Youtube-Video an festgelegter Stelle in Moodle starten

Eine Situation, die ich schon öfter erlebt habe: Ein 30-Minuten Video soll in einem Kurs ab Minute zwölf gezeigt werden. Der Teil davor ist nicht so wichtig. Nun kann man den Teilnehmern sagen, sie sollten vorspulen. Aber wer tut das schon. Hajo Henke - unser Mann in München - hat mir den Trick verraten wie man das bei Youtube-Videos ganz einfach machen kann.

Moodle Jahresbilanz 2014: unglaublich

Moodle schlägt immer wieder meine Erwartungen.

Aus über 230 Ländern der Welt sind Moodle-System registriert. Die Zahl der aktiven Moodle-Systeme ist nicht bekannt. Weltweit sind über 50.000 Systeme registriert. Das ist aber nur ein Bruchteil der betriebenen Systeme. Von den bei eLeDia betriebenen Systemen sind vermutlich weniger als 20 % registriert. Wenn ich diese Zahl hochrechnet sind über eine viertel Millionen Moodle-Systeme im Betrieb.

Moodle wird in sehr kleinen Systemen betrieben. Viele Systeme haben weniger als hundert Nutzer. Genauso sind aber auch Systeme mit über 500.000 Nutzern bekannt.

Moodle ist bereits im Grundpaket äußerst funktionsreich. Dennoch: inzwischen sind über 960 Zusatzplugins veröfentlicht.Alleine in 2014 sind mehr als 200 Plugins - im Schnitt alle 1,5 Tage ein Plugin - veröffentlicht worden.

Bevor Plugins veröffentlicht werden, werden diese von einem Team direkt bei Moodle durchgesehen. Dabei wird geprüft, ob die Programmierrichtlinien von Moodle zumindest weitgehend eingehalten werden.

Diese Plugins sind ein Zeichen für eine rege Entwicklergemeinde und dennoch ein zweischneidiges Schwert. Softwareanwendungen im Web bedürfen einer dauerhaften Pflege. Sicherheitsupdates müssen installiert werden. Andernfalls geht man über kurz oder lang Risiken ein. Bei Moodle erfolgt eine Pflege der aktuellen Moodle-Programmpakete. Dies umfasst auch Sicherheitsfragen.Fürdie Pflege der Plugins sind deren Entwickler verantwortlich.

Je mehr Zusatzpakete man installiert, desto abhängiger wird man auch von den Entwicklern dieser Pakete. Werden diese Pakete gepflegt? Erfolgt dies zeitnah? Werden Fehler in diesen Plugins beseitigt? Wenn dies nicht erfolgt, verhindert das ein Update oder verzögert es. Manchnmal wird es sogar erforderlich sein, das Plugin wieder zu deinstallieren.

Dennoch Moodle hat auch im letzten Jahr gezeigt, dass es in jeder Hinsicht ein Erfolgsmodell ist.

Moodle-Trainerhandbuch wird neu aufgelegt

Derzeit arbeite ich an der Neuauflage des Moodle-Trainierhandbuchs. Das Projekt lag einige Zeit brach. Inzwischen ist es jedoch gut vorangekommen.
Ich habe nachgesehen: Die erste Ausgabe ist 2005 erschienen. Dann gab es mehrere aktualisierte Neuauflagen. Damit wird die Neuauflage so etwas wie eine Jubiläumsedition.

Juristen schreiben verständliche Texte

Juristen sind dafür bekannt, schwer verdauliche Texte zu formulieren. Das Bundesarbeitsministerium hat in einer Verordnung zur Umsetzung des Mindestlohngesetzes festgelegt wer nicht verpflichtet ist die Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu dokumentieren.

 Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung:

"Die Pflicht zur Abgabe einer schriftlichen Anmeldung nach § 16 Absatz 1 oder 3 des Mindestlohngesetzes, die Pflicht zur Abgabe einer Versicherung nach § 16 Absatz 2 oder 4 des Mindestlohngesetzes sowie die Pflicht zum Erstellen und Bereithalten von Dokumenten nach § 17 Absatz 1 und 2 des Mindestlohngesetzes werden vorbehaltlich des Satzes 3 dahingehend eingeschränkt, dass sie nicht gelten für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt brutto 2.958,00 EUR überschreitet und für die der Arbeitgeber seine nach § 16 Absatz 2 des Arbeitszeitgesetzes bestehenden Verpflichtungen zur Aufzeichnung der Arbeitszeit und zur Aufbewahrung dieser Aufzeichnungen tatsächlich erfüllt. Für die Ermittlung des verstetigten Monatsentgelts sind ungeachtet ihrer Anrechenbarkeit auf den gesetzlichen Mindestlohnanspruch nach den §§ 1 und 20 des Mindestlohngesetzes sämtliche verstetigten monatlichen Zahlungen des Arbeitgebers zu berücksichtigen, die regelmäßiges monatliches Arbeitsentgelt sind. In Bezug auf die in Satz 1 genannten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hat deren Arbeitgeber diejenigen Unterlagen im Inland in deutscher Sprache bereit zu halten, aus denen sich die Erfüllung der in Satz 1 genannten Voraussetzungen ergibt."

 Die beiden Sätze sind "so schön", dass ich den ersten einmal neu sortiere:

Die Pflicht
    zur Abgabe einer schriftlichen Anmeldung nach § 16 Absatz 1 oder 3 des Mindestlohngesetzes,
    die Pflicht zur Abgabe einer Versicherung nach § 16 Absatz 2 oder 4 des Mindestlohngesetzes sowie
   die Pflicht zum Erstellen und Bereithalten von Dokumenten nach § 17 Absatz 1 und 2 des Mindestlohngesetzes
werden
   vorbehaltlich des Satzes 3 dahingehend
eingeschränkt,
dass sie nicht gelten  für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt brutto 2.958,00 EUR überschreitet
und für die der Arbeitgeber seine nach § 16 Absatz 2 des Arbeitszeitgesetzes bestehenden Verpflichtungen zur Aufzeichnung der Arbeitszeit und zur Aufbewahrung dieser Aufzeichnungen tatsächlich erfüllt.

Verständlich heißt es also: Für Arbeitnehmer, die mehr als 2.958 ? Brutto verdienen wird die Pflicht zu 1., 2. und 3. aufgehoben.  Die Satzkonstruktion hat die Juristen jedoch so gefordert, dass Ihnen entgangen ist, dass §17 Absatz 2, Satz 3 gar nicht existiert. Der Absatz umfasst nur 2 Sätze.  Gleiches gilt für alle anderen Absätze der § 16 und 17.

Der Vorbehalt des Satzes 3 kann sich nun natürlich auf den dritten Satz dieser Verordnung beziehen. Das würde dann heißen:

Die nicht zu erstellenden Dokumente sind in deutscher Sprache abzufassen und im Inland bereit zuhalten.

Das sollten nun unbedingt  zum Anlass genommen werden, die MiLoDokV-ÄV, also die Änderungsverordnung zur Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung, mit dem Ziel der Klarstellung des Inhalts von Satz 1 i.V.m. Satz 3 der MiLoDokV in den ministeriellen Entscheidungsprozes zu bringen.

Nur so nebenbei: das Ganze gilt nur dann wenn man als Arbeitgeber geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer einsetzt oder in Branchen tätig ist in denen Schwarzarbeit häufig angenommen wird.  Das eine steht im Sozialgesetzbuch IV, das andere im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz.

Aufforderung:

Liebe Mitarbeiter im Bundesarbeitsministerium. Ich finde die Einführung des Mindestlohns gut und richtig. Die Einhaltung des Mindestlohn muss auch kontrollierbar sein. Die Auflagen zur Umsetzung eines Gesetzes müssen aber auch so formuliert werden, dass normal gescheite Menschen sie beim Lesen verstehen können.Ok, ok. Ich bin nicht eure Zielguppe. Oder doch?

Wie bin ich eigentlich darauf gekommen?

In verschiedenen Medien war zu lesen, dass seit vorgestern für Mitarbeiter, deren Lohn unter ~ 3.000 ? liegt, Arbeitszeitbeginn und -ende erfasst und zwei Jahre dies aufbewahrt werden muß. Als Arbeitgeber wollte ich nun wissen, ob ab Montag wir hier etwas  zu beachten haben. Ergebnis: wir sind nicht betroffen, da wir keine geringfügig Beschäftigten haben und nicht in den Schwarzarbeits-Branchen tätig sind.

Womit ich jetzt (nicht) rechne ...

.. dass irgendein Jurist mir erklärt, dass das alles so gar nicht verstanden werden kann und alles eine ganz andere Bedeutung hat.

Von Rechts wegen: Ausblick auf 2015

Anfang Dezember hat das Bundeskabinett den Entwurf eines IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet. Dieses wird in den nächsten Monaten im Bundestag beraten.

Teil dieses Gesetzs ist eine Änderung des Telemediengesetzes. Betreiber einerLernplattform unterliegen auch diesem Gesetz.

Im Gesetzentwurf heißt es nun:

?(7) Diensteanbieter haben, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist, im Rahmen ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit für geschäftsmäßig angebotene Telemedien durch technische und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass
1. kein unerlaubter Zugriff auf die für ihre Telemedienangebote genutzten technischen Einrichtungen möglich ist und
2. diese
a) gegen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten und
b) gegen Störungen, auch soweit sie durch äußere Angriffe bedingt sind,
gesichert sind. Vorkehrungen nach Satz 1 müssen den Stand der Technik be-rücksichtigen. Eine Maßnahme nach Satz 1 ist insbesondere die Anwendung eines als sicher anerkannten Verschlüsselungsverfahrens."

In meiner Lesart ergeben sich daraus für den Betrieb von Lernplattformen zwei Anforderungen:

  1. Lernplattformen müssen regelmässig upgedatet werden.
  2. https:// Verschlüsselung wird Standard.

Das regelmässig Update ist unabdingbar, da nur so die geforderten technischen Vorkehrungen zum Schutz der Daten gewährleistet werden. Der Betrieb von Lernplattform-Versionen für die keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung gestellt werden, ist somit ein Gesetzesverstoss.

Die Datenverschlüselung wird ausdrücklich gefordert.

Auch wenn dies noch nicht verabschiedet ist, gehe ich davon aus, dass es in nahezu dieser Form im Bundestag verabschiedet wird.

Von Rechts wegen: Nachtrag zu 2014

In den letzten zwei Monaten gab es  zwei wichtige juristische Entscheidungen:

Der Europäische Gerichtshof hat festgestellt, dass öffentlich verfügbare YouTube-Videos durch einen Einbett-Code (embed) auf anderen Seiten genutzt werden und (!) dadurch keine Urheberrechtsverletzung stattfindet. Begründet wurde dies damit, es würde keine zusätzliche Öffentlichkeit geschaffen, denn die Videos seien ja bereits für Jedermann verfügbar.

Thomas Schwenke hat in seinem Blogbeitrag http://rechtsanwalt-schwenke.de/eugh-embedding-haftung-youtube/ dargestellt, dass man dieses Urteil nicht so interpretieren könne, auch andere Inhalte (z.B. Grafiken, Fotos oder Texte) dürften nun per Embed-Link eingebettet werden. Also Vorsicht bitte.

Urheberrecht: § 52a gilt jetzt unbefristet. Bundestag und Bundesrat haben Anfang Dezember die zeitliche Befristung des § 52a aufgehoben. Der Passus war in den letzten Jahren mehrfach zeitlich befristet worden und gilt nun (vorläufig) dauerhaft. Dies betrifft vorwiegend die Hochschulen.

§ 52a legt fest, dass urheberrechtlich geschützte Werke (ausgenommen Lehrwerke) in kleinen Teilen für Unterrichtszwecke genutzt werden dürfen (http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html). Diskussionspunkt war die Frage, was denn diese 'kleinen Teile' sein sollen. Nach einem Musterprozess zwischen der Fernuniversität Hagen und dem Kröner Verlag ist dies nun höchstrichterlich geklärt.

Kleine Teile sind maximal 12% eines Werkes bzw. max. 100 Seiten: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2013&Sort=3&nr=66067&pos=0&anz=193.

Nach dieser Klärung ist das Thema jedoch noch nicht ganz abgeschlossen. Das Landgericht Stuttgart wird im Januar noch über die Frage einer angemessenen Vergütung entscheiden. Dies hat grundsätzliche Bedeutung.

Der vierte Absatz von §52a UrhG geht auf die Vergütung dieser Nutzung ein. Wenn der Rechteinhaber (meist der Verlag) ein "angemessenes Lizenzangebot" bereitgestellt hat, entfällt das kostenfreie Nutzungsrecht. Nachdem bisher 'kleine Teile'  ein unbestimmter Begriff war, ist nun also  'angemessenes Lizenzangebot' zu klären.

Unter Führung des UTB-Verlages entsteht gerade eine Plattform 'Digitaler Semesterapparat': http://booktex.de. Hier soll es künftig möglich sein, sich schnell einen Überblick über Lizenzkosten in Abhängigkeit von der Dauer der Nutzung und der Zahl der Nutzer zu verschaffen. Zugleich soll einfach eine Lizenz abgeschlossen werden können.

Dr. Bertram Salzmann, der  Booktex leitet und bis zum Jahresende Geschäftsführer von UTB war, erläuterte mir bei einem Gespräch, dass man nun noch auf das Ergebnis der Gerichtsverhandlung in Stuttgart warte, um dann konkrete Angebote zu unterbreiten.

Ist Moodle 2.8 reif für den Alltag?

Im November 2014 ist Moodle 2.8 veröffentlicht worden. Halbjährlich im Mai und November gibt es eine neu Moodle-Version, die auch neue Funktionen enthalten. Dazwischen werden Fehlerkorrekturen und Sicherheitsverbesserungen veröffentlicht.

Neue Funktionen beinhalten das Risiko, dass trotz sorgfältiger Tests Fehler erst nach der Veröffentlichung sichtbar werden. Bei derEntwicklung neuer Moodle-Funktionen gibt es einen Feature freeze-Zeitpunkt. Vier bis sechs Wochen vor den Versionsveröffentlichung werden keine neuen Funktionen mehr entwickelt. Es wird geprüft, was reif zu sein scheint für eine Veröffentlichung. Dann erfolgt die Testphase. Anhand von vordefinierten Szenarien erfolgt der Test der neuen Funktionen, aber auch bestehende Funktionen werden noch einmal geprüft. Unter qa.moodle.net kann man sich daran beteiligen.  Mehr Informationen dazu unter https://docs.moodle.org/dev/QA_testing .

Dennoch, es hat sich bewährt, neue Versionen erst sorgfältig zu prüfen und Erfahrungen abzuwarten. Bei eLeDia haben wir es uns angewöhnt, selber Erfahrungen mit einer neuen Version zu sammel und die Berichte anderer Nutzer zu prüfen. Planmässig führen wir das Upgrade einer neuen Version zwei Monate nach der Erstveröffentlichung durch. Dazu warten wir das erste Folgerelease mit Fehlerkorrekturen ab.

Für Moodle 2.8 ist es dann Mitte Januar soweit.  Da es bereits wenige Tage nach Erstveröffentlichung mit 2.8.1 eine Korrektur gab, rechnen wir am 12. Januar mit der Freigabe von Moodle 2.8.2. Das ist zugleich der Start für das Update bei eLeDia-Kunden.

Moodle-Blog wird eLearning-Blog

Dieser Blog hat im letzten Jahr sehr vor sich hin gedümpelt. Ich habe fast keine Beiträge verfasst. Das wird sich ändern. Zumindest gehört dazu den Vorhaben für 2015. Mal schauen wie lange es anhält.

Zunächst. Der Name des Blogs wurde geändert: Aus Moodle-Blog wurde eLearning-Blog. Ich werde hier also demnächst etwas weiter gefasste Themen behandeln. Das hat auch damit zu tun, das wir bei eLeDia (http://eledia.de)  weitaus mehr Produkte anbieten als früher.

Moodle, VideoStreaming, OpenMeetings, Adobe Connect, Mahara, Articulate Storyline, iSpringsolutions. Und - vermutlich wird noch ein Produkt hinzukommen. Dazu mehr wenn dei Verträge unter Dach und Fach sind.

Jobangebot: Moodle Systemadministrator (m/w) in Berlin

eLeDia betreut hunderte von Moodle-Systemen. Für die Installation, Wartung und Pflege suchen wir eine/n System-Administrator/in in Berlin.

Du hast praktische Erfahrung mit LAMP-Systemen auf physikalischen und virtuellen Servern.  Der Programmcode wird unter GitHub verwaltet. Wir sind bestrebt die Prozesse kontinuierlich weiter zu optimieren. Hier bist du mit Ideen, Rat und Tat gefragt.  Unsere Kunden sind überwiegend deutschsprachig. Mit Ihnen wirst du ggfs. Probleme klären und manchmal auch für die Kunden komplizierte Zusammenhänge verständlich erläutern. Englischsprachige Mails oder Telefonate sollten dich nicht aus der Ruhe bringen.

Wenn Moodle für dich Neuland ist, sorgen wir für deine Einarbeitung. Du wirst in unserem Team mit Entwicklern, Grafikern und Trainern sowie Content Entwicklern zusammenarbeiten.

Unsere Büros liegen zwischen Kreuzberg und Friedrichshain und sind bestens an die S-Bahn angebunden.

Interesse? Dann findest du in folgender Datei alle Informationen: server_admin_2014_de.pdf

Bewerbungen bitte an personal ( at ) eledia.de.


Landgericht Köln beschränkt CC-NC-Lizenz auf rein private Nutzung

Link: http://www.ifross.org/artikel/lg-k-ln-beschr-nkt-cc-nc-rein-private-nutzungen

Das Institut fürRechtsfragen der freien und Open Source Lizenzen berichtet heute über ein Urteil des Landgerichts Köln zur Nutzung von NC-Lizenzen. NC steht für non-commercial. Bei den Creative Commons Lizenzvermerken kann man zwischen verschiedenen Lizenztypen wählen, die Nutzern des Werkes unterschiedliche Rechte einräumen.

Das Landgericht urteilt nun Werke, die mit einer NC Lizenz versehen seien, dürften nur für den privaten Gebrauch genutzt werden.  Das Urteil ergeht gegen das Deutschlandradio. Ob das Urteil Bestand hat oder dagegen Rechtsmitel eingelegt werden ist unklar.

Bereits früher wurde festgestellt, dass die NC-Lizenzen vielfach im Bildungsbereich keine gute Wahl sind. Sie verhindern, dass z.B. private Schule (Schulgeld), Hochschulen (Immatrikulations/Semestergebühr), Volkshochschulen (Teilnahmegebühren) diese Materialien nutzen können.

Das Urteil würde nun bedeuten, dass für den Unterricht NC-Materialien nicht genutzt werden dürfen, da es sich dabei nicht um eine private Nutzung handelt. Aus meiner Sicht sind die CC-BY-SA Lizenzen wesentlich besser geeignet. Siehe dazu auch hier.