Kategorie: "Anwendung"

Online-Lesezeichen im Kurs veröffentlichen: Diigo

September 20th, 2010

Es gibt seit langer Zeit Bookmark-Dienste (Lesezeichen). Am bekanntesten sind vermutlich delicious oder Mr. Wong. Mein Liebling ist jedoch seit langem Diigo. Er lässt sich leicht in der Browser integrieren und bietet verschiedene Optionen wie:

  • Bookmark erfassen, mit Schlagwörtern versehen und kommentieren
  • ‘Später lesen’-Liste
  • Hervorheben. Bei einem späteren Besuch der Seite wird dies als markierter Text angezeigt.
  • In den eigenen Blog posten
  • Screenshot. Fläche auf Webseite markieren, Screenshot erstellen lassen und in Bookmarkliste einfügen.
  • Bookmarkliste veröffentlichen.

Gerade die letzte Funktion lässt sich ganz gut mit Moodle verwenden. Wenn ich als Lehrender meine Webseitenlinks als Lesezeichen in Diigo speichere und mit Schlagworten versehe, kann ich danach mit der Linkroll-Funktion diese veröffentlichen. Es wird ein kleines CodeStückchen erzeugt und dieses kann im HTML-Modus im Moodle Texteditor auf der Kursseite, einer Webseite, einem Forenbeitrag oder einem Blog hinterlegt werden.

Die Kommunikation in sozialen Netzen verändert unsere Arbeitswelt

September 19th, 2010

… und wie reagiert die Bildung darauf?

 

Eine sehr eindrucksvolle Präsentation der Veränderungen der letzte Jahre hat Teemu Arina mit seinem Team erstellt.

 

 

Für Unternehmen lauten einige Fragen daraus:

  • wie verlaufen künftig Informationsflüsse im Unternehmen und mit seinen Umwelten?
  • wie laufen künftig Entscheidungen ab?
  • wer lässt sich von wem und warum führen und welche Form von Personalführung benötigen wir?
  • was bedeutet Transparenz und offene Kommunikation in stark geregelten Arbeitsbereichen?
  • was wirkt sich auf welche Arbeitsplätze aus?

Ich lese gerade The working smarter fieldbook von Jay Cross, Jane Hart u.a.m. die sich umfassend mit dem Thema befassen. Ihr Hintergrund ist die Feststellung, dass der überwiegende Teil unseres Lernens (80-90%) informell erfolgt. Die Konzentration unserer Lernprozesse erfolgt jedoch auf formales Lernen.

  • Welche Konsequenzen müssen wir daraus für die professionelle Lernorganisation ziehen?

Das Buch ist sehr anregend aber leider sehr zusammengeschustert. Die einzelnen Kapitel sind nicht aufeinander abgestimmt und in Teilen wirkt es als seien Blogbeiträge der Autoren hintereinander kopiert worden.

Vor einem anderen Hintergrund befasst sich der Kurs Personal Learning Environments Network and Knowledge 2010 mit der gleichen Fragestellung. Hier wird hinterfragt wie Persönliche Lernumgebungen und Persönliche Netzwerke moderne und künftige Lernprozesse beeinflussen.

Der Kurs selber ist schon ein Phänomen. Über 1500 eingetragenen Teilnehmer beleuchten bis Mitte November das Thema. Wöchentlich gibt es Impulse, Diskussionen und zwei Live Sitzungen. die Teilnahme ist kostenfrei. Der Ort ist weltweit das Internet.

 

 

Inhaltsverwaltung in Moodle

Juni 27th, 2010

Immer wieder werden wir mit der Frage konfrotiert, ob es in Moodle nicht eine zentrale Inhaltsverwaltung gibt.  Tatsächlich sieht Moodle dies erst einmal nicht vor. Es ist aber einfach in jedem Moodle-System dies einzurichten.

Grundlage sind die Kurskategorien und die Möglichkeit, diese sichtbar bzw. unsichtbar zu schalten. Legen Sie also zunächst eine Kurskategorie ‘Kursbibliothek’ und darin weitere Unterkategorien an. Verbergen Sie diese mit dem Augensymbol.



In der Liste der Kursbereiche sind diese Kursbereiche nicht mehr sichtbar.






Der eigentlich Trick kommt nun.  Unter Website-Administration -> Startseite -> Einstellungen erlauben Sie die Darstellung ‘Sichtbare Kurse in verborgenen Bereichen. Damit erreichen Sie, dass Nutzer, die mit Rollen eingetragen sind in den Kursen, deren Bereiche verborgen sind, denoch die Kurse in der Kursliste sehen.


Diese Einstellungen hat der Administrator einmalig in 10 Minuten erledigt.

Nun erstellen Sie Ihre Inhalte als Trainer/Lehrer in den Kursen des Bereichs Kursvorlage. Die normalen Teilnehmer/Schüler sehen diese Kurse und die Inhalte nicht.

Im konkreten Kurs wollen Sie nun Inhalte aus einem Vorlagenkurs verwenden. Richten Sie den Kurs für die Teilnehmer ein. Nutzen Sie im Kurs die Funktion ‘Importieren’ im Block Administration, wählen Sie den Vorlagenkurs aus und klicken Sie alle Aktivitäten an, die Sie  importieren möchten. Es wird nun eine Kopie aus dem Vorlagenkurs erstellt, die Sie nach Herzenzlust weiterbeabeiten können.

Bei diesem Prozess wird ein Kopie erstellt. Der Vorlagenkurs bleibt unverändert.  Wenn Sie nach erfolgreichem Kursabschluß Ihre Änderungen in den Vorlagenkurs übernehmen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

Gehen Sie in den Vorlagenkurs. Wählen Sie dort importieren und den Kurs in dem Sie mit Ihren Teilnehmern gearbeitet haben. Wählen Sie nur die geänderte Aktivität aus und importieren Sie diese in den Vorlagenkurs. Die Inhalte werden  in den gleichen Kursabschnitt importiert in dem Sie im Kurs zuvor lagen. Löschen Sie die alte Aktivität und legen Sie die neue an die richtige Stelle.

Wenn man dieses Prinzip systematisch nutzen möchte hier eine Skizze für eine Schule.

Kurskategorie: Lehrer/innenzentrum (verborgen). Darin Lehrerzimmer etc.
Kursunterkategorie für jedes Fach: Mathematik, Deutsch,… Darin jeweils ein Fachkonferenzraum.
Kursunterkategorien: Kursvorlagen. In dieser Kategorie werden alle Lehrer, die das Fach einrichten als Kursverwalter eingetragen. Sie haben damit das Recht dort selber Kurse anzulegen und -inhalte einzupflegen.

 

 

 

Mein eigener Moodle-Kursraum

Mai 15th, 2010

Völlig neu aufgelegt hat eLeDia, der deutsche Moodle Partner, den Service für Einzelkursräume.
Immer wieder kommen Personen auf uns zu, die kein Moodle System, sondern genau einen Kursraum für begrenzte Zeit benötigen. Es soll schnell und einfach gehen, den Kursraum anzulegen und kostengünstig sein.
Wir haben nun einen solchen Service unter mymoodle.de aufgebaut.
Wie geht es genau?
Sie registrieren sich, bezahlen 30 € für die Nutzung eines Kursraums für sechs Monate und beantragen Ihren persönlichen Kursraum. Nach Eingang des Geldes erfolgt due Freischaltung durch uns. Die Teilnehnmer registrieren sich selbst und kommen mit einem Kurszugangsschlüssel in den Kursraum.

Kannst du mir Moodle beibringen?

Dezember 29th, 2009

Ich bin gerade ganz begeistert von einer Reihe von Blogbeiträgen von Tomasz aus Perth. Er unterrichtet an einer Schule und hat dort die gleichen Fragestellungen, die auch ich aus Schulen kenne. Ich übersetze daher einfach mal einen seiner Beiträge:

Heute Nachmittag kam eine Kollegin auf mich zu und sagte: “Tomaz, ich mitbekommen, dass du mit diesem Moodle arbeitest. Du musst mir das unbedingt zeigen und beibringen.” Das war tatsächlich Musik in meinen Ohren. Aber dann gab ich ihr zur Antwort, was mittlerweile ein Standardsatz von mir - und eine Herausforderung ist: “Ich werde es vermutlich nicht können!”

Sie stand da, war verwundert aber noch freundlich mir gegenüber. Puhh, hatte ich weiter ihre Aufmerkamkeit?

Ich setzte dann fort:”Ich würde dir gerne Moodle erläutern und zeigen, aber zuerst solltest du dir einmal unseren ‘Sandkasten’ (Demoraum) anschauen und vielleicht das eine oder andere Infovideo. Du hast dann einen ersten Überblick darüber, was du mit Moodle tun kannst. Wenn du das gemacht hast, überleg dir ein konkretes Unterrichtsproblem. Wir können dieses dann gemeinsam in Angriff nehmen und dazu Moodle nutzen. Was hältst du davon?”

“Ok. Dann sehen wir uns am Montag bei unserem kleinen privaten Moodle-Workshop” war die umgehende und enthusiastische Antwort.

Allzu oft versuchen wir Software einzuführen indem wir den Menschen Features erklären. “Das sind die Funktionen. Klicken Sie hier, klicken Sie dort….” und dann überlassen wir die Menschen sich selber und ihrem Vorstellungsvermögen was sie denn nun damit anfangen können. Wir schaffen dabei eines der zentralsten Kommunikationsprobleme. Wir reden über die Köpfe der Menschen hinweg. Es geht dann um die Software, nicht um die Menschen.

Wenn wir es nun aber umdrehen, geht es besser. Wir lösen ein reales Problem im Klassenraum, eine Herausforderung, ein konkretes Szenario. Die Kollegen eignen sich damit die Software an. Sie wird für sie zum Werkzeug. “Ja, damit kann ich arbeiten” werden sie sagen.

Lehrer sind sehr pragmatisch veranlagt. Sie suchen wirklich nach gut geeigneten Werkzeugen. Zeig Ihnen, dass Moodle dies kann und sie werden es nutzen. Wenn eine Lehrerin in Naturwissenschaften eine tolle Lösung mit Moodle umgesetzt hat, ein Problem gelöst hatund davon erzählt, eine Deutschlehrerin davon hört, dann, ja dann würde ich wetten kommt sie und fragt ob und wie sie Moodle auch nutzen kann. Wenn Sie dies von einer anderen Kollegin hört und nicht gerade von mir, der ich als Moodle Enthusiast ja schon bekannt bin, dann ist das besonders wirksam. ("Wenn die damit umgehen kann, dann werde ich das ja wohl auch können.")

‘Klassenraumlösungen (mit Software)’ versus ‘Softwarelösungen (im Klassenraum)’.

Moodle-Monopoly

Dezember 29th, 2009

Ich habe gerade Tomaz Lasics Videos über den Einsatz an seiner Schule in Perth veröffentlicht. Auf seiner Webseite habe ich dann eine sehr schöne Idee zur Nutzung des Moodle-Wikis gefunden: Moodle Monopolife.

Einsatz: 9./10. Klasse - unteres Leistungsniveau
Zielsetzung: eigene Informationssuche, kritisches Denken

In einem Wiki für die gesamte Gruppe wird auf der Startseite eine Monopolyspielbrett abgebildet. Dazu wird eine Tabelle mit 13x13 Feldern abgebildet (am vbesten in der vergrößerten Editoransicht. Die äußeren Rahmenteile werden eingefärbt. Die Strassen, Bahnhöfe und Ecken entsprechend benannt.

Darunter wird in eckigen Klammern für jeden Schülern eine Unterseite angelegt. Also:
[Claudia]
[Claus)
[usw.]
Auf jeder dieser Unterseiten wird dann eine Aufgabenstellung einkopiert.

Aufgabenstellung
Sucht im Internet die durchschnittlichen Miet- und Kaufpreise für Häuser in den verschiedenen Stadtvierteln. Tragt Eure Ergebnisse hier ein.
Denkt Euch zehn eigene Gemeinschafts- und Ereigniskarten aus, die zu uns und unserer Stadt passen..
Schreibt die Texte hier hinein.

Die Schüler werden diese Aufgaben unterschiedlich schnell bewältigen, können sich dann aber gegenseitig bei der Arbeit im Wiki helfen.

Tomaz hat auf seiner Webseite noch ein paar Ideen formuliert wie man das Spielergenis für weitere Diskussionen nutzen kann.

Moodle bewegt eine Schule

Dezember 29th, 2009

Tomaz Lasic ist Lehrer an einer Public School in Perth, Australien. Er berichtet in zwei Filmbeiträgen über Moodle und den Einsatz an seiner Schule.

Der erste Beitrag ist mehr über Moodle und seine Möglichkeiten.

How can Moodle change a school (Part 1) from Tomaz Lasic on Vimeo.

Im zweiten Beitrag berichte er auch über den Einsatz und die Akzeptanz an der Schule.

How can Moodle change a school (Part 2) from Tomaz Lasic on Vimeo.

Moodle auf dem Demokratie-Kongress der Konrad Adenauer Stiftung

Dezember 8th, 2009

Am 8. Dezember präsentieren wir Moodle auf dem Demokratie-Kongress der Konrad Adenauer Stiftung im Hotel Intercontinental in Berlin (Budapester Strasse).

Online lernen setzt sich langsam durch - eine quantitiative Betrachtung

November 13th, 2009

Online lernen wird nach und nach zu einem selbstverständlichen Bestandteil unserer Lernwelt. Während die Marktschreier der E-Marktes vor Jahren wähnten digitale Medien würden bereits in Kürze den klassichen Unterricht völlig überflüssig machen, ist inzwischen längst eine realistischere Betrachtung eingetreten.

In vielen Bildungsbereichen sind online gestützte Lernprozesse zu einem selbstverständlichen methodischen und didaktischen Element geworden. In diesem Frühherbst wehte ein kalter Luftzug durch die Szenerie als die Frage gestellt wurde, ob man nicht künftig auf ‘E-Learning’ ganz verzichten könnte. Gemeint war jedoch nicht, E-Learning wieder einzustampfen, sondern auf das ‘E-’ zu verzichten und die Nutzung von Online-Lernwerkzeugen ganz normal in den Werkzeugkasten pädagogischen Handelns einzureihen und ihm damit den Nimbus des besonderen zu nehmen.

Die deutsche Diskussion war ein Abklatsch einer bereits seit über einem Jahr stattfindenden internationalen Debatte mit gleichem Tenor.

In den letzten Jahren hatte ich Gelegenheit viele unterschiedliche Organisationen bei der Implementierung von Online lernen zu begleiten; darunter Unternehmen wie auch Schulen, kleine und große Organisationen.

Betrachtet man Schulen so stellt man zunächst fest, dass sich häufig nur wenige Lehrer mit dem Thema engagiert auseinander setzen. Etwas despektierlich könnte man von kleinen Inseln sprechen. An manchen Schulen sind es drei Lehrer an anderen ein gutes Dutzend, die den Weg beginnen, mit Online Lernangeboten neue Impulse zu setzen. Schulen haben häufig zwischen 40 und 80 Lehrer und zwischen 500 und 1.000 Schüler.

Von einer deutschen Hochschule las ich gerade, inzwischen würden gut 10 % der Lehrveranstaltungen mit einer Lernplattform unterstützt. Viel oder wenig? Vergleicht man dies mit den Daten der Unternehmen, so ist es auf den ersten Blick nahezu rückständig, was Schulen und Hochschulen zu bieten haben.

Bereits in der ersten Anwendung schult eine Agentur 2.000 Promotoren für eine Kundenprojekt. Eine Bank schult alle Mitarbeiter in neuen gesetzlichen Bestimmungen und den sich daraus ergebenden Veränderungen im Bankhaus.

Sieht man sich die Daten etwas genauer an, so scheinen sie in einem anderen Licht. Die Rahmenbedingungen sind im Unternehmen und in Schule/Hochschule völlig andere.

Das genannte Bankhaus qualifizierte drei Mitarbeiter einheitliche Lernprogramme für über 6.000 Mitarbeiter zu entwickeln, die damit einheitlich geschult wurden. Ein als E-Learning-Autor qualifizierten Mitarbeiter steht 2.000 Mitarbeitern gegenüber.

Eine Hochschule hat bei 30.000 Studenten etwa 3.000 Mitarbeitende und führt vielleicht 6.000 Lernangebote im Jahr durch. In der Schule unterrichten 50 Lehrer 750 Schüler. Im Jahr werden 300-400 ‘Fächer’ (Lehrer x unterrichtete Klassen/Schuljahr) unterrichtet. Wenn in dieser Schule sechs Lehrer E-Learning aktiv als Autoren einsetzen, ergibt sich ein Verhältnis von 1:125.

Eine Schweizer Kollegin berichtet mir kürzlich, dass sie inzwischen 25 % aller Lehrer gewonnen habe E-Learning einzusetzen.

Da das Produkt von Schule und Hochschule ‘Lernen’ ist, ist es selbstverständlich, dass das Verhältnis von Lehrenden zu Lernenden deutlich günstiger ist als in einem Unternehmen. Schulen und Hochschulen haben einen deutlich differenzierteren Lernkanon an meist kleinere Gruppen weiter zu geben, wie es in Unternehmen der Fall ist.

Während das Unternehmen gar nicht erst anstrebt, alle leitenden Mitarbeiter zu Lehrenden zu machen, ist dies in der Schule Normalität.

So betrachtet ist eine Schule, die 15-20 % ihrer Lehrer innerhalb eines Jahres dazu bewegt, punktuell E-Learning zu nutzen, auf einem guten Weg.

Moodle Zertifizierung neu aufgelegt

September 21st, 2009

Die Moodle Zertifizierung ermöglicht es, seine eigenen Kenntnisse in der Anwendung der Moodle Lernplattform zu dokumentieren und zu erweitern.

In einem dreistufigen Prozess wird ein Projektkurs angelegt, werden Fragen zur Reflexion bearbeitet und ein online Anschlusstest abgelegt. Am Ende erhalten die erfolgreichen Kandidaten ein internationales Abschlusszertifikat.

Die Zertifizierung erfolgt vollständig online über einen Zeitraum von zwölf Wochen.

Wir haben inzwischen unsere Informationen zur Zertifizierung aktualisiert. Alle Daten sind auf moodle.de nun wieder auf dem neuesten Stand.