Kategorie: "Grundlagen"

Moodle will continue to be an open source learning platform and to try and take open source to new heights.

Link: http://edtechtimes.com/2015/01/29/qa-martin-dougiamas-founder-ceo-moodle/

Education Technology Times veröffentlicht Interview mit Martin Dougiamas, dem Gründer von Moodle. Martin wird zur MoodleMoot in Lübeck Anfang März nach Deutschland kommen.

Zum Interview

Zur MoodleMoot

Moodle als MOOC-Plattform

Aktuell läuft wieder ein MOOC auf Moodle unter https://learn.moodle.net  In den Kurs sind fast 5.000Nutzer eingeschrieben. Beim Kurs geht es um das Erlernen des Umgangs mit Moodle als Trainer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Obwohl der Kurs bereits begonnen hat ist die Registrierung und Teilnahme weiterhin möglich.

eLeDia mit neuer Produktbroschüre

eLeDia stellt in einer umfangreichen Broschüre seine Dienstleistungen und Produkte dar.

eLeDia Produktbroschüre

Lernzeit - 1 -

Das Thema Lernzeit hat mich immer wieder mal beschäftigt. Beim eLearning ist Lernzeit eine ganz zentrale Komponente. Ein wichtiger Vorteil von eLearning ist die Möglichkeit jederzeit zu lernen.

  • Dennoch ist die zeitliche Strukturierung der Bearbeitung wichtig, um die Selbstorganisation der Teilnehmer zu unterstützen. Aufschieberitis ist auch bei Online-Lernern verbreitet.  :-)
  • Manche Lerninhalte sollen zudem erst ab einem bestimmten Termin bereitstellen. Aufgaben sollen bis zu einem veröffentlichten Termin abgegeben werden. Ein Test soll innerhalb von zehn Minuten gelöst werden.
  • Eine weitere Dimension von Zeit ist der Nachweis von tatsächlich aufgewandter Lernzeit der Teilnehmer. Dieser Wunsch wird häufig für statistische Zwecke und für Zeitgutschriften in der Arbeitszeiterfassung gewünscht.

Im Rahmen eines Kundenprojektes tauchte im vergangenen Frühjahr ein neuer Aspekt auf: Wie kann die spätere Lernzeit bereits bei der Entwicklung eines Online-Kurses berücksichtigt werden? Wie viel Inhalt müssen die Fachautoren liefern, damit anschließend ein, zwei oder vier Stunden Lernzeit entstehen?

In diesem Fall war die Lernzeit wichtig, da die eLearning -Angebote Bestandteil der beruflichen Pflichtfortbildung sind. Die Berufsverbände verpflichten ihre Mitglieder zur kontinuierlichen Fortbildung. Dabei muss eine bestimmte jährliche Fortbildungsdauer nachgewiesen werden.

Eine erste Recherche zu dem Thema machte klar, dass das Thema Zeit im Rahmen der eLearning-Kursentwicklung ausschließlich unter dem Aspekt Projektmanagement für die Kursentwickler auftauchte.

Handelte es sich hierbei um einen (zu) wenig beachteten Bereich?

- wird fortgesetzt -

Moodle Jahresbilanz 2014: unglaublich

Moodle schlägt immer wieder meine Erwartungen.

Aus über 230 Ländern der Welt sind Moodle-System registriert. Die Zahl der aktiven Moodle-Systeme ist nicht bekannt. Weltweit sind über 50.000 Systeme registriert. Das ist aber nur ein Bruchteil der betriebenen Systeme. Von den bei eLeDia betriebenen Systemen sind vermutlich weniger als 20 % registriert. Wenn ich diese Zahl hochrechnet sind über eine viertel Millionen Moodle-Systeme im Betrieb.

Moodle wird in sehr kleinen Systemen betrieben. Viele Systeme haben weniger als hundert Nutzer. Genauso sind aber auch Systeme mit über 500.000 Nutzern bekannt.

Moodle ist bereits im Grundpaket äußerst funktionsreich. Dennoch: inzwischen sind über 960 Zusatzplugins veröfentlicht.Alleine in 2014 sind mehr als 200 Plugins - im Schnitt alle 1,5 Tage ein Plugin - veröffentlicht worden.

Bevor Plugins veröffentlicht werden, werden diese von einem Team direkt bei Moodle durchgesehen. Dabei wird geprüft, ob die Programmierrichtlinien von Moodle zumindest weitgehend eingehalten werden.

Diese Plugins sind ein Zeichen für eine rege Entwicklergemeinde und dennoch ein zweischneidiges Schwert. Softwareanwendungen im Web bedürfen einer dauerhaften Pflege. Sicherheitsupdates müssen installiert werden. Andernfalls geht man über kurz oder lang Risiken ein. Bei Moodle erfolgt eine Pflege der aktuellen Moodle-Programmpakete. Dies umfasst auch Sicherheitsfragen.Fürdie Pflege der Plugins sind deren Entwickler verantwortlich.

Je mehr Zusatzpakete man installiert, desto abhängiger wird man auch von den Entwicklern dieser Pakete. Werden diese Pakete gepflegt? Erfolgt dies zeitnah? Werden Fehler in diesen Plugins beseitigt? Wenn dies nicht erfolgt, verhindert das ein Update oder verzögert es. Manchnmal wird es sogar erforderlich sein, das Plugin wieder zu deinstallieren.

Dennoch Moodle hat auch im letzten Jahr gezeigt, dass es in jeder Hinsicht ein Erfolgsmodell ist.

Von Rechts wegen: Ausblick auf 2015

Anfang Dezember hat das Bundeskabinett den Entwurf eines IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet. Dieses wird in den nächsten Monaten im Bundestag beraten.

Teil dieses Gesetzs ist eine Änderung des Telemediengesetzes. Betreiber einerLernplattform unterliegen auch diesem Gesetz.

Im Gesetzentwurf heißt es nun:

?(7) Diensteanbieter haben, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist, im Rahmen ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit für geschäftsmäßig angebotene Telemedien durch technische und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass
1. kein unerlaubter Zugriff auf die für ihre Telemedienangebote genutzten technischen Einrichtungen möglich ist und
2. diese
a) gegen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten und
b) gegen Störungen, auch soweit sie durch äußere Angriffe bedingt sind,
gesichert sind. Vorkehrungen nach Satz 1 müssen den Stand der Technik be-rücksichtigen. Eine Maßnahme nach Satz 1 ist insbesondere die Anwendung eines als sicher anerkannten Verschlüsselungsverfahrens."

In meiner Lesart ergeben sich daraus für den Betrieb von Lernplattformen zwei Anforderungen:

  1. Lernplattformen müssen regelmässig upgedatet werden.
  2. https:// Verschlüsselung wird Standard.

Das regelmässig Update ist unabdingbar, da nur so die geforderten technischen Vorkehrungen zum Schutz der Daten gewährleistet werden. Der Betrieb von Lernplattform-Versionen für die keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung gestellt werden, ist somit ein Gesetzesverstoss.

Die Datenverschlüselung wird ausdrücklich gefordert.

Auch wenn dies noch nicht verabschiedet ist, gehe ich davon aus, dass es in nahezu dieser Form im Bundestag verabschiedet wird.

Von Rechts wegen: Nachtrag zu 2014

In den letzten zwei Monaten gab es  zwei wichtige juristische Entscheidungen:

Der Europäische Gerichtshof hat festgestellt, dass öffentlich verfügbare YouTube-Videos durch einen Einbett-Code (embed) auf anderen Seiten genutzt werden und (!) dadurch keine Urheberrechtsverletzung stattfindet. Begründet wurde dies damit, es würde keine zusätzliche Öffentlichkeit geschaffen, denn die Videos seien ja bereits für Jedermann verfügbar.

Thomas Schwenke hat in seinem Blogbeitrag http://rechtsanwalt-schwenke.de/eugh-embedding-haftung-youtube/ dargestellt, dass man dieses Urteil nicht so interpretieren könne, auch andere Inhalte (z.B. Grafiken, Fotos oder Texte) dürften nun per Embed-Link eingebettet werden. Also Vorsicht bitte.

Urheberrecht: § 52a gilt jetzt unbefristet. Bundestag und Bundesrat haben Anfang Dezember die zeitliche Befristung des § 52a aufgehoben. Der Passus war in den letzten Jahren mehrfach zeitlich befristet worden und gilt nun (vorläufig) dauerhaft. Dies betrifft vorwiegend die Hochschulen.

§ 52a legt fest, dass urheberrechtlich geschützte Werke (ausgenommen Lehrwerke) in kleinen Teilen für Unterrichtszwecke genutzt werden dürfen (http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html). Diskussionspunkt war die Frage, was denn diese 'kleinen Teile' sein sollen. Nach einem Musterprozess zwischen der Fernuniversität Hagen und dem Kröner Verlag ist dies nun höchstrichterlich geklärt.

Kleine Teile sind maximal 12% eines Werkes bzw. max. 100 Seiten: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2013&Sort=3&nr=66067&pos=0&anz=193.

Nach dieser Klärung ist das Thema jedoch noch nicht ganz abgeschlossen. Das Landgericht Stuttgart wird im Januar noch über die Frage einer angemessenen Vergütung entscheiden. Dies hat grundsätzliche Bedeutung.

Der vierte Absatz von §52a UrhG geht auf die Vergütung dieser Nutzung ein. Wenn der Rechteinhaber (meist der Verlag) ein "angemessenes Lizenzangebot" bereitgestellt hat, entfällt das kostenfreie Nutzungsrecht. Nachdem bisher 'kleine Teile'  ein unbestimmter Begriff war, ist nun also  'angemessenes Lizenzangebot' zu klären.

Unter Führung des UTB-Verlages entsteht gerade eine Plattform 'Digitaler Semesterapparat': http://booktex.de. Hier soll es künftig möglich sein, sich schnell einen Überblick über Lizenzkosten in Abhängigkeit von der Dauer der Nutzung und der Zahl der Nutzer zu verschaffen. Zugleich soll einfach eine Lizenz abgeschlossen werden können.

Dr. Bertram Salzmann, der  Booktex leitet und bis zum Jahresende Geschäftsführer von UTB war, erläuterte mir bei einem Gespräch, dass man nun noch auf das Ergebnis der Gerichtsverhandlung in Stuttgart warte, um dann konkrete Angebote zu unterbreiten.

Ist Moodle 2.8 reif für den Alltag?

Im November 2014 ist Moodle 2.8 veröffentlicht worden. Halbjährlich im Mai und November gibt es eine neu Moodle-Version, die auch neue Funktionen enthalten. Dazwischen werden Fehlerkorrekturen und Sicherheitsverbesserungen veröffentlicht.

Neue Funktionen beinhalten das Risiko, dass trotz sorgfältiger Tests Fehler erst nach der Veröffentlichung sichtbar werden. Bei derEntwicklung neuer Moodle-Funktionen gibt es einen Feature freeze-Zeitpunkt. Vier bis sechs Wochen vor den Versionsveröffentlichung werden keine neuen Funktionen mehr entwickelt. Es wird geprüft, was reif zu sein scheint für eine Veröffentlichung. Dann erfolgt die Testphase. Anhand von vordefinierten Szenarien erfolgt der Test der neuen Funktionen, aber auch bestehende Funktionen werden noch einmal geprüft. Unter qa.moodle.net kann man sich daran beteiligen.  Mehr Informationen dazu unter https://docs.moodle.org/dev/QA_testing .

Dennoch, es hat sich bewährt, neue Versionen erst sorgfältig zu prüfen und Erfahrungen abzuwarten. Bei eLeDia haben wir es uns angewöhnt, selber Erfahrungen mit einer neuen Version zu sammel und die Berichte anderer Nutzer zu prüfen. Planmässig führen wir das Upgrade einer neuen Version zwei Monate nach der Erstveröffentlichung durch. Dazu warten wir das erste Folgerelease mit Fehlerkorrekturen ab.

Für Moodle 2.8 ist es dann Mitte Januar soweit.  Da es bereits wenige Tage nach Erstveröffentlichung mit 2.8.1 eine Korrektur gab, rechnen wir am 12. Januar mit der Freigabe von Moodle 2.8.2. Das ist zugleich der Start für das Update bei eLeDia-Kunden.

Moodle-Blog wird eLearning-Blog

Dieser Blog hat im letzten Jahr sehr vor sich hin gedümpelt. Ich habe fast keine Beiträge verfasst. Das wird sich ändern. Zumindest gehört dazu den Vorhaben für 2015. Mal schauen wie lange es anhält.

Zunächst. Der Name des Blogs wurde geändert: Aus Moodle-Blog wurde eLearning-Blog. Ich werde hier also demnächst etwas weiter gefasste Themen behandeln. Das hat auch damit zu tun, das wir bei eLeDia (http://eledia.de)  weitaus mehr Produkte anbieten als früher.

Moodle, VideoStreaming, OpenMeetings, Adobe Connect, Mahara, Articulate Storyline, iSpringsolutions. Und - vermutlich wird noch ein Produkt hinzukommen. Dazu mehr wenn dei Verträge unter Dach und Fach sind.

Partieller Umzug

Link: http://eledia.de/de/blog

In den letzten Wochen haben wir einige Änderungen auf der Webseite von eLeDia eLearning im Dialog vorgenommen.  Dort gibt es nun auch einen Blog. Ich werde daher künftig vermehrt dort Blogeinträge erstellen. In der ersten Zeit wird es noch Cross-Postings geben.

Künftig wird an dieser Stelle hier mehr persönliche Meinung und Position zu finden sein. News, Tipps und Informationen finden sich künftig überwiegend auf http://eledia.de/de/blog.

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