Kategorie: "1.9 (September 2007)"

Praxistipp: Teilnehmer kommentieren Texte im Glossar

Dieser Praxistipp stellt eine einfache Verbindung zwischen einer Textseite und einem Glossar dar. Ziel ist es einen vorgegebenen Text durch Teilnehmer kommentieren oder interpretieren zu lassen.

Stellen Sie dazu den Text als Textseite (mit oder ohne Editor ein). Richten Sie zusätzlich ein Glossar mit Autoverlinkung ein.

Die Teilnehmer haben nun die Aufgabe Begriffe oder Textpassagen zu kommentieren. Dazu tragen Sie die Textpassage, die sie kommentieren wollen als Begriff im Glossar ein und tragen als Beschreibung ihre Frage, ihren Kommentar oder die Verbesserung ein. Wenn sie dann noch Autoverlinkung für den Begriff aktivieren, sind die Kommentare direkt aus dem Text heraus aufrufbar.

In manchen Situationen mag es sinnvoll sein, die Kommentierungen nicht sofort sichtbar werden zu lassen, sondern sie als Trainer/Lehrer erst einmal durchzusehen. Dazu kann man die Funktion der Freigabe vor Veröffentlichung in den Glossar-Einstellungen verwenden.

Als Trainer kann ich mir die Kommentare später auch nach Teilnehmern sortiert im Glossar anzeigen lassen. (z.B. für Bewertungszwecke)

Noch ein Hinweis am Ende. Falls im Kurs auch an anderer Stelle mit Glossaren und Autoverlinkung gearbeitet wird, kann es zu begrifflichen Überschneidungen kommen.
Dann ist es u.U. hilfreich in der Aufgabenstellung darauf hinzuweisen und nicht nur einzelne Begriffe, sondern kurze Passagen ins Glossar aufzunehmen.

Moodle-Schulungstermine

Link: http://moodle.de/file.php/1/eledia/Seminare2008.pdf

Die aktuellen Schulungstermine für Moodle wurden soeben veröffentlicht.

Der nächste Train-the-Trainer-Kurs findet vom 29.-30. April in Bonn statt. Die Teilnehmergruppe ist max. 6 Persnen groß.

Captcha-Schutz für Moodle

Für manch einem mag der Begriff Captcha ein Fremdwort sein. Deshalb zuerst eine kurze Erklärung. Bei vielen Online-Diensten muss man beim Anlegen eines Accounts eine Ziffernfolge, die leicht verfremdet angezeigt wird eintippen. Damit soll verhindert werden, dass neue Nutzer durch automatische Scripte angelegt werden, um dann evtl. Spam verbreiten zu können.

Viele Moodle-Systeme lassen das Anlegen neuer Nutzer über eine Selbstanmeldung nicht zu. Daher stellt sich das Problem gar nicht.

Überall dort wo sich Teilnehmer jedoch selber einen Zugang anlegen sollen erhalten Sie per Email eine Bestätigung. Erst wenn der darin enthaltene Link bestätigt wird, ist der Zugang aktiv geschaltet. In aller Regel verhindert dieses Verfahren wirkungsvoll, dass Unfug angestellt wird. Unbestätigte Accounts werden vom System automatisch wieder gelöscht.

Dennoch ist es zum Jahreswechsel vereinzelt vorgekommen, dass durch Scripte neue Nutzer angelegt wurden. Im Einzelfall waren das mehrere hundert neue Nutzer. Inn nahezu allen Fällen konnten diese Nutzer das System nicht nutzen und leicht wiedser entfernt werden.

Der Schutz durch Captcha-Systeme ist technisch wirkungsvoll, da bei entsprechender Verfremdung die Ziffern und Buchstaben nicht durch Texterkennungsprogramme ausgelesen werden könne, um sich anzumelden.

Nachteil ist jedoch, dass es vielen Menschen ebenfalls schwer fällt, diese Texte und Ziffern zu erkennen. Unschärfe, durchgestrichene, tanzende Buchstabune und geringe Farbkontraste erschweren es vielfach die richtigen Buchstaben zu erkennen. Menschen mit Einschränkungen im Sehbereich (Blinde, Farbenblinde) haben dann keine Chance.

Moodle legt immer größeren Wert auf die Erfüllung der Anforderungen zum barrierefreien Zugang. Seit einigen Tagen gibt es in der aktuellsten Version auch eine Unterstützung für den Captcha-Schutz.

Dabei wird ein Verfahren gewählt, das sich nicht nur auf eine bildhafte Darstellung beschränkt. Alternativ kann man sich den Text auch vorlesen lassen und dann die Ziffern und Zahlen eintragen.

Die Funktionalität ist in der Version 1.9.+ enthalten.

Moodle 1.9 geht in die Beta-Phase

In den nächsten Tagen wird die Beta-Version von Moodle 1.9 veröffentlicht. Sie ist eine Entwicklerversion, die es intensiv zu testen gilt. Wir arbeiten seit einigen Monaten mit den Vorläuferversionen. Die wichtigsten Änderungen, die uns aufgefallen sind:

  • Neues Bewertungsystem. Das alte gradebook wurde völlig neu programmiert.
  • Ein neues Theme (Oberfläche) mit runden ‘Ecken’.
  • Die Breite der äußeren Spalten kann individuell festgelegt werden.
  • Im persönlichen Profil können Interessen definiert werden. Andere Nutzer mit gleichen Interessen können darüber gefunden werden.

Es wird in der Beta-Phase besonders wichtig sein, die Funktionen des gradebooks zu prüfen.
Die Veröffentlichung der fertigen Version ist im September zu erwarten.

Nach unserer Erfahrung sollte man bei neuen Hauptversionen etwas Zeit verstreichen lassen bevor man sie in bestehenden Systemen produktiv einsetzt.