Kategorie: "Bildungsprozesse"

Moodle an Schulen Einsteigertag Norddeutschland

März 13th, 2011

Moodle wird als Lernplattform intensiv an Schulen genutzt. Am 12. April 2011 führen MoodleSchule e.V., eLeDia - eLearning im Dialog und die Nordakademie einen eintägigen Workshop speziell für Lehrer/innen  durch.

Der kompakte Einsteig erfordert keine Vorkenntnisse. Sieglinde Jakob-Kühn und Ralf Hilgenstock geben einen Überblick und bieten in Workshops praktische Einstiegshilfen.  Der Workshop ist Teil der Prekonferenz zur MoodleMoot, der deutschen Moodlekonferenz, die an den Folgetagen in Elmshorn stattfinden. Der Besuch  des Einsteigertages kann unabhängig von einem Besuch der Konferenz erfolgen.

Eine Anmeldung erfolgt nach der Registrierung auf der Seite http://moodlemoot.de. Die Teilnahmegebühr für den Einsteigertag beträgt 45,- €

 

Termin: Dienstag 12.04.2011
10.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Nordakademie, Elmshorn

Programm
10.00 Uhr Begrüßung (Sigi Jakob Kühn/Ralf Hilgenstock)
10.15 Uhr Vorträge
Einführung in die Funktionsweise von Moodle (Ralf Hilgenstock)
Didaktische Szenarien mit Moodle in der Schule umsetzen (Sigi Jakob-Kühn)
11.15 Uhr Diskussion
11.45 Uhr Pause
12.15 Workshops I
Workshop A: Moodle: Arbeit im Kursraum (Sigi Jakob-Kühn)
Workshop B: Moodle administrieren und für die Schule einrichten
13.00 Uhr Mittag
14.00 Uhr Workshops I - Fortsetzung
14.45 Uhr Pause
15.00 Uhr Workshops II
Workshop D: Moodle Lernaktivitäten produktiv einsetzen (Sigi Jakob-Kühn)
Workshop E: Lernpfade in Moodle 2.0 (Ralf Hilgenstock)
16.30 Uhr Ausklang

Verschenken oder verkaufen Sie Zugänge zu Ihren Moodlekursen

März 6th, 2011

eLeDia bietet mit einer Zusatzfunktion nun die Möglichkeit, Moodle-Kurse zu verkaufen oder im Rahmen des Marketing Einmal-Zugangscodes zu Kursen zu vergeben. Die Anfrage kam aus dem Bereich professioneller Kursanbieter und von Verlagen. Wie können wir ein möglichst einfaches Verfahren in Moodle umsetzen, um Nutzern den Zugang zu einem bestimmten Kurs zu ermöglichen oder an einen Lehrer 25 Zugänge für einen Kurs zu verkaufen?

Nun ist die Lösung da:

Mit Hilfe eines neuen Kurseinschreibungsverfahrens werden Zugangscodes für einen Kurs erzeugt. Diese werden per E-Mail versandt. Jeder Zugangscode kann einmal und nur für den Kurs für den sie erzeugt wurden eingesetzt werden. Danach wird der Code ungültig.

Nutzer können sich auf der Moodle-Plattform selber registrieren und erhalten durch Eingabe des Zugangscodes Zugriffsrechte als Teilnehmer.

Kursanbieter können damit einzelne oder mehrere Teilnahmeplätze in einem Kurs verkaufen und an die Teilnehmer weiter geben. Eine doppelte Nutzung ist unmöglich.

Die neue Funktion für Moodle wird auf jedem Moodle-System separat installiert und kann für alle oder einzelne Kurse aktiviert werden. Gerne versenden wir dazu Informationen: info@eledia.de

Ich möchte gerne einen Onlinekurs einrichten

März 3rd, 2011

Über den Tellerrand: ePortfolios

Januar 23rd, 2011

Lernplattformen wie Moodle sind meist trainer-/lehrerzentriert. Zugleich benötigen wir jedoch für unsere Lernprozesse einerseits teilnehmerzentrierte Arbeitsbereiche und Bereiche zur Sammlung und Aufbereitung von individuellen Arbeitsergebnissen über längere Zeiträume (Sammelmappen und Showcases).

Seit einiger Zeit leistet Mahara als ePortfolio hierzu gute Dienste.

Mahara denkt vom Teilnehmer aus und stellt ihm  einen Arbeitsbereich zur Verfügung. Darin kann er/sie einerseits Material sammeln und dann in Ansichten zusammenstellen und anderen zur Verfügung stellen.  Darüber hinaus können eigene Gruppen gebildet werden, die privat oder offen sind und Foren, Dateiablage und den Zugriff auf Ansichten aus dem Portfolio erlauben.

In Verbindung mit Moodle deckt Moodle den strukturierten meist zeitbegrenzten Lernprozess zur Verfügung.  Mahara stellt sowohl die längerfristige Möglichkeit zur Sammlung von Material und eigenen Arbeitsproben als auch die  Aufbereitung oder die Option zur Gestaltung von selbstgesteuerten Lernprozessen mit anderen zur Verfügung.

Helen Barrett, die sich schon seit langem mit dem Einsatz von ePortfolio befasst, hat die zwei Gesichter der ePortfolios in einer Übersicht sehr schön zusammengefasst. Wir haben nun hiervon eine deutsche Übersetzung erstellt. (Rechts-klick auf das Bild und  Datei anzeigen für eine größere Darstellung.)

 

 

Zwischen Moodle und Mahara gibt es eine sehr enge Verbindung.

 

  • Gemeinsame Accountverwaltung. Moodle Nutzer erhalten automatisch einen Maharazugang.
  • Einfaches Kopieren von Moodle in das persönliche Mahara Portfolio. Mit zwei Klicks kannn man von Moodle 2.0 aus Kursinhalte in das eigene Portfolio übernehmen.
  • Verwenden von Portfolioinhalten im Moodlekurs. Wenn Mahara als Repository in Moodle 2.0 aktiviert ist, können Mahara-Inhalte in den Moodlekurs eingebunden werden.

Mahara ist kein integraler Bestandteil von Moodle 2.0, kann auf dem Server zusätzlich installiert und dann mit Moodle verknüpft werden.  Wir bieten auch gehostete Lösungen an.

Urheberrecht: eine Zusammenfassung ist keine Rechteverletzung

Januar 11th, 2011

Das IFROSS - das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software - kommentierte Anfang Dezember 2010 ein Urteil des Bundesgerichsthof in Urheberrechstfragen. Bei den zugrundliegenden Klagen zweier Zeitungsverlage gegen das Internetportal Perlentaucher ging es um die dort veröffentlichten Zusammenfassungen zu Artikeln der Zeitungen.

Perlentaucher stellt Bücher vor und bezieht sich dabei auch auf die Feuilletonbeiträge von FAZ und Süddeutscher Zeitung.

Der Bundesgerichtshof hat nunmehr erneut festgestellt, dass blosse Zusammenfassungen anderer Werke keine Urheberrechstverletzung darstellen.

Es gilt, wie seit der Einführung des Urheberrechtsgesetzes, § 24 Abs. 1 UrhG und der Grundsatz, dass nur konkrete Formulierungen, aber nicht Ideen oder die mit den Formulierungen zusammengefassten Gedanken urheberrechtlich geschützt sind. (nach http://www.ifross.org/artikel/bgh-urteilt-perlentaucher-gedanken-anderen)

Lernpfade in Moodle 2.0

Dezember 12th, 2010

Moodle 2.0 erlaubt es Lernpfade anzulegen.

Lernpfade erlauben es den Zugriff auf jede Lernaktivität oder jedes Arbeitsmaterial abhängig von Kriterien zu machen:

  • zeitliche Steuerung
  • Bearbeitung von einem oder mehreren Vorgängeraktivitäten

Ich bin bei dem Thema immer etwas ambivalent. Lernpakete sind einerseits eine Orientierungshilfe für Teilnehmer.  Andererseits werden sie allzuleicht jedoch zu einer Gängelung indem ihnen vorgeschrieben wird wie sie einen Kurs durchzuarbeiten haben.

Auf der Online Educa in Berlin habe ich einen Vortrag zu dem Thema gehalten. Hier der Link zur Präsentation.

Wenn es die Zeit erlaubt werde ich noch eine vertonte - und dann deutschsprachige -  Fassung erstellen.

Interview mit Martin Dougiams - Begründer von Moodle

Oktober 22nd, 2010

Michael Feldstein hat ein Interview mit Martin Dougiamas geführt und veröffentlicht. Martin berichtet darin über die Ideen, die zur Entwicklung führten, die Grundlagen der derzeitigen Weiterentwicklung und Verantwortlichkeiten und gibt einen Ausblick auf die Zukunft.

Inhaltsverwaltung in Moodle

Juni 27th, 2010

Immer wieder werden wir mit der Frage konfrotiert, ob es in Moodle nicht eine zentrale Inhaltsverwaltung gibt.  Tatsächlich sieht Moodle dies erst einmal nicht vor. Es ist aber einfach in jedem Moodle-System dies einzurichten.

Grundlage sind die Kurskategorien und die Möglichkeit, diese sichtbar bzw. unsichtbar zu schalten. Legen Sie also zunächst eine Kurskategorie ‘Kursbibliothek’ und darin weitere Unterkategorien an. Verbergen Sie diese mit dem Augensymbol.



In der Liste der Kursbereiche sind diese Kursbereiche nicht mehr sichtbar.






Der eigentlich Trick kommt nun.  Unter Website-Administration -> Startseite -> Einstellungen erlauben Sie die Darstellung ‘Sichtbare Kurse in verborgenen Bereichen. Damit erreichen Sie, dass Nutzer, die mit Rollen eingetragen sind in den Kursen, deren Bereiche verborgen sind, denoch die Kurse in der Kursliste sehen.


Diese Einstellungen hat der Administrator einmalig in 10 Minuten erledigt.

Nun erstellen Sie Ihre Inhalte als Trainer/Lehrer in den Kursen des Bereichs Kursvorlage. Die normalen Teilnehmer/Schüler sehen diese Kurse und die Inhalte nicht.

Im konkreten Kurs wollen Sie nun Inhalte aus einem Vorlagenkurs verwenden. Richten Sie den Kurs für die Teilnehmer ein. Nutzen Sie im Kurs die Funktion ‘Importieren’ im Block Administration, wählen Sie den Vorlagenkurs aus und klicken Sie alle Aktivitäten an, die Sie  importieren möchten. Es wird nun eine Kopie aus dem Vorlagenkurs erstellt, die Sie nach Herzenzlust weiterbeabeiten können.

Bei diesem Prozess wird ein Kopie erstellt. Der Vorlagenkurs bleibt unverändert.  Wenn Sie nach erfolgreichem Kursabschluß Ihre Änderungen in den Vorlagenkurs übernehmen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

Gehen Sie in den Vorlagenkurs. Wählen Sie dort importieren und den Kurs in dem Sie mit Ihren Teilnehmern gearbeitet haben. Wählen Sie nur die geänderte Aktivität aus und importieren Sie diese in den Vorlagenkurs. Die Inhalte werden  in den gleichen Kursabschnitt importiert in dem Sie im Kurs zuvor lagen. Löschen Sie die alte Aktivität und legen Sie die neue an die richtige Stelle.

Wenn man dieses Prinzip systematisch nutzen möchte hier eine Skizze für eine Schule.

Kurskategorie: Lehrer/innenzentrum (verborgen). Darin Lehrerzimmer etc.
Kursunterkategorie für jedes Fach: Mathematik, Deutsch,… Darin jeweils ein Fachkonferenzraum.
Kursunterkategorien: Kursvorlagen. In dieser Kategorie werden alle Lehrer, die das Fach einrichten als Kursverwalter eingetragen. Sie haben damit das Recht dort selber Kurse anzulegen und -inhalte einzupflegen.

 

 

 

Ein Patent auf Englisch

März 20th, 2010

Es gibt immer wieder verwunderliche Dinge, die einem zugetragen werden. Messen und Konferenzen sind Orte an denen auch wunderliche Dinge ausgetauscht werden. Eigentlich kann man vieles sehr wohl ignorieren. Nur manchmal scheint es wert, einen Punkt aufzugreifen weil die Information bei anderen sonst Irritationen auslösen könnte.

Es geht eigentlich um Urheberrechte. Ein aktuell durchaus umkämpftes Gebiet.

Worum geht es nun?

Auf einer Veranstaltung soll jemand in die Welt gesetzt haben, ein Verlag habe ein Patent auf ‘Englisch’? Das habe wohl Eindruck gemacht. Genauer betrachtet ist die Aussage - wenn sie denn überhaupt so gefallen ist- mindestens verkürzt, in dieser Form ganz sicher falsch.
Was sind Patente? Nachdem Patentgesetz werden Patente auf technische Erfindungen erteilt. Weder wissenschaftliche Theorien, mathematische Methoden, ästhetische Formschöpfungen, Pläne, Regeln und Verfahren für gedankliche Tätigkeiten, für Spiele oder für geschäftliche Tätigkeiten sowie Programme für Datenverarbeitungsanlagen oder die Wiedergabe von Informationen sind patentierbar.
Ein Patent auf ‘Englisch ‘ kann es also nach meiner Ansicht nicht geben. Zudem hat ein Patent eine Gültigkeit von 20+5 Jahre. Englisch als Sprache ist eindeutig älter, also wäre ein Patentschutz in jedem Fall abgelaufen.

Gelegentlich wird auch ins Feld geführt, es gäbe einen Schutz für eine didaktische Progression. Unter didaktischer Progression kann man eine sinnhafte Schrittfolge des Erwerbs eine Kompetenz verstehen. Es handelt sich damit um eine Idee, die der Erstellung eines Werkes (Lehrbuch) zu Grunde liegt und sich im konkreten Werk manifestiert.
Zunächst wäre die Frage zu klären, ob nicht bereits die Definition eines amtlichen Curriculums eine solche didaktische Progression darstellt. Dann wäre sie qua Gesetz nicht vom Urheberschutz geschützt. Handelt es sich bei einem didaktischen Modell um eine seit langem bekannte Vorgehensweise so wäre sie (sofern ein Erstverfasser länger als 70 Jahre verstorben ist) gemeinfrei und nicht mehr urheberechtlich geschützt.
Das Urheberrecht schützt konkrete Werke, nicht jedoch pure Ideen. Werke müssen sich zudem durch eine gewisse Schöpfungshöhe auszeichnen und dürfen nicht nur eine geringfügige Abweichung von ‘handwerklicher’ Durchschnittsleistung sein.
Ein didaktisch begründetes Vorgehen wäre zunächst eine Idee und damit nicht geschützt. Der Text, der diese Idee beschreibt ist ganz klar ein Werk und als Text geschützt. Auch die Umsetzung dieser Idee in einem Lehrwerk ist eindeutig geschützt.
Das Konzept einer Aufgabenstellung vom Typ ‘Hänschen kauft auf dem Markt 3 kg Äpfel und 4 kg Birnen und einen Salatkopf ein…’ ist jedoch nicht geschützt. Einerseits wird kaum jemand nachweisen können, die Aufgabe erfunden zu haben und andererseits wäre dies sicher schon sehr lange her.

Der Verfasser des Werks ist automatisch Urheber. Er kann anderen Rechte geben, das Werk zu nutzen und zu verbreiten. In der Regel erwirbt ein Verlag das Verwertungsrecht in einem speziell definierten Umfang. Der Urheber kann das Recht zum Druck als Buch und zum Veröffentlichen als Film oder in digitaler Form an unterschiedliche ‘Verwerter’ vergeben. Der Verlag wird dadurch nicht zum Urheber. Das ist auch der Fall wenn der Verfasser beim Verlag angestellt ist. In dem Fall erwirbt der Verlag in der Regel nurd ie Verwertungsrechte durch Zahlung des Lohns.
Die Nutzung durch einen Dritten erfordert die Erlaubnis des Urhebers oder des mit der Rechteverwertung Beauftragten. Ein Verlag ist damit eine Art Rechtewahrer für den Urheber.

Nun gibt es noch einige Sonderfälle:
- Markenschutzreche. Es gibt die Möglichkeit eine Marke zu registrieren. Dabei unterscheidet man zwischen einer Wort und einer Bildmarke. Der Begriff ‘Telekom’ und das Logo vieler Produkte ist dadurch geschützt. Ihre Verwendung von Dritten erfordert ebenfalls der Erlaubnis.
- Bildungsprivileg im Urhebergesetz. Bestimmte Bildungseinrichtungen können ein erweitertes Zitierrecht in Anspruch nehmen und in bestimmten Umfängen aus Werken Kopien erstellen. Dafür wird eine Pauschalvergütung an die Verlage gezahlt. Ausgeschlossen sind davon Werke, die jegliche Form des Kopierens oder Digitalisierens explizit ausgeschlossen haben. Das ist bei den meisten Lehrbüchern der Fall. Es steht i.d.R. vorne oder hinten im Buch.

Wenn man einen Teil eines fremden Werkes nutzen möchte ist der korrekte Weg, den Rechteverwerter, also meist den Verlag, anzusprechen. Man teilt dem Verlag mit, man möchte aus dem Werk X die Texte/Bilder auf Seite Y zu dem Zweck A in der Bildungseinrichtung nutzen und bitte um Erlaubnis dies für den Zeitraum B tun zu dürfen. Der Verlag wird einem dann die Nutzung untersagen, erlauben oder nach Zahlung eines Geldbetarges erlauben. Erst dann ist die Nutzung zulässig.

Man kann nun einige Regeln aufstellen, nach denen man auf der sicheren Seite ist wenn man auf fremde Werke zugreift und diese weiter benutzt.

Der Autor ist seit 70 Jahren tot. Der Verfasser einer Übersetzung oder sprachlichen Bearbeitung ist seit 70 Jahren tot.
Ein Bild eines Malers wurde von mir selber reproduziert oder fotografiert und am Ort der Aufnahme war das Fotografieren nicht eingeschränkt.
Ich habe einen Text selber geschrieben.
Ich habe auf der Grundlage eines anderen Werkes eine Neufassung mit eigenen Worten erstellt
Ich habe eine Zusammenfassung eines Werkes erstellt.
Ich habe ein Bild selber gezeichnet, selbst wenn ein anderes Werk als Vorlage diente.

M.E. sind genau diese Punkte unproblematisch und man bleibt auf der sicheren Seite. Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin kein Jurist und erteile keine Rechtsberatung.

Kannst du mir Moodle beibringen?

Dezember 29th, 2009

Ich bin gerade ganz begeistert von einer Reihe von Blogbeiträgen von Tomasz aus Perth. Er unterrichtet an einer Schule und hat dort die gleichen Fragestellungen, die auch ich aus Schulen kenne. Ich übersetze daher einfach mal einen seiner Beiträge:

Heute Nachmittag kam eine Kollegin auf mich zu und sagte: “Tomaz, ich mitbekommen, dass du mit diesem Moodle arbeitest. Du musst mir das unbedingt zeigen und beibringen.” Das war tatsächlich Musik in meinen Ohren. Aber dann gab ich ihr zur Antwort, was mittlerweile ein Standardsatz von mir - und eine Herausforderung ist: “Ich werde es vermutlich nicht können!”

Sie stand da, war verwundert aber noch freundlich mir gegenüber. Puhh, hatte ich weiter ihre Aufmerkamkeit?

Ich setzte dann fort:”Ich würde dir gerne Moodle erläutern und zeigen, aber zuerst solltest du dir einmal unseren ‘Sandkasten’ (Demoraum) anschauen und vielleicht das eine oder andere Infovideo. Du hast dann einen ersten Überblick darüber, was du mit Moodle tun kannst. Wenn du das gemacht hast, überleg dir ein konkretes Unterrichtsproblem. Wir können dieses dann gemeinsam in Angriff nehmen und dazu Moodle nutzen. Was hältst du davon?”

“Ok. Dann sehen wir uns am Montag bei unserem kleinen privaten Moodle-Workshop” war die umgehende und enthusiastische Antwort.

Allzu oft versuchen wir Software einzuführen indem wir den Menschen Features erklären. “Das sind die Funktionen. Klicken Sie hier, klicken Sie dort….” und dann überlassen wir die Menschen sich selber und ihrem Vorstellungsvermögen was sie denn nun damit anfangen können. Wir schaffen dabei eines der zentralsten Kommunikationsprobleme. Wir reden über die Köpfe der Menschen hinweg. Es geht dann um die Software, nicht um die Menschen.

Wenn wir es nun aber umdrehen, geht es besser. Wir lösen ein reales Problem im Klassenraum, eine Herausforderung, ein konkretes Szenario. Die Kollegen eignen sich damit die Software an. Sie wird für sie zum Werkzeug. “Ja, damit kann ich arbeiten” werden sie sagen.

Lehrer sind sehr pragmatisch veranlagt. Sie suchen wirklich nach gut geeigneten Werkzeugen. Zeig Ihnen, dass Moodle dies kann und sie werden es nutzen. Wenn eine Lehrerin in Naturwissenschaften eine tolle Lösung mit Moodle umgesetzt hat, ein Problem gelöst hatund davon erzählt, eine Deutschlehrerin davon hört, dann, ja dann würde ich wetten kommt sie und fragt ob und wie sie Moodle auch nutzen kann. Wenn Sie dies von einer anderen Kollegin hört und nicht gerade von mir, der ich als Moodle Enthusiast ja schon bekannt bin, dann ist das besonders wirksam. ("Wenn die damit umgehen kann, dann werde ich das ja wohl auch können.")

‘Klassenraumlösungen (mit Software)’ versus ‘Softwarelösungen (im Klassenraum)’.