Moodle und Datenschutz - ein Blick hinter die Kulissen

Im Laufe dieses Jahres hat die Frage der Datenschutzregelungen bei Moodle meine Arbeit an ganz verschiedenen Stellen stark beeinflusst. Doch von Anfang an.

Datenschutz ist für Moodle kein Fremdwort. Schon seit sehr langer Zeit war es möglich, die Nutzer über die Verarbeitung personenbezogener Dateien aufzuklären und dies bestätigen zu lassen. Die sehr differenzierte Rechteverwaltung und die dezentrale Verwaltung von Bewertungen erlaubten schon lange, die unterschiedlichsten Anforderungen an den Einblick in persönliche Daten der Nutzer zu steuern.

Aufgrund der Vielfalt der Funktionen und der verschiedensten Aktivitätstypen  gehören Lernplattformen zu den Tools, die extrem viele Daten über die Nutzer speichern. Wer das negiert, macht sich etwas vor.  Viele Funktionen lassen sich halt nur realisieren, wenn es auch möglich ist, auf Daten der Nutzer zurückzugreifen.

Als ich zum ersten Mal von der Datenschutzgrundverordnung hörte und mich ein wenig damit beschäftigte, erkannte ich die  Reichweite auch nicht auf Anhieb. Im Frühjahr 2017 habe ich dann Martin Dougiamas auf das Thema aufmerksam gemacht und er hat  im Mai den Ball aufgenommen. Im Sommer wurde eine erste Analyse erstellt und kurz darauf ein Fachanwalt einbezogen, der seitdem als Berater an Bord war.

Es ging dabei darum, die DSGVO im Hinblick auf die Auswirkungen auf eine Lernplattform zu verstehen und zu interpretieren. Intensive Diskussionen folgten. Aus australischer Perspektive war es sicher nicht ganz einfach eine europäische Verständnisperspektive zu entwickeln. Juristen aus Irland oder England haben durchaus auch eine andere Sichtweise als wir in Deutschland mit einer Vorgeschichte aus Volkszählungsurteil und Bundesdatenschutzgesetz, die auf die 80er Jahre zurückgingen.

Die deutsche Perspektive hatte vor langer Zeit bei Moodle jedoch schon eine Rolle gespielt. Auf Initiative der Berliner Humboldt Universität war vor Jahren nach langem Ringen die Grundlage für die Einführung des Rollen-und Rechtesystems und deren Konfigurierbarkeit auf den Weg gebracht. Hintergrund auch hier der Datenschutz. Interessanterweise begrüßten diese Entwicklungen nach der Einführung die amerikanischen Schulen. Sie hatten ganz ähnliche Anforderungen, um einen Schutz der Schülerdaten zu gewährleisten.

Die neuerliche Diskussion um die Umsetzung der DSGVO betrat dann jedoch Neuland. Die Datenschutzaufsichtsbehörden der Länder befanden sich in einem Orientierungsprozess. Handreichungen gab es noch nicht und auch die  Artikel 29 - Gruppe auf europäischer Ebene  befand sich ebenfalls in einem Diskussionsprozess und rief nach und nach zu einzelnen Teilaspekten zu Diskussionsbeiträgen auf. An keiner Stelle wurde jedoch explizit die Auslegung für den Bildungssektor erörtert. Dieser zeigt sich mit dem Bereich Schule (Daten von Kindern), Hochschule und Unternehmen (Beschäftigtendaten) sehr vielfältig.

Bei Moodle setzte sich im Diskussionsprozess nach und nach die Haltung durch, wir nehmen es genau und erlauben dem Betreiber, die nach ihrer Interpretation erforderlichen Massnahmen selber zu konfigurieren.  Also maximale Flexibilität.  Das ist aus der Perspektive der Softwareentwicklung die komplexeste denkbare Umsetzung.

Ein eigenes Entwicklerteam nahm dann im Herbst 2017 die Entwicklung auf. Ziel: die weltbeste Umsetzung der DSGVO-Anforderungen für eine Plattform. Das klingt ein wenig pathetisch. Tatsächlich ist Moodle das Thema aber tatsächlich sehr sorgfältig angegangen.

Was gehörte dazu?

  • Information der Nutzer komplett erneuert. Die neue Information kann sowohl die Aufklärung als auch die Einwilligung Betroffener abwickeln und erlaubt eine Versionierung und komplette Dokumentation.
  • Altergrenze bei Selbstregistrierung von Nutzern als Option
  • Anfragen an Datenschutzkontaktpartner
  • Anfrage über gespeicherte Daten
  • Antrag auf Datenlöschung
  • Dokumentation aller Bereiche in denen personenbzogene Daten verarbeitet werden. Dies geht bis auf die Ebene der einzelnen Datenbankfelder.
  • Einführung von Standardlöschprozessen und Ausnahmen von Löschregeln.
  • Entwicklung einer API, die diese Prozesse unterstützt.

Was sich hier recht übersichtlich darstellt, ist im Detail tatsächlich sehr komplex. Durch die Modularität muss es möglich sein, nicht nur die Standardfunktionen zu unterstützen, sondern auch Zusatzplugins einzubinden, die es für Moodle in schier unübersichtlicher Zahl gibt.

Hier ein Beispiel aus der Praxis. Ein Nutzer äußert einen Wunsch zur Löschung der Daten. In vielen Fällen dürfen nicht alle Daten gelöscht werden, da der Betreiber einer Plattform für einen Teil der Daten eine Dokumentationspflicht hat (z.B. zum Nachweis von Pflichtschulungen im Unternehmen oder Prüfungsleistungen). Dies kann sich bei genauer Betrachtung nicht nur auf einzelne Kursbereiche, sondern u.U. auf einzelne Aktivitäten innerhalb eines Kurses beziehen. Genau dies ist möglich gemacht worden.

Im Mai 2018 wurden dann pünktlich war Wirksamwerden der DSGVO die entsprechenden Funktionen für drei verschiedene Versionen (3.3./3.4/3.5) bereitgestellt.

In den Wochen danach sammelten sich im Tracker eine Vielzahl von Feststellungen, dass einzelne Funktionen noch nachgebessert werden sollten. Das Entwicklerteam ist fortlaufend dabei, die Funktionalitäten  weiter zu optimieren.

Nach meiner Einschätzung dürfte Moodle derzeit die einzige Plattform sein, die die Anforderungen der DSGVO in derart guter Weise umsetzt. Ich hatte Gelegenheit, mit einzelnen Anbietern anderer Plattformen zu sprechen und konnte erfahren, dass diese nicht in Ansätzen die DSGVO Anforderungen umsetzten können. Zumeist reduziert es sich auf zwei Aspekte: 1. Einbindung einer Datenschutzinformation der Nutzer und 2. Löschen des Nutzeraccounts. Der letzte Teil löscht zumeist jedoch nur Teile der Daten, die über einen Nutzer gespeichert sind.

Die Umsetzung dieser Anforderungen ist kein Pappenstil. Die Investition, die noch nicht abgeschlossen ist, liegt im sechsstelligen Bereich und da nicht am unteren Ende. Ich finde es großartig, dass dies möglich wurde.

Wir haben bei eLeDia unsere Kunden Schritt für Schritt auf die Anforderungen vorbereitet und ausführliche Hilfestellungen bereitgestellt. In einer Broschüre haben wir nicht nur die Grundlagen der Datenschutzgrundverordnung auf den Einsatz der Lernplattform übertragen. Wir haben im Detail erklärt wie man dies durch Konfiguration in der Lernplattform an die eigenen Umsetzungsanforderungen anpassen kann und Mustertexte für verschiedene Situationen bereitgestellt.  Die gedruckte Broschüre kann bei mir für 22 € (inkl. Versand) bestellt werden.   E-Mail an Verlag@dialoge.info

 

 

 

Lernplattformen mit neuem Paradigma betreiben. Zur Debatte.

An allen Ecken und Enden wird gefordert, dass sich Lernen ändern soll. Das gilt für Schulen, Hochschulen und Unternehmen.  Auch wenn die Diskussionen weitgehend getrennt verlaufen, so haben sie doch einen gemeinsamen Tenor:

  • Die Veränderungen in der Welt sind schnell und nicht (gut) vorhersehbar. Daher sind die Anforderungen, welche Qualifikationen benötigt werden, nicht vorherbestimmbar.
  • Es kommt oft weniger darauf an, Wissen anzusammeln, als eine Haltung (manche nennen es Mindset) zu fördern, die  den Einzelnen darin unterstützt, sich selber, das an Kenntnissen zu beschaffen, was benötigt wird. Dabei geht es oft nicht um Vorratswissen, sondern um adhoc-Ergänzung von Fähigkeiten und Kenntnissen. Das würde ich mal Micro-Content nennen.
  • Dies geht einher mit stark veränderten Strukturen in der Arbeitswelt, in der Netzwerke wichtiger sind als Hierarchien. Es lässt sich derzeit beobachten, dass auch große Unternehmen sich umstrukturieren, um flexibler reagieren zu können.
  • Das bedeutet jedoch auch einen Verlust an zentraler Steuerung z.B. was zu lernen ist, da die Zentrale das gar nicht mehr sehen kann. Zentrale Lernpläne können nur in wenigen Bereichen eingesetzt werden und sind manchmal schon bei der ersten Umsetzung von der Entwicklung überholt.
    In der Schule gibt es ähnliche Prozesse wenn eine Abkehr von der Gießkanne hin zur Individualisierung eingefordert wird. (Lehrer würden das vermutlich anders formulieren.) In der schulischen Berufsausbildung stellt sich die Frage, wie der schulische Ausbildungsteil uptodate bleiben kann wenn sich im Unternehmensalltag alles so schnell ändert.
  • Der derzeitige Stand der Diskussion und der Trend ist, dass der einzelne Lerner mehr Verantwortung und Initiative an den Tag legen muss als bisher. Hier kommt wieder der Aspekt Haltung/Mindset zum Tragen.
Vor diesem Hintergrund kann man nun den Ansatz Lernplattform betrachten. Geht man von Moodle und ihren Derivaten aus, so geht es weniger um die Lernplattform, als um deren häufigen praktischen Einsatz.

  • Kurse werden zentral angelegt
  • Ein Trainer/Lehrender bestimmt Struktur und Ablauf
  • Es findet Bewertung statt
  • Diskussion wird weder gewünscht noch forciert.
  • Das herrschende Frontalunterrichtsparadigma wird in der Lernplattform weiter eingesetzt.
In der Unternehmenswelt ist der noch immer stark befürwortete Einsatz von SCORM Lernpaketen ein deutliches Anzeichen dieser frontal fokussierten Lernwelt.
 
Über die Jahre hat es immer wieder Abgesänge auf Lernplattformen gegeben. Das LMS ist tot, es lebe das Wiki/ die Blogs/ Social Media /Trello/ der Activity Stream und so weiter. Trotzdem gibt es Moodle weiter. Trotzdem steigen weiterhin Organisationen in Moodle ein.
 
Ich arbeite inzwischen seit über 15 Jahren mit Moodle. Ich sehe täglich den Einsatz der Lernplattform. Gerade in den Foren auf moodle.org werden ganz verstreut immer wieder sehr spannende Einsatzszenarien angefragt. Das Interessante daran ist, man kann sehr vieles mit Moodle umsetzen. Ich kenne keine Platform, die auch nur annähernd diese didaktische Vielfalt unterstützt. Manches geht sehr einfaches, manches mittels Winkelzügen oder mit Zusatzplugins. Und ganz selten müssen wir sagen, sorry, geht nicht, könnte man aber entwickeln.
 
Wie kommt das? Als Martin Dougiamas mit der Entwicklung von Moodle begann hatte er die Vorstellung, dass Lernen ein sozialer Vorgang ist, der immer in Bewegung bleibt.  Social Constructivism war das theoretische Konzept, das ihn leitete. Auf seiner Website finden sich hierzu Quellen und Dokumente https://dougiamas.com/archives/. Ganz grundlegend vielleicht: https://dougiamas.com/archives/a-journey-into-constructivism/
Konkret bedeutet dies, dass Moodle viele Werkzeuge und Ansätze beinhaltet, die den Lernenden zum aktiv Gestaltenden macht.  Das fängt an bei der Interessen-Funktion im Profil zur Vernetzung, integrierten persönlichen Blogs, den Wikioptionen, der Vielfalt bei Foren, dem Rollenmodell bis hin zur Gegenseitigen Beurteilung (Workshop). Viele dieser Funktionen werden eher selten genutzt. Oft soll der integrierte Messenger, der eine systemweite Kommunikation ermöglicht, deaktiviert oder eingeschränkt werden. Ich halte das für ein deutliches Zeichen für die 'letzten Zuckungen' des alten Paradigmas.
 
Eine Lernplattform ist ein Werkzeug. Es gibt Menschen, die den Einsatz der Werkzeuge festlegen. Daher passiert nichts von alleine. Es kommt also auf das Mindset der Anwender, ihr Bild vom Lehren und ihre Nutzung der Werkzeuge an.
 
Wenn der Online-Kurse primär eine Ablage von Dateien oder ein Ort für Ankündigungen, Übungstests und Prüfungen ist, dann mag das zwar im Moment hilfreich sein, ist jedoch vor dem Hintergrund der oben genannten Entwicklungen gerade mal die Fingerübung vor dem Konzert.
 
Übrigens, auch der vor ein paar Jahren eingesetzte Trend zu xMOOCs und cMOOCs bleibt weitgehend dem alten Paradigma verhaftet. Schaut zwar nett aus, ist aber weitgehend fremdbestimmtes und fremdgeleitetes Lernen.
 
So viel der Vorrede. Ich denke derzeit nach über die Frage wie denn eine Lernplattform gestaltet wird, die den obigen Entwicklungen gerechter wird und welche Funktionen in Moodle dazu zum Einsatz kommen, umfunktioniert werden müssten oder ggfs. auch noch fehlen und entwickelt werden sollten.  
 
Hier ein paar Stichworte, die übrigens alle heute umsetzbar sind:
  • Es gibt Bereiche für verpflichtende Kurse, dieser ist verborgen, da die TN hier zugewiesen werden.
  • Es gibt Bereiche für Communities. Diese sind offen und jeder kann abonnieren und beitragen.
  • Es gibt zentral bereitgestellte Learning  Nuggets mit kurzen Hinweisen. Diese sind nach Themengebieten strukturiert und werden kuratiert.
  • Es wird systematisch mit Tags gearbeitet. Tags dienen dazu, Inhalte zu finden.
  • Die Volltextsuche erlaubt es nicht über Tags auffindbare Inhalte zu finden.
  • Die Nutzer werden motiviert ihr Interessenprofil zu pflegen, eigenen Blogs zu nutzen und zu taggen.
  • Der systemweite Messenger dient zur Vernetzung.
  • Die Startseite teasert neue Kurse und weit via RSS auf Informationen aus zentralen Foren der Community, bzw. Hinweise auf neue kuratierte Inhalte hin.
  • Jeder Nutzer kann selber Kurse anlegen und greift dabei auf Kursvorlagen zurück, die vorstrukturiert Kurselemente umfassen. Damit wird es leichter, eigene Inhalte einzupflegen.  Vor Jahren habe ich das mal exemplarisch gemacht: https://community.moodle.de/course/index.php?categoryid=6
  • Badges unterstützen die Motivation.
  • Die Plattform wird zur Kommunikation an alle Nutzer genutzt. Das passiert häufig.
  • Es gibt Hinweise auf neu entstehendes und fertig gewordenes.
  • Inhalte werden mit Austauschmöglichkeiten verknüpft.
 
Dies sind nur ein paar Ideen. Ich bin gespannt, ob ihr mich jetzt für einen Wolkenkuckucksheimer (Phantasten) haltet oder an diesen Ideen wieter mitschreibt.

Datenschutzgrundverordnung: Lernplattformen und Profiling

Die Datenschutzgrundverordnung sieht vor, dass das Profiling und die automatisierte Entscheidungsfindung besonders problematisch ist wenn sie natürliche Personen betrifft. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob Lernplattformen Profiling betreiben wenn Tests automatisiert ausgewertet oder Kursabschlüsse durch Berechnung festgestellt werden.

Inzwischen bin ich der Ansicht, dass ein pragmatisches Herangehen zielführend ist. Wie kann das aussehen?

Automatische Entscheidungsfindungen sind zulässig wenn das Verfahren für den Betroffenen transparent ist. Bei Lernplattformen gibt es mehrere Stellen an denen automatische Entscheidungsfindungen stattfinden:

  • Ein Test wird automatisch ausgewertet. Ein Lernpaket (z.B. SCORM)  ermittelt den Abschlusswert.
  • Die Bestehensnote wird errechnet.
  • Ein Kursabschluss wird auf Grundlage einer Note oder erledigter Aktivitäten automatisch errechnet.

Pragmatisch wäre nun folgendes Vorgehen, das DSGVO konform ist:

  • Die Zustimmung zur Nutzung enthält einen Passus:
    "Wir verwenden Tests und Lermpakete bei denen automatisch errechnet wird, ob Sie bestanden haben. Der erfolgreiche Abschluß eines Kurses kann von verschiedenen Kriterien abhängen und wird automatisch ermittelt."
  • Der einführende Text zu einem Test enthält folgenden Passus:
    "Dieser Test gilt als bestanden wenn Sie mindestens 80% der Höchstpunktzahl erreicht haben. Dies wird automatisch errechnet."
  • In der Kursbeschreibung steht:
    "Dieser Kurs gilt als bestanden wenn Sie alle verpflichtenden Lernaktivitäten bearbeitet/ den Abschlußtest mit mindestens 80%  bestanden haben. Diese Daten werden automatisch ermittelt.

Persönlich bin ich weiterhin der Ansicht, dass der Gesetzgeber Profiling und automatisierte Entscheidung nicht auf die Lernsituation hin in die Verordnung geschrieben hat. Dazu will ich in Kürze einen anderen Beitrag verfassen. Da hier im Zweifel mehrere Sichtweisen möglich sind, braucht es eine alltagstaugliche Handlungsmöglichkeit, die ich oben vorschlage.

Learntec in Karlsruhe ab Dienstag geöffnet. Halle 1 Stand E1

Am Montag geht es zur Learntec nach Karlsruhe.  Wer wissen möchte  wie diese Puzzlestücke auf der Messe zusammenpassen besucht uns in Halle 1 am Stand E1.

Learntec in Karlsruhe ab Dienstag geöffnet. Halle 1 Stand E1

 

Neue Datenschutzregeln. Die Herausforderungen gestalten

Im Mai 2018 wird die Datenschutzgrundverordnung wirksam. Es wird jetzt Zeit, die eigene Lernplattform fit zu machen.

Kürzlich hörte ich vom Anbieter einer anderen Lernplattform, es würden nur sehr wenige persönliche Daten in Lernplattformen verwaltet. Das ist leider grundfalsch. Lernplattformen speichern tatsächlich sehr viele Daten über die Nutzer.

Wenn man genauer nachdenkt ist manches davon offensichtlich:

  • Name, E-Mail-Adresse
  • Logindaten
  • Belegte Kurse
  • Bearbeitete Lerninhalte
  • Beantwortete Tests, gelöste Aufgaben
  • Beiträge in Foren
  • Logoutdaten
  • IP-Adressen etc,

Im Laufe einer längeren Nutzung entstehen so recht viel Daten. 

Viele Anbieter nehmen den Datenschutz auf die leichte Schulter. Diese sollten jetzt besonders aufmerksam werden. Aber auch alle, die bisher schon das Thema auf 'dem Schirm' hatten, müssen einiges anpassen.

Durch die Einführung  eines neuen europäischen Datenschutzrechts werden viele neue Regeln definiert. Wer sie ignoriert riskiert empfindliche Geldstrafen.

In Deutschland galten bisher je nach Institution das Bundesdatenschutzgesetz oder das Landesdatenschutz des Bundeslandes (bei öffentlichen Verwaltungen, Hochschulen und Schulen). Auf europäischer Ebene gab es zwar auch eine Richtlinie. Diese hatte jedoch 'nachrangigen' Stellenwert. Ab 25. Mai 2018 ist das anders.

An diesem Tag wird die Datenschutzgrundverordnung unmittelbar wirksam. Zeitgleich tritt ein ergänzendes neu abgefasstes Bundesdatenschutzgesetz in Kraft und auch die Landesdatenschutzgesetze befinden sich in der Überarbeitung. Jedoch gelten diese nur an den Stellen an denen das europäisches Gesetzeswerk Öffnungsklauseln erlaubt und das sind recht wenige.

Die neue Gesetzgebung stärkt die Rechte der Menschen, deren Daten verarbeitet werden. Alle, die die Daten verarbeiten, müssen verschiedene Maßnahmen ergreifen, damit die Verarbeitung der Daten gesetzeskonform bleibt.

Ich werde in den kommenden Wochen Einzelaspekte hier berichten. Die Kunden von eLeDia erhalten detaillierte Infos und Support. Aber auch andere können gerne unsere Kompetenz bei eLeDia nutzen.

Wer sich schon mal mit den Originalquellen vertraut machen will, kann dies hier tun.

 

 

 

Die mobile Nutzung des Internets überwiegt. Ihre Online Kurse sollten das berücksichtigen.

Link: https://netzpolitik.org/2018/studie-nur-81-prozent-der-deutschen-nutzen-das-internet/

Die mobile Nutzung des Internets  ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Nicht wenige verfügen zuhause inzwischen weder über Desktop-PC noch ein Notebook.  Das Tablet oder Smartphone ersetzen für manche Nutzer die klassischen Computer vollständig.

Die mobile Nutzung des Internets überwiegt. Ihre Online Kurse sollten das berücksichtigen.

Quelle: https://netzpolitik.org/2018/studie-nur-81-prozent-der-deutschen-nutzen-das-internet/

Diese Erkenntnis sollte uns nachdenken lassen wie Online-Kurse erstellt werden.

  • Grafiken sollten in relativen Größen oder vergrößerbar abgelegt werden.
  • Tabellen  sind nur schwer auf kleinen Bildschirmen darstellbar.
  • Videos sollten für die Bandbreite der überwiegenden Nutzer angepasst werden. Es muss nicht immer HD sein.
  • Powerpoint- oder PDF-Dateien sind oft auf kleinen Bildschirmen schlecht nutzbar.
  • Viele SCORM-Pakete sind noch immer auf feste Breiten hin angelegt.

Auf der anderen Seite sind Lernplattformen wie Moodle bestens für die mobile Nutzung vorbereitet:

  • Die Seite ist responsive. Blöcke an den Seiten rutschen bei schmalen Bildschirmen nach unten.
  • Bilder werden automatisch responsive eingebunden.
  • Die Nutzung ist über alle mobilen Browser möglich.
  • Es gibt in den App-Stores eine kostenfreie App. Diese erlaubt es auch offline Kurse zu nutzen. Dann klappts auch in der Bahn im Tunnel.
  • Apps für Android, iOS undWindows 10 verfügbar.
  • Die Apps können über uns individuell gebrandet werden. Pflege für künftige Versionen inklusive.

 

 

Jeder kann fahrradfahren. Ja klar. Nur nicht dieses Bike....

Dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=MFzDaBzBlL0 zeigt großartig wie wir uns in Routinen eingewöhnen um Umlernen keine einfache Sache ist.

eLeDia auf der CeBit treffen

Bis Freitag treffen Sie uns auf der CeBit in Halle 6, Stand H16/315 im Open Source Park.

Wir präsentieren unser Course Mangement System C5 und ganz neu einen Prototypen eines Shop- System für Moodle mit Rechnungserstellung und Kreditkartenzahlung. 

Moodle will continue to be an open source learning platform and to try and take open source to new heights.

Link: http://edtechtimes.com/2015/01/29/qa-martin-dougiamas-founder-ceo-moodle/

Education Technology Times veröffentlicht Interview mit Martin Dougiamas, dem Gründer von Moodle. Martin wird zur MoodleMoot in Lübeck Anfang März nach Deutschland kommen.

Zum Interview

Zur MoodleMoot

Moodle als MOOC-Plattform

Aktuell läuft wieder ein MOOC auf Moodle unter https://learn.moodle.net  In den Kurs sind fast 5.000Nutzer eingeschrieben. Beim Kurs geht es um das Erlernen des Umgangs mit Moodle als Trainer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Obwohl der Kurs bereits begonnen hat ist die Registrierung und Teilnahme weiterhin möglich.