Kategorie: "Tipps"

Ein Patent auf Englisch

März 20th, 2010

Es gibt immer wieder verwunderliche Dinge, die einem zugetragen werden. Messen und Konferenzen sind Orte an denen auch wunderliche Dinge ausgetauscht werden. Eigentlich kann man vieles sehr wohl ignorieren. Nur manchmal scheint es wert, einen Punkt aufzugreifen weil die Information bei anderen sonst Irritationen auslösen könnte.

Es geht eigentlich um Urheberrechte. Ein aktuell durchaus umkämpftes Gebiet.

Worum geht es nun?

Auf einer Veranstaltung soll jemand in die Welt gesetzt haben, ein Verlag habe ein Patent auf ‘Englisch’? Das habe wohl Eindruck gemacht. Genauer betrachtet ist die Aussage - wenn sie denn überhaupt so gefallen ist- mindestens verkürzt, in dieser Form ganz sicher falsch.
Was sind Patente? Nachdem Patentgesetz werden Patente auf technische Erfindungen erteilt. Weder wissenschaftliche Theorien, mathematische Methoden, ästhetische Formschöpfungen, Pläne, Regeln und Verfahren für gedankliche Tätigkeiten, für Spiele oder für geschäftliche Tätigkeiten sowie Programme für Datenverarbeitungsanlagen oder die Wiedergabe von Informationen sind patentierbar.
Ein Patent auf ‘Englisch ‘ kann es also nach meiner Ansicht nicht geben. Zudem hat ein Patent eine Gültigkeit von 20+5 Jahre. Englisch als Sprache ist eindeutig älter, also wäre ein Patentschutz in jedem Fall abgelaufen.

Gelegentlich wird auch ins Feld geführt, es gäbe einen Schutz für eine didaktische Progression. Unter didaktischer Progression kann man eine sinnhafte Schrittfolge des Erwerbs eine Kompetenz verstehen. Es handelt sich damit um eine Idee, die der Erstellung eines Werkes (Lehrbuch) zu Grunde liegt und sich im konkreten Werk manifestiert.
Zunächst wäre die Frage zu klären, ob nicht bereits die Definition eines amtlichen Curriculums eine solche didaktische Progression darstellt. Dann wäre sie qua Gesetz nicht vom Urheberschutz geschützt. Handelt es sich bei einem didaktischen Modell um eine seit langem bekannte Vorgehensweise so wäre sie (sofern ein Erstverfasser länger als 70 Jahre verstorben ist) gemeinfrei und nicht mehr urheberechtlich geschützt.
Das Urheberrecht schützt konkrete Werke, nicht jedoch pure Ideen. Werke müssen sich zudem durch eine gewisse Schöpfungshöhe auszeichnen und dürfen nicht nur eine geringfügige Abweichung von ‘handwerklicher’ Durchschnittsleistung sein.
Ein didaktisch begründetes Vorgehen wäre zunächst eine Idee und damit nicht geschützt. Der Text, der diese Idee beschreibt ist ganz klar ein Werk und als Text geschützt. Auch die Umsetzung dieser Idee in einem Lehrwerk ist eindeutig geschützt.
Das Konzept einer Aufgabenstellung vom Typ ‘Hänschen kauft auf dem Markt 3 kg Äpfel und 4 kg Birnen und einen Salatkopf ein…’ ist jedoch nicht geschützt. Einerseits wird kaum jemand nachweisen können, die Aufgabe erfunden zu haben und andererseits wäre dies sicher schon sehr lange her.

Der Verfasser des Werks ist automatisch Urheber. Er kann anderen Rechte geben, das Werk zu nutzen und zu verbreiten. In der Regel erwirbt ein Verlag das Verwertungsrecht in einem speziell definierten Umfang. Der Urheber kann das Recht zum Druck als Buch und zum Veröffentlichen als Film oder in digitaler Form an unterschiedliche ‘Verwerter’ vergeben. Der Verlag wird dadurch nicht zum Urheber. Das ist auch der Fall wenn der Verfasser beim Verlag angestellt ist. In dem Fall erwirbt der Verlag in der Regel nurd ie Verwertungsrechte durch Zahlung des Lohns.
Die Nutzung durch einen Dritten erfordert die Erlaubnis des Urhebers oder des mit der Rechteverwertung Beauftragten. Ein Verlag ist damit eine Art Rechtewahrer für den Urheber.

Nun gibt es noch einige Sonderfälle:
- Markenschutzreche. Es gibt die Möglichkeit eine Marke zu registrieren. Dabei unterscheidet man zwischen einer Wort und einer Bildmarke. Der Begriff ‘Telekom’ und das Logo vieler Produkte ist dadurch geschützt. Ihre Verwendung von Dritten erfordert ebenfalls der Erlaubnis.
- Bildungsprivileg im Urhebergesetz. Bestimmte Bildungseinrichtungen können ein erweitertes Zitierrecht in Anspruch nehmen und in bestimmten Umfängen aus Werken Kopien erstellen. Dafür wird eine Pauschalvergütung an die Verlage gezahlt. Ausgeschlossen sind davon Werke, die jegliche Form des Kopierens oder Digitalisierens explizit ausgeschlossen haben. Das ist bei den meisten Lehrbüchern der Fall. Es steht i.d.R. vorne oder hinten im Buch.

Wenn man einen Teil eines fremden Werkes nutzen möchte ist der korrekte Weg, den Rechteverwerter, also meist den Verlag, anzusprechen. Man teilt dem Verlag mit, man möchte aus dem Werk X die Texte/Bilder auf Seite Y zu dem Zweck A in der Bildungseinrichtung nutzen und bitte um Erlaubnis dies für den Zeitraum B tun zu dürfen. Der Verlag wird einem dann die Nutzung untersagen, erlauben oder nach Zahlung eines Geldbetarges erlauben. Erst dann ist die Nutzung zulässig.

Man kann nun einige Regeln aufstellen, nach denen man auf der sicheren Seite ist wenn man auf fremde Werke zugreift und diese weiter benutzt.

Der Autor ist seit 70 Jahren tot. Der Verfasser einer Übersetzung oder sprachlichen Bearbeitung ist seit 70 Jahren tot.
Ein Bild eines Malers wurde von mir selber reproduziert oder fotografiert und am Ort der Aufnahme war das Fotografieren nicht eingeschränkt.
Ich habe einen Text selber geschrieben.
Ich habe auf der Grundlage eines anderen Werkes eine Neufassung mit eigenen Worten erstellt
Ich habe eine Zusammenfassung eines Werkes erstellt.
Ich habe ein Bild selber gezeichnet, selbst wenn ein anderes Werk als Vorlage diente.

M.E. sind genau diese Punkte unproblematisch und man bleibt auf der sicheren Seite. Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin kein Jurist und erteile keine Rechtsberatung.

Merry Christmas

Dezember 22nd, 2009

Hört auf mit dieser Art des E-Learnings!

Dezember 14th, 2009

Schluß. Aus. Ende. Nein, das macht keinen Sinn.

Die Compliance-Schulung für 3.000 Lerner besteht aus einem Klick-dich-durch Programm mit ein paar Testfragen. Am Ende wird festgestellt, ob man sich durch alle Fragen durchgeklickt hat. Das ist nicht E-Learning, sondern die Online-Version der Infoveranstaltung in der Stadthalle oder des Rundschreibens für die Belegschaft, die gerne mit den Worten eingeleitet wird: “Aus gegebenen Anlass weise ich nochmals darauf hin, dass wir alle doch bitte die Regeln einhalten sollten.”

Nett gemeint, doch wirkungslos. Aber in den Unterlagen steht: “alle Mitarbeiter wurden unterrichtet….” Das mag für die Beantwortung der Haftungsfrage des Vorstands relevant sein, nicht aber für das tatsächliche Verhalten. Vermutlich ist es sogar kontraproduktiv, wenn es den ‘Jetzt gerade erst Effekt auslöst.

Tim Schlotfeldt kommentierte dazu gerade den Zeit-Online-Artikel Das Elend mit dem E-Lernen.

Tim kommentiert insbesondere das Schielen auf den ROI (’War ungeheuer kostengünstig alle Mitarbeiter so zu schulen’).

Die Alternative ist vermutlich wirksamer, aber auch aufwendiger, da personal unterstützt.

Moodle auf dem Demokratie-Kongress der Konrad Adenauer Stiftung

Dezember 8th, 2009

Am 8. Dezember präsentieren wir Moodle auf dem Demokratie-Kongress der Konrad Adenauer Stiftung im Hotel Intercontinental in Berlin (Budapester Strasse).

Moodle kann auch persönlich ...

September 11th, 2009

Die Moodle Lernplattform kann auch die Teilnehmer persönlich ansprechen. Der folgende Screenshot zeigt es ganz gut.

Diese Funktion wird durch eine kleine Erweiterung möglich.

Neuerscheinung: Moodle einführen

August 19th, 2009

Moodle einführen Buchtitel

Eigentlich sollte dieser Buchtitel schon vor einem dreiviertel Jahr erscheinen sein. Aber die praktische Arbeit der Einführung von Moodle in Organisationen hat uns immer wieder davon abgehalten. Jetzt ist es so weit.

Christoph Scheb, der das Moodle System bei der Hamburger Sparkasse technisch betreut, und Ralf Hilgenstock, Moodle Experte beim deutschen Moodle Partner eleDia haben ihre Erfahrungen zusammengetragen. Ergebnis ist das erste Handbuch mit dem ausführlich aufgezeigt wird, was zu beachten ist, wenn man eine Lernplattform im Unternehmen erfolgreich einführen will.

Es geht nicht primär um technische Fragen. Konzeptionelle Aspekte, Aufgaben und Verantwortlichkeiten, aber auch die Einbindung der verschiedenen Bereiche eines Unternehmens sind häufig von entscheidender Bedeutung für die spätere Akzeptanz der Lernplattform.

Auf 140 Seiten berichten die Autoren und geben mit Hilfe von Leitfragestellungen zu allen Aspekten Hilfe für die konkrete Umsetzung. Im Mittelpunkt des Buches steht der Einsatz der Lernplattform in Unternehmen. Andere Organisationen müssen ggfs. etwas ‘Übersetzungsarbeit leisten, um es auf ihre Situation zu beziehen. Eine Übersetzung des Buches ins Englische ist in Vorbereitung.

Der Titel kann zum Preis von 19,90 € ab sofort per Mail bestellt werden bei info@dialoge.net.

Neun Grundsätze für ausgezeichnetes E-Learning

April 11th, 2009

Im Canadian Journal of Learning and Technology bin ich auf einen sehr anregenden Aufsatz von Jim Henry und Jeff Meadows gestossen. Sie befassen sich mit der Frage, was hervorrangendes E-Learning auszeichnet und verdichten dies auf neun Punkte.

  1. Die Online-Welt ist ein völlig eigenes Medium
  2. Content in der Online Welt ist ein Verb.
  3. Technik ist ein Hilfsmittel, nicht das Ziel
  4. Großartige Online-Kurse werden durch das Lehren, nicht die Technik bestimmt
  5. Das Gespür für Communities und Präsenz sind entscheidend
  6. Exzellenz benötigt mehrere Kompetenzfelder
  7. Eine tolle Oberfläche rettet keinen schlechten Kurs, aber: eine grausame Oberfläche behindert einen vielleicht guten Kurs
  8. Exzellenz entsteht aus permanenter Prüfung und Verbesserung
  9. Kleine Extras wirken sich manchmal langfristig sehr positiv aus

Der Beitrag will nicht völlig neue Erkenntnisse in die Welt setzen, fasst aber m. E. sehr gut zusammen. Ich fasse den Beitrag auf den folgenden Seiten nochmals zusammen. Die Online-Welt ist ein völlig eigenes Medium Es ist nicht zielführend in Online-Umgebungen die Präsenzmaterialien einfach noch einmal auszubreiten. Die Online-Situation funktioniert anders. Dazu zwei Beispiele:

  1. Powerpoint-Folien sind dafür konstruiert zusammen mit einem persönlich Vortragenden wahrgenommen zu werden. Sie sollten daher kein Redetext sein. Online hinterlegte Folien geben daher immer nur einen Bruchteil des Inhalts wieder. Sie müssen also zumindest um den gesprochenen Text ergänzt werden.
  2. Doch auch hier ergeben sich Tücken. Abgefilmte Vorträge sind in aller Regel zu lang. Sie müssen in mehrere kurze Einheiten aufgeteilt werden. Zudem geht dabei das interaktive Element verloren. Dozenten erlauben Zwischenfragen oder reagieren auf die gespürte Resonanz des Publikums. Bei der Online-Vervielfältigung geht diese Option verloren. Man mus sich des Verlusts klar sein, dann kann man gegensteuern. Die didaktische Funktion des Vortrags ändert sich online

Content in der Online Welt ist ein Verb. Die Autoren zitieren Oblinger und Hawkins (The myth about online course development, in: Educause Review, Jan 2007) mit der Frage ‘veteilen wir Inhalte, ein Buch oder Film oder schaffen wir einen Lernraum? Diese Frage scheint mir ganz entscheiden zu sein. Für den Lehrenden bedeutet dies die Frage an die eigene Rolle. Ist er Content-Lieferant oder Ermöglicher von Lernerfahrungen? Er ist sowohl für die sozialen wie die kognitiven Prozesse verantwortlich. Daraus ergibt sich die Annahme., dass der Erfolg weniger von der Zusammenstellung der Inhalte, als der Entwicklung von Lernaufgaben und -aufträge abhängig ist. Jedoch auch bei diesen kommt es auf eine offene, das Entdecken ermöglichende Vorgehensweise und nicht das Abfragen des Altbekannten an. Technik ist ein Hilfsmittel, nicht das Ziel Ein vermehrter Einsatz von Technik im Lernprozess führt nicht alleine schon dazu, dass es auch ein besseres Lernen (was das ist, müsste auch erst situativ definiert werden) gibt. Allein die Verfügbarkeit von Technik darf nicht dazu führen, dass sie eingesetzt wird. Es ist vielmehr immer wieder zu fragen, in welcher weise sie dabei behilflich ist, Lernziele zu erreichen. Großartige Online-Kurse werden durch das Lehren, nicht die Technik bestimmt Folgt man den Autoren, dann ist die Art und Qualität der Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernen von entscheidender Bedeutung. Was heißt das nun im Online Lernprozess? - schnelle Reaktion auf E-Mails und bearbeitete Aufgaben, - häufiger und engagierter Kontakt, - individuelles Feedback, - persönliche Ansprache unter Nennung des namens des Angesprochenen, - klare und erkennbare Ziele für das Lernvorhaben, Diese sollen detailliert genug sein, damit den Teilnehmern klar ist, was sie in der Lage sein sollen zu tun, die Bedingungen unter denen der Lernstoff angewandt oder das angestrebte Verhalten gezeigt werden soll. - die Ziele sollten dauerhaft im Blick gehalten werden. Das Gespür für Communities und Präsenz sind entscheidend Im Zusammenhang mit dem vorherigen Punkt geht es um einen Ausgleich der durch die Distanz vorhandene Entpersönlichung des Kontakts. Man kann nicht erwarten, dass die Teilnehmer gerne durch Massen von Content ‘waten’. Sie brauchen den Kontakt zu den Lehrenden und anderen Teilnehmenden, das Gefühl, dass eine Verbindung untereinander existiert und der Stoff einen Wirklichkeitsbezug, eine Relevanz besitzt. Für den Lehrenden bedeutet dies, sensibel ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen. Dazu gehören kollaborative Lernaktivitäten in Gruppen, umfassende Kommunikationsmöglichkeiten, durchaus Humor und Kleingruppenaktivitäten. Exzellenz benötigt mehrere Kompetenzfelder Es reicht nicht Fachexperte zu sein. Zusätzlich braucht man technische oder handwerkliche Kompetenz, sowie didaktisches Gespür für die online Situation. Die Werkzeuge sind immer einfacher zu handhaben. Es ist dennoch sehr hilfreich ein wenig Hintergrundwissen zu haben, da,mit man nicht in technische Fallen auf Seiten der Teilnehmer hinein läuft, weil Videos nicht angezeigt werden können oder eine eingebundene Webseite auf einmal nicht mehr verfügbar ist. Eine tolle Oberfläche rettet keinen schlechten Kurs, aber: eine grausame Oberfläche behindert einen vielleicht guten Kurs Die Überschrift verwirrt etwas. Gemeint ist vielmehr die Nutzerführung in einem online Kurs. Üblicherweise ist niemand gerade in der Nähe wenn Teilnehmer den Kursraum betreten. Sie wissen nicht automatisch was wo zu finden ist, wie sie vorgehen, was in welcher Reihenfolge oder welcher Weise bearbeitet werden soll. Sie wissen auch nicht von alleine, welche Erwartungen an sie gestellt werden. All dies gilt es zu bedenken und den Teilnehmern einen Studienführer oder eine Landkarte durch die Kurstopografie zur Verfügung zu stellen. Dies muss nicht in einem Dokument erfolgen. Vielmehr kann es immer wieder an verschiedenen Stellen entsprechende Bearbeitungshinweise geben. Exzellenz entsteht aus permanenter Prüfung und Verbesserung Das gilt für den eigenen Kurs und das unterstützende Verhalten des Lehrenden. Aufgaben, Testergebnisse, Diskussionen, Reflexionen helfen dem Lerner über den Lernerfolg, dem Lehrenden über den Lernprozess und der Institution über das Curriculum, den Support und die vorhandene Infrastruktur zu relektieren. Kleine Extras wirken sich manchmal langfristig sehr positiv aus Immer wieder unterschätzt wird die Prüfungsangst, der Lernstress und die Fähigkeit zur Strukturierung von Lernzeit bei den Teilnehmern. Kleine Hinweise zu den Erwartungen und zur Gestaltung des Lernprozesses verringern diese Probleme deutlich. Dazu gehört ein Kurskalender, der wiederkehrende Hinweis, was von den Teilnehmern erwartet wird oder kurze Mails und nachrichten an die Teilnehmer. ————- Die Autoren beteuern, dass erfahrende Lehrende sich nicht auf ihre Lehrerfahrungen verlassen können, wenn es um online Lernsituationen geht. Hier möchte ich klar widersprechen. Erfahrene Lehrende tun viele der genannten Dinge intuitiv im Unterrichtsalltag durch Beobachtung und Reaktion. Es ist nicht nötig, dieses Wissen und die Erfahrung über Bord zu werfen. Es kommt jedoch darauf an, sie auf die neue Situation zu übertragen. Auch die Wünsche und Erwartungen der Lernenden sind nicht neu. Sie treten in der Präsenzsituation genau so auf und wollen auch online erfüllt werden. Ein Teil dieser Situationen muss antizipiert und ein anderer Teil im laufenden Prozess situativ erfüllt werden. Die Reduzierung der Kommunikations- und Wahrnehmungskanäle macht jedoch den entscheidenden Unterschied bei der Umsetzung aus.

Simplify your Moodle

März 23rd, 2009

Der Wunsch, Moodle einfacher zu gestalten tritt immer wieder auf. Warum eigentlich?

Sicher gibt es dafür mehrere Gründe. Der eine ist, dass man sich mit einem komplexen Instrument befasst, dass viele Möglichkeiten hat, man selber im Moment aber nur sehr wenige nutzen möchte. Der andere ist, dass man der Ansicht ist, man könne sofort durchstarten, ohne sich mit dem Instrument zu beschäftigen. Wer in eine neue Wohnung einzieht, muss sich auch erst mal die Zimmer anschauen und dann einrichten. Das ist nicht fertig wenn man den Mietvertrag unterzeichnet.

Nun, man kann Moodle vereinfachen indem man die Funktionen reduziert. Dazu gleich mehr. Man muss jedoch damit beachten, dass man nicht auch die pädagogischen Handlungsmöglichkeiten reduziert. Aus Erfahrung weiß ich, dass kaum ein Trainerkreis oder ein Lehrerkollegium sich auf ein gemeinsames Set an Funktionen einigen wird, die es benötigt oder nicht benötigt.

Wo sind nun die Elemente zum Reduzieren der Funktionen?

  • Weniger Blockoptionen: In der Website-Administration unter Module-Blöcke nicht benötigte Blöcke ausblenden. Hier kann man getrost 50 % abschalten
  • Weniger Lernaktivitäten in der Auswahl: In der Website-Administration unter Module-Blöcke nicht benötigte Lernaktivitäten ausblenden. Alternativ kann man bestimmte Lernaktivitäten nur den Admins vorbehalten (In Website-Administration unter Sicherheit-Modul-Sicherheit). Sie können diese dann im Kurs von Hand hinzufügen.
  • Weniger Blöcke oder andere Anordnung in neu angelegten Kursen. Hierzu muss in der Datei config.php auf dem Server ein Eintrag gemacht werden. In der Datei conf-dist.php sind dazu Musterformulierungen.
  • Neu angelegte Kurse anders vorkonfigurieren. In neuen Systemen unter http://meinmoodle.irgendwo/admin/settings.php?section=coursesettings (nur für Admins) diverse Einstellungen vornehmen, die sonst unter im Kurs unter Einstellungen im Administrationsmenu vorgenommen werden.
  • Kursraumadministrationsmenus für Trainer reduzieren. Dies erfolgt über Anpassungen in der Rolle Trainer. Es ist jedoch nicht möglich, darüber Lernaktivitäten abzuschalten
  • Standardkursaufbauten. Hierzu können Sie einfach vorbereitete Leerkurse mit Strukturen anlegen und in einer eigenen Kurskategorie hinterlegen. Hier können alle Dozenten Zugriff bekommen und eine Sicherung nutzen, um sie wieder herzustellen.
  • Nachrichtenforum im Kurs abschalten. Das Nachrichtenforum kann einfach ausgeblendet werden (Augensymbol). Wenn man es löscht taucht es nach kurzer Zeit automatisch wieder auf. Um es ganz zu verbergen muss der ‘Neueste Nachrichten’ im Kurs gelöscht werden und unter Administration - Einstellungen im Kurs ‘Anzahl neuester Nachrichten’ auf ‘0′ gesetzt werden.

Es gibt übrigens noch eine Möglichkeit und die lautet schlicht ignorieren.

Kennen Sie eigentlich das Moodle Dokumentationswiki

März 16th, 2009

Unter http://docs.moodle.og/de befindet sich das Dokumentationswiki für Moodle. Es ist eine wahre Fundgrube für die erste Orientierung und das Finden spezieller Informationen. Über 740 Artikel sind dort inzwischen zusammengetragen. Grundlage ist das (gerade) noch umfangreichere englischsprachige Wiki unter http://docs.moodle.org.

Aus jedem Moodle-System besteht ein direkter Zugriff auf diese Seiten über einen Link am Fuß vieler Seite oder in den Hilfedateien.

Die Seiten werden gepflegt von einem unermüdlichen Team rund um Gisela Hillenbrand. Aktuell arbeiten Michael Tesar und Jörg Weißenhorner mit ihr zusammen.

Dankesbekundigungen und ultimative Lobhudeleien nehmen die drei auf der Moodle-Konferenz in Bamberg entgegen, wo sie gemeinsam auftreten. Im Anschluss an einen Vortrag und einem Workshop am Donnerstag ab 14.00 Uhr signieren die drei Moodle-Autogrammkarten. Diese gibt es am Stand der eLeDia kostenfrei.
Übrigens, auch Helen Foster, die das internationale Dokumentationswiki betreut wird in Bamberg dabei sein.

Mitglieder aus Fanclubs können sich direkt im Workshop für eine Beteiligung an der weiteren Arbeit qualifizieren. Aber auch Autodidakten sind gefragt.

:!: Zwei der drei Dokuteammitglieder haben kurz vor der Konferenz am gleichen Tag Geburtstag. Sie haben jedoch bereits versichert, es sei nicht Voraussetzung am gleichen Tag Geburtstag zuh aben, um mitarbeiten zu können. :D

Dr. Moodle: Assistenzärzte gesucht

Februar 23rd, 2009

Auf der Moodlekonferenz in Bamberg wird es wieder ambulante Hilfe für größere und kleinere Moodle Wehwehchen geben. Neben den Konferenzbeiträgen gibt es die offene Sprechstunde. Mehr und minder erfahrende Moodle-Anwender helfen anderen bei Fragen weiter.

Häufig geht es um kleine einfache Tipps … und schon kommt man wieder weiter.

Wir suchen dafür gerade noch ein paar Freiwillige ,die stundenweise aushelfen und mitmachen. Heute haben Petr Skoda (Moodle Chefentwickler) und David Mudrák (Entwickler verschiedener Module) ihre Mitarbeit zugesagt. Sie können auch kniffligste Probleme lösen.

Wir suchen noch Freiwillige für andere schwere und viele leichte Problemfälle.

Meldestelle für Freiwillige ist die E Mailadresse: dr.moodle@moodle.de