Spamschutzprogramm und Mailversand aus Moodle.

Wir erhalten immer wieder Nachrichten, dass E-Mails aus Moodle nicht zugestellt worden sind.

In den meisten Fällen handelte es sich hierbei um Mailaccounts bei Freemail-Anbietern. Diese schieben Mails von unbekannten Absendern erst mal in das Spam-Postfach. Erst wenn man dort nachschaut findet man die Mails dann.

In zwischen erhalten wir immer öfter folgende Mails:

Hallo!

Ihre E-Mail ist eingegangen, wurde aber vom Antispamprogramm unter “unbekannter Absender” abgelegt. Bitte verifizieren Sie sich als Absender, indem Sie diese Mail einfach per “beantworten” wieder zurücksenden. Aufgrund des unten eingefügten Codes werden Sie dann beim Eingang dieser E-Mail als vertrauenswürdiger Absender im Antispamprogramm gespeichert. Es ist nicht notwendig, die ursprüngliche E-Mail noch einmal zu senden.

Vielen Dank!

Diese wirkungsvollen lokalen Anti-Spam Programme helfen ebenfalls die Spam-Flut einzudämmen. Sie lassen erst einmal nur Mailaeingänge zu wenn der Absender bereits bekannt ist, weil sie ihm eine Mail geschrieben haben, oder er sich bei Ihnen bestätigt hat. Dazu versenden sie an jede unbekannte Mailabsenderadresse eine Information. Erst wenn diese vom Absender bestätigt wird, wird die ursprüngliche Mail auch dem Empfänger zugestellt.

Das Verfahren:
1. Klaus M. meldet sich bei Moodle mit seiner Mailadresse an
2. Klaus M. erhält von Moodle eine E-Mail zur Bestätigung der Anmeldung
3. Das Anti-Spam-Programm kennt das Moodle-Programm und die Absenderadresse des Administrators noch nicht und hält es für Spam. Deshalb schickt es dem Admin eine Nachricht (s.o.)
4. Der Admin soll diese Mail bestätigen.
5. Danach wird Klaus M. erst in seinem Mailprogramm die ursprüngliche Bestätigung vorgelegt (siehe 2.).
Tut der Admin dies nicht, so bleibt die Bestätigungsmail aus Moodle im Spamordner von Klaus M. liegen.

Die Administratoren von Moodle können nicht täglich solche Mails durchsehen und werden sie daher meist ignorieren. Zusätzlich haben die Spammer die Existenz dieser Programmen inzwischen auch kennengelernt. Sie nutzen die Texte und versenden wahllos entsprechende Mails. Werden diese beantwortet, so erhalten Sie eine verifizierte E-Mail und können diese mit Spam versorgen.

Uns bleibt hier nur übrig, die Teilnehmer zu informieren, dass Sie ggfs. Mails aus Moodle erst einmal auch im Spam-Postfach suchen müssen.

"Was ich noch zu sagen hätte": bewegende Abschiedsrede von Schulz von Thun.

Wer heute im Bildungswesen tätig ist, kommt an einem Namen nicht vorbei: Friedemann Schulz von Thun. Er hat nunmehr in einem Abschiedsvortrag an der Universität Hamburg seinen Lebensgang Revue passieren lassen lassen. Lohnenswert!

Online lernen setzt sich langsam durch - eine quantitiative Betrachtung

Online lernen wird nach und nach zu einem selbstverständlichen Bestandteil unserer Lernwelt. Während die Marktschreier der E-Marktes vor Jahren wähnten digitale Medien würden bereits in Kürze den klassichen Unterricht völlig überflüssig machen, ist inzwischen längst eine realistischere Betrachtung eingetreten.

In vielen Bildungsbereichen sind online gestützte Lernprozesse zu einem selbstverständlichen methodischen und didaktischen Element geworden. In diesem Frühherbst wehte ein kalter Luftzug durch die Szenerie als die Frage gestellt wurde, ob man nicht künftig auf ‘E-Learning’ ganz verzichten könnte. Gemeint war jedoch nicht, E-Learning wieder einzustampfen, sondern auf das ‘E-’ zu verzichten und die Nutzung von Online-Lernwerkzeugen ganz normal in den Werkzeugkasten pädagogischen Handelns einzureihen und ihm damit den Nimbus des besonderen zu nehmen.

Die deutsche Diskussion war ein Abklatsch einer bereits seit über einem Jahr stattfindenden internationalen Debatte mit gleichem Tenor.

In den letzten Jahren hatte ich Gelegenheit viele unterschiedliche Organisationen bei der Implementierung von Online lernen zu begleiten; darunter Unternehmen wie auch Schulen, kleine und große Organisationen.

Betrachtet man Schulen so stellt man zunächst fest, dass sich häufig nur wenige Lehrer mit dem Thema engagiert auseinander setzen. Etwas despektierlich könnte man von kleinen Inseln sprechen. An manchen Schulen sind es drei Lehrer an anderen ein gutes Dutzend, die den Weg beginnen, mit Online Lernangeboten neue Impulse zu setzen. Schulen haben häufig zwischen 40 und 80 Lehrer und zwischen 500 und 1.000 Schüler.

Von einer deutschen Hochschule las ich gerade, inzwischen würden gut 10 % der Lehrveranstaltungen mit einer Lernplattform unterstützt. Viel oder wenig? Vergleicht man dies mit den Daten der Unternehmen, so ist es auf den ersten Blick nahezu rückständig, was Schulen und Hochschulen zu bieten haben.

Bereits in der ersten Anwendung schult eine Agentur 2.000 Promotoren für eine Kundenprojekt. Eine Bank schult alle Mitarbeiter in neuen gesetzlichen Bestimmungen und den sich daraus ergebenden Veränderungen im Bankhaus.

Sieht man sich die Daten etwas genauer an, so scheinen sie in einem anderen Licht. Die Rahmenbedingungen sind im Unternehmen und in Schule/Hochschule völlig andere.

Das genannte Bankhaus qualifizierte drei Mitarbeiter einheitliche Lernprogramme für über 6.000 Mitarbeiter zu entwickeln, die damit einheitlich geschult wurden. Ein als E-Learning-Autor qualifizierten Mitarbeiter steht 2.000 Mitarbeitern gegenüber.

Eine Hochschule hat bei 30.000 Studenten etwa 3.000 Mitarbeitende und führt vielleicht 6.000 Lernangebote im Jahr durch. In der Schule unterrichten 50 Lehrer 750 Schüler. Im Jahr werden 300-400 ‘Fächer’ (Lehrer x unterrichtete Klassen/Schuljahr) unterrichtet. Wenn in dieser Schule sechs Lehrer E-Learning aktiv als Autoren einsetzen, ergibt sich ein Verhältnis von 1:125.

Eine Schweizer Kollegin berichtet mir kürzlich, dass sie inzwischen 25 % aller Lehrer gewonnen habe E-Learning einzusetzen.

Da das Produkt von Schule und Hochschule ‘Lernen’ ist, ist es selbstverständlich, dass das Verhältnis von Lehrenden zu Lernenden deutlich günstiger ist als in einem Unternehmen. Schulen und Hochschulen haben einen deutlich differenzierteren Lernkanon an meist kleinere Gruppen weiter zu geben, wie es in Unternehmen der Fall ist.

Während das Unternehmen gar nicht erst anstrebt, alle leitenden Mitarbeiter zu Lehrenden zu machen, ist dies in der Schule Normalität.

So betrachtet ist eine Schule, die 15-20 % ihrer Lehrer innerhalb eines Jahres dazu bewegt, punktuell E-Learning zu nutzen, auf einem guten Weg.

Martin Dougiamas in Berlin: 1. Dezember: Einladung

Während der ONLINE-EDUCA in Berlin lädt eLeDia am 1. Dezember zu einem Vortrag und Diskussion mit dem australischen Begründer und Entwickler von Moodle Martin Dougiamas ein. Martin Dougiamas wird über den aktuellen Stand der Entwicklung von Moodle 2.0 berichten. Ca. ab 19.30 Uhr in Berlin-Tiergarten.

Zur anteiligen Finanzierung der Reisekosten ist ein Teilnahmeentgelt (30 Euro inkl. Umsatzsteuer) zu entrichten.

Anmeldungen für diesen sicherlich einmaligen Abend können ab sofort unter online-educa@eledia.de erfolgen.

Alle angemeldeten Personen erhalten genaue Angaben zum Veranstaltungsort. Anmeldungen sind verbindlich und verpflichten zur Zahlung. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Frei verfügbare Musik

In einer sehr schön aufbereiteten Broschüre der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW finden sich viele Hinweise auf Quellen für Musik, die unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht wurde. Damit sind sie ohne Abgaben für GEMA in Online Medien nutzbar. Download: http://moodle.de/file.php/1/docs/LAG_Freie_Musik_im_Net.pdf

13. Workshop "Multimedia in Bildung und Wirtschaft" mit der Tagung "eLearning in Schulen und Hochschulen"

Am Freitag hatte ich das Vergnügen auf dem 13. Workshop ‘Multimedia in Bildung und Wirtschaft’ in Thüringen über die Entwicklung von Moodle zu sprechen.

Die Präsentation kann einfach durchgeklickt werden.





ADL bestätigt Moodle SCORM-Kompatibilität

Link: http://webapps.adlnet.gov/CertifiedProducts/Certification.aspx?ID=297

Es nun offiziell bestätigt. Moodle ist SCORM kompatibel.

Was den einen nun gar nichts sagt, ist für andere eine wichtige Nachricht.

Mit Hilfe von Autorensoftware kann Lerninhalt aufbereitet und im sog. SCORM-Format exportiert werden. Dieses kann dann in Moodle als Lernpaket im Kurs integriert werden.

Moodle unterstützte die Einbindung von SCORM Lernpaketen schon seit vielen Jahren, nun ist von ADL, die den Standard entwickeln und pflegen die Kompatibilität offiziell bestätigt worden.

Der SCORM Standard liegt in unterschiedlichen Versionen vor. Die Version SCORM 1.2 wird heute fast ausschließlich verwendet. Nur in ganz wenigen Situationen ist die Version SCORM 2004 (1.3) erforderlich. Der neuere Standard 1.3 konnte sich bis heute am Markt nicht durchsetzen. Moodle unterstützt weite Teile des Standards 2004 hat sich jedoch unter 1.2 zertifizieren lassen.

In der Zwischenzeit ist Moodle jedoch wesentlich weiter gegangen. Es gibt einen neuen Standard mit Namen Common Cartridge. Dieser wird von IMS entwickelt. Diesem Konsortium, das auch für den Testfragenstandard (IMS-QTI) verantwortlich zeichnet, gehört Moodle selber an.
Common Cartridge erlaubt wesentlich mehr Funktionen in austauschbare Formate zu integrieren als mit Hilfe von SCORM. Während SCORM sich immer auf den isolierten Einzellerner konzentriert, erlaubt Common Cartridge auch kommunikative Elemente, wie Foren austauschbar zu gestalten.

Moodle hat inzwischen erste Importfunktionen für Common Cartridge implementiert. Sie befinden sich in der Testphase. Insbesondere Verlage haben inzwischen sehr großes Interesse an diesem Standard gezeigt. Es lässt sich noch nicht genau sagen, wann der Import und wann auch ein Export aus Moodle verfügbar sein wird.

Wie viele Funktionen benötigt Ihr Moodle-System?

In den letzten Wochen und Monaten erreichten uns immer wieder Anfragen von Kunden nach Moodle-Systemen mit deutlich weniger Funktionen. Diese Woche war ich in einer Veranstaltung in der Teilnehmer über den Auswahlprozess für eine Lernplattform diskutierten und beklagten, das größte Problem sei es meist, Funktionen loszuwerden, die man nicht benötige.

Wir haben uns daran gemacht Moodle auch einmal ganz reduziert anzubieten. Wir können nun auch Moodle-Systeme mit ganz wenig Funktionen anbieten:

Lernaktivitäten

  • Forum
  • Test (nur mit Single- und Multiple-Choice-Fragen)
  • Textseiten, Dateien und Links

Kursbearbeitungsfunktionen reduziert auf

  • Bewertungen
  • Dateiupload
  • Testfragenerstellung

Hier ein paar Bilder von http://mini.moodle.de

Wenige Lernaktivitäten Ganz wenige Blöcke

Weniger Administrationsfunktionen

Die Systeme stehen nunmehr auch im Hosting von http://eledia.de auf Anfrage zur Verfügung.
Wie viel Moodle brauchen Sie?

Moodle Zertifizierung neu aufgelegt

Link: http://moodle.de/mod/book/view.php?id=1863

Die Moodle Zertifizierung ermöglicht es, seine eigenen Kenntnisse in der Anwendung der Moodle Lernplattform zu dokumentieren und zu erweitern.

In einem dreistufigen Prozess wird ein Projektkurs angelegt, werden Fragen zur Reflexion bearbeitet und ein online Anschlusstest abgelegt. Am Ende erhalten die erfolgreichen Kandidaten ein internationales Abschlusszertifikat.

Die Zertifizierung erfolgt vollständig online über einen Zeitraum von zwölf Wochen.

Wir haben inzwischen unsere Informationen zur Zertifizierung aktualisiert. Alle Daten sind auf moodle.de nun wieder auf dem neuesten Stand.

Moodle kann auch persönlich ...

Die Moodle Lernplattform kann auch die Teilnehmer persönlich ansprechen. Der folgende Screenshot zeigt es ganz gut.

Diese Funktion wird durch eine kleine Erweiterung möglich.