Kategorie: "Content"

Deutscher Einbürgerungstest endlich komplett in Moodle

Juni 18th, 2010

Dies ist ein Projekt, das lange fast fertig war, aber leider warten musste. Nun ist es fertig. Der deutsche Einbürgerungstest ist nun komplett in Moodle verfügbar.

Der Einbürgerungstest besteht aus 300 Fragen. Zusätzlich gibt es je Bundesland 10 Fragen. Die Fragen werden beim Test kombiniert und man erhält 33 Fragen neu zusammengestellt für jeden Testversuch.

Registrierte Nutzer auf http://moodle.de können den Test selber ausprobieren. Erster Schritt jedes Teilnehmers ist die Auswahl des eigenen Bundeslandes. Danach wird nur der Test für das gewählte Bundesland angezeigt.

Für diese Funktion werden in Moodle zwei Optionen miteinander kombiniert. Die eigenständige Zuordnung in eine Gruppe durch Teilnehmer und die exklusive Anzeige von Inhalten für Gruppen. Esteres ist eine Zusatzfunktion in den Extended Moodle Hostingpaketen von eLeDia.

Beliebige Schriften in Moodle verwenden

Dezember 18th, 2009

Schriften in Moodle

Nachdem ich gestern schon mal auf die im Grundschulbereich gerne verwendete Schrift ‘Norddruck’ verwiesen habe, haben wir nun noch herausgefunden, das man im Prinzip beliebige Schriften im Moodle-Editor ergänzen kann.

Der Administrator/die Administratorin trägt in der Verwaltung für den Editor in eine leere Zeile der Tabelle für Schriften folgendes ein:

  • 1. Spalte: Schriftbezeichnung, die im Editor gezeigt werden soll.
  • 2. Spalte: Schrift des Betriebssystem, die dann gezeigt werden soll. Hier empfiehlt es sich gleich mehrere Schriften einzutragen. Diese werden dann verwandt wenn die zuerst genannte Schrift auf dem Anwender PC nicht vorhanden ist.

Dieses Verfahren erlaubt es auch Schriften, die Unternehmensstandard verwandt werden, vorzugeben.

Frei verfügbare Musik

November 8th, 2009

In einer sehr schön aufbereiteten Broschüre der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW finden sich viele Hinweise auf Quellen für Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde. Damit sind sie ohne Abgaben für GEMA in Online Medien nutzbar. Download: http://moodle.de/file.php/1/docs/LAG_Freie_Musik_im_Net.pdf

12 Millionen völlig frei verfügbare Bilder

März 25th, 2009

Dieser interessante Beitrag zeigt auf, dass 12 Millionen Bilder auf flickr.com frei verfügbar genutzt werden dürfen. Dabei meint frei verfügbar, dass sie auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen.

Weitere 100 Millionen Bilder können für nicht kommerzielle Zwecke verwendet werden.

Metawelle stellt fest:

Nimmt man sich einmal die Zeit um sich durch diesen riesigen Bilder-Pool zu klicken, so fällt auch auf, dass es sich dabei nicht nur um Schnappschüsse handelt. Unter diesen 12 Millionen Bildern lassen sich auch unzählige professionelle Fotografien finden. Neben einer kommerziellen Freiheit, ist für eine funktionierende digitale Kultur eine kreative Freiheit an Werken noch wichtiger. Etwa 63 Millionen aller zur Verfügung stehenden Bilddateien erlauben eine Bearbeitung, können also z.B. für Bildmontagen, Collagen, Filme, Animationen oder sonstige Projekte ohne die Notwendigkeit einer Nachfrage oder Klärung der Rechte verwendet werden (dabei muss natürlich zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Projekten unterschieden werden).

und das schafft ungeheure Möglichkeiten:

Vor allem im Schulischen Bereich, der Kreativität fördern soll, bietet ein solches Bildarchiv riesige Vorteile. Frei verwendbare Bilder für Referate und Vorträge z.B. oder für schulische Web- oder sonstige digitale Projekte um nur einige mögliche Anwendungsformen zu nennen.

Gerade hat das deutsche Wikipedia Projekt bekanntgegeben, dass nach den 100.000 Fotos zur deutschen Geschichte des Bundesarchivs, die seit Dezember eingepflegt wurden, nun weiter 250.000 Bilder aus den Beständen der deutschen Fotothek hinzukommen. Diese waren bisher schon für den privaten Gebrauch frei verfügbar. Nun werden sie völlig frei sein.

In medias res: Was Moodle kann und was nicht ...

Februar 22nd, 2009

So langsam nimmt die pädagogische Debatte rund um Moodle Fahrt auf. Das ist gut so.

Es ist nicht Moodle, das den Unterricht verändert. Moodle ist ein Instrument unter vielen in der Hand des Lehrenden, das das Potenzial hat Unterricht zu verändern. Aber es geht nicht von alleine.

Mathias Funk und Sven Gänger berichten in einem Beitrag über die Ergebnisse eines hessischen Modellversuchs zu e-Portfolios (Das E-Portfolio als Werkzeug zur Förderung selbstbestimmten Lernens? in:Zeitschrift für e-learning, 2-2008). Im Fazit schreiben sie u.a. “dass die Nutzung einer strukturierten E-Portfolio-Plattform nicht der Garant dafür ist, dass sich Unterricht in Richtung Selbstbestimmung und Individualisierung entwickelt.”
Hintergrund ist die Fallstudie dreier Lehrer, deren Einsatz von E-Portfolio zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führt und die Lehrpraxis und die Haltung der Lehrer entscheidend ist. Abschließend formulieren Sie, dass die Veränderung der Lernkultur bereits eingeleitet, zumindest aber ein erklärtes Ziel darstellen solle wenn E-Portfolios eingeführt würden.

Letztlich wird damit betont, nicht das Werkzeug ist das Ziel.

In der Taz findet sich am 28.1.2009 ein Beitrag über Blogs für das Lernen 2.0. Darin wird Kritik über Moodle laut:

Prinzipiell ist Scheppler mit Moodle nicht unzufrieden. Anderswo heimste die Plattform dagegen jede Menge Kritik ein und gilt unter Lehrern vielfach als das viel geförderte Tool, das niemand benutzen möchte. Vielen ist es zu kompliziert. Unterrichtsblog-Pionier Thomas Rau ist es zu hässlich, zu wenig öffentlich - und es fehlt die Möglichkeit, Schüler zur Heimarbeit mit Moodle zu verpflichten. Auch weil eben noch immer nicht davon ausgegangen werden kann, dass jeder Schüler einen Computer mit funktionierendem Internetanschluss zu Hause stehen hat.

Drei Stichworte liefert uns Lehrer Rau:
kompliziert: Die wesentlichen Dinge sind einfach. Man kann die einfachsten Dinge sehr effektiv nutzen. Man muss nicht alles haben. Es wird kein Tool geben, dass alle Lehrer lieben. Das ist Gesetz.
hässlich: Moodle kann angepasst werden. Es gibt viele Beispiele, die zeigen dass Moodle ganz anders aussehen kann, wenn man will. z.B: http://ecdl-moodle.de oder http://playpen.riverview.nsw.edu.au/moodle19/ oder http://quantum.riverview.nsw.edu.au/. Alles Moodle-Systeme, jedoch mit grafischen Anpassungen. Dass Schulen häufig die altbackensten Oberflächen auswählen, liegt nicht unbedingt an Moodle.
zu wenig öffentlich: Dies ist eine Frage des Öffnens und des Wollens. Da das Internet ein Gedächtnis hat, das nicht kontrollierbar ist, ist die Nicht-Öffentlichkeit ein ganz wesentlicher Schutzraum. Dennoch ein Lehrer kann jederzeit seinen Kurs für Gäste öffnen und damit öffentlich machen. Viele in der Lehre genutzte Blogs setzen aus meiner Sicht Schüler und Studenten einer Öffentlichkeit schutzlos aus.

Und nochmal Lehrer Rau aus der taz zitiert:

Nicht das Einzige, was Rau, der selbst an seiner Schule “Moodle-Beauftragter” ist, stört. “Das selbstorganisierte Lernen läuft damit auch nicht optimal", mäkelt er und gibt aber dennoch zu: “Aber es ist besser als gar nichts.”

Fink und Gänger (s.o.) machen sich in ihrem Beitrag eine Begriffsunterscheidung von Thomas Häcker zu eigen.

Von selbstgesteuertem Lernen spricht er, wenn die Lernenden lediglich bei den regulativen Prozessen des Lernens mitentscheiden können, also bei der Auswahl von Lernformen und Methoden. Von selbstbestimmten Lernen ist dagegen erst zu sprechen wenn … auch die Mitbestimmung bei den Inhalten und Lernzielen sowie bei der Einschätzung und Bewertung des Lernprozesses und der Lernergebnisse eine Bedeutung erhält.

Was ist nun selbstorganisiertes Lernen? Gabi Reinmann hat kürzlich in zwei Aufsätzen kritisiert, dass es in der Debatte an begrifflicher Klarheit fehlt.

Maik Rieken zieht nun eine persönliche Bilanz seiner Arbeit mit Moodle (hier und hier)

# Moodle muss den Lernenden (denen in der Teilnehmendenrolle) noch weit mehr Möglichkeiten geben, an der inhaltlichen und strukturellen Ausgestaltung von Kursinhalten zu partizipieren. Das geschieht bereits in einigen Lernaktivitäten, aber dieser Weg muss für mich noch konsequenter fortgeführt werden. Die Kommentarfunktion wäre da ein Beispiel. Ein individell frei gestalbarer Bereich für jeden Teilnehmenden - wie etwa durch Portfoliosystem (exabis) sind da für mich ein Schritt in die richtige Richtung, wenn diese Portfolios auch verschiedengradig öffentlich gemacht werden können: z.B. Gruppe, Kursbereich, Moodlesystem, Welt. Mahara macht es für ich in diesem Bereich exzellent vor.
# Inhalte aus Moodlekursen müssen losgelöst von personenbezogenen Daten für jedermann von überall auf der Welt recherchierbar sein. Nur so würde für mich die Schaffung von Kursinhalten effizient. Ich nutze die Inhalte in meinem Unterricht und bekomme von außerhalb meines Unterrichts dazu zusätzlich als Input. Mit “außerhalb” meine ich dabei nicht andere Lehrer oder Schüler.
# Moodle ist ein Unterrichtsinstrument, eine für mich geniale Zusammenführung verschiedener Methoden, von denen keine neu ist - ein Instrument verändert Unterricht durch die Art seiner Benutzung. Es ist für mich fahrlässig zu behaupten, dass ein Instrument von sich aus Unterricht verändert - wie es allgemeinen Hype um Moodle manchmal geschieht. Ohne eine Einführung in das Prinzip, welches hinter dem Kontruktivismus steht, wird Moodle m.E. keinen wirklichen Fortschritt bringen können, sondern lediglich bestehende Strukturen virtuell abbilden.

Ich stimme Maik an vielen Stellen zu. Ich finde eine Differenzierung besonders wichtig: Was schafft Moodle und was schaffen die Menschen, die mit Moodle arbeiten (wollen). Die Aussage ‘Moodle muss..’ ist für mich falsch. Hier ist zu allererst der Lehrende zu sehen. Er kann diese Rechte an vielen Stellen in Moodle schon längst vergeben. Man muss es halt geschickt kombinieren. Der Moodle-Weg erlaubt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Würde Moodle überall die Kommentierung und Gestaltung zulassen, dann wäre ein lehrerzentrierter Unterricht mit Moodle kaum mehr möglich. Und auch er hat seine Berechtigung.

Inhalte aus Moodlekursen müssen losgelöst von personenbezogenen Daten für jedermann von überall auf der Welt recherchierbar sein.” Hier bin ich mir nicht sicher, wie weit das denn wirklich gewollt ist. Wenn ein Lehrender das will, dann kann er es auch tun. Aber wollen die Lehrer das?

Ohne eine Einführung in das Prinzip, welches hinter dem Kontruktivismus steht, wird Moodle m.E. keinen wirklichen Fortschritt bringen können, sondern lediglich bestehende Strukturen virtuell abbilden.” Und da sind wir bei der Integration in Unterrichts- oder Schulentwicklungsprozesse. Aber das ist nicht die Verantwortung von Moodle.

Und nochmal Maik Rieken:

Viele meiner Konsequenzen sind bereits heute mit Moodle umsetzbar, wenn ich als Lehrender bereit bin, den Lernenden mehr zu vertrauen und ich den Mut aufbringe, mich ihrer wichtigen Kritik bzw. Rückmeldung auch auszusetzen. Ich wünschte mir in diesem Bereich mehr “Best-Practise”-Beispiele - völlig unabhängig von Moodle.

Und da, Maik, bin ich voll bei dir. Danke für deine kritische Sicht.

Material zur Vorbereitung auf die Vergleichsarbeiten Englisch

Januar 10th, 2009

Im März finden bundesweit die Vergleichsarbeiten in Klasse 8 in den Fächern Englisch, Französisch, Deutsch und Mathematik statt.

Bis Ende Januar wollen Marc Lachmann (MoodleSchule) und Ralf Hilgenstock mit einer Gruppe von Lehrern Vorbereitungsmaterial für Schüler für das Fach Englisch zur Verfügung stellen.

Das Material wird im Wesentlichen aus aufbereiteten bereits vorhandenen Audiodateien (für Hörverständnisübungen), transkribierten Texten (Leseverständnis) und dazu passenden Kontrollfragen bestehen.

Texte und Transkribierungen liegen bereits vor. Zum großen Teil auch Kontrollfragen. Wir suchen nun eine Reihe von Lehrern, die interessiert sind, dieses Material einzupflegen.

Das Material wird anschließend kostenfrei zur Verfügung gestellt. Erste Materialien sind bereits eingestellt. Wir wollen die Arbeiten so aufteilen, dass jeder mit geringem Arbeitsaufwand und wenig Vorkenntnissen mitmachen kann.

Interessenten wenden sich bitte direkt an mich (Ralf Hilgenstock info {@} moodle.de)

Freie Bilder des Bundesarchivs jetzt bei Wikipedia

Dezember 21st, 2008

Fast 100.000 Bilder zur deutschen Geschicht eaus dem Bundesarchiv stehen bald bei Wikipedia zur Verfügung. Sie dürfen frei auch für andere Zwecke genutzt werden.

Kohlenklau nach dem Krieg

Was Schüler mit digitalen Medien machen (können)

November 29th, 2008

Eindrucksvolle Ergebnisse des bayrischen Crossmedia-Wettbewerbs

12 % Klausel: Neue Regelung zum Kopieren aus (Schul-)Büchern

November 28th, 2008

Seit 1.8.2008 gibt es eine neue Vereinbarung zur Kopierbarkeit aus Büchern und auch aus Schulbüchern. Demnach ist das Kopieren bis zu 12 % eines Werkes im Schuljahr zulässig. Begrenzt ist dies auf max. 20 Seiten. Abweichende Regelungen gibt es anderen Büchern, Noten, Bildern und anderen Abbildungen.

Die Regelung gilt rückwirkend vom Jahresanfang bis Ende 2010.

Pressemitteilung des vds: http://www.vds-bildungsmedien.de/presse/pressemitteilungen/pm2008/2008-11-28-fotokopieren-an-schulen/

Über 400 Kurse unter Creative Commons Lizenz

Mai 9th, 2008

Die Open University in England ist die größte Fernuniversität der Welt. Auf ihrem Moodle-System studieren 200.000 Studenten.

Seit einiger Zeit werden nach und nach Kurse online frei verfügbar bereit gestellt. Die Kursinhalte stehen unter einer Creative Commoms Lizenz. Damit ist es in den meisten Fällen erlaubt diese Inhalte nicht nur zu nutzen, sondern sie auch weiter zu bearbeiten.

Unter Open Learning stehen diese Kurse zur Verfügung: http://www.open.ac.uk/openlearn/home.php