Kategorie: "Adventskalender"

Was steckt hinter einer neuen Moodle-Version?

 

Vor drei Wochen ist Moodle 2.6 veröffentlicht worden. Dazu in Kürze weitere Beiträge hier.
Dahinter steckt viel Arbeit. Genauer: 6 Monate: 120 Mitwirkende und und und.
Die folgende Grafik zeigt dies sehr schön.

 

Moodle für Trainer: Internationaler MOOC-Kurs

MoodleMooc

Am 1. September 2013 startet der erste weltweite Moodle-Trainerkurs online. Der vierwöchige Kurs wird als Massive Open Online Course (MOOC) organisiert. Selbstverständlich wird er auf einer Moodle-Lernplattform realisiert.

Trainer, Dozenten und Lehrer erhalten eine Einführung in die wichtigsten Grundlagen zur Gestaltung eines Online Kurses mit Moodle. Parallel erstellen Sie selber einen eigenen Kurs.

Der internationale englischsprachige Kurs ist kostenfrei. Die Anmeldung beginnt am 20. August. Kursstart ist der 1. September.  eLeDia wird als deutscher Moodle-Spezialist mit Rat und Tat bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Schwerpunkte:

1. Woche: einen Überblick gewinnen, einen Kurs anlegen, Blöcke verstehen und Nutzer einschreiben.

2. Woche: Lerninhalte anlegen, kollaborative Aktivitäten im Kurs.

3. Woche: Lernkontrollaufgaben, Tests und der Bewertungsbereich.

4. Woche: Vertiefende Funktionen, Kurssicherung und -wiederverwendung.

Der Kurs wurde von Mary Cooch aus England entwickelt und wird von ihr betreut. Alle weiteren Informationen befinden sich auf http://learn.moodle.net/.

Deutschsprachige Moodle-Kurse für Trainer und Administratoren bietet eLeDia an. Die nächsten Termine: 10.-12. September und 23.-24. September. Ort: Berlin. Der Seminarkatalog hält ausführliche Informationen für Sie bereit.

Optimierung von Audiodateien und bessere Tonqualität in Videos

In den letzten Wochen habe ich ein Tool ausprobiert mit dem Audiodateien optimiert werden können. Es können reine Tondateien oder Videos eingestellt werden.

Ein deutlich erkennbarer Effekt ist die Angleichung der Lautstärke durch die Datei. Im Bereich von Störgeräuschen ist der Effekt eher gering wenn man nicht mit guten Kopfhörern genau hinhört.

Wir würden gerne prüfen, ob es sinnvoll ist, eine Funktion zu entwickeln mit der durch ein Dateirepository hochgeladene Dateien automatisch optimiert werden. Dazu würden wir gerne die Qualität des Dienstes genauer unter die Lupe nehmen. Schickt mir doch mal Links zu Audio-/Videodateien, die ihr praktisch einsetzt. Ich würde sie dann mal testweise optimieren lassen und euch zurückschicken.

Die Dateien sollten mindestens eine Minute lang sein und gesprochenen Text enthalten. Schickt mir nicht die Dateien per E-Mail, sondern einen Link zum Download.

Partieller Umzug

Link: http://eledia.de/de/blog

In den letzten Wochen haben wir einige Änderungen auf der Webseite von eLeDia eLearning im Dialog vorgenommen.  Dort gibt es nun auch einen Blog. Ich werde daher künftig vermehrt dort Blogeinträge erstellen. In der ersten Zeit wird es noch Cross-Postings geben.

Künftig wird an dieser Stelle hier mehr persönliche Meinung und Position zu finden sein. News, Tipps und Informationen finden sich künftig überwiegend auf http://eledia.de/de/blog.

Von Powerpoint zum Lernprogramm

In diesen Tagen bin ich wieder mehrfach mit der Frage konfrontiert: können wir nicht einfach unsere Powerpoint-Folien ins Lernprogramm ‘beamen’ und fertig ist der eLearning-Kurs. Es gibt eine ganze Reihe von Werkzeugen, mit deren Hilfe man seine Powerpoint-Folien konvertieren kann, um sie in eine Lernplattform einzustellen.

Damit daraus ein wirkungsvolles Werkzeug im Lernprozess wird, gehört jedoch etwas mehr dazu. Hier ein paar Gedanken:

  • Ein Powerpoint-Präsentation wird erstellt, um einen mündlich gehaltenen Vortrag zu visualisieren. In der Regel enthält die Präsentation die verbalen Anker und Stichworte des Vortrags. Das Wesentliche wird jedoch mündlich vermittelt.
    Von vielen Konferenzen werden die Präsentationen online gestellt. Als Nicht-Teilnehmer sind sie zumeist jedoch von geringem Wert für mich, da wesentliche Teile - der gesprochene Text - fehlen.
  • Nun kann man die Folien auch vertonen. Das macht schon mehr Sinn. Aber auch Arbeit. Zugleich setzt es voraus, dass die Teilnehmer am Lern-Arbeitsplatz vertonte Informationen nutzen können. Ist ein Headset oder ein Lautsprecher verfügbar?
  • Bei einem einstündigen Vortrag kann niemand so einfach entfliehen, ohne dass es auffällt. Mit dem Handy spielen, Tagträumen folgen, mit dem Nachbarn lästern sind beliebte Strategien, sich langweiligen und zu langen Vorträgen zu entziehen. Als Lernprogramm tun sich nur HardCore Lerner so etwas an. Viele Vorträge müssen daher online anders gestaltet werden.  Kurze Schnipsel von 5-10 Minuten sind wesentlich sinnvoller.
  • Wie sieht es um den Lerneffekt aus? Worauf kommt es dabei eigentlich an? Ich bin seit über dreißig Jahren im Trainings- und Schulungsbereich tätig. Eine Binsenweisheit ist folgende:
    Rein gelesene Informationen werden  zu 5-10 % behalten. An gesehene und gehörte Informationen erinnert man sich später zu 30-50%. Nur wenn man Dinge selber praktisch gemacht hat, kann man sie später zu 90% memorieren.  Das hat ganz wesentliche Konsequenzen für den online Lernprozess. Die reine Powerpoint-Lernpaket-Strategie deckt bestensfalls eine Informationsverhaltenswirkung von 30-50% ab. Zur Umsetzung in den beruflichen Alltag ist es dann aber noch ein weiter Weg.

Ein paar Tipps zur Online-Lernsituation:

  1. Schaffen Sie kurze Einheiten zur Informationsvermittlung (5-10 Minuten Dauer)
  2. Visualisieren Sie diese sorgfältig. Keine reinen Textfolien
  3. Nutzen Sie abwechselnde Kanäle (Text, Bild, Audio, Video).
  4. Geben Sie Möglichkeiten zu Nachfragen; z.B. Foren. Antworten Sie dann zügig.
  5. Bieten Sie den Teilnehmern Möglichkeiten, eigene Erfahrungen einzubringen.
  6. Fordern Sie die Teilnehmer zu aktivem Tun auf. Geeignet ist dazu z.B. die Aufforderung, sich eigene Praxisanwendungssituationen zu überlegen.
  7. Testfragen können zur Selbstvergewisserung (Habe ich das Wesentliche verstanden?) genutzt werden?  Aber nur wenn sie sinnvolles Feedback geben und nicht sinnloses Abfragen.  Ich hatte kürzlich Gelegenheit mir die Umsetzung bei einem unserer Kunden anzusehen. Nach einer Testfrage bekamen die TN ein mindestens halbseitiges Feedback zu einer angemessenen guten Beantwortung der Frage. Das war wirklich informativ. Wer die Frage gut beantwortet hatte, bekam dadurch Bestätigung, wer sie nicht so gut beantwortet hatte, fand hilfreiche weiterführende Informationen. Das Ergebnis dieses sorgfältig geplanten Kurses war auch beeindruckend: Der Kurs läuft über fast sechs Monate. Es gilt für die TN wöchentlich Aufgaben zu bearbeiten. Das Abbrecherquote liegt bei genau ‘Null’. Kein Abbrecher. Gratulation.

Verkaufen Sie die Teilnehmer nicht für dumm. In der Schule haben wir Vokabeln für den nächsten Vokabeltest gelernt. Danach war der größte Teil schnell wieder vergessen. Würden Sie im Live-Vortrag alle vier Minuten die Teilnehmer bitten, auf einem Blatt Papier Testfragen zu den letzten beiden Folien zu beantworten bei denen der Inhalt der Folien abgefragt wird? Sicher nicht. So sind aber manche der Powerpoint->Lernprogramm-Inhalte aufgebaut.

Simplify ?! So einfach wie ....

… Facebook. So einfach soll eine Lernplattform funktionieren. Das ist der Wunschtraum vieler Nutzer.

Ich habe in den letzten Monaten zwei Dinge beobachtet:
- ein Teil der Nutzer findet die Nutzung derLernplattform als zu kompliziert
- ein anderer Teil der Nutzer staunt: so einfach geht das?

Dem bin ich auf die Spur gegangen. Ich habe dabei drei Dinge entdeckt:

1. Lehr-/Lernprozesse werden simplifiziert. Das klappt in der Praxis nicht. Wer einfach eine Powerpoint-Präsentation für ein Lernprogramm hält vergisst, dass die Folien nicht der Vortrag sind und der gehörte Vortrag noch lange nicht gelernter Inhalt.

2. Plattformen wie Facebook werden glorifiziert. Sie können bestimmte wenige Dinge, die zum Lernen sinnvoll wären, recht einfach wie liken, Statusstatements abgeben und kommentieren. Anderes können sie gar nicht, nur sehr seher mühsam oder nur durch Zusatzprogramme.

3. Lernplattformen werden zu selten individuell konfiguriert.

Ich hatte im Mai Gelegenheit im Rahmen der iMoot - einer internationalen online Moodle-Konferenz das Thema zu diskutieren.

Meine Folien dazu finden sich hier: http://eledia.de/de/content/simplify-moodle. Eine deutsche Version folgt in Kürze.

eLeDia Webseite neu gestaltet

Komplett neu aufgebaut wurde die Webseite von eLeDia - eLearning im Dialog. Unsere Firma bietet alle Dienstleistungen rund um den Einsatz von Moodle, das Community- und ePortfolio-System Mahara und OpenMeetings als LiveClassroom System.

Mehr unter http://eledia.de.

Facebook ergraut. Schüler-VZ am Ende.

Heute hatte ich schon gepostet, dass Schüler-VZ am Ende ist.  In den letzten Tagen hatte ich schon Daten gesehen, dass die Nutzerzahlen bei Facebook rückgängig sind. Dies  zeigt die Entwickler der Nutzerzahlen nach Altersgruppen im ersten Quartal 2013.  Interessanterweise ist der Trend in Deutschland und den USA gleichartig.

Bildquelle: Focus.de


Soziale Netzwerke sind kein Ersatz für Lernplattformen: Ende von Schüler-VZ

Es ist schon ein paar Tage her, da wurde das Ende der Lernplattformen vorhergesagt. Schließlich gäbe es ja soziale Netzwerek. Das mache viel mehr Sinn. Ich war dem gegenüber immer skeptisch und habe die Frage der Kontrollierbarkeit des Zugriffs als wichtiges Kriterien im Argumentarium gehabt.

Gerade macht Posterous ein amerikanisches Portal zu.

Und nun erwischt es den nächsten Schüler-VZ. Dort steht nun zu lesen (http://www.schuelervz.net/l/help) :

 

Liebe schülerVZ-Nutzer,

Wir machen’s kurz: Es ist vorbei. schülerVZ wird am 30. April 2013 geschlossen. Für immer. Deine Mitgliedschaft wird daher zum 30. April 2013 beendet. Und im Gegensatz zu den ganzen Kettenbriefen, die wir stets mit “Ist gar nicht wahr!” zurückgewiesen haben, stimmt diese Nachricht leider.

Wichtig ist: Mit der Schließung werden alle deine Inhalte und Daten vollständig und unwiederbringlich gelöscht.

Dies gilt für Bilder, Nachrichten, Links, Pinnwandeinträge und alle anderen Daten, die du bei uns gespeichert hast.

Wer jetzt also nicht manuell seine Daten dort kopiert und woanders hin packt, hat sie nicht mehr. Ade. Bei Lernplattformen wie Moodle hat die Bildungseinrichtung Zugriff auf die Daten. Auch sie entscheidet über Löschungen. Die Menschen kann man jedoch ansprechen und Dinge mit ihnen absprechen.

Mit Hilfe von e-Portfolios kann man Daten dauerhaft persönlich speichern. Auf http://Mahara.de kann man das exemplarisch sehen.

Wer wird nach Schüler-VZ der nächste sein? Studi-VZ? Mein-VZ? Gesichtsbuch? Xing?

OER Kurse: Content Sharing mit Moodle

Im Rahmen der diesjährigen Moodle-Moot haben sind fast zwanzig Akteure einen Tag lang getroffen, um zu überlegen wie Moodle-Kurse als OER erstellt und zugreifbar gemacht werden können.

Technisch ist das ganz einfach. Moodle hat seit ein paar Jahren eine Funktion zum Veröffentlichen von Kursen.  Sie ermöglicht es, Kurse in einem gesonderten Moodle-System, einem Hub zu hinterlegen. Die Kurse werden mit Metadaten ergänzt und sind über den Hub von anderen aufrufbar. Die Suche nach solchen Kursen erfolgt über einen Block innerhalb des eigenen Moodle-Systems mit dem Namen Community-Suche. Voraussetzung ist, dass die Funktion von der Administration freigegeben wurde.

Im Rahmen des OER Workshops auf der Moodle-Moot wurde über Strategien, Rechtliches und erforderliche Unterstützung nachgedacht. Die Arbeit wird fortgesetzt.

#coer13



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