Kategorie: "MoodleMoot 2013 (München)"

eLeDia veröffentlicht über 30 Zusatzentwicklungen für Moodle

eLeDia entwickelt permanent neue Funktionen für Moodle. Mehrere Entwickler sind damit befasst eigene Projekte und kundenspezifische Anforderungen umzusetzen. eLeDia beginnt nun eine Vielzahl der Eigenentwicklungen öffentlich zu machen und weltweit im Plugin-Repository von http://moodle.org zu veröffentlichen.

Andre Krüger, CTO von eLeDia: “Wir versprechen uns davon nicht nur eine weitere Verbreitung von Moodle, sondern auch zusätzliche Anregungen zur Weiterentwicklung. Je mehr Nutzer in verschiedenen Siutuationen ein Werkzeug verwenden, desto mehr Anregungen und Verbesserungsvorschläge entstehen. Das nützt den Anwendern und unseren Kunden. Die intensivere Nutzung führt auch dazu, dass Fehler gefunden und gelöst werden können, die bislang nicht aufgetreten sind. “

Einige der Funktionen sind seit mehr als einem Jahr bei eLeDia Kunden im praktischen Einsatz erprobt. Die folgenden Tools werden im ersten Schritt veröffentlicht.

  • eledia_usercleanup: bereinigt automatisch Nutzer, die sich längere Zeit nicht eingeloggt haben. Sie  erhalten vorab eine Benachrichtigung per E-Mail. Das Werkzeug benachrichtigt seit zwei Jahren auf http://moodle.de alle Nutzer, die sich länger als ein Jahr nicht eingeloggt haben. Loggen Sie sich innerhalb von 14 Tagen nicht erneut ein, werden sie gelöscht.
  • eledia_cohortsgreeting: Bei Einschreibungen in Kurse mit globalen Gruppen (cohorts) kann ein Begrüßungstext per E-Mail versandt werden.
  • eledia_search: systemweite Suche nach Kursinhalten in verschiedenen Bereichen. Die Suche berücksichtigt noch nicht, ob der jeweilige Nutzer auch Zugriffsberechtigungen in dem Kurs oder auf die Aktivität hat.
  • eledia_demologin: Der Zugriff auf  Kurse in einer festgelegten Kategorie ist mit vollen Teilnehemerrechten anonym ohne Logindaten möglich. Die Funktion eignet sich gut für Testzugänge zum Ausprobieren.
  • eledia_usercount: Der Block zeigt dem Admin direkt wie viele Nutzer auf der Plattform registriert sind.

 

eLeDia wird in den nächsten Wochen in mehreren Schritten etwa dreißig Werkzeuge  ‘in die Freiheit entlassen’. Der Download wird unter https://moodle.org/plugins und https://github.com/eledia möglich sein. Die Plugins stehen in englischer Sprache zum Download zur Verfügung. Das deutsche Sprachpaket wird durch Update der Sprachversionen automatisch hinzugefügt. Weitere Übersetzungen erfolgen in der Sprachverwaltung von Moodle unter http://lang.moodle.org.

Meldungen zu Fehlern werden für jedes Modul über das Fehlermeldesystem angenommen: http://tracker.moodle.org.

MOOCs in Deutschland

Link: http://www.joeran.de/moocs-in-deutschland/

Jöran Muuß-Merholz hat eine sehr schöne Zusammenstellung über die deutschen Aktivitäten zu MOOCs, xMOOC und cMOOC, gemacht.

Übrigens: Es handelt sich - noch - nicht um eine Bildungslücke. MOOC ist die Abkürzung für Massive Open Online Courses.

 

Das Ende der Web 2.0 Tools ?!

Vor ein paar wenigen Jahren ist der Boom der Web 2.0 Tools losgegangen. Dabei gab es unterschiedliche Tools. Einerseits Dienste, die zentral betrieben wurden, andererseits Tools, die jeder selber installieren und betreiben konnte und drittens kleine hilfreiche persönliche Werkzeuge.

Über die Zeit sind ein paar Entwicklungen in diesem Bereich absehbar:

  • Ehemals kostenlose Angebote werden kostenpflichtig. Zum Teil kann man auf kostenpflichtige Pro-Accounts aufstocken, die zusätzliche Funktionen oder mehr Speicherplatz anbieten. In einigen Fällen wird der Leistungsumfang der kostenfreien Accounts beschnitten. Kürzlich stellte ich fest, dass bei Flickr das Uploadvolumen und die Dauer der Anzeige bei kostenfreien Accounts begrenzt sind.
  • Die Angebote werden um Werbung angereichert, ob ich will oder nicht.
  • Die Dienste werden eingestellt und die Daten gelöscht. Aktuelles Beispiel: Posterous und der RSS Dienst von Google.
  • Apps aus App-Stores werden gelöscht. eBooks auf dem Kindle werden von Amazon gelöscht.

Für mich ergeben sich daraus ein paar Probleme:

  • Bei allen Diensten, die wir nicht selber betreiben, sind wir nicht mehr Eigner der Daten. Jemand anderer entscheidet, ohne uns zu fragen, ob wir künftig noch auf unsere Daten zugreifen können.
  • Selbst bei scheinbaren Kaufverträgen, werden wir nicht Eigentümer einer dauerhaft nutzbaren Kopie der Software, des Buches, etc.

Alle Welt jubelt aktuell über die tollen einfachen und bequemen Cloud Dienste. Ich stelle mir jetzt vor, dass der Betreiber in der Cloud den Dienst einstellt und meine Daten löscht. Beim nächsten Online-Gang erfolgt die Synchronisation und meine lokalen Daten werden gelöscht, da ja die Cloud leergeräumt ist.

Für mich hat es zwei Konsequenzen:

  • Ich setze mehr auf selbst installierte Systeme bei denen ich persönliche die Kontrolle habe.
  • Bei der Nutzung von Cloud Diensten erstelle ich zusätzlich Sicherungen auf eigenen Datenträgern, ausserhalb der Verzeichnisse des Cloud-Dienst-Anbieters.

Wer hat andere Strategien?

MoodleMoot: Meine Traum-Moot

Es wird Zeit, den Blick nach vorne zu richten. Nach nunmehr zehn MoodleMoots an denen ich in irgendeiner Weise beteiligt war, kann ich mir weiterhin Dinge vorstellen, die man noch anders machen kann. Hier ein paar meiner “spinnerten Ideen":

  • mehr Aktionsorientierung. Kann eine Moodlemoot in Teilen einen Werkstattcharakter bekommen? Parallel zu Vorträgen und Diskussionen wird praktisch gearbeitet. Es entstehen neue Kurse und neue didaktische Szenarien.
  • weniger Präsentationsfolien. Wie gelingt es mehr dialogisch zu werden?
  • etwas Un-Konferenz. Nein, ich meine nicht, eine Moot solle ein Barcamp werden. Aber vielleicht in Teilen. In Österreich wurde in diesem Jahr zum - ich glaube  zweiten Mal am zweiten Konferenztag ein Barcamp durchgeführt. Dag Klimas hat in Berlin auf der Moot einen Open-Space-Tag angeboten und realisiert.
  • Offener Anfang und offenes Ende. Muß ein Konferenz am ersten Tag anfangen und am zweiten Tag enden? Könnte nicht auch die Konferenz ein Mittendrin sein? Die Konferenz fängt sechs Wochen vorher an und hört drei Monate danach erst auf.
  • Brauchen wir Keynotes? Es ist gar nicht so einfach, Keynote-Speaker zu finden, die gute Impulse setzen. Haben die Teilnehmer nicht auch gemeinsam Potenzial zu einer Eröffnungsveranstaltung. Max Woodtli hat in der Schweiz mal eine MootMoot mit einem World Cafe eröffnet. Was ist die Funktion einer Keynote und was ist die Funktion einer Eröffnungsveranstaltung?
  • Die Teilnehmer unserer Kurse einbeziehen. Wo ist die Lernerperspektive?
  • Anti-Buzz-Word-Moot. Durch das Dorf des Lernens wird jedes Jahr wieder eine neue Sau getrieben. Ein neues Schlagwort soll alles, was vorher war, innerhalb kürzester Zeit grundlegend ablösen. Lernen erfolgt nur über Wikis. Twitter als Lernplattform. Alles nur mobil. Nur noch Spielerisch lernen hat Zukunft.  E-Book-Lernen.  Web 2.0. MOOCH oder MOOC. Facebook ersetzt Lernplattformen. Informelles Lernen. Whiteboard statt LMS. Lernen mit Badges. … 
    Wer Aufmerksamkeit will muß erklären: ich bin die alleinige Zukunft. Alles andere  ist Vergangenheit. Mal eine eLearning Konferenz ohne Marketing-Geschwafel. Manche dieser Begriffe sind so heiße Luft, dass sie beim kondensieren nicht einmal am Boden ankommen, geschweige denn bei den Lernern.
  • Nachhaltigkeit. Vieles versendet sich. Auch die online gestellten Dokus guckt kaum jemand an. Liest noch jemand ein Buch? Etwas das mit Weitblick und Gültigkeit über den Tag hinaus zusammengestellt wird. Könnte aus ausgewählten Beiträgen der Moot mit weiteren Texten ein Moodle-Jahrbuch entstehen?

Träum weiter, Ralf. Na klar. Ich lass es mir nicht nehmen. Aber ich denke, es gibt viele weitere Menschen mit Ideen. Her damit. Jede nächste Moot kann anders werden.

In Leipzig 2014 wird es darum gehen nicht nur eine MoodleMoot, sondern eine MoodleMaharaMoot auf die Beine zu stellen. Damit wird das Thema Personal Learning Environment wichtiger. Sigi Jakob Kühn hat in den letzten Jahren das Thema Portfoliosoftware mit Mahara gepuscht. Auch eine Neuerung.

 

MoodleMoot: hinter den Kulissen

Dies ist nun nicht noch ein Blick zurück. Nein, diesmal eine Information darüber wie es hinter den Kulissen einer Moodlemoot zugeht.

  • Moodlemoots sind die zentrale dt. Anwenderkonferenz zur Lernplattform Moodle.
  • Moodlemoots finden jährlich an wechselnden Orten statt. Bisher: Köln, Berlin, Duisburg, Heidelberg, Bamberg, Berlin, Essen, Hamburg,  Elmshorn, Münster, München
  • Veranstalter sind die beiden dt. Moodle-Partner gemeinsam mit lokalen Partnern
  • Partner vor Ort ist eine Hochschule und ggfs. weitere Akteure.
  • Die Hochschule stellt die Räumlichkeiten und Mitarbeiter zur Vorbereitung.
  • Studentische Hifskräfte vor Ort werden bezahlt.
  • Die Veranstaltung wird nicht aus öffentlichen Mitteln bezuschusst (Ausnahme Raum und Hochschulmitarbeiter). Sponsoringversuche wahren bislang nur in ganz wenigen Ausnahmesituationen erfolgreich (Gestaltung Programmheft oder MüsliMoot).
  • Referenten zahlen wie Teilnehmer die Tagungsgebühr. Nur Keynotespeaker erhalten ein Honorar und Reisekosten. Vereinzelte Referenten werden eingeladen.
  • Die Veranstaltung muss sich aus den Teilnahmegebühren der Preconference und der Konferenz sowie den Ausstellergebühren finanzieren. Die Konferenz muss so kalkuliert werden, dass sie kein Defizit produziert.
  • Bei 80-110 € Teilnahmegebühr entfallen über die Hälfte der Einnahmen auf fixe Kosten für Teilnehmerunterlagen, Mittagessen und Getränke während der Konferenz.

MoodleMoot: ein vierter Blick zurück

Darf man eigentlich so oft zurückblicken? Sollte man nicht besser nach vorne blicken?

Es gibt - im Nachinein - etwas, was mir besonders aufgefallen ist.  Vielleicht bin ich gerade zu empfindlich. Vielleicht verändern sich aber auch Erwartungshaltungen.

  • “Ich habe mich letzte Woche registriert und das Geld überwiesen und nach vier Tagen ist mein Zugang immer noch nicht freigeschaltet.” Ok. Es dauerte zum Teil wirklich (gefühlt zu)  lange, aber muß alles in Echtzeit gehen und jeden Tag der Geldeingang kontrolliert werden, um freizuschalten? Oder wird automatisch erwartet, dass so etwas in Echtzeit automatisch  und nicht manuell geht? Wäre es eigentlich ok wenn wir Zahlungen nur per Kreditkarte oder Einzugsermächtigung abwickeln? Ginge das bei den Zahlern über Schulen oder Hochschulen? Fändet ihr 5,- bis 8,- € Kosten pro Buchung bei Kreditkarten ok?
  • “Meine Schule gibt mir jetzt doch nicht frei. Ich muß kostenfrei stornieren.” “Bitte machen Sie meine Registrierung kostenfrei rückgängig. Eine Woche vor Konferenzbeginn.” “Ich bin erkrankt, kann Ihnen gerne ein Attest zusenden. Bitte erstatten Sie die Konferenzgebühr.” ‘Es ist eine Unverschämtheit, dass Sie bei Abmeldungen auch noch Ausfallgebühren haben wollen. Sie wissen doch, dass Schulen eigentlich kein Geld haben.”
    In diesem Jahr haben sich solche Mails gehäuft. Es war das erste Mal, dass wir sehr klare Teilnahmebedingungen formuliert haben. Da stand von Anfang an drin, dass wir Stornokosten erheben. Warum? Es ist unser Risiko, ob wir den Platz wieder belegt bekommen. Jede Buchung verursacht Aufwand, jede Rückzahlung verursacht zusätzlich Aufwand.
  • “Ich bin enttäuscht, dass Sie nicht einmal den Referenten Bestätigungen über ihre Teilnahme als Referent ausstellen.” Ist das mittlerweile Standard? Das muß irgendwie an mir vorbeigegangen sein. Das ist ein nicht unbeträchtlicher Aufwand. Es geht nicht um ein Dutzend Bescheinigungen, sondern um ca. 250 individuelle Bescheinigung mit Namen und Vortrag und Zustellung auf irgendeinem Weg.  Der Aufwand dafür inkl späterer Ersatzausstellung und Fehlerkorrektur sind ungefähr 1,5 Arbeitstage.
    Zudem habe ich ein anderes Problem damit: Beim Call for paper werden nicht selten 3-5 Referierende für einen 20-Minuten-Vortrag benannt. Das macht dann 7-4 Minuten Vortrag/Person. Ich beobachte, dass längst nicht alle, die für einen Vortrag angekündigt sind, auch anreisen, oder wenn sie da sind dann auch etwas sagen. Wem sollen wir denn dann eine Vortragsbestätigung  ausstellen. Sollen wir es kontrollieren? Soll das Kriterium sein: hat mindestens 50%desVortrags bestritten? Das Instrument einer Vortragsbestätigung entwertet sich damit doch enorm.  Vielleicht hat jemand dazu Ideen.
  • “Ich bin enttäuscht, dass ich um 14.30 Uhr nichts mehr zum Mittagessen bekomme."  Der Essenszeitraum war bis 14.00 Uhr angekündigt.

Um es ganz klar zu sagen: die obigen Beispiele sind Einzelfälle.  In der weitaus überwiegenden Menge gab es sehr positive Rückfragen, manchmal humorvolle Reaktionen wenn mal etwas nicht rund lief.  Mein Gefühl ist, dass die Erwartungen an die Moodlemoot sich verändern. Ich frage mich was wir dazugetan haben, dass es zu solchen Erwartungen gekommen ist? Liegt es daran, dass die Veranstaltung so groß geworden ist, dass wir es zum x-ten Mal durchführen? Oder gibt es einfach sich wandelnde Erwartungen?

Die Einschaltung einer professionellen Veranstaltungsagentur würde je nach Leistungsumfang und Zahlungsprozess zwischen 10 und 20 € je Buchungsvorgang an Kosten verursachen. Zudem würde  auf die gesamte Tagungsgebühr vermutlich Mehrwertsteuer zu entrichten sein. Das wären nochmals 19%,also etwas mehr als 20 € Zusatzkosten.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Bedingungen  unter denen MoodleMoots auf die Beine gestellt werden nicht transparent sind.

Vermutlich bekomme ich für diesen Beitrag jetzt Prügel. Aber ich sage es trotzdem einmal.

MoodleMoot 2013: es gab auch Pannen

Keine Veranstaltung ohne Pannen. Ja, auf der MoodleMoot gab es auch Dinge, die nicht so gut geklappt haben.  Betrachtet man die Größe der Veranstaltung so ist es wunderbar gelaufen. Was hat nicht so gut geklappt:

  • Das Veranstaltungsprogramm konnte erst sehr spät veröffentlicht werden.  Wir wollten dieses Mal richtig gut sein und schon im Oktober alles unter Dach und Fach haben. Dann hat es doch bis in den Januar gedauert.
  • Der lange Weg des Geldes. Es kann tatsächlich mehrere Wochen dauern bis der Eingang einer Zahlung bei der Landeskasse auch tatsächlich beim Endempfänger ankommt. In Zeiten von Echtzeitübermittlung von fast allem und jedem ist das eine mehrfache Ewigkeit.  Wenn dann noch dazu eine Zahlung nicht zugeordnet werden kann, wird es noch schwieriger.
  • Viel zu spät habe ich mich um die Aussteller gekümmert. Mea culpa.
  • Öffentlichkeitsarbeit. Fehlanzeige! Öffentlichkeitsarbeit für Konferenzen hat meist zur Aufgabe Teilnehmergewinnung zu betreiben. Das ist glücklicherweise nicht das Problem für die MoodleMoot.  Die Moot wäre eine gute Gelegenheit, um verschiedene Themen rund um Moodle breiter in Medien zu streuen. Wer hat nur die Zeit dafür?
  • und… Nein da fällt mir gerade nichts zu ein.

MoodleMoot 2013: ein zweiter Blick zurück

Jede MoodleMoot hat ihren eigenen Verlauf. Das betrifft besonders den Vorlauf und die Organisation im Hintergrund. Über die Jahre ist die Veranstaltung kontinuierlich gewachsen. Die Durchführung einer MoodleMoot hat einen Vorlauf von etwas über einem Jahr.

In den letzten Jahren gab es immer mehr Einzelveranstaltungen und immer mehr Teilnehmer. Mit ca. einhundert Vorträgen und über einem Dutzend Preconference-Workshops haben wir eine Größe erreicht, die ich persönlich als grenzwertig erlebe.

  • Wie viele Einzelveranstaltungen parallel sind gut für eine Veranstaltung?
  • Je mehr Teilnehmer und je weniger Veranstaltungen parallel heißt auch auf jede Einzelveranstaltung kommen mehr Besucher. Bei wie vielen TN je Veranstaltung ändert sich der Charakter? Bei 30, 40,50,75?
  • MoodleMoots erreichen sehr unterschiedliche Zielgruppen: Spezialisten auf der technischen, der didaktischen und der wisenschaftlichen Seite. Praktiker und Organisatoren. Von Schulen, Hochschulen, Kammern, Verbänden, öff. Verwaltung, Unternehmen. Anfänger, die zum Kennen lernen kommen und Alte Hasen. Referenten und Community-Junkies zum Familientreffen.

Es ist auf der MoodleMoot immer wieder gelungen eine gute Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Manch ein Teilnehmer sagte mir: die große Bandbreite der Veranstaltungsbeiträge ist imposant. Mindestens genauso wichtig ist aber die Möglichkeit mit den Referenten auch nach dem Beitrag ins Gespräch zukommen und die vielen Möglichkeiten mit anderen Teilnehmern zu reden. Die kommunikative Atmosphäre macht die moots zu einer besonderen Veranstaltung.

Stellvertretend dazu Thomas Strasser in seinem Blog:

 

Es gibt kaum eine Konferenz, auf der die Vernetzung so gut funktioniert und ein derartig wunderbares amikales Klima herrscht, in dem sich Kaperzunder mit Rookies auf Augenhöhe wunderbar austauschen. Das ist auf einigen akademischen Konferenzen, die ich auch regelmäßig besuche, nicht der Fall … da muss einer brav den Herrn Professor preisen und hat nicht einmal die Möglichkeit, kritische Fragen zu stellen, da der Herr Professor gleich nach seiner Keynote weg muss, weil “er einen wichtigen Termin hat”… (natürlich ein wenig überspitzt, aber nicht so ganz falsch). Das ist bei der Moodlemoot in der Regel nicht der Fall, hier nimmt man sich Zeit fürs Gespräch und das ist gut so. Link

 

Mary Cooch aus England war eine der Gäste auf der Konferenz. Ich fragte sie nach den Unterschieden zwischen den Moodlemoots in England und in Deutschland.  Sie sagte mir, die Vielfalt sei in England nicht so groß. Die Veranstaltungen seien sehr von den Hochschulen dominiert. Andere Bildungsbereiche kämen kaum im Programm vor und seien auch bei den Teinehmern nicht so vertreten.

Es gibt ein paar Punkte, die mir persönlich für die Zukunft wichtig sind:

  • Vielfalt erhalten: von der praktischen Gestaltung von Lehr-Lernsituationen, über technisch-organisatorische Aspekte, gleichermassen für interessierte Newbies wie für alte Hasen etwas anbieten.
  • Über den Tellerrand schauen: Kann ich im Unternehmen von der Praxis in der Schule lernen? Und umgekehrt? Viele der Probleme und Herausforderungen sind gleich? Wie lässt sich die Kreativität zum Einsatz von Medien im Sprachunterricht für ganz andere Bereiche nutzen?
  • Wie schaffen wir es Lehrenden den Mut zu geben, von der Priorität der Inhaltsverteilmaschine zu einer kommunikativen Online-Lehre aufzubrechen?
  • Wie erhalten wir den kommunikativen Charakter ohne dass die moot zu einer Art Familientreffen wird?
  • Wie entwickeln wir Selektionskriterien für Beiträge? Wie vermeiden wir Ermüdung durch immer wieder die gleichen Vortragenden? Wie gehen wir mit dem Erwartungsdruck um: ich komme um den und den dieses Jahr wiederzuhören?

 

MoodleMoot 2013: München : ein Blick zurück

Link: http://moodlemoot.de

Die MoodleMoot ist die jährliche Moodle-Anwenderkonferenz.  Sie fand von 28.-2. bis 1.3. in München an der Hochschule München statt. Vor den beiden Konferenztagen gab es  zwei Preconference-Tage mit halb- bis zweitägigen Workshops.

Neben den Moodle-Partnern eLeDia, eLearning im Dialog,  und MoodleSchule waren als lokale Partner die Hochschule München, das Goethe-Institut und die Akademie Dillingen beteiligt.

Ein paar der vielen Highlights:

  • Theme-Entwicklungsworkshop mit Julian Ridden aus Australien
  • Moodle-Developer-Workshop mit David Mudrak und Petr Skoda
  • eLearning Workshop von Gisela Prey und Sandra Spieker
  • Keynotes von Gunter Dueck, Martin Lindner und Martin Dougiamas
  • einhundert Einzelveranstaltungen an den beiden Konferenztagen
  • über vierhundert Teilnehmende
  • eine reibungslose Organisation vor Ort
  • keine langen Schlangen
  • ein tolles Konferenzgebäude (man merkte kaum, dass tatsächlich so viele Leute da waren)
  • viele sehr zufriedene Gesichter und viele nette Mails, die dem Team vor Ort zur gelungenen Veranstaltung gedankt haben.

Die Bärenarbeit vor Ort hat das Team der Hochschule München geleistet. Das eLearning Team der Hochschule, viele Studierende und Mitarbeiter aus der Hochschulverwaltung haben die Veranstaltung möglich gemacht. Dazu ein großes Danke schön.

Derzeit wird die Dokumentation fertiggestellt. Die Keynote-Mitschnitte werden erstellt und dann unter http://moodlemoot.moodle.de/course/view.php?id=162 veröffentlicht.

2014 wird es dann in Leipzig weitergehen.

24. Dezember 2012: Frohe Weihnachten

Wir wünschen Ihnen eine frohe Weihnachtszeit,

einen gesunden Start ins neue Jahr

und dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

==>>>Klicken Sie auf das Bild für unseren speziellen Weihnachtsgruß <<<==

 

Ralf Hilgenstock

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