Kategorie: "Anwendung"

Lernplattformen mit neuem Paradigma betreiben. Zur Debatte.

November 3rd, 2018
An allen Ecken und Enden wird gefordert, dass sich Lernen ändern soll. Das gilt für Schulen, Hochschulen und Unternehmen.  Auch wenn die Diskussionen weitgehend getrennt verlaufen, so haben sie doch einen gemeinsamen Tenor:

  • Die Veränderungen in der Welt sind schnell und nicht (gut) vorhersehbar. Daher sind die Anforderungen, welche Qualifikationen benötigt werden, nicht vorherbestimmbar.
  • Es kommt oft weniger darauf an, Wissen anzusammeln, als eine Haltung (manche nennen es Mindset) zu fördern, die  den Einzelnen darin unterstützt, sich selber, das an Kenntnissen zu beschaffen, was benötigt wird. Dabei geht es oft nicht um Vorratswissen, sondern um adhoc-Ergänzung von Fähigkeiten und Kenntnissen. Das würde ich mal Micro-Content nennen.
  • Dies geht einher mit stark veränderten Strukturen in der Arbeitswelt, in der Netzwerke wichtiger sind als Hierarchien. Es lässt sich derzeit beobachten, dass auch große Unternehmen sich umstrukturieren, um flexibler reagieren zu können.
  • Das bedeutet jedoch auch einen Verlust an zentraler Steuerung z.B. was zu lernen ist, da die Zentrale das gar nicht mehr sehen kann. Zentrale Lernpläne können nur in wenigen Bereichen eingesetzt werden und sind manchmal schon bei der ersten Umsetzung von der Entwicklung überholt.
    In der Schule gibt es ähnliche Prozesse wenn eine Abkehr von der Gießkanne hin zur Individualisierung eingefordert wird. (Lehrer würden das vermutlich anders formulieren.) In der schulischen Berufsausbildung stellt sich die Frage, wie der schulische Ausbildungsteil uptodate bleiben kann wenn sich im Unternehmensalltag alles so schnell ändert.
  • Der derzeitige Stand der Diskussion und der Trend ist, dass der einzelne Lerner mehr Verantwortung und Initiative an den Tag legen muss als bisher. Hier kommt wieder der Aspekt Haltung/Mindset zum Tragen.
Vor diesem Hintergrund kann man nun den Ansatz Lernplattform betrachten. Geht man von Moodle und ihren Derivaten aus, so geht es weniger um die Lernplattform, als um deren häufigen praktischen Einsatz.

  • Kurse werden zentral angelegt
  • Ein Trainer/Lehrender bestimmt Struktur und Ablauf
  • Es findet Bewertung statt
  • Diskussion wird weder gewünscht noch forciert.
  • Das herrschende Frontalunterrichtsparadigma wird in der Lernplattform weiter eingesetzt.
In der Unternehmenswelt ist der noch immer stark befürwortete Einsatz von SCORM Lernpaketen ein deutliches Anzeichen dieser frontal fokussierten Lernwelt.
 
Über die Jahre hat es immer wieder Abgesänge auf Lernplattformen gegeben. Das LMS ist tot, es lebe das Wiki/ die Blogs/ Social Media /Trello/ der Activity Stream und so weiter. Trotzdem gibt es Moodle weiter. Trotzdem steigen weiterhin Organisationen in Moodle ein.
 
Ich arbeite inzwischen seit über 15 Jahren mit Moodle. Ich sehe täglich den Einsatz der Lernplattform. Gerade in den Foren auf moodle.org werden ganz verstreut immer wieder sehr spannende Einsatzszenarien angefragt. Das Interessante daran ist, man kann sehr vieles mit Moodle umsetzen. Ich kenne keine Platform, die auch nur annähernd diese didaktische Vielfalt unterstützt. Manches geht sehr einfaches, manches mittels Winkelzügen oder mit Zusatzplugins. Und ganz selten müssen wir sagen, sorry, geht nicht, könnte man aber entwickeln.
 
Wie kommt das? Als Martin Dougiamas mit der Entwicklung von Moodle begann hatte er die Vorstellung, dass Lernen ein sozialer Vorgang ist, der immer in Bewegung bleibt.  Social Constructivism war das theoretische Konzept, das ihn leitete. Auf seiner Website finden sich hierzu Quellen und Dokumente https://dougiamas.com/archives/. Ganz grundlegend vielleicht: https://dougiamas.com/archives/a-journey-into-constructivism/
Konkret bedeutet dies, dass Moodle viele Werkzeuge und Ansätze beinhaltet, die den Lernenden zum aktiv Gestaltenden macht.  Das fängt an bei der Interessen-Funktion im Profil zur Vernetzung, integrierten persönlichen Blogs, den Wikioptionen, der Vielfalt bei Foren, dem Rollenmodell bis hin zur Gegenseitigen Beurteilung (Workshop). Viele dieser Funktionen werden eher selten genutzt. Oft soll der integrierte Messenger, der eine systemweite Kommunikation ermöglicht, deaktiviert oder eingeschränkt werden. Ich halte das für ein deutliches Zeichen für die 'letzten Zuckungen' des alten Paradigmas.
 
Eine Lernplattform ist ein Werkzeug. Es gibt Menschen, die den Einsatz der Werkzeuge festlegen. Daher passiert nichts von alleine. Es kommt also auf das Mindset der Anwender, ihr Bild vom Lehren und ihre Nutzung der Werkzeuge an.
 
Wenn der Online-Kurse primär eine Ablage von Dateien oder ein Ort für Ankündigungen, Übungstests und Prüfungen ist, dann mag das zwar im Moment hilfreich sein, ist jedoch vor dem Hintergrund der oben genannten Entwicklungen gerade mal die Fingerübung vor dem Konzert.
 
Übrigens, auch der vor ein paar Jahren eingesetzte Trend zu xMOOCs und cMOOCs bleibt weitgehend dem alten Paradigma verhaftet. Schaut zwar nett aus, ist aber weitgehend fremdbestimmtes und fremdgeleitetes Lernen.
 
So viel der Vorrede. Ich denke derzeit nach über die Frage wie denn eine Lernplattform gestaltet wird, die den obigen Entwicklungen gerechter wird und welche Funktionen in Moodle dazu zum Einsatz kommen, umfunktioniert werden müssten oder ggfs. auch noch fehlen und entwickelt werden sollten.  
 
Hier ein paar Stichworte, die übrigens alle heute umsetzbar sind:
  • Es gibt Bereiche für verpflichtende Kurse, dieser ist verborgen, da die TN hier zugewiesen werden.
  • Es gibt Bereiche für Communities. Diese sind offen und jeder kann abonnieren und beitragen.
  • Es gibt zentral bereitgestellte Learning  Nuggets mit kurzen Hinweisen. Diese sind nach Themengebieten strukturiert und werden kuratiert.
  • Es wird systematisch mit Tags gearbeitet. Tags dienen dazu, Inhalte zu finden.
  • Die Volltextsuche erlaubt es nicht über Tags auffindbare Inhalte zu finden.
  • Die Nutzer werden motiviert ihr Interessenprofil zu pflegen, eigenen Blogs zu nutzen und zu taggen.
  • Der systemweite Messenger dient zur Vernetzung.
  • Die Startseite teasert neue Kurse und weit via RSS auf Informationen aus zentralen Foren der Community, bzw. Hinweise auf neue kuratierte Inhalte hin.
  • Jeder Nutzer kann selber Kurse anlegen und greift dabei auf Kursvorlagen zurück, die vorstrukturiert Kurselemente umfassen. Damit wird es leichter, eigene Inhalte einzupflegen.  Vor Jahren habe ich das mal exemplarisch gemacht: https://community.moodle.de/course/index.php?categoryid=6
  • Badges unterstützen die Motivation.
  • Die Plattform wird zur Kommunikation an alle Nutzer genutzt. Das passiert häufig.
  • Es gibt Hinweise auf neu entstehendes und fertig gewordenes.
  • Inhalte werden mit Austauschmöglichkeiten verknüpft.
 
Dies sind nur ein paar Ideen. Ich bin gespannt, ob ihr mich jetzt für einen Wolkenkuckucksheimer (Phantasten) haltet oder an diesen Ideen wieter mitschreibt.

Die mobile Nutzung des Internets überwiegt. Ihre Online Kurse sollten das berücksichtigen.

Januar 28th, 2018

Die mobile Nutzung des Internets  ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Nicht wenige verfügen zuhause inzwischen weder über Desktop-PC noch ein Notebook.  Das Tablet oder Smartphone ersetzen für manche Nutzer die klassischen Computer vollständig.

Die mobile Nutzung des Internets überwiegt. Ihre Online Kurse sollten das berücksichtigen.

Quelle: https://netzpolitik.org/2018/studie-nur-81-prozent-der-deutschen-nutzen-das-internet/

Diese Erkenntnis sollte uns nachdenken lassen wie Online-Kurse erstellt werden.

  • Grafiken sollten in relativen Größen oder vergrößerbar abgelegt werden.
  • Tabellen  sind nur schwer auf kleinen Bildschirmen darstellbar.
  • Videos sollten für die Bandbreite der überwiegenden Nutzer angepasst werden. Es muss nicht immer HD sein.
  • Powerpoint- oder PDF-Dateien sind oft auf kleinen Bildschirmen schlecht nutzbar.
  • Viele SCORM-Pakete sind noch immer auf feste Breiten hin angelegt.

Auf der anderen Seite sind Lernplattformen wie Moodle bestens für die mobile Nutzung vorbereitet:

  • Die Seite ist responsive. Blöcke an den Seiten rutschen bei schmalen Bildschirmen nach unten.
  • Bilder werden automatisch responsive eingebunden.
  • Die Nutzung ist über alle mobilen Browser möglich.
  • Es gibt in den App-Stores eine kostenfreie App. Diese erlaubt es auch offline Kurse zu nutzen. Dann klappts auch in der Bahn im Tunnel.
  • Apps für Android, iOS undWindows 10 verfügbar.
  • Die Apps können über uns individuell gebrandet werden. Pflege für künftige Versionen inklusive.

 

 

Moodle als MOOC-Plattform

Januar 24th, 2015

Aktuell läuft wieder ein MOOC auf Moodle unter https://learn.moodle.net  In den Kurs sind fast 5.000Nutzer eingeschrieben. Beim Kurs geht es um das Erlernen des Umgangs mit Moodle als Trainer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Obwohl der Kurs bereits begonnen hat ist die Registrierung und Teilnahme weiterhin möglich.

Moodle:Kursdarstellung als Mindmap

Januar 24th, 2015

Von Zeit zu Zeit verwende ich MindMaps  als persönliche Arbeitstechnik. Sie helfen mir Zusammenhänge zu strukturieren und nach und nach in eine Struktur weitere Aspekte einzuarbeiten. In einer MindMap behalte ich zugleich den Überblick.

MindMaps lassen sich auch im Lernzusammenhang gut verwenden: für den Einzelnen aber auch für eine Kleingruppe. Für Moodle hat es verschiedene Entwicklungen hin zu einem MindMap Modul gegeben.

Nun ist ein MindMap Kursformat veröffentlicht worden. Der Kurs wird als MindMap dargestellt. Die einzelnen Themen sind die Verzweigungen auf erster Ebene. Dem folgen die Aktivitäten und Materialien. In der MindMap werden zudem Bewertungen und nahe Termine dargestellt. Etwas verwirrend ist auf den ersten Blick die grafische Darstellungen von Abhängigkeiten unter den Lernaktivitäten.

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Ich bin gespannt, ob sich ein solches Format in der Praxis bewährt.

Hier ist der Link zum Plugin: https://moodle.org/plugins/view/format_mindmap

Lernzeit - 1 -

Januar 11th, 2015

Das Thema Lernzeit hat mich immer wieder mal beschäftigt. Beim eLearning ist Lernzeit eine ganz zentrale Komponente. Ein wichtiger Vorteil von eLearning ist die Möglichkeit jederzeit zu lernen.

  • Dennoch ist die zeitliche Strukturierung der Bearbeitung wichtig, um die Selbstorganisation der Teilnehmer zu unterstützen. Aufschieberitis ist auch bei Online-Lernern verbreitet.  :-)
  • Manche Lerninhalte sollen zudem erst ab einem bestimmten Termin bereitstellen. Aufgaben sollen bis zu einem veröffentlichten Termin abgegeben werden. Ein Test soll innerhalb von zehn Minuten gelöst werden.
  • Eine weitere Dimension von Zeit ist der Nachweis von tatsächlich aufgewandter Lernzeit der Teilnehmer. Dieser Wunsch wird häufig für statistische Zwecke und für Zeitgutschriften in der Arbeitszeiterfassung gewünscht.

Im Rahmen eines Kundenprojektes tauchte im vergangenen Frühjahr ein neuer Aspekt auf: Wie kann die spätere Lernzeit bereits bei der Entwicklung eines Online-Kurses berücksichtigt werden? Wie viel Inhalt müssen die Fachautoren liefern, damit anschließend ein, zwei oder vier Stunden Lernzeit entstehen?

In diesem Fall war die Lernzeit wichtig, da die eLearning -Angebote Bestandteil der beruflichen Pflichtfortbildung sind. Die Berufsverbände verpflichten ihre Mitglieder zur kontinuierlichen Fortbildung. Dabei muss eine bestimmte jährliche Fortbildungsdauer nachgewiesen werden.

Eine erste Recherche zu dem Thema machte klar, dass das Thema Zeit im Rahmen der eLearning-Kursentwicklung ausschließlich unter dem Aspekt Projektmanagement für die Kursentwickler auftauchte.

Handelte es sich hierbei um einen (zu) wenig beachteten Bereich?

- wird fortgesetzt -

Youtube-Video an festgelegter Stelle in Moodle starten

Januar 9th, 2015

Eine Situation, die ich schon öfter erlebt habe: Ein 30-Minuten Video soll in einem Kurs ab Minute zwölf gezeigt werden. Der Teil davor ist nicht so wichtig. Nun kann man den Teilnehmern sagen, sie sollten vorspulen. Aber wer tut das schon. Hajo Henke - unser Mann in München - hat mir den Trick verraten wie man das bei Youtube-Videos ganz einfach machen kann.

Moodle Jahresbilanz 2014: unglaublich

Januar 6th, 2015

Moodle schlägt immer wieder meine Erwartungen.

Aus über 230 Ländern der Welt sind Moodle-System registriert. Die Zahl der aktiven Moodle-Systeme ist nicht bekannt. Weltweit sind über 50.000 Systeme registriert. Das ist aber nur ein Bruchteil der betriebenen Systeme. Von den bei eLeDia betriebenen Systemen sind vermutlich weniger als 20 % registriert. Wenn ich diese Zahl hochrechnet sind über eine viertel Millionen Moodle-Systeme im Betrieb.

Moodle wird in sehr kleinen Systemen betrieben. Viele Systeme haben weniger als hundert Nutzer. Genauso sind aber auch Systeme mit über 500.000 Nutzern bekannt.

Moodle ist bereits im Grundpaket äußerst funktionsreich. Dennoch: inzwischen sind über 960 Zusatzplugins veröfentlicht.Alleine in 2014 sind mehr als 200 Plugins - im Schnitt alle 1,5 Tage ein Plugin - veröffentlicht worden.

Bevor Plugins veröffentlicht werden, werden diese von einem Team direkt bei Moodle durchgesehen. Dabei wird geprüft, ob die Programmierrichtlinien von Moodle zumindest weitgehend eingehalten werden.

Diese Plugins sind ein Zeichen für eine rege Entwicklergemeinde und dennoch ein zweischneidiges Schwert. Softwareanwendungen im Web bedürfen einer dauerhaften Pflege. Sicherheitsupdates müssen installiert werden. Andernfalls geht man über kurz oder lang Risiken ein. Bei Moodle erfolgt eine Pflege der aktuellen Moodle-Programmpakete. Dies umfasst auch Sicherheitsfragen.Fürdie Pflege der Plugins sind deren Entwickler verantwortlich.

Je mehr Zusatzpakete man installiert, desto abhängiger wird man auch von den Entwicklern dieser Pakete. Werden diese Pakete gepflegt? Erfolgt dies zeitnah? Werden Fehler in diesen Plugins beseitigt? Wenn dies nicht erfolgt, verhindert das ein Update oder verzögert es. Manchnmal wird es sogar erforderlich sein, das Plugin wieder zu deinstallieren.

Dennoch Moodle hat auch im letzten Jahr gezeigt, dass es in jeder Hinsicht ein Erfolgsmodell ist.

Moodle-Trainerhandbuch wird neu aufgelegt

Januar 3rd, 2015

Derzeit arbeite ich an der Neuauflage des Moodle-Trainierhandbuchs. Das Projekt lag einige Zeit brach. Inzwischen ist es jedoch gut vorangekommen.
Ich habe nachgesehen: Die erste Ausgabe ist 2005 erschienen. Dann gab es mehrere aktualisierte Neuauflagen. Damit wird die Neuauflage so etwas wie eine Jubiläumsedition.

Von Rechts wegen: Ausblick auf 2015

Januar 3rd, 2015

Anfang Dezember hat das Bundeskabinett den Entwurf eines IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet. Dieses wird in den nächsten Monaten im Bundestag beraten.

Teil dieses Gesetzs ist eine Änderung des Telemediengesetzes. Betreiber einerLernplattform unterliegen auch diesem Gesetz.

Im Gesetzentwurf heißt es nun:

?(7) Diensteanbieter haben, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist, im Rahmen ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit für geschäftsmäßig angebotene Telemedien durch technische und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass
1. kein unerlaubter Zugriff auf die für ihre Telemedienangebote genutzten technischen Einrichtungen möglich ist und
2. diese
a) gegen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten und
b) gegen Störungen, auch soweit sie durch äußere Angriffe bedingt sind,
gesichert sind. Vorkehrungen nach Satz 1 müssen den Stand der Technik be-rücksichtigen. Eine Maßnahme nach Satz 1 ist insbesondere die Anwendung eines als sicher anerkannten Verschlüsselungsverfahrens."

In meiner Lesart ergeben sich daraus für den Betrieb von Lernplattformen zwei Anforderungen:

  1. Lernplattformen müssen regelmässig upgedatet werden.
  2. https:// Verschlüsselung wird Standard.

Das regelmässig Update ist unabdingbar, da nur so die geforderten technischen Vorkehrungen zum Schutz der Daten gewährleistet werden. Der Betrieb von Lernplattform-Versionen für die keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung gestellt werden, ist somit ein Gesetzesverstoss.

Die Datenverschlüselung wird ausdrücklich gefordert.

Auch wenn dies noch nicht verabschiedet ist, gehe ich davon aus, dass es in nahezu dieser Form im Bundestag verabschiedet wird.

Ist Moodle 2.8 reif für den Alltag?

Januar 3rd, 2015

Im November 2014 ist Moodle 2.8 veröffentlicht worden. Halbjährlich im Mai und November gibt es eine neu Moodle-Version, die auch neue Funktionen enthalten. Dazwischen werden Fehlerkorrekturen und Sicherheitsverbesserungen veröffentlicht.

Neue Funktionen beinhalten das Risiko, dass trotz sorgfältiger Tests Fehler erst nach der Veröffentlichung sichtbar werden. Bei derEntwicklung neuer Moodle-Funktionen gibt es einen Feature freeze-Zeitpunkt. Vier bis sechs Wochen vor den Versionsveröffentlichung werden keine neuen Funktionen mehr entwickelt. Es wird geprüft, was reif zu sein scheint für eine Veröffentlichung. Dann erfolgt die Testphase. Anhand von vordefinierten Szenarien erfolgt der Test der neuen Funktionen, aber auch bestehende Funktionen werden noch einmal geprüft. Unter qa.moodle.net kann man sich daran beteiligen.  Mehr Informationen dazu unter https://docs.moodle.org/dev/QA_testing .

Dennoch, es hat sich bewährt, neue Versionen erst sorgfältig zu prüfen und Erfahrungen abzuwarten. Bei eLeDia haben wir es uns angewöhnt, selber Erfahrungen mit einer neuen Version zu sammel und die Berichte anderer Nutzer zu prüfen. Planmässig führen wir das Upgrade einer neuen Version zwei Monate nach der Erstveröffentlichung durch. Dazu warten wir das erste Folgerelease mit Fehlerkorrekturen ab.

Für Moodle 2.8 ist es dann Mitte Januar soweit.  Da es bereits wenige Tage nach Erstveröffentlichung mit 2.8.1 eine Korrektur gab, rechnen wir am 12. Januar mit der Freigabe von Moodle 2.8.2. Das ist zugleich der Start für das Update bei eLeDia-Kunden.