Kategorie: "Anwendung"

Moodle: Ein Rekord nach dem anderen

September 13th, 2008

Über 500.000 registrierte Nutzer auf der internationalen Seite http://moodle.org und in Kürze über 50.000 registrierte Installationen.

Praxistipp: Teilnehmer kommentieren Texte im Glossar

August 17th, 2008

Dieser Praxistipp stellt eine einfache Verbindung zwischen einer Textseite und einem Glossar dar. Ziel ist es einen vorgegebenen Text durch Teilnehmer kommentieren oder interpretieren zu lassen.

Stellen Sie dazu den Text als Textseite (mit oder ohne Editor ein). Richten Sie zusätzlich ein Glossar mit Autoverlinkung ein.

Die Teilnehmer haben nun die Aufgabe Begriffe oder Textpassagen zu kommentieren. Dazu tragen Sie die Textpassage, die sie kommentieren wollen als Begriff im Glossar ein und tragen als Beschreibung ihre Frage, ihren Kommentar oder die Verbesserung ein. Wenn sie dann noch Autoverlinkung für den Begriff aktivieren, sind die Kommentare direkt aus dem Text heraus aufrufbar.

In manchen Situationen mag es sinnvoll sein, die Kommentierungen nicht sofort sichtbar werden zu lassen, sondern sie als Trainer/Lehrer erst einmal durchzusehen. Dazu kann man die Funktion der Freigabe vor Veröffentlichung in den Glossar-Einstellungen verwenden.

Als Trainer kann ich mir die Kommentare später auch nach Teilnehmern sortiert im Glossar anzeigen lassen. (z.B. für Bewertungszwecke)

Noch ein Hinweis am Ende. Falls im Kurs auch an anderer Stelle mit Glossaren und Autoverlinkung gearbeitet wird, kann es zu begrifflichen Überschneidungen kommen.
Dann ist es u.U. hilfreich in der Aufgabenstellung darauf hinzuweisen und nicht nur einzelne Begriffe, sondern kurze Passagen ins Glossar aufzunehmen.

Stolpern beim Lernen (Hartmut von Hentig: die Dritte)

Juli 24th, 2008

Von Hentig berichtet in seiner Biographie von einem Besuch im Jahr 1964 bei Donald Oliver an der Harvard Universität. Dieser stellt ein Curriculum zur Ausbildung und Stärkung von Entscheidungsbewußtsein und Entscheidungsfähigkeit vor.

In dem Rahmen las er verkürzte Geschichte aus der großen Literatur vor und brach an der Stelle ab, an der eine Person oder Handlung zwischen zwei oder mehr Möglichkeiten zu wählen hat. Die Schüler sollten dann erstens ihre Entscheidung treffen und darstellen und sie zweitens vor den anderen begründen.

Von Hentig: “An seinem Curriculum habe ich gelernt, wie wichtig die ‘Krise’ (das Stolpern) für das Aneignen eines Gedankens oder Faktums ist - das Gegenteil von reibungsloser Einnahme von Wissen in vorgedachten Lernschritten.” (von Hentig, Mein Leben, Bd.2 S. 235)

Dieses Grundmodell lässt sich auf viele Arbeitsbereiche des Lehrens und Unterrichtens übertragen.

Warum ich darauf besonders zurückkomme, in vielen Bereichen des E-Learnings wird sehr viel Wert auf perfekte Inhaltsaufbereitung gelegt. Derjenige, der Inhalt aufbereitet, lernt dabei eine ganze Menge. Die Teilnehmer aber sehen etwas perfektes, rundes und glattes an dem keine Irritationen und Verunsicherungen mehr stattfinden, die aber ein ganz wichtiges Momentum des Lernens sind.

Vor längerer Zeit führte ich die Diskussion mit einer Lehrerin über den Einsatz von Wikis. Es ging um die Frage, wer denn dafür verantwortlich sei, das die Inhalte im von Schülern erstellten Wiki korrekt seien. Ich schlug ihr vor mit den Schülern das Wiki in Phasen zu bearbeiten:
1. Aufgabe: strukturieren
2. Aufgabe: mit Inhalt füllen
3. Aufgabe: vorhandene Inhalte gegenseitig auf Richtigkeit prüfen.

Alle drei Aufgaben können Schüleraufgaben sein.

Google O'Reilly Open Source Award für Martin Dougiamas und Moodle

Juli 23rd, 2008

OSCON 2008 ist eine der meist beachteten Entwicklerkonferenzen in den USA für Open Source Software. Veranstalter ist der O’Reilly Verlag.

Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Google - O’Reilly Open Source Awards verliehen. Martin Dougiamas erhielt den Preis für die beste Software im Bildungsbereich. Martin ist Begründer und Kopf der Entwicklung von Moodle.

Bryan Williams vom amerikanischen Moodle-Partner (remote-Learner) nahm stellvertretend für Martin den Preis entgegen und berichtete später:

“Mark Shuttleworth gave an interesting keynote on future of OS and business side of things as well. Lot’s of Moodle and Martin fans in the crowd as you got a huge round of applause after the brief “thank you,” which covered short talking points. The murmur after things broke up was that Moodle was long overdue for recognition.”

Wir gratulieren.

Recht verständlich: Einbinden fremder Inhalte und Copyright-Symbole

Juli 22nd, 2008

Auf der Seite http://www.internetrecht-rostock.de findet sich ein sehr gut verständlicher Beitrag, der darüber informiert, dass man Inhalte fremder Webseite nicht als Frame in eigene Seiten einbauen darf.
Der hier oben genutzte Link ist davon nicht betroffen, da er lediglich als Hinweis auf den Inhalt einen Zugriff ermöglicht.

Und hier gibt es eine Aufklärung zur Verwendung des “Copyright"-Zeichens und seiner Bedeutung.

Dateiablage im Moodle-Kursraum

Juli 17th, 2008

Erst gestern hatte ich eine Diskussion mit einem Moodle-Nutzer über Möglichkeiten zur Dateiablage von Schülern.

Tatsächlich kennt Moodle keine globale Dateiablage für Schüler. Tests mit Zusatzinstrumenten sind nicht so erfolgreich gewesen wie erwartet. Und das hat gar nicht primär technische Gründe gehabt. In den meisten Fällen wurde die Möglichkeit, Dateien hochzuladen und anderen Schülern einzelne Dateien freizugeben kreativ gebraucht. Anders ausgedrückt, es entstanden Tauschbörsen. Dass dies rechtlich für die Schule als Betreiber ein Problem ist, ist leicht einsehbar.

Worum geht es bei dem Wunsch zur Dateiablage für Schüler denn wirklich in den meisten Fällen? Eigentlich geht es um die Möglichkeit, dass Schüler selber etwas inhaltlich in Form von Texten, Bildern und Präsentationen in den Kurs einbringen. Geht das wirklich nicht in Moodle?

Es gibt vier Orte im Kursraum, die dies erlauben. In Foren (1) und Glossaren (2) können zu den Einträgen Dateianhänge bereitgestellt werden. In Aufgaben (3) können Lösungen als Datei hochgeladen werden. Diese sehen dann nur der Trainer und der Teilnehmer. Spätere Veröffentlichung im ganze Kurs nicht ausgeschlossen.

Das flexibelste Instrument wird meist noch übersehen - die Datenbank (4).

In der Datenbank-Lernaktivität kann man frei eine Struktur mit Feldern anlegen, in die später von den Teilnehmern Daten erfasst werden. Dabei kann man auch den Dateiupload erlauben. Die hochgeladenen Daten werden in einer Listen- und einer Einzelansicht zur Verfügung gestellt, die frei gestaltbar ist.

Ein paar Einsatzbeispiele:
- Protokollabload
- Rechercheergebnisse
- Bildupload
- Literaturliste

Zur Moodle-Konferenz in Heidelberg haben wir die Datenbank für die Anmeldung von Beiträgen genutzt.

Moodle-Schulungstermine

April 10th, 2008

Die aktuellen Schulungstermine für Moodle wurden soeben veröffentlicht.

Der nächste Train-the-Trainer-Kurs findet vom 29.-30. April in Bonn statt. Die Teilnehmergruppe ist max. 6 Persnen groß.

Captcha-Schutz für Moodle

März 15th, 2008

Für manch einem mag der Begriff Captcha ein Fremdwort sein. Deshalb zuerst eine kurze Erklärung. Bei vielen Online-Diensten muss man beim Anlegen eines Accounts eine Ziffernfolge, die leicht verfremdet angezeigt wird eintippen. Damit soll verhindert werden, dass neue Nutzer durch automatische Scripte angelegt werden, um dann evtl. Spam verbreiten zu können.

Viele Moodle-Systeme lassen das Anlegen neuer Nutzer über eine Selbstanmeldung nicht zu. Daher stellt sich das Problem gar nicht.

Überall dort wo sich Teilnehmer jedoch selber einen Zugang anlegen sollen erhalten Sie per Email eine Bestätigung. Erst wenn der darin enthaltene Link bestätigt wird, ist der Zugang aktiv geschaltet. In aller Regel verhindert dieses Verfahren wirkungsvoll, dass Unfug angestellt wird. Unbestätigte Accounts werden vom System automatisch wieder gelöscht.

Dennoch ist es zum Jahreswechsel vereinzelt vorgekommen, dass durch Scripte neue Nutzer angelegt wurden. Im Einzelfall waren das mehrere hundert neue Nutzer. Inn nahezu allen Fällen konnten diese Nutzer das System nicht nutzen und leicht wiedser entfernt werden.

Der Schutz durch Captcha-Systeme ist technisch wirkungsvoll, da bei entsprechender Verfremdung die Ziffern und Buchstaben nicht durch Texterkennungsprogramme ausgelesen werden könne, um sich anzumelden.

Nachteil ist jedoch, dass es vielen Menschen ebenfalls schwer fällt, diese Texte und Ziffern zu erkennen. Unschärfe, durchgestrichene, tanzende Buchstabune und geringe Farbkontraste erschweren es vielfach die richtigen Buchstaben zu erkennen. Menschen mit Einschränkungen im Sehbereich (Blinde, Farbenblinde) haben dann keine Chance.

Moodle legt immer größeren Wert auf die Erfüllung der Anforderungen zum barrierefreien Zugang. Seit einigen Tagen gibt es in der aktuellsten Version auch eine Unterstützung für den Captcha-Schutz.

Dabei wird ein Verfahren gewählt, das sich nicht nur auf eine bildhafte Darstellung beschränkt. Alternativ kann man sich den Text auch vorlesen lassen und dann die Ziffern und Zahlen eintragen.

Die Funktionalität ist in der Version 1.9.+ enthalten.

Die spinnen die Römer ...: "Moodle spricht Latein"

Februar 1st, 2008

Ok.Ok. Hier im Rheinland ist Karneval… Nein, das hat keine negative Auswirkungen auf meinen Realitätssinn. Es ist wahr. Andrew Gollan, Santa Monica High School arbeitet an einer lateinischen Sprachversion für Moodle. Eigenen Aussagen zu Folge ist er wohl schon zu 50 % fertig. http://moodle.org/mod/forum/discuss.php?d=74475

"Nur keine Angst vor der Perfektion. ...

Januar 2nd, 2008

… Sie werden sie nie erreichen.”
Salvadore Dalí

Was macht einfach ein gutes E-Learning Angebot aus? Es muss perfekt sein.

Was ist perfekt? Nun, es muss modern, bewegt, bunt sein.

Wirklich? Nein!

Ein gutes E-Learning Angebot muss praktischen Nutzen stiften und am Alltag der Menschen anknüpfen. Es beantwortet Fragen, die tatsächlich bestehen und löst reale Probleme.

Wie? Das können sie doch gar nicht so genau wissen… welche Probleme, Fragen es so gibt.
Nun dann müssen Sie es in Erfahrung bringen.. oder besser noch Sie integrieren einen echten Dialog ins E-Learning.

Wie (2)? Durch Kommunikation und Interaktion.

Womit? Mit einer Plattform, die es einfach macht Dinge im Fluss zu halten und Anpassungen vorzunehmen, wenn sie nötig werden.

Welche? Wir hätten da eine Antwort. Aber das haben Sie sich sicher schon gedacht.