Kategorien: "Administration" oder "Authentifizierung"

Deutsches Testsystem für Moodle mit Zusatzfunktionen verfügbar.

Link: http://test.moodle2.de

Unter http://test.moodle2.de steht ein offenes Testsystem für Moodle zur Verfügung.  Auf der Startseite stehen alle Zugangsdaten. Nächtlich werden die Daten wieder gelöscht.

In den letzten beiden Wochen wurde das System überarbeitet. Dabei wurden Zusatzfunktionen, die von eLeDia entwickelt wurden, integriert. U. a. stehen zur Verfügung:

  • Demo-Login zu Kursen ohne Login-Daten
  • Belegung von Kursen und Zahlung per Rechnung
  • Individuelle Zugangscodes für Kurse, die nach einmaliger Nutzung verfallen
  • Persönliche Lesezeichen
  • eLedia Nutzerbereinigung; benachrichtigt Nutzer, die sich lange nicht eingelogt hat per E-Mail und löscht sie falls sie sich nicht kurzfristig wieder einloggen.

Die Anpassungen werden von eLeDia als kostenpflichtige Zusatzfunktionen angeboten. Neben den hier gezeigten Funktionen gibt es über 40 weitere Anpassungen die eLeDia erstellt hat.

Verschenken oder verkaufen Sie Zugänge zu Ihren Moodlekursen

eLeDia bietet mit einer Zusatzfunktion nun die Möglichkeit, Moodle-Kurse zu verkaufen oder im Rahmen des Marketing Einmal-Zugangscodes zu Kursen zu vergeben. Die Anfrage kam aus dem Bereich professioneller Kursanbieter und von Verlagen. Wie können wir ein möglichst einfaches Verfahren in Moodle umsetzen, um Nutzern den Zugang zu einem bestimmten Kurs zu ermöglichen oder an einen Lehrer 25 Zugänge für einen Kurs zu verkaufen?

Nun ist die Lösung da:

Mit Hilfe eines neuen Kurseinschreibungsverfahrens werden Zugangscodes für einen Kurs erzeugt. Diese werden per E-Mail versandt. Jeder Zugangscode kann einmal und nur für den Kurs für den sie erzeugt wurden eingesetzt werden. Danach wird der Code ungültig.

Nutzer können sich auf der Moodle-Plattform selber registrieren und erhalten durch Eingabe des Zugangscodes Zugriffsrechte als Teilnehmer.

Kursanbieter können damit einzelne oder mehrere Teilnahmeplätze in einem Kurs verkaufen und an die Teilnehmer weiter geben. Eine doppelte Nutzung ist unmöglich.

Die neue Funktion für Moodle wird auf jedem Moodle-System separat installiert und kann für alle oder einzelne Kurse aktiviert werden. Gerne versenden wir dazu Informationen: info@eledia.de

Datenschutz: Vorsicht bei Einbindung externer Dienste in Lernplattform

In den letzten Tagen gab es Berichte bei Heise und Spiegel über eine datenschutzrechtliche Auseinandersetzung  zwischen einem Webseitenbetreiber und der niedersächsischen Datenschutzbehörde. Da diese auch auf bestimmte Nutzungen von Lernplattformen Auswirkungen hat, berichte ich hier darüber.

Der Betreiber der Webseite hat sowohl Werbeschaltungen für Amazon, als auch statistische Analysewerkzeuge über die Nutzung der Webseite eingebunden. Bei diesen Funktionen wird beim Aufruf der Seite die IP-Adresse des Aufrufenden weitergeleitet an einen Dritten (Amazon, Google, etc.) und dort ausgewertet.

Nach Auffassung der Datenschutzbehörde erfordert eine solche Weitergabe der IP-Adresse die aktive Zustimmung der Person, die die Seite aufruft. Die IP-Adresse sei ein personenbezogenes Datum und deren Verarbeitung oder Weiterleitung unterliegt der Zustimmungspflicht.

Die IP-Adresse identifiziert den Rechner, der eine Webseite aufruft.  Sie ist erforderlich, damit der Server auf dem der Webseiteninhalt liegt einen Empfänger für den Versand der Datenpakete mit den Seiteninhalt hat.

Was hat das nun mit Lernplattformen zu tun?

Zunächst die gute Nachricht. Lernplattformen wie Moodle geben von sich aus keine personenbezogenen Daten oder IP-Adressen an andere Betreiber weiter. Durch die Einbindung einer entsprechenden Zustimmungserklärung in den Loginprozess kann die gesetzliche Anforderung der Information und der Zustimmung zur Speicherung personenbezogener Daten gesetzeskonform  abgewickelt werden.

Nun wo liegt dann das Problem? In der letzten Zeit hat es sich eingebürgert, dass in Lernplattformkurse durch Trainer/Lehrer externe Quellen eingebunden werden. Dazu drei Beispiele:

  • Ein Video von Youtube/Lehrertube oder einer anderen Quelle wird über einen Filter oder einen Code in die Seite eingebunden. Damit das Video angezeigt werden kann, muß an den Betreiber der Videoplattform die IP-Adresse des aufrufenden Nutzers übergeben werden, damit das Video ausgeliefert und im Browser angezeigt werden kann.
  • Ein externer Web 2.0 Dienst wie Wallwisher oder andere wird eingebunden. Auch hierzu wird die IP-Adresse übergeben.
  • Ein extern betriebenes Live Classroom System wird angebunden, um Live Präsentationen  durchzuführen. Und auch hier müssen Nutzerinformationen an einen anderen Dienstleister übergeben werden. Dies gilt besonders wenn ein Single-Sign-On verwendet wird.

Was ist nun wirklich das Problem? Die Seiten sind doch schließlich meist öffentlich verfügbar. Jeder kann sie in den Browser eingeben und den Inhalt aufrufen. Juristisch ist es ein Unterschied, ob der Nutzer des Kurses, dies aus eigener Entscheidung heraus tut, oder ob ohne seine Zustimmung und sein Wissen der Betreiber der Seite/des Kurses dies tut und damit die IP-Adresse weitergibt. Dies ist nach der aktuellen Auffasung der Datenschutzbehörde eine Weitergabe personenbezogener Informationen.

Die Einbindung von statistischen Auswertungsdiensten wie Google Analytics wird inzwischen als nicht datenschutzkonform betrachtet. Bei Lernplattformen ist mir bisher jedoch nicht bekannt, dass entsprechende Funktionen regelmässig eingebunden werden. Wer das dennoch getan hat, sollte sich hier genauer informieren.

Die Nutzung von externen RSS-Feeds in Moodle Kursen ist nicht von diesem Problem betroffen. In dem Fall fragt das Moodle System regelmässig die externen Quellen ab und stellt die Informationen in  einem Block dar.  Nutzerdaten sind nicht im Spiel.

Wie schätze ich die Situation ein? Zunächst sollten alle, die entsprechende externe Funktionen in ihre Kurse eingebaut haben, die Diskussion weiter aufmerksam verfolgen. Denn es gibt unterschiedliche Rechtsauffassungen über die Frage, ob eine IP-Adresse bereits ein personenbezogenes Datum sei. Ein Hamburger Gericht hat dies erst kürzlich verneint. 

Wer ganz vorsichtig sein will, kann folgendes tun:

  • Information der Nutzer in der Zustimmungserklärung, dass bei eingebundenen Inhalten in Kursen IP-Adressen an andere Dienstleister weitergeleitet werden.
  • Verzicht auf externe Dienste, Youtube-Videos auf der Startseite und in öffentlich ohne Registrierung zugänglichen Bereichen.
  • Verlinkung auf entsprechende Seiten, statt Einbindung, ggfs. mit der Information, dass es sich hierbei um externe seiten handelt.

Hinweis: Die hier gegebenen Informationen sind meine persönliche Einschätzung. Ich bin kein Jurist und gebe keine Rechtsberatung.

Moodle 2.0: Rollenverwaltung einfacher gestaltet

Das Rollenmodell in Moodle ist sehr mächtig und gibt sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. In Moodle 2.0 wurde die Darstellung wesentlich nutzerfreundlicher gestaltet:

Die Tabelle mit den Einzelberechtigungen zeigt nun wer ein Recht aktuell besitzt.
Die Berechtigung kann über ‘x’ gelöscht werden. Mit ‘+’ wird einer weiteren Rolle das Recht zugewiesen.  In der rechten Spalte ‘Verboten’ kann man  in einem Context  einRecht für eine Nutzergruppe einschränken, die dieses Recht an übergeordneter Stelle erhalten hat.

 

Nachrichten an alle Trainer in Moodle versenden: eine Lösung

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe gehört mit zu den ältesten verbandlichen Moodle-Nutzern. In diversen Projekten wird Moodle eingesetzt. Annette Scholl und Daniel Hoffmann sind es, die dort den Einsatz von Moodle vorantreiben. Heute hatte ich Gelegenheit mit den beiden im Rahmen einer Beratung über eine Ausweitung des Einsatzes von Moodle zu sprechen. Dabei haben wir auch gleich einige Fragen geklärt und Lösungen entwickelt, die auch über den dortigen Einsatz hinaus interessant zu sein scheinen. Heute und in den folgenden Beiträgen werde ich darüber berichten.

In den deutschen Foren war mehrfach schon die Frage gestellt worden, wie man allen Trainern in einem Moodle System eine Benachrichtigung zusenden kann. Hier nun die Lösung: Unter Website Administration - Nutzer/innen - Nutzerverwaltung (bulk) kann man gezielt nach Nutzern mit bestimmten Eigenschaften suchen. In den zusätzlichen Felden kann man auch nach Rolleninhabern in allen oder ausgewählten Kurskategorien suchen.

Nach der Ausführung der Filterung findet man die Suchergebnisse links unten in einer Übersicht. Mit dem Button ‘Alle verfügbaren Nutzer/innen hinzufügen’ wählt man alle für den nächsten Schritt aus. Über das Auswahlmenu ‘Allen ausgewählten Nutzer/innen “eine Mitteilung senden"‘ aktiviert man das Eingabefenster für die Benachrichtigung. Diese wird dann über den Moodle internen Messenger an alle aus´gewählten versandt.

Kostenlose Dienste im Internet vs. gehostete Lösungen

Zwei Ereignisse aus den letzten Tagen bestätigen mich in meiner Grundhaltung, dass selbst  betriebene Lösungen nachhaltiger sind als kostenfreie Dienste.

Gerade heute fand ich die Nachricht, dass Yahoo plant, seinen Social Bookmarking Dienst Delicious einzustellen. Wer bisher seine Lesezeichen online dort hinterlegt hat, steht vor der Frage, ob in Kürze alle Einträge verschwunden oder aufwendig auf eine andere Plattform migriert werden müssen.

Die zweite Nachricht erfuhr ich vor zwei Wochen auf der Online Educa. Lo-Net, die Lernplattform für Lehrer hat den Besitzer gewechselt. Nunmehr zeichnet der Cornelsen Verlag verantwortlich. Bisher war insbesondere ‘Schulen ans Netz’ öffentlich als Betreiber sichtbar. Im Hintergrund standen die Firmen digionline und der Universum-Verlag.

Das ganze Projekt hatte sich nach dem Rückzug der Telekom und dem Auslaufen der Finanzierung aus Bund und Ländern mehr und mehr durch Werbung und kostenpflichtige Dienste über Wasser halten müssen. Man entwickelt Zusatzleistungen, die bezahlt werden musste und neben Werbung wurde auch die Contententwicklung mehr und mehr von Unternehmen in Auftrag gegeben.

Es wird spannend sein, zu sehen, was der Cornelsen Verlag daraus macht. Ich rechne damit, dass künftig Online Produkte des Cornelsen Verlages als Bezahllösungen angeboten werden. Die ‘Übernahme’ durch Cornelsen bedeutet zugleich jedoch auch, dass andere Schulbuchverlage wohl kaum ihre Inhalte für Lo-net zur Verfügung stellen werden.

Vorerst hat Cornelsen zugesagt, den Dienst weiter kostenfrei anzubieten. Aber wie lange? Das wird eine betriebswirtschaftliche Frage sein. Vielleicht werden wir künftig vermehrt Anfragen von Schulen erhalten  wie sie ihre Inhalte von Lo-net auf Moodle übertragen können.

eLeDia bietet  im neuen Jahr  zusätzliche Lösungen für Moodle an, die eine deutlich verbesserte Organisation für Klassen und Schulen erlaubt.

Der Vorteil einer Lösung mit Moodle ist, dass man unabhängig bleibt von einem Betreiber. Man kann dennoch den kompletten Service bekommen und sich von der ‘Last’ technischer Wartungsabeiten befreien.

Einen Teilnehmer in Moodle sperren, aber nicht löschen

Es kommt gelegentlich vor, dass man einen Teilnehmer im System sperren möchte, jedoch den Nutzerdatensatz noch benötigt, damit z.B. Bewertungen  verfügbar bleiben. Geht das?

Ja, auch wenn es dafür keine offizielle Funktion gibt, gibt es eine einfache Lösung: Der Administrator kann in der Nutzerverwaltung den Teilnehmer aufrufen und unter Authentifizierung die Einstellung ‘ kein Login’ wählen.  Damit bleibt der Teilnehmer im System. Es ist ihm aber verwehrt, sich einzuloggen.

Spamschutzprogramm und Mailversand aus Moodle.

Wir erhalten immer wieder Nachrichten, dass E-Mails aus Moodle nicht zugestellt worden sind.

In den meisten Fällen handelte es sich hierbei um Mailaccounts bei Freemail-Anbietern. Diese schieben Mails von unbekannten Absendern erst mal in das Spam-Postfach. Erst wenn man dort nachschaut findet man die Mails dann.

In zwischen erhalten wir immer öfter folgende Mails:

Hallo!

Ihre E-Mail ist eingegangen, wurde aber vom Antispamprogramm unter “unbekannter Absender” abgelegt. Bitte verifizieren Sie sich als Absender, indem Sie diese Mail einfach per “beantworten” wieder zurücksenden. Aufgrund des unten eingefügten Codes werden Sie dann beim Eingang dieser E-Mail als vertrauenswürdiger Absender im Antispamprogramm gespeichert. Es ist nicht notwendig, die ursprüngliche E-Mail noch einmal zu senden.

Vielen Dank!

Diese wirkungsvollen lokalen Anti-Spam Programme helfen ebenfalls die Spam-Flut einzudämmen. Sie lassen erst einmal nur Mailaeingänge zu wenn der Absender bereits bekannt ist, weil sie ihm eine Mail geschrieben haben, oder er sich bei Ihnen bestätigt hat. Dazu versenden sie an jede unbekannte Mailabsenderadresse eine Information. Erst wenn diese vom Absender bestätigt wird, wird die ursprüngliche Mail auch dem Empfänger zugestellt.

Das Verfahren:
1. Klaus M. meldet sich bei Moodle mit seiner Mailadresse an
2. Klaus M. erhält von Moodle eine E-Mail zur Bestätigung der Anmeldung
3. Das Anti-Spam-Programm kennt das Moodle-Programm und die Absenderadresse des Administrators noch nicht und hält es für Spam. Deshalb schickt es dem Admin eine Nachricht (s.o.)
4. Der Admin soll diese Mail bestätigen.
5. Danach wird Klaus M. erst in seinem Mailprogramm die ursprüngliche Bestätigung vorgelegt (siehe 2.).
Tut der Admin dies nicht, so bleibt die Bestätigungsmail aus Moodle im Spamordner von Klaus M. liegen.

Die Administratoren von Moodle können nicht täglich solche Mails durchsehen und werden sie daher meist ignorieren. Zusätzlich haben die Spammer die Existenz dieser Programmen inzwischen auch kennengelernt. Sie nutzen die Texte und versenden wahllos entsprechende Mails. Werden diese beantwortet, so erhalten Sie eine verifizierte E-Mail und können diese mit Spam versorgen.

Uns bleibt hier nur übrig, die Teilnehmer zu informieren, dass Sie ggfs. Mails aus Moodle erst einmal auch im Spam-Postfach suchen müssen.

Wie viele Funktionen benötigt Ihr Moodle-System?

In den letzten Wochen und Monaten erreichten uns immer wieder Anfragen von Kunden nach Moodle-Systemen mit deutlich weniger Funktionen. Diese Woche war ich in einer Veranstaltung in der Teilnehmer über den Auswahlprozess für eine Lernplattform diskutierten und beklagten, das größte Problem sei es meist, Funktionen loszuwerden, die man nicht benötige.

Wir haben uns daran gemacht Moodle auch einmal ganz reduziert anzubieten. Wir können nun auch Moodle-Systeme mit ganz wenig Funktionen anbieten:

Lernaktivitäten

  • Forum
  • Test (nur mit Single- und Multiple-Choice-Fragen)
  • Textseiten, Dateien und Links

Kursbearbeitungsfunktionen reduziert auf

  • Bewertungen
  • Dateiupload
  • Testfragenerstellung

Hier ein paar Bilder von http://mini.moodle.de

Wenige Lernaktivitäten Ganz wenige Blöcke

Weniger Administrationsfunktionen

Die Systeme stehen nunmehr auch im Hosting von http://eledia.de auf Anfrage zur Verfügung.
Wie viel Moodle brauchen Sie?

"Vorsicht Moodle"

Moodle hat sich weltweit im Markt der E-Learningplattforen in allen Bildungsbereichen durchgesetzt. Das ist erfreulich, zugleich aber auch Last.

Moodle ist kein Hype. Unter Hype verstehe ich Produkte und Trends, die hochgepuscht werden, viel öffentliche Aufmerksamkeit erleben, aber sich nicht tatsächlich durchsetzen.

Erst Moodle hat z. B. in Deutschland dazu geführt, dass tausende von Bildungseinrichtungen Lernplattformen zur Unterstützung des Präsenzlernens einsetzen. Der hohe Bekanntheitsgrad von Moodle und die Flexibilität haben zugleich den Erwartungsdruck erhöht und unrealistische Vorstellungen entstehen lassen.

Einige Beispiele:
‘Moodle verbessert den Unterricht.’
Das ist tatsächlich richtig, wenn der Lehrer Moodle dazu benutzt. Moodle bietet ein gut geeignetes Werkzeug dies zu tun. Der eigentliche Verbesserer ist und bleibt aber der Lehrende. Moodle schafft das nicht automatisch und das ist auch gut so.

‘Moodle ist einfach zu nutzen.’
Auch das ist tatsächlich der Fall. Wenn man es vergleicht mit anderen Werkzeugen. Man muss sich jedoch auch auf eine Systematik einlassen. Ein Test ist per se keine einfache Sache. Lehrende entwickeln ihn häufig intuitiv. Die einzelnen Schritte verlaufen nicht unbedingt bewusst reflektiert. Beim Anlegen eines Tests muss man sich die formalen Schritte (Einsatzszenario, Fragentyp, Fragentext, Antworten, Feedback, Bewertung, Zusammenstellung, Auswertungen und Gesamtfeedback) klar machen. Diese sind dann in Moodle zu hinterlegen. Im Alltag eines Lehrers werden diese häufig zeitversetzt gemacht. Bewertung und Feedback werden meist erst während der Bewertung selber entwickelt. In Moodle erscheint daher die Erstellung eines Tests aufwendig.
P.S.: Ganz sicher sind Formulare in Moodle für Aufgaben und Tests optimierungsfähig und gerade daran wird aktuell auch heftig gearbeitet.

Simple-Moodle vs. Funktionserweiterung
Auf der einen Seite wird erwartet, dass man Moodle auf wenige Funktionen beschränken können solle, da Moodle viel zu umfangreich sei. Andererseits wird argumentiert, man könne Moodle überhaupt nur dann nutzen wenn diese und jene zusätzliche Funktion genau auf diese oder jene Art und Weise zur Verfügung stünde. Das Phänomen ist, dass diese Aussagen u. U. in der gleichen Institution gestellt werden. Entweder geht es um eine gruppendynamische Auseinandersetzung in einem Kollegium mit ganz anderen Zielen oder um mangelnde Fähigkeit, nicht genutzte Funktionen einfach zu ignorieren. (Verweigern die Simplifizierer eigentlich auch den Einsatz einer Textverarbeitung, weil sie selber nur 5 % der Funktionen nutzen? Oder warum sind die ‘Funktionsforderer’ nicht mit Workarounds zufrieden, wenn diese das angestrebte Ziel erreichen?) Übrigens viele der Simplifizierungen sind durch die einfache einmalige Konfiguration von Moodle (Abschalten von Lernaktivitäten und Blöcken, anderer Aufbau neuer Kursräume) leicht gestaltbar. Manchmal muss man halt jemanden fragen, der isch damit auskennt.

Moodle erreicht heute Personen, die wenig Kenntnisse in der Medienentwicklung haben.
Heute arbeiten Menschen mit Moodle, die bisher mit Fotokopierer und Klebstoff Lernmaterialien zusammengebastelt haben. Manche von Ihnen schaffen es gerade eben, in eine Word-Datei ein Bild einzufügen. Ganz zu schweigen davon, in Powerpoint eine wirkungsvolle, nicht überladene, Animation zu erstellen. Die gleichen Menschen erwarten nun, dass sie mit Moodle Seiten und Inhalte hochprofessionell erstellen und das natürlich einfach von der Hand geht, sich selbst erklärt, weder Schulung noch Übung erfordert.

Manche dieser Forderungen sind schlicht unrealistisch. Andere sind Herausforderungen bei der Weiterentwicklung von Moodle.

Aktuell findet eine sehr engagierte Diskussion um Nutzerführung und Design in Moodle statt. Dabei geht es genau um solche Fragen der Orientierung und der Nutzerführung, aber auch um die visuelle Identität und Anpassbarkeit. Die Diskussion findet im Wesentlichen unter http://moodle.org - Kursraum Using Moodle im Developerforum, im Forum Theme und im Quiz-Forum statt.

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