Kategorie: "Tipps"

Jeder kann fahrradfahren. Ja klar. Nur nicht dieses Bike....

Dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=MFzDaBzBlL0 zeigt großartig wie wir uns in Routinen eingewöhnen um Umlernen keine einfache Sache ist.

Moodle-Trainerhandbuch wird neu aufgelegt

Derzeit arbeite ich an der Neuauflage des Moodle-Trainierhandbuchs. Das Projekt lag einige Zeit brach. Inzwischen ist es jedoch gut vorangekommen.
Ich habe nachgesehen: Die erste Ausgabe ist 2005 erschienen. Dann gab es mehrere aktualisierte Neuauflagen. Damit wird die Neuauflage so etwas wie eine Jubiläumsedition.

Juristen schreiben verständliche Texte

Juristen sind dafür bekannt, schwer verdauliche Texte zu formulieren. Das Bundesarbeitsministerium hat in einer Verordnung zur Umsetzung des Mindestlohngesetzes festgelegt wer nicht verpflichtet ist die Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu dokumentieren.

 Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung:

"Die Pflicht zur Abgabe einer schriftlichen Anmeldung nach § 16 Absatz 1 oder 3 des Mindestlohngesetzes, die Pflicht zur Abgabe einer Versicherung nach § 16 Absatz 2 oder 4 des Mindestlohngesetzes sowie die Pflicht zum Erstellen und Bereithalten von Dokumenten nach § 17 Absatz 1 und 2 des Mindestlohngesetzes werden vorbehaltlich des Satzes 3 dahingehend eingeschränkt, dass sie nicht gelten für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt brutto 2.958,00 EUR überschreitet und für die der Arbeitgeber seine nach § 16 Absatz 2 des Arbeitszeitgesetzes bestehenden Verpflichtungen zur Aufzeichnung der Arbeitszeit und zur Aufbewahrung dieser Aufzeichnungen tatsächlich erfüllt. Für die Ermittlung des verstetigten Monatsentgelts sind ungeachtet ihrer Anrechenbarkeit auf den gesetzlichen Mindestlohnanspruch nach den §§ 1 und 20 des Mindestlohngesetzes sämtliche verstetigten monatlichen Zahlungen des Arbeitgebers zu berücksichtigen, die regelmäßiges monatliches Arbeitsentgelt sind. In Bezug auf die in Satz 1 genannten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hat deren Arbeitgeber diejenigen Unterlagen im Inland in deutscher Sprache bereit zu halten, aus denen sich die Erfüllung der in Satz 1 genannten Voraussetzungen ergibt."

 Die beiden Sätze sind "so schön", dass ich den ersten einmal neu sortiere:

Die Pflicht
    zur Abgabe einer schriftlichen Anmeldung nach § 16 Absatz 1 oder 3 des Mindestlohngesetzes,
    die Pflicht zur Abgabe einer Versicherung nach § 16 Absatz 2 oder 4 des Mindestlohngesetzes sowie
   die Pflicht zum Erstellen und Bereithalten von Dokumenten nach § 17 Absatz 1 und 2 des Mindestlohngesetzes
werden
   vorbehaltlich des Satzes 3 dahingehend
eingeschränkt,
dass sie nicht gelten  für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt brutto 2.958,00 EUR überschreitet
und für die der Arbeitgeber seine nach § 16 Absatz 2 des Arbeitszeitgesetzes bestehenden Verpflichtungen zur Aufzeichnung der Arbeitszeit und zur Aufbewahrung dieser Aufzeichnungen tatsächlich erfüllt.

Verständlich heißt es also: Für Arbeitnehmer, die mehr als 2.958 ? Brutto verdienen wird die Pflicht zu 1., 2. und 3. aufgehoben.  Die Satzkonstruktion hat die Juristen jedoch so gefordert, dass Ihnen entgangen ist, dass §17 Absatz 2, Satz 3 gar nicht existiert. Der Absatz umfasst nur 2 Sätze.  Gleiches gilt für alle anderen Absätze der § 16 und 17.

Der Vorbehalt des Satzes 3 kann sich nun natürlich auf den dritten Satz dieser Verordnung beziehen. Das würde dann heißen:

Die nicht zu erstellenden Dokumente sind in deutscher Sprache abzufassen und im Inland bereit zuhalten.

Das sollten nun unbedingt  zum Anlass genommen werden, die MiLoDokV-ÄV, also die Änderungsverordnung zur Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung, mit dem Ziel der Klarstellung des Inhalts von Satz 1 i.V.m. Satz 3 der MiLoDokV in den ministeriellen Entscheidungsprozes zu bringen.

Nur so nebenbei: das Ganze gilt nur dann wenn man als Arbeitgeber geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer einsetzt oder in Branchen tätig ist in denen Schwarzarbeit häufig angenommen wird.  Das eine steht im Sozialgesetzbuch IV, das andere im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz.

Aufforderung:

Liebe Mitarbeiter im Bundesarbeitsministerium. Ich finde die Einführung des Mindestlohns gut und richtig. Die Einhaltung des Mindestlohn muss auch kontrollierbar sein. Die Auflagen zur Umsetzung eines Gesetzes müssen aber auch so formuliert werden, dass normal gescheite Menschen sie beim Lesen verstehen können.Ok, ok. Ich bin nicht eure Zielguppe. Oder doch?

Wie bin ich eigentlich darauf gekommen?

In verschiedenen Medien war zu lesen, dass seit vorgestern für Mitarbeiter, deren Lohn unter ~ 3.000 ? liegt, Arbeitszeitbeginn und -ende erfasst und zwei Jahre dies aufbewahrt werden muß. Als Arbeitgeber wollte ich nun wissen, ob ab Montag wir hier etwas  zu beachten haben. Ergebnis: wir sind nicht betroffen, da wir keine geringfügig Beschäftigten haben und nicht in den Schwarzarbeits-Branchen tätig sind.

Womit ich jetzt (nicht) rechne ...

.. dass irgendein Jurist mir erklärt, dass das alles so gar nicht verstanden werden kann und alles eine ganz andere Bedeutung hat.

Jobangebot: Moodle Systemadministrator (m/w) in Berlin

eLeDia betreut hunderte von Moodle-Systemen. Für die Installation, Wartung und Pflege suchen wir eine/n System-Administrator/in in Berlin.

Du hast praktische Erfahrung mit LAMP-Systemen auf physikalischen und virtuellen Servern.  Der Programmcode wird unter GitHub verwaltet. Wir sind bestrebt die Prozesse kontinuierlich weiter zu optimieren. Hier bist du mit Ideen, Rat und Tat gefragt.  Unsere Kunden sind überwiegend deutschsprachig. Mit Ihnen wirst du ggfs. Probleme klären und manchmal auch für die Kunden komplizierte Zusammenhänge verständlich erläutern. Englischsprachige Mails oder Telefonate sollten dich nicht aus der Ruhe bringen.

Wenn Moodle für dich Neuland ist, sorgen wir für deine Einarbeitung. Du wirst in unserem Team mit Entwicklern, Grafikern und Trainern sowie Content Entwicklern zusammenarbeiten.

Unsere Büros liegen zwischen Kreuzberg und Friedrichshain und sind bestens an die S-Bahn angebunden.

Interesse? Dann findest du in folgender Datei alle Informationen: server_admin_2014_de.pdf

Bewerbungen bitte an personal ( at ) eledia.de.


Jöran Muuß-Merholz hält Keynote auf MoodleMaharaMoot 2014 in Leipzig

Die MoodleMaharaMoot in Leipzig hält das Vorbereitungsteam in Atem. Anmeldungen zur Konferenz laufen ein und die ersten PreConference-Workshops sind bald ausgebucht.

Ganz besonders freuen wir uns auf die Keynote von Jöran Muuß-Merholz am 27. Februar zu Beginn der Hauptkonferenz. Jöran ist ein aufmerksamer Beobachter der Learning-Szene. Er hat die große OER-Konferenz der deutschen Wikipedia im letzten Jahr kuratiert. Viel beachtet waren seine Beiträge zur re:publica in Berlin oder zur CCC-Konferenz in Hamburg.

Auf der MoodleMoot fragt Jöran woran es liegt, dass die digitale Revolution im Bildungssektor nur recht verhalten vorankommt.  Es gab große Versprechungen, von manchen als Heilslehren verstanden.  Und wie sieht die Wirklichkeit aus? Sie hinkt hinterher. Jöran gelingt es Finger in offene Wunden zu legen und gute Fragen zu stellen.

Alle Infos zur MoodleMaharaMoot gibt es unter http://moodlemoot.de.

Moodle für Trainer: Internationaler MOOC-Kurs

MoodleMooc

Am 1. September 2013 startet der erste weltweite Moodle-Trainerkurs online. Der vierwöchige Kurs wird als Massive Open Online Course (MOOC) organisiert. Selbstverständlich wird er auf einer Moodle-Lernplattform realisiert.

Trainer, Dozenten und Lehrer erhalten eine Einführung in die wichtigsten Grundlagen zur Gestaltung eines Online Kurses mit Moodle. Parallel erstellen Sie selber einen eigenen Kurs.

Der internationale englischsprachige Kurs ist kostenfrei. Die Anmeldung beginnt am 20. August. Kursstart ist der 1. September.  eLeDia wird als deutscher Moodle-Spezialist mit Rat und Tat bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Schwerpunkte:

1. Woche: einen Überblick gewinnen, einen Kurs anlegen, Blöcke verstehen und Nutzer einschreiben.

2. Woche: Lerninhalte anlegen, kollaborative Aktivitäten im Kurs.

3. Woche: Lernkontrollaufgaben, Tests und der Bewertungsbereich.

4. Woche: Vertiefende Funktionen, Kurssicherung und -wiederverwendung.

Der Kurs wurde von Mary Cooch aus England entwickelt und wird von ihr betreut. Alle weiteren Informationen befinden sich auf http://learn.moodle.net/.

Deutschsprachige Moodle-Kurse für Trainer und Administratoren bietet eLeDia an. Die nächsten Termine: 10.-12. September und 23.-24. September. Ort: Berlin. Der Seminarkatalog hält ausführliche Informationen für Sie bereit.

Von Powerpoint zum Lernprogramm

In diesen Tagen bin ich wieder mehrfach mit der Frage konfrontiert: können wir nicht einfach unsere Powerpoint-Folien ins Lernprogramm ‘beamen’ und fertig ist der eLearning-Kurs. Es gibt eine ganze Reihe von Werkzeugen, mit deren Hilfe man seine Powerpoint-Folien konvertieren kann, um sie in eine Lernplattform einzustellen.

Damit daraus ein wirkungsvolles Werkzeug im Lernprozess wird, gehört jedoch etwas mehr dazu. Hier ein paar Gedanken:

  • Ein Powerpoint-Präsentation wird erstellt, um einen mündlich gehaltenen Vortrag zu visualisieren. In der Regel enthält die Präsentation die verbalen Anker und Stichworte des Vortrags. Das Wesentliche wird jedoch mündlich vermittelt.
    Von vielen Konferenzen werden die Präsentationen online gestellt. Als Nicht-Teilnehmer sind sie zumeist jedoch von geringem Wert für mich, da wesentliche Teile - der gesprochene Text - fehlen.
  • Nun kann man die Folien auch vertonen. Das macht schon mehr Sinn. Aber auch Arbeit. Zugleich setzt es voraus, dass die Teilnehmer am Lern-Arbeitsplatz vertonte Informationen nutzen können. Ist ein Headset oder ein Lautsprecher verfügbar?
  • Bei einem einstündigen Vortrag kann niemand so einfach entfliehen, ohne dass es auffällt. Mit dem Handy spielen, Tagträumen folgen, mit dem Nachbarn lästern sind beliebte Strategien, sich langweiligen und zu langen Vorträgen zu entziehen. Als Lernprogramm tun sich nur HardCore Lerner so etwas an. Viele Vorträge müssen daher online anders gestaltet werden.  Kurze Schnipsel von 5-10 Minuten sind wesentlich sinnvoller.
  • Wie sieht es um den Lerneffekt aus? Worauf kommt es dabei eigentlich an? Ich bin seit über dreißig Jahren im Trainings- und Schulungsbereich tätig. Eine Binsenweisheit ist folgende:
    Rein gelesene Informationen werden  zu 5-10 % behalten. An gesehene und gehörte Informationen erinnert man sich später zu 30-50%. Nur wenn man Dinge selber praktisch gemacht hat, kann man sie später zu 90% memorieren.  Das hat ganz wesentliche Konsequenzen für den online Lernprozess. Die reine Powerpoint-Lernpaket-Strategie deckt bestensfalls eine Informationsverhaltenswirkung von 30-50% ab. Zur Umsetzung in den beruflichen Alltag ist es dann aber noch ein weiter Weg.

Ein paar Tipps zur Online-Lernsituation:

  1. Schaffen Sie kurze Einheiten zur Informationsvermittlung (5-10 Minuten Dauer)
  2. Visualisieren Sie diese sorgfältig. Keine reinen Textfolien
  3. Nutzen Sie abwechselnde Kanäle (Text, Bild, Audio, Video).
  4. Geben Sie Möglichkeiten zu Nachfragen; z.B. Foren. Antworten Sie dann zügig.
  5. Bieten Sie den Teilnehmern Möglichkeiten, eigene Erfahrungen einzubringen.
  6. Fordern Sie die Teilnehmer zu aktivem Tun auf. Geeignet ist dazu z.B. die Aufforderung, sich eigene Praxisanwendungssituationen zu überlegen.
  7. Testfragen können zur Selbstvergewisserung (Habe ich das Wesentliche verstanden?) genutzt werden?  Aber nur wenn sie sinnvolles Feedback geben und nicht sinnloses Abfragen.  Ich hatte kürzlich Gelegenheit mir die Umsetzung bei einem unserer Kunden anzusehen. Nach einer Testfrage bekamen die TN ein mindestens halbseitiges Feedback zu einer angemessenen guten Beantwortung der Frage. Das war wirklich informativ. Wer die Frage gut beantwortet hatte, bekam dadurch Bestätigung, wer sie nicht so gut beantwortet hatte, fand hilfreiche weiterführende Informationen. Das Ergebnis dieses sorgfältig geplanten Kurses war auch beeindruckend: Der Kurs läuft über fast sechs Monate. Es gilt für die TN wöchentlich Aufgaben zu bearbeiten. Das Abbrecherquote liegt bei genau ‘Null’. Kein Abbrecher. Gratulation.

Verkaufen Sie die Teilnehmer nicht für dumm. In der Schule haben wir Vokabeln für den nächsten Vokabeltest gelernt. Danach war der größte Teil schnell wieder vergessen. Würden Sie im Live-Vortrag alle vier Minuten die Teilnehmer bitten, auf einem Blatt Papier Testfragen zu den letzten beiden Folien zu beantworten bei denen der Inhalt der Folien abgefragt wird? Sicher nicht. So sind aber manche der Powerpoint->Lernprogramm-Inhalte aufgebaut.

Simplify ?! So einfach wie ....

… Facebook. So einfach soll eine Lernplattform funktionieren. Das ist der Wunschtraum vieler Nutzer.

Ich habe in den letzten Monaten zwei Dinge beobachtet:
- ein Teil der Nutzer findet die Nutzung derLernplattform als zu kompliziert
- ein anderer Teil der Nutzer staunt: so einfach geht das?

Dem bin ich auf die Spur gegangen. Ich habe dabei drei Dinge entdeckt:

1. Lehr-/Lernprozesse werden simplifiziert. Das klappt in der Praxis nicht. Wer einfach eine Powerpoint-Präsentation für ein Lernprogramm hält vergisst, dass die Folien nicht der Vortrag sind und der gehörte Vortrag noch lange nicht gelernter Inhalt.

2. Plattformen wie Facebook werden glorifiziert. Sie können bestimmte wenige Dinge, die zum Lernen sinnvoll wären, recht einfach wie liken, Statusstatements abgeben und kommentieren. Anderes können sie gar nicht, nur sehr seher mühsam oder nur durch Zusatzprogramme.

3. Lernplattformen werden zu selten individuell konfiguriert.

Ich hatte im Mai Gelegenheit im Rahmen der iMoot - einer internationalen online Moodle-Konferenz das Thema zu diskutieren.

Meine Folien dazu finden sich hier: http://eledia.de/de/content/simplify-moodle. Eine deutsche Version folgt in Kürze.

eLeDia Webseite neu gestaltet

Komplett neu aufgebaut wurde die Webseite von eLeDia - eLearning im Dialog. Unsere Firma bietet alle Dienstleistungen rund um den Einsatz von Moodle, das Community- und ePortfolio-System Mahara und OpenMeetings als LiveClassroom System.

Mehr unter http://eledia.de.

23. Dezember 2012: Ein schönes Kapitel: Videos einbinden.

Ein Video in einen Webseite einzubinden, kann einen ganz schön Nerven kosten. Nicht so in Moodle. Sofern die Administration Ihres System den Multimediafilter aktiviert hat reicht ein Link auf eine Multimediadatei.  Moodle erkennt, diese automatisch und baut einen Player drum herum.

Wenn man ein Video aus den bekannten Plattformen Vimeo oder Yoztube verwenden möchte, reicht es einen Link auf die Seite mit dem Video zu setzen. Schreiben Sie dazu einen Text, markieren diesen und fügen Sie im Editor einen Link auf diesen Textteil. Tragen Sie im Eingabefenster die URL der Seite mit dem Video ein. Nach dem Speichern ‘fischt’ der Moodle-Filter automatisch das Video aus der Seite und zeigt von der Seite nur das Video an.