS) erfüllen die Anforderungen, die heute an Lernen gestellt werden, nur unzureichend. Auf dem Weg von einer Lehr- zu einer Lernumgebung werden seit einiger Zeit die Entwicklung von Personal Learning Environments (PLE) gefordert. Dabei handelt es sich weniger um ein System oder ein Softwarewerkzeug als vielmehr um ein Konzept für eine lernerzentrierte und individuell ausgestaltbare Lernumgebung. PLE zielen darauf ab, sowohl formales als auch informelles Lernen zu unterstützen. Verschiedene Funktionalitäten, die LMS zur Organisation des Lernens bieten, erscheinen allerdings nach wie vor unverzichtbar.

Experten diskutieren in diesem Panel, wie Lernumgebungen und -plattformen in Zukunft ausgestaltet sind.

Diskutanten:
Hans Gieringer, Geschäftsführung Deutschland, bit media
Ralf Hilgenstock, Geschäftsführer, eLeDia - eLearning im Dialog
Stefan Schüssler, Solution Expert Personalwirtschaftssysteme, SAP AG
Moderator: Dr. Jochen Robes, Senior Consultant, HQ Interaktive Mediensysteme GmbH

Moodle Seminare 2010 - 1. Halbjahr

Link: http://moodle.de/mod/resource/view.php?id=2191

Nun ist das Seminarprogramm für das erste Halbjahr fertig.

Im Mittelpunkt stehen Schulungen für Trainer und Dozenten sowie für Administratoren. Die Seminare finden in Berlin und Köln statt.

Zusätzliche Themen:

  • Mit Moodle Lernfortschritte, Lernziele prüfen
  • Mit Moodle Nutzer/ innen befragen.
  • Moodle – Lerninhalte gestalten teilnehmen
  • Moodle Rollen und Rechte

Ab März gibt es zusätzliche Live Online Sessions, sogenannte Webinare.

MoodleMoot Berlin 2010: Anmeldung gestartet

Link: http://moodlemoot.moodle.de

In dieser Woche ist die MoodleMoot in Berlin in die entscheidende Phase gegangen. Die Anmeldung ist freigeschaltet worden. Auf der Webseite finden sich alle Informationen. Termin ist der 25. und 26. März. Die Pre-Conference findet vom 23.-24. März statt.

Das Programm ist wieder sehr spannend und vielfältig. In der Vorbereitung fiel schon auf, dass inzwischen fast nur noch pädagogisch didaktische Fragen und Erfahrungsberichte auf dem Programm vorkommen. Denke ich an frühere Konferenzen zurück, waren diese eher techniklastig. Unser damaliger Wunsch, mehr praktische Pädagogik zu sehen, ist eingetroffen. Toll.

Das Program ist übrigens dynamisch. Auch jetzt treffen noch spannende Beiträge ein und werden nach Möglichkeit ins Programm eingebunden.

Ausgebaut haben wir das Pre-Conference-Programm. Zum zweiten Mal gibt es einen englischsprachigen Entwicklerworkshop mit Petr Skoda und David Mudrak. Neu ist auch die Möglichkeit die Moodle-Praxis zu hospitieren. LIFE e.V. ermöglicht einen Einblick in die Arbeit mit Moodle in der Grundschule und der Sek I. Die Workshops finden direkt in den Schulen im Unterricht statt.
Moodle Open-Space. Erstmals bieten wir einen eintägigen Open-Space-Workshop an. Open-Space ist ein Workshop ohne Programm. Jeder Teilnehmer gestaltet das Programm mit. Es passiert, was für die Einzelnen wichtig ist. Dann geht es um die konkrete Lösung von Einzelproblemen und Fragen rund um den Einsatz in kleine Gruppen. Pädagogische und technische Fragen sind gleichermaßen möglich. In Mini-Workshops wird mit zwei oder zehn Leuten an Lösungen gearbeitet.

Die Zahl der Teilnehmer auf der MoodleMoot in Berlin ist auf 280 Personen begrenzt. Die Workshops der Pre-Conference können einzeln gebucht werden. Eine Gesamtkonferenzteilnahme ist nicht erforderlich.

Wir machen die Konferenz für die Menschen vor Ort. Einen Live-Stream der Vorträge wird es daher nicht geben. Über die Dokumentation denken wir gerade noch nach.

Digitale Lehrbücher nur noch mieten statt kaufen

Stephen Downes verweist auf ein Video amerikanischer Buchverleger hin. Darin zeigen sie eine interessante Vision der künftigen Nutzung von Lehrbüchern.

Diese werden nur noch digital zeitlich befristet zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe von Tablet-PCs kann in ihnen gearbeitet werden. Schaut man sich die Vorberichterstattung zur amerikanischen PC-Consumermesse (CES) an so scheint es im Bereich der Tablett-PCs in Kürze zu einem Boom zu kommen. Mit Spannung wird die Vorstellung eines solchen Geräts von Apple erwartet. Auch das One-Laptop-per-child Projekt geht in diese Richtung.

Coursesmart bietet nunmehr digitale Bücher im Auftrag diverser großer Verlage an. Dazu gehören Elsevier, John Wiley & Sons, McGraw Hill Higher Education, Pearson u.a.

Die Bücher können als Online-Version oder als downloadbare Version geordert werden. Die Bücher kommen dann jedoch nicht einfach als PDF daher, sondern in einem eigenen Format. Dadurch werden Anmerkungen, Markierungen und ähnliches möglich gemacht.

Entscheidend ist jedoch, dass man das Buch nicht erwirbt, sondern nur mietet. Im Prinzip handelt es sich um eine kommerzielle digitale Leibibliothek. Der Zugriff wird für 180 oder 360 Tage zur Verfügung gestellt.

Die Bücher sind dafür günstiger als die gedruckten Versionen. In den USA hat sich ein umfangeicher Markt beim Handel mit gebrauchten Lehrbüchern entwickelt. Dies scheint nun ein Weg zu sein, ein alternatives Vertriebsmodell zu etablieren.

Der Einsatz von Tablet-PCs ist die technologische Voraussetzung, um diese digitalen Bücher sinnvoll und effektiv zu nutzen.

Digitale Bücher machen Sinn. Sie entlasten den Schulranzen und wenn sie auch noch Anmerkungen zu lassen können Schüler sich die Inhalte ‘aneignen’. Selbst selbstgemalte ‘Kunstwerke’ oder grafische ‘Verschönerungen’ aus Schülerhand könnte man sich am Rande vorstellen. Der Preis für diese Inhalte müsste jedoch deutlich unter denen der gedruckten Versionen liegen.

Die allgegenwärtige Praxis des schulinternen Ausgebens eines Schulbuchs für ein Jahr ist der Wegbereiter für die digitale Version. Man ist bereits gewohnt, das Buch nur im aktuellen Schuljahr zu nutzen und später nicht mehr darauf zugreifen zu können.

Das sollte dann aber auch zur Konsequenz haben, dass ein volles Bücherregal mit gelesenen Büchern nicht mehr als Nachweis des Bildungsbürgertums gilt. Besitzen von Büchern ist dann out. Man hat sie mal zur Verfügung gehabt. Vielleicht kann man dann einen digitalen Bilderrahmen im Wohnzimmer aufstellen, der die Cover der letzten 1.000 gelesenen Bücher im Wechsel anzeigt.

10 Wege zum online Lehrerfolg

Gestern habe ich 10 Wege zum Online Lernerfolg von Cindy Wolfe als Anregung übersetzt. Nun beginne ich die Punkte zu übertragen auf die Frage “Wie strukturiert ein Lehrender den erfolgreichen Online-Lernprozess?”

Lernende sollen im Fernunterricht wesentlich aktiver werden wie im Präsenzunterricht. Dies ist eine Notwendigkeit, da nur so eine Aneignung des Lerninhalts gesichert werden kann. Intrinsische Motivation, die zur Anmeldung zu einem online Kurs geführt hat, darf nicht extrinsisch zerstört werden.

1. Stellen Sie eine gute Übersicht über den Kurs zur Verfügung.

Der Lehrplan solte nicht nur die Strukturierung des Kurses, sondern auch eine zeitliche Übersicht und die Anforderungen an die Lernenden umfassen.
Zeigen Sie wofür vermutlich wieviel Zeit benötigt wird. Machen Sie klar, wo Eigenarbeit und wo Kleingruppenarbeit oder Großgruppendiskussion erwartet wird. Zeigen Sie auf, welche Form der Unterstützung Ihrerseits zur Verfügung steht und wann und wo Sie als Lehrender zur Verfügung stehen.

2. Setzen Sie klare Termine für Aufgaben und machen Sie deutlich wie Sie bewerten werden
Die Termine der Veröffentlichung von Aufgaben und die Abgabetermine sind sehr wichtig.

Formulieren Sie klar und deutlich, welche Leistung Sie erwarten. Eine halbseitige Erläuterung macht für die Teilnehmenden wesentlich weniger Arbeit als ein achtseitiger Aufsatz. Machen Sie auch klar, welche Anforderungen an Strukturierung, Form, Zitierweise etc. Sie stellen.

Denken Sie daran, dass eine online-Gruppenarbeit durch zeitversetzte Diskussion mehr Zeitraum benötigt wie eine Gruppenarbeit in Präsenz wo diese Arbeitspahse konzentriert in einer halben Stunde erfolgt.

3. Geben Sie eine deutliche zeitliche Strukturierung des Kurses
Es fällt vielen Menschen schwer, den Lernstoff selber zeitlich zu struktrieren. Lerneinheiten sind manchmal für eine Woche, ein anderes mal für drei Wochen vorgesehen. Als Trainer haben Sie den Überblick und können dies besser einschätzen als die Teilnehmer.

Zur zeitlichen Strukturierung gehört auch der Hinweis, wenn sich im Laufe des Kurses der Zeitaufwand erhöht. Mehr Teilnehmer als Sie denken sind ‘Quartalendlerner’. Sie lernen erst gegen Ende der vorgesehenen Zeit oder vor einer Prüfung intensiv. Wenn sie dann keine Orientierung haben, schaffen Sie es nicht oder nur schwer, alles zu bearbeiten.

Informieren Sie aktiv über Änderungen im Kurs, neues Material und geben Sie z.B. bei Diskussionen Zusammenfassungen.

4. Jede Lerneinheit enthält Neues
Strukturieren Sie die Lerneinheiten so, dass immer etwas Neues zu entdecken ist.

Regen Sie die Teilnehmer an, selber Inhaltszusammenfassungen vorzunehmen. Fragen Sie sie aktiv, welche neuen Erkenntnisse sie in der Kurseinheit erhalten haben. Selbst wenn nur wenige antworten werden (z. B. in einem Forum) war es für andere eine Denkanregung, noch einmal für sich selber zusammenzufassen oder eigene Gedanken mit denen der anderen Teilnehmer abzugleichen.

5. Geben Sie Raum zur Kommunikation
Kommunikation passiert online nicht von alleine. Stellen Sie zum Lernstoff Fragen, die nicht nur Wissen abfragen, sondern auch einen Transfer auf andere Felder herausfordern. ‘Zetteln Sie eine Diskussion an.’
Fordern Sie die Teilnehmer heraus, sich gegenseitig zu unterstützen. Fragen Sie nach, was andere an bestimmten Ideen interessant, neu oder herausfordernd empfinden.

Focussieren Sie auf die richtigen, hilfreichen und nicht primär auf die falschen, problematischen Aspekte von Diskussionsbeiträgen. Dies ist ein wichtiger Teil der Vertrauensbildung und zur Förderung der Bereitschaft der Lerngruppe sich einzubringen.

6. Geben Sie den Teilnehmenden die Chance sich selber einzubringen
Zu leicht ist die Diskussion trainerzentriert. Halten Sie eigene Antworten und Einschätzungen zurück. Machen Sie jedoch deutlich, dass Sie einen Beitrag wahrgenommenn haben. Ermuntern Sie andere Teilnehmer zur Beantwortung. Spielen Sie den Eisbrecher!

Die Teilnehmer wissen zunächst nicht was angemessene Beiträge sind und wie sie passend formuliert werden. Da können Sie helfen durch Nachfragen an die Gruppe.

7. Geben Sie Arbeitshilfen
Strukturierung des Arbeitsprozeses ist für Teilnehmer eine wichtige Herausforderung. Viele Lerner haben nie oder nie über einen längeren Zeitraum selber Lernen strukturiert. Geben Sie Anregungen wie es gut gelingen kann. Soll Material ausgedruckt werden? Soll man sich Notizen machen? Soll man sich eigene Lernfragen an das Curriculum als Teilnehmer erstellen?

8. Geben Sie Anregungen für die zeitliche Mikrostrukturierung
Die Bearbeitung einer Aufgabe, die in einer Woche abgegeben werden soll ist eine Herausforderung. Machen Sie einen Vorschlag wie sich die Bearbeitung über die nächsten sieben Tage verteilen kann.

9. Lernen fällt leichter wenn es einen Bezug zur Lebenswelt hat
Beziehen Sie fragend die Erfahrungswelt der Teilnehmenden mit ein. Dies wirkt aktivierend und macht die Relevanz des Lernstoffs deutlich. Wo lassen sich Ähnlichkeiten oder auch deutliche Unterschiede zur vermuteten Lebenswelt der Teilnehmer entdecken. Deuten Sie diese an und stellen Sie Fragen. ‘Wann und wo haben Sie Ähnliches erlebt?’

10. Fordern Sie die Teilnehmer auf, den Lernstoff und die praktische Anwendung in Angriff zu nehmen
Wann und wo wollen und können Sie den Lernstoff selber im Alltag ausprobieren? Was sind die ersten drei Schritte zum konkreten ausprobieren?

Natürlich müssen diese Fragen auf den jeweiligen Lernkontext und Inhalt angepasst werden.

Zwischen den Jahren: quergebürstet

Zwischen den Jahren ist manchmal etwa Zeit, um Dinge zu reflektieren oder anderen in Ruhr zuzuhören.

Unter dctp.tv finden sich einige ausführliche Videos mit Meinungsmachern im Netz. Dazu gehören mehrere aktive Blogger.

Sehr spannend das Interview mit Sascha Lobo: Ich - das Produkt. Aberauch die anderen Interviews sind sehr sehens- und hörenswert.

Moodle und Web 2.0: Diskurs Ralf Hilgenstock - Peter Baumgartner

In den letzten Monaten trafen Peter Baumgartner und ich uns mehrfach am Rande von Konferenzen. Dabei ergaben sich spannende Gespräche über Moodle und Lernen im Web 2.0-Umfeld.

In Ilmenau wurden wir zu einem spontanen Diskurs eingeladen. Das Video ist nun veröffentlicht. (Technische Universität Ilmenau und Thüringer Institut für Lehrerfortbildung Multimedia Workshop. Das Motto der Tagung lautet: “eLearning in Schulen und Hochschulen".)




Schreiblernschrift 'Nordddruck' in Moodle

In vielen Schulen wird die Schrift ‘Norddruck’ in der Schreiblernphase genutzt. Diese kennzeichnet sich z.B. durch ein offenes ‘a’. Die Standardschriften des Moodle Editors kennen solche Zeichensätze nicht.

Das ist so nicht ganz richtig, da Moodle gar keine Schriften an den Nutzer überträgt. Moodle gibt dem Browser eine Information mit, die ungefähr so lautet: “Verwende eine Schrift wie Times, wenn du diese nicht findest, versuche die oder die Schrift zu nehmen.” Der Browser schaut dann auf dem PC des Nutzers nach, welche Schriften dort zur Verfügung stehen und zeigt diese an.

Die Schrift ‘Norddruck’ ist urheberrechtlich geschützt. Daher ist sie auf den meisten PCs gar nicht installiert. Eine recht ähnliche Schrift ist ‘Century Gothic’, die jedoch recht feine Linien hat. Ggfs fett formatieren. Sie ist auf den meisten PCs vorhanden. Vielleicht hat noch jemand einen besseren Vorschlag.

Der Administrator von Moodle kann nun hingehen und unter Website-Administration - Darstellung - HTML-Editor - Zeichensatzart und Zeichensatzliste ‘Century Gothic’ eintragen. Damit wird nach Möglichkeit dieser Zeichensatz bei der Darstellung des Nutzers verwendet.

Damit nicht nur die eingegebenen Texte, sondern auch die in Moodle dargestellten Texte entsprechend abgebildet werden, müsset man noch das Theme entsprechnd anpassen.