Kategorie: "Hosting"

Heute mal ein Stellenangebot für Berlin: Moodle-Linux Server Administration

Link: http://eledia.de/docs/server_admin_de.pdf

Als Moodle Partner betreuen wir aktuell mehrere hundert Moodle-Systeme auf eigenen Linux-Servern und in kundeneigenen Strukturen. Diese wollen gehegt und gepflegt…. Stopp: Nein, das nennt man … administriert werden.

Wir bauen unser Team aus. Daher wollen wir zwei weitere Stellen schaffen mit dem Schwerpunkt Linux-Server-Administration.

Details gibt es hier in deutscher oder englischer Sprache.

If you like to work in Berlin and speak English your are welcome in our team.

Datenschutz: Vorsicht bei Einbindung externer Dienste in Lernplattform

In den letzten Tagen gab es Berichte bei Heise und Spiegel über eine datenschutzrechtliche Auseinandersetzung  zwischen einem Webseitenbetreiber und der niedersächsischen Datenschutzbehörde. Da diese auch auf bestimmte Nutzungen von Lernplattformen Auswirkungen hat, berichte ich hier darüber.

Der Betreiber der Webseite hat sowohl Werbeschaltungen für Amazon, als auch statistische Analysewerkzeuge über die Nutzung der Webseite eingebunden. Bei diesen Funktionen wird beim Aufruf der Seite die IP-Adresse des Aufrufenden weitergeleitet an einen Dritten (Amazon, Google, etc.) und dort ausgewertet.

Nach Auffassung der Datenschutzbehörde erfordert eine solche Weitergabe der IP-Adresse die aktive Zustimmung der Person, die die Seite aufruft. Die IP-Adresse sei ein personenbezogenes Datum und deren Verarbeitung oder Weiterleitung unterliegt der Zustimmungspflicht.

Die IP-Adresse identifiziert den Rechner, der eine Webseite aufruft.  Sie ist erforderlich, damit der Server auf dem der Webseiteninhalt liegt einen Empfänger für den Versand der Datenpakete mit den Seiteninhalt hat.

Was hat das nun mit Lernplattformen zu tun?

Zunächst die gute Nachricht. Lernplattformen wie Moodle geben von sich aus keine personenbezogenen Daten oder IP-Adressen an andere Betreiber weiter. Durch die Einbindung einer entsprechenden Zustimmungserklärung in den Loginprozess kann die gesetzliche Anforderung der Information und der Zustimmung zur Speicherung personenbezogener Daten gesetzeskonform  abgewickelt werden.

Nun wo liegt dann das Problem? In der letzten Zeit hat es sich eingebürgert, dass in Lernplattformkurse durch Trainer/Lehrer externe Quellen eingebunden werden. Dazu drei Beispiele:

  • Ein Video von Youtube/Lehrertube oder einer anderen Quelle wird über einen Filter oder einen Code in die Seite eingebunden. Damit das Video angezeigt werden kann, muß an den Betreiber der Videoplattform die IP-Adresse des aufrufenden Nutzers übergeben werden, damit das Video ausgeliefert und im Browser angezeigt werden kann.
  • Ein externer Web 2.0 Dienst wie Wallwisher oder andere wird eingebunden. Auch hierzu wird die IP-Adresse übergeben.
  • Ein extern betriebenes Live Classroom System wird angebunden, um Live Präsentationen  durchzuführen. Und auch hier müssen Nutzerinformationen an einen anderen Dienstleister übergeben werden. Dies gilt besonders wenn ein Single-Sign-On verwendet wird.

Was ist nun wirklich das Problem? Die Seiten sind doch schließlich meist öffentlich verfügbar. Jeder kann sie in den Browser eingeben und den Inhalt aufrufen. Juristisch ist es ein Unterschied, ob der Nutzer des Kurses, dies aus eigener Entscheidung heraus tut, oder ob ohne seine Zustimmung und sein Wissen der Betreiber der Seite/des Kurses dies tut und damit die IP-Adresse weitergibt. Dies ist nach der aktuellen Auffasung der Datenschutzbehörde eine Weitergabe personenbezogener Informationen.

Die Einbindung von statistischen Auswertungsdiensten wie Google Analytics wird inzwischen als nicht datenschutzkonform betrachtet. Bei Lernplattformen ist mir bisher jedoch nicht bekannt, dass entsprechende Funktionen regelmässig eingebunden werden. Wer das dennoch getan hat, sollte sich hier genauer informieren.

Die Nutzung von externen RSS-Feeds in Moodle Kursen ist nicht von diesem Problem betroffen. In dem Fall fragt das Moodle System regelmässig die externen Quellen ab und stellt die Informationen in  einem Block dar.  Nutzerdaten sind nicht im Spiel.

Wie schätze ich die Situation ein? Zunächst sollten alle, die entsprechende externe Funktionen in ihre Kurse eingebaut haben, die Diskussion weiter aufmerksam verfolgen. Denn es gibt unterschiedliche Rechtsauffassungen über die Frage, ob eine IP-Adresse bereits ein personenbezogenes Datum sei. Ein Hamburger Gericht hat dies erst kürzlich verneint. 

Wer ganz vorsichtig sein will, kann folgendes tun:

  • Information der Nutzer in der Zustimmungserklärung, dass bei eingebundenen Inhalten in Kursen IP-Adressen an andere Dienstleister weitergeleitet werden.
  • Verzicht auf externe Dienste, Youtube-Videos auf der Startseite und in öffentlich ohne Registrierung zugänglichen Bereichen.
  • Verlinkung auf entsprechende Seiten, statt Einbindung, ggfs. mit der Information, dass es sich hierbei um externe seiten handelt.

Hinweis: Die hier gegebenen Informationen sind meine persönliche Einschätzung. Ich bin kein Jurist und gebe keine Rechtsberatung.

Mein eigener Moodle-Kursraum

Link: http://mymoodle.de

Völlig neu aufgelegt hat eLeDia, der deutsche Moodle Partner, den Service für Einzelkursräume.
Immer wieder kommen Personen auf uns zu, die kein Moodle System, sondern genau einen Kursraum für begrenzte Zeit benötigen. Es soll schnell und einfach gehen, den Kursraum anzulegen und kostengünstig sein.
Wir haben nun einen solchen Service unter mymoodle.de aufgebaut.
Wie geht es genau?
Sie registrieren sich, bezahlen 30 € für die Nutzung eines Kursraums für sechs Monate und beantragen Ihren persönlichen Kursraum. Nach Eingang des Geldes erfolgt due Freischaltung durch uns. Die Teilnehnmer registrieren sich selbst und kommen mit einem Kurszugangsschlüssel in den Kursraum.

Moodle: Problem beim Wiederherstellen von Kursen

Mit der Funktion der Sicherung und des Wiederherstellens kann man Kurse leicht zwischen Moodle-Systemen übertragen. Bei der Sicherung wird ein Datenbankauszug des einen Systerms gemacht und beim Wiederherstellen erfolgt eine Integration in das aktuelle System.

Wenn die Versionen beider Systeme identisch sind, funktioniert dies in der Regel reibungslos.

In manchen Situationen bleibt der Wiederherstellungsprozess ohne erkennbaren Grund nach sehr kurzer Zeit stehen. Eine Fehlermeldung wird nicht ausgegeben.

Ursache ist hier häufig ein Versionsproblem. Wenn die Version auf der die Sicherung erfolgte höher ist (z.B. 1.9.3.), als die Version in die wiederhergestellt wird (z. B. 1.9.2), verweigert sich das System. Genauer kann man das durch einn Abgleich der Versionen prüfen. Im eigenen System befindet sich die Information auf dem Modle-Logo am Fuß der Startseite (Maus darüber bewegen und den erscheinenden Text lesen). In der Kurssicherung findet man die Information am Anfang der in der Zip-Datei enthaltenen xml-Datei. Sie enthält die Auszüge aus der Datenbank. Geöffnet werden kann die Datei z.B. mit Wordpad oder einem Editor.

Ist die Moodle-Version der Sicherungsdatei nur unwesentlich älter als die genutzte Version können wir meist durch einfache Veränderung der Sicherung hilfreich werden.

Fragen Sie uns. Geben Sie die Version Ihres Moodle-Systems und derSicherungsdatei, sowie die Art der verwendeten Lernaktivitäten an.

Moodle: solide wirtschaftliche Basis

Vielen ist nicht bekannt wie sich ein Open Source Produkt wie Moodle eigentlich finanziert. Es ist ja schon merkwürdig: Da kann man ein hochprofessionelles Produkt kostenlos herunterladen und nutzen. Es gibt festangestellte Mitarbeiter und eine weltweite Koordination der Arbeiten. Wo kommt das Geld dafür her?

Gestern fand ich zufällig diese Grafik.

Vergleich Sakai-Moodle Finanzierung

Sakai ist eine in Deutschland kaum bekannt open source Plattform. Sie wird ganz wesentlich aus Stiftungsmitteln der Carnergie Mellon Foundation und einem Netz aus Hochschulen finanziert. Die Grafik zeigt, dass Sakai im Unterschied zu Moodle massiv durch Stiftungsmittel gepäppelt wurde.

Viele Lernplattformen fristen ihre Existenz aus öffentlichen (Förder-)Mitteln oder haben diese immer wieder angezapft. Ilias und Metacoon sind zwei Beispiele dafür. Sie wurden neben einer Reihe von anderen Projekten, die mittlerweile das zeitliche gesegnet haben, aus den Förderprogrammen des BMBF finanziert. Selbst kommerzielle Produkte haben häufig eine öffentliche Förderung im Hintergrund oder als Basis. Beispiele hierfür sind u.a. die SAP Learning Solution, die aus einem öffentlichen Forschungsprojekt hervorging, Clix, das immer wieder in größeren EU-Programmen involviert ist, und Edunex von T-System, das eine Fortführung der von mehreren Kultusministerien finanzierten, letztlich aber erfolglosen, Plattform einzelner Schulbuchverlage ist.

Öffentliche Förderung ist nicht gut oder schlecht. Entscheiden ist jedoch, ob es gelingt, eine nachhaltige Akzeptanz am Markt und eine solide wirtschaftliche Grundlage zu entwickeln. Dies wird m.E. bei öffentlichen Förderprogrammen immer wieder unterschätzt. Das aktuelle Förderprogramm der Bildungsministeriums in Deutschland setzt den Focus wiederauf reine Technologieentwicklung und vernachlässigt die nachhaltige Markteinführung mit einer soliden wirtschaftlichen Grundlage.

Kann Moodle ohne solche eine Förderung leben? Und was steckt wirtschaftlich hinter Moodle?

Tatsächlich ist Moodle nicht aus einer öffentlichen oder Stiftungsfinanzierung hervorgegangen. In den letzten Jahren hat es tatsächlich Auftragsentwicklungen von Microsoft (MS SQL) oder der Open University (z.B. neues Gradebook) gegeben.

Der wesentliche wirtschaftliche Background ist jedoch ein weltweites Netz von Supportunternehmen, den Moodle-Partnern. Diese refinanzieren durch eine Umsatzabgabe und Partnergebühren die weitere Entwicklung. Inzwischen fast 40 Unternehmen auf allen Kontinenten bieten professionelle Dienstleistungen an. Dies sichert Moodle einen kontinuierlichen Mittelzufluss und Unabhängigkeit von sporadischen und zeitlich befristeten Förderungen.

Letztlich profitieren die deutschen Behörden und Ministerien davon in enormer Weise, da ihnen ein Werkzeug an die Hand gegeben wird für das keine Lizenzkosten anfallen. Nur auf diesem Wege können derzeit in vielen Bundesländern Schulen (nahezu) kostenfrei eine Lernplattform nutzen. Ein Geschenk, das ihnen letztlich nur deshalb zur Verfügung steht, weil andernorts Dienstleistungen bezahlt werden.

Ich betone dies deshalb so deutlich, weil in manchen Foren etwas unwirsch darauf reagiert wird, wenn bestimmte Supportleistungen nur gegen Entgelt angeboten werden oder Handbücher
und Lernvideos auch verkauft werden.

Innerlich geht mit manchmal die - nicht vorhandene - Hutschnur hoch wenn mal wieder gefordert wird, alles müsse kostenfrei sein. Aus der Sicht eines Lehrers, der keinen Zugriff auf Budgets hat, kann ich das verstehen. Nur ist Moodle oder ein Dienstleister nicht der passende Adressat einer solchen Forderung. Vielmehr sind dort dann Schulträger oder Ministerien der richtige Anlaufpunkt. Weder Schulbuchverlage noch Ausstatter von Schulräumen verschenken ihre Leistungen, auch Lehrer sind nicht ehrenamtlich, wenn auch unterbezahlt, tätig. Wir als eLeDia sind Anbieter professioneller Dienste rund um Moodle. Zusätzlich bieten wir auf moodle.de und moodle.org deutschsprachigen Support in Foren und beantworten täglich ohne Berechnung Nutzeranfragen. Viele Rückmeldungen schätzen besonders, dass wir noch dazu außerordentlich schnell Support bieten. Wo gibt es das schon sonst.

Letztlich machen nur bezahlte Leistungen insgesamt die Entwicklung und Pflege von Moodle möglich.

P.S. Eine Moodlekonferenz wie in Bamberg mit über 400 Teilnehmern 100 Vorträgen, 50 Helfern, Gästen aus Australien, Neuseeland, England, Belgien, Österreich und der Schweiz erfordert etwa zehn Monate Vorbereitung. Wir danken der Universität Bamberg für die Bereitstellung der Räume und von Mitarbeitern, die unermüdlich im Hintergrund alles vorbereitet haben. Wir danken den Teilnehmern und den Ausstellern, deren Teilnahme- und Ausstellergebühren diese Veranstaltung ermöglichen. Etwaige Überschüsse fließen ebenfalls in die Entwicklung von Moodle zurück.

Im Test:: Click&Build Moodle-System bei 1&1

Seit Anfang des Monats wirbt 1&1 mit der Mehr-Wert-Offensive. In diesem Zusammenhang bieten Sie die automatische Installation von Software an. Mit dabei auch Moodle. Bereits in einfachen Hosting-Paketen besteht die Möglichkeit, sich ein Moodle-System installieren zulassen.

Wir sind ob dieser Angebote nicht sehr glücklich, da in nahezu allen Fällen die Serverrresourcen für Webspace nicht ausreichen, um Moodle zufriedenstellend zu betreiben.

Wir haben dieses Angebot nun getestet.

1. Installation:
Die Installation erfolgt reibungslos. Das System wird in englischer Sprache installiert. Ein deutsches Sprachpaket lässt sich über das Administrationsmenu nachinstallieren. Durch die englische Installation sind jedoch auch alle Rollenbezeichnungen englischsprachig und müssen manuell nachgearbeitet werden. Man muß nur wissen wo. Der Kalender zeigt englischsprachige Monatsnamen und muß ebenfalls manuell nachkorrigiert werden. GD-Lib ist zwar vorhanden aber nicht aktiv. Daher muss man bis anpassen oder auf die Nutzung von Portraitbildern verzichten.

2. Versionkontrolle
Der Aufruf des Mitteilungsbereichs der Administration ist erfolglos. Error 500 zeigt einen internal server error an. Die Seite /admin/index.php ist gesperrt. Das ist unsinnig.

3. Einloggen/Seitenaufruf.
Der Seitenaufruf und das Einlogg-Prozedere benötigt zwischen 10 und 20 Sekunden. Zu lange.

4. PHP.ini
Die PHP-Version 4.4.8 ist aktuell ausreichend, für die nächste Version 2.0 wird jedoch PHP 5.2 benötigt.
Die Auswertung der PHP.ini zeigt 40 MB Webspace im memory_limit, was angesichts der Ladezeiten darauf schließen lässt, dass dieser Wert an anderer Stelle ausgebremst wird und effektiv nicht zur Verfügung steht. Der Dateiupload ist bis zu 20 MB zulässig. Das ist ok.

5. Bearbeitungsfunktion
Beim Einschalten der Bearbeitungsfunktion wird nur der Header geladen, aber nicht der Seiteninhalt. Im Kursraum werden im Bearbeitungsmodus nur die Blöcke und der erste Kursabschnitt geladen. Die Auswahlfunktionen zum Anlegen von Arbeitsmaterialien und Lernaktivitäten werden nicht geladen und können damit nicht genutzt werden.

6. UTF8
Die Serverinformationen weisen einen Hinweis auf fehlende UTF8-Installation aus. Dies erscheint üblicherweise nur wenn die Datenbank falsch eingerichtet ist und UTF8 nicht unterstützt. Vermutlich ist dies auch teilweise die Ursache für andere Probleme. Da 1&1 dies aber als vollautomatischen Prozess vornimmt, besteht hier keine Eingriffsmöglichkeit.

An dieser Stelle muss der Test abgebrochen werden, da die zentralen Funktionen von Moodle unter den genannten Bedingungen nicht zur Verfügung stehen.

Damit ist die hier eingerichtete Moodle-Installation nicht nutzbar. Ursache ist nicht das Moodle-System, sondern sind die Rahmenbedingungen, die hier im Hintergrund laufen und die angemessene Nutzung des Systems verhindern.

Zugleich drängt sich der Eindruck auf, dass 1&1 seine Systemparameter nicht ausreichend für die Anwendung getestet hat.

Der Betrieb eines Moodle-Systems erfordert nicht nur einen Provider, der eine PHP-MySQL Softwarepaket automatisch installieren kann. Vielmehr muß er sich auch mit den spezifischen Anforderungen der Software befassen, um seine Kunden zufrieden stellen zu können.

Moodle hat daher den Weg gewählt, Partner für den Support zu autorisieren. Diese sichern den zuverlässigen Betrieb des Systems, Beratung und Support ab. 1&1 konnte dies zumindest heute nicht. http://eledia.de ist deutscher Moodle Partner und sichert Ihnen zu, dass Ihr Moodle System funktioniert und die Arbeit Spaß macht.

P.S. Im Prospekt wird versprochen: “Automatisch die aktuelle Version” zu installieren. Damit versprechen Sie, sobald eine Aktualisierung der Software vorläge, erfolge ein automatisches Update. Wir halten das nicht für sinnvoll, über die Köpfe der Nutzer ein Update evt. auch mit Änderungen in den Funktionen einzuspielen.
Aus der Tatsache, dass seit gestern Moodle 1.9 stabil feigegeben ist, sei 1&1 kein Strick gedreht, weil sie heute noch eine Version 1.8 installiert haben. Dass die Versionsdatei jedoch die Version 1.8.+ ausweist, die längst durch Sicherheitsupdates bis zur Version 1.8.4. überholt ist, zeigt nur, dass veraltete Software als jederzeit aktuell verkauft wird.

Moodle in Webhostingpaketen: wir raten dringend ab.

Immer wieder sind wir mit Problemen bei der Nutzung von Moodle in Standard-Webhostingpaketen konfrontiert. Unser Ergebnis: wir können davon nur dringend abraten.

Webhostingpakete zum kleinen Preis funktionieren weil auf einem Server viele Kunden (oft weit mehr als hundert) das System möglichst wenig nutzen. Der Anbieter bietet meist viele Tools und Funktionen, was sich sehr gut anhört.

Was meist nicht gesagt wird ist folgendes: Wenn ein Nutzer anfängt, das System intensiv zu nutzen wird automatisch ausgebremst. Am Bekanntesten sind dabei die Grenzen beim sog. unlimited Traffic. Im Kleingedruckten heißt es dann, wer zu viel braucht, erhält nur noch eine ganz niedrige Bandbreite. Übersetzt ist das wie ‘Flatrate-Saufen’. Nur nach dem ersten Glas erhalten Sie einen so dünnen Strohhalm, dass Sie für den Rest des Abends mit Mühe und Not ein zweites Glas schaffen.

Der Engpass bei den Webhosting-Paketen ist nicht der Traffic, sondern der Arbeitsspeicher des Servers (RAM) und die Arbeitszeit. Damit alle vielleicht 250 Kunden, die auf einem Server zusammengepfercht sind, zu ihrem Recht kommt, darf kein einzelner Kunde zu viele Ressourcen beanspruchen.

Wer eine Webseite in einem Webhostingpaket betreibt, hat fast ausschließlich Nutzer, die Informationen aus statischen HTML-Seiten oder einer Datenbank (CMS-System) abfragen. Selbst der Betrieb eines Shop-Systems verzeichnet nur ganz vereinzelte Anfragen an die Datenbank, wenn mal wieder etwas in den Warenkorb gelegt wird.

Anders bei einer Lernplattform. Je nach Anwendung erfolgt ein dauerhafter Datenaustausch zwischen dem Anwender, dem Server und der Datenbank. Eine Schule, die ein Moodle-System betreibt und mit 25 Schülern einen Test in der dritten Stunde durchführt, benötigt während des Tests schnell mal 1.000 MB RAM. Und das als einzelner Anwender.

Gut verständlich, dass der Provider hier einen Riegel vorschiebt und sagt, dass kein einzelner Kunde auf einem Webhostingpaket so viele Ressourcen beanspruchen darf. Im Ergebnis erhält der Nutzer einen Bildschirm, dass die Datenbank gerade nicht erreichbar ist oder Testdaten können nicht abgespeichert werden und verschwinden im Nirvana.

Übrigens: auch sog. virtuelle Server haben dieses Problem. Meist ist der verfügbare RAM auch hier sehr knapp und reicht kaum für einen erfolreichen Betrieb bei zeitgleicher Nutzung mehrerer Anwender.

Was macht ein moodle-Partner wie eLeDia anders bei seinem Webhosting. Der zentrale Punkt ist, dass er sicher stellt, dass immer ausreichend Ressourcen verfügbar sind. Dazu werden für jeden Server nur wenige Kunden zugelassen. Darüber hinaus werden die Anforderungen verschiedener Server gegeneinander ausbalanciert. Ein Server, der gerade nicht ausgelastet ist, kann seine Ressourcen einem anderen Server zur Verfügung stellen. Ausserdem können die recht unterschiedlichen Anforderungen an die Datenbank, das eigentliche Programm und den Dateibereich auf verschiedene Server verlagert werden, die direkt beieinander stehen und damit ’schnelle Wege’ zur Kommunikation haben.

Wer also ein Moodle-System nicht nur als Hobby zum Testen betreibt, sondern damit ernsthaft Lernprozesse gestalten will, ist beim Moodle Partner besser aufgehoben.
Einen abgebrochenen Test, verärgerte Teilnehmer oder fehlende Daten kann sich kein Lehrender erlauben.

Handbuch zur Installation und Administration wieder verfügbar

Passend nur Veröffentlichung der Version 1.9 von Moodle haben André Krüger, Urs Hunkler und Ralf Hilgenstock das Handbuch zur Installation und Adminsitration von Moodle aktualisiert neu aufgelegt.

Auf nunmehr 180 Seiten informieren Sie über alles, was zum eigenen Betrieb eines Moodle-Systems erforderlich ist. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis hilft beim Finden.

Preis 30,- € zzgl. Versand.

Bestellung über DIALOGE Verlag: info@moodle.de.