MoodleMoot: ein vierter Blick zurück

Darf man eigentlich so oft zurückblicken? Sollte man nicht besser nach vorne blicken?

Es gibt - im Nachinein - etwas, was mir besonders aufgefallen ist.  Vielleicht bin ich gerade zu empfindlich. Vielleicht verändern sich aber auch Erwartungshaltungen.

  • “Ich habe mich letzte Woche registriert und das Geld überwiesen und nach vier Tagen ist mein Zugang immer noch nicht freigeschaltet.” Ok. Es dauerte zum Teil wirklich (gefühlt zu)  lange, aber muß alles in Echtzeit gehen und jeden Tag der Geldeingang kontrolliert werden, um freizuschalten? Oder wird automatisch erwartet, dass so etwas in Echtzeit automatisch  und nicht manuell geht? Wäre es eigentlich ok wenn wir Zahlungen nur per Kreditkarte oder Einzugsermächtigung abwickeln? Ginge das bei den Zahlern über Schulen oder Hochschulen? Fändet ihr 5,- bis 8,- € Kosten pro Buchung bei Kreditkarten ok?
  • “Meine Schule gibt mir jetzt doch nicht frei. Ich muß kostenfrei stornieren.” “Bitte machen Sie meine Registrierung kostenfrei rückgängig. Eine Woche vor Konferenzbeginn.” “Ich bin erkrankt, kann Ihnen gerne ein Attest zusenden. Bitte erstatten Sie die Konferenzgebühr.” ‘Es ist eine Unverschämtheit, dass Sie bei Abmeldungen auch noch Ausfallgebühren haben wollen. Sie wissen doch, dass Schulen eigentlich kein Geld haben.”
    In diesem Jahr haben sich solche Mails gehäuft. Es war das erste Mal, dass wir sehr klare Teilnahmebedingungen formuliert haben. Da stand von Anfang an drin, dass wir Stornokosten erheben. Warum? Es ist unser Risiko, ob wir den Platz wieder belegt bekommen. Jede Buchung verursacht Aufwand, jede Rückzahlung verursacht zusätzlich Aufwand.
  • “Ich bin enttäuscht, dass Sie nicht einmal den Referenten Bestätigungen über ihre Teilnahme als Referent ausstellen.” Ist das mittlerweile Standard? Das muß irgendwie an mir vorbeigegangen sein. Das ist ein nicht unbeträchtlicher Aufwand. Es geht nicht um ein Dutzend Bescheinigungen, sondern um ca. 250 individuelle Bescheinigung mit Namen und Vortrag und Zustellung auf irgendeinem Weg.  Der Aufwand dafür inkl späterer Ersatzausstellung und Fehlerkorrektur sind ungefähr 1,5 Arbeitstage.
    Zudem habe ich ein anderes Problem damit: Beim Call for paper werden nicht selten 3-5 Referierende für einen 20-Minuten-Vortrag benannt. Das macht dann 7-4 Minuten Vortrag/Person. Ich beobachte, dass längst nicht alle, die für einen Vortrag angekündigt sind, auch anreisen, oder wenn sie da sind dann auch etwas sagen. Wem sollen wir denn dann eine Vortragsbestätigung  ausstellen. Sollen wir es kontrollieren? Soll das Kriterium sein: hat mindestens 50%desVortrags bestritten? Das Instrument einer Vortragsbestätigung entwertet sich damit doch enorm.  Vielleicht hat jemand dazu Ideen.
  • “Ich bin enttäuscht, dass ich um 14.30 Uhr nichts mehr zum Mittagessen bekomme."  Der Essenszeitraum war bis 14.00 Uhr angekündigt.

Um es ganz klar zu sagen: die obigen Beispiele sind Einzelfälle.  In der weitaus überwiegenden Menge gab es sehr positive Rückfragen, manchmal humorvolle Reaktionen wenn mal etwas nicht rund lief.  Mein Gefühl ist, dass die Erwartungen an die Moodlemoot sich verändern. Ich frage mich was wir dazugetan haben, dass es zu solchen Erwartungen gekommen ist? Liegt es daran, dass die Veranstaltung so groß geworden ist, dass wir es zum x-ten Mal durchführen? Oder gibt es einfach sich wandelnde Erwartungen?

Die Einschaltung einer professionellen Veranstaltungsagentur würde je nach Leistungsumfang und Zahlungsprozess zwischen 10 und 20 € je Buchungsvorgang an Kosten verursachen. Zudem würde  auf die gesamte Tagungsgebühr vermutlich Mehrwertsteuer zu entrichten sein. Das wären nochmals 19%,also etwas mehr als 20 € Zusatzkosten.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Bedingungen  unter denen MoodleMoots auf die Beine gestellt werden nicht transparent sind.

Vermutlich bekomme ich für diesen Beitrag jetzt Prügel. Aber ich sage es trotzdem einmal.

MoodleMoot 2013: es gab auch Pannen

Keine Veranstaltung ohne Pannen. Ja, auf der MoodleMoot gab es auch Dinge, die nicht so gut geklappt haben.  Betrachtet man die Größe der Veranstaltung so ist es wunderbar gelaufen. Was hat nicht so gut geklappt:

  • Das Veranstaltungsprogramm konnte erst sehr spät veröffentlicht werden.  Wir wollten dieses Mal richtig gut sein und schon im Oktober alles unter Dach und Fach haben. Dann hat es doch bis in den Januar gedauert.
  • Der lange Weg des Geldes. Es kann tatsächlich mehrere Wochen dauern bis der Eingang einer Zahlung bei der Landeskasse auch tatsächlich beim Endempfänger ankommt. In Zeiten von Echtzeitübermittlung von fast allem und jedem ist das eine mehrfache Ewigkeit.  Wenn dann noch dazu eine Zahlung nicht zugeordnet werden kann, wird es noch schwieriger.
  • Viel zu spät habe ich mich um die Aussteller gekümmert. Mea culpa.
  • Öffentlichkeitsarbeit. Fehlanzeige! Öffentlichkeitsarbeit für Konferenzen hat meist zur Aufgabe Teilnehmergewinnung zu betreiben. Das ist glücklicherweise nicht das Problem für die MoodleMoot.  Die Moot wäre eine gute Gelegenheit, um verschiedene Themen rund um Moodle breiter in Medien zu streuen. Wer hat nur die Zeit dafür?
  • und… Nein da fällt mir gerade nichts zu ein.

MoodleMoot 2013: ein zweiter Blick zurück

Jede MoodleMoot hat ihren eigenen Verlauf. Das betrifft besonders den Vorlauf und die Organisation im Hintergrund. Über die Jahre ist die Veranstaltung kontinuierlich gewachsen. Die Durchführung einer MoodleMoot hat einen Vorlauf von etwas über einem Jahr.

In den letzten Jahren gab es immer mehr Einzelveranstaltungen und immer mehr Teilnehmer. Mit ca. einhundert Vorträgen und über einem Dutzend Preconference-Workshops haben wir eine Größe erreicht, die ich persönlich als grenzwertig erlebe.

  • Wie viele Einzelveranstaltungen parallel sind gut für eine Veranstaltung?
  • Je mehr Teilnehmer und je weniger Veranstaltungen parallel heißt auch auf jede Einzelveranstaltung kommen mehr Besucher. Bei wie vielen TN je Veranstaltung ändert sich der Charakter? Bei 30, 40,50,75?
  • MoodleMoots erreichen sehr unterschiedliche Zielgruppen: Spezialisten auf der technischen, der didaktischen und der wisenschaftlichen Seite. Praktiker und Organisatoren. Von Schulen, Hochschulen, Kammern, Verbänden, öff. Verwaltung, Unternehmen. Anfänger, die zum Kennen lernen kommen und Alte Hasen. Referenten und Community-Junkies zum Familientreffen.

Es ist auf der MoodleMoot immer wieder gelungen eine gute Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Manch ein Teilnehmer sagte mir: die große Bandbreite der Veranstaltungsbeiträge ist imposant. Mindestens genauso wichtig ist aber die Möglichkeit mit den Referenten auch nach dem Beitrag ins Gespräch zukommen und die vielen Möglichkeiten mit anderen Teilnehmern zu reden. Die kommunikative Atmosphäre macht die moots zu einer besonderen Veranstaltung.

Stellvertretend dazu Thomas Strasser in seinem Blog:

 

Es gibt kaum eine Konferenz, auf der die Vernetzung so gut funktioniert und ein derartig wunderbares amikales Klima herrscht, in dem sich Kaperzunder mit Rookies auf Augenhöhe wunderbar austauschen. Das ist auf einigen akademischen Konferenzen, die ich auch regelmäßig besuche, nicht der Fall … da muss einer brav den Herrn Professor preisen und hat nicht einmal die Möglichkeit, kritische Fragen zu stellen, da der Herr Professor gleich nach seiner Keynote weg muss, weil “er einen wichtigen Termin hat”… (natürlich ein wenig überspitzt, aber nicht so ganz falsch). Das ist bei der Moodlemoot in der Regel nicht der Fall, hier nimmt man sich Zeit fürs Gespräch und das ist gut so. Link

 

Mary Cooch aus England war eine der Gäste auf der Konferenz. Ich fragte sie nach den Unterschieden zwischen den Moodlemoots in England und in Deutschland.  Sie sagte mir, die Vielfalt sei in England nicht so groß. Die Veranstaltungen seien sehr von den Hochschulen dominiert. Andere Bildungsbereiche kämen kaum im Programm vor und seien auch bei den Teinehmern nicht so vertreten.

Es gibt ein paar Punkte, die mir persönlich für die Zukunft wichtig sind:

  • Vielfalt erhalten: von der praktischen Gestaltung von Lehr-Lernsituationen, über technisch-organisatorische Aspekte, gleichermassen für interessierte Newbies wie für alte Hasen etwas anbieten.
  • Über den Tellerrand schauen: Kann ich im Unternehmen von der Praxis in der Schule lernen? Und umgekehrt? Viele der Probleme und Herausforderungen sind gleich? Wie lässt sich die Kreativität zum Einsatz von Medien im Sprachunterricht für ganz andere Bereiche nutzen?
  • Wie schaffen wir es Lehrenden den Mut zu geben, von der Priorität der Inhaltsverteilmaschine zu einer kommunikativen Online-Lehre aufzubrechen?
  • Wie erhalten wir den kommunikativen Charakter ohne dass die moot zu einer Art Familientreffen wird?
  • Wie entwickeln wir Selektionskriterien für Beiträge? Wie vermeiden wir Ermüdung durch immer wieder die gleichen Vortragenden? Wie gehen wir mit dem Erwartungsdruck um: ich komme um den und den dieses Jahr wiederzuhören?

 

MoodleMoot 2013: München : ein Blick zurück

Link: http://moodlemoot.de

Die MoodleMoot ist die jährliche Moodle-Anwenderkonferenz.  Sie fand von 28.-2. bis 1.3. in München an der Hochschule München statt. Vor den beiden Konferenztagen gab es  zwei Preconference-Tage mit halb- bis zweitägigen Workshops.

Neben den Moodle-Partnern eLeDia, eLearning im Dialog,  und MoodleSchule waren als lokale Partner die Hochschule München, das Goethe-Institut und die Akademie Dillingen beteiligt.

Ein paar der vielen Highlights:

  • Theme-Entwicklungsworkshop mit Julian Ridden aus Australien
  • Moodle-Developer-Workshop mit David Mudrak und Petr Skoda
  • eLearning Workshop von Gisela Prey und Sandra Spieker
  • Keynotes von Gunter Dueck, Martin Lindner und Martin Dougiamas
  • einhundert Einzelveranstaltungen an den beiden Konferenztagen
  • über vierhundert Teilnehmende
  • eine reibungslose Organisation vor Ort
  • keine langen Schlangen
  • ein tolles Konferenzgebäude (man merkte kaum, dass tatsächlich so viele Leute da waren)
  • viele sehr zufriedene Gesichter und viele nette Mails, die dem Team vor Ort zur gelungenen Veranstaltung gedankt haben.

Die Bärenarbeit vor Ort hat das Team der Hochschule München geleistet. Das eLearning Team der Hochschule, viele Studierende und Mitarbeiter aus der Hochschulverwaltung haben die Veranstaltung möglich gemacht. Dazu ein großes Danke schön.

Derzeit wird die Dokumentation fertiggestellt. Die Keynote-Mitschnitte werden erstellt und dann unter http://moodlemoot.moodle.de/course/view.php?id=162 veröffentlicht.

2014 wird es dann in Leipzig weitergehen.

24. Dezember 2012: Frohe Weihnachten

Wir wünschen Ihnen eine frohe Weihnachtszeit,

einen gesunden Start ins neue Jahr

und dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

==>>>Klicken Sie auf das Bild für unseren speziellen Weihnachtsgruß <<<==

 

Ralf Hilgenstock

23. Dezember 2012: Ein schönes Kapitel: Videos einbinden.

Ein Video in einen Webseite einzubinden, kann einen ganz schön Nerven kosten. Nicht so in Moodle. Sofern die Administration Ihres System den Multimediafilter aktiviert hat reicht ein Link auf eine Multimediadatei.  Moodle erkennt, diese automatisch und baut einen Player drum herum.

Wenn man ein Video aus den bekannten Plattformen Vimeo oder Yoztube verwenden möchte, reicht es einen Link auf die Seite mit dem Video zu setzen. Schreiben Sie dazu einen Text, markieren diesen und fügen Sie im Editor einen Link auf diesen Textteil. Tragen Sie im Eingabefenster die URL der Seite mit dem Video ein. Nach dem Speichern ‘fischt’ der Moodle-Filter automatisch das Video aus der Seite und zeigt von der Seite nur das Video an.

22. Dezember 2012: Glossareinträge weiter verwenden

Glossareinträge sind an den Nutzeraccount gebunden. Häufig ist es gewünscht die Glossareinträge nach Ende des Kurse separat zu speichern und für andere Kurse weiter zu verwenden.

Das Glossarmodul hat eine eigene Exportfunktion. Diese erlaubt es den Inhalt zu exportieren. Die Einträge werden dabei von den Verknüpfungen mit dem ursprünglichen Ersteller gelöst. Man kann die dabei erzeugte Datei nun in einem anderen Kurs importieren und damit die Inhalte weiter nutzen.

21. Dezember 2012: Eine Webseite mit Lerninhalt in Moodle einbinden

Es gibt verschiedene Situationen in denen man ein ganzes Paket mit Lerninhalt auf HTML-Basis hat und dies in Moodle verwenden möchte. Zwei Beispiele:

- Lerninhalt wurde in HTML erstellt und enthält mehrere Unterseiten und integrierte Grafiken

- Sie haben ein Video erstellt. Ihre Software bündelt das mit einem Player und das Ganze besteht aus einer Reihe von Dateien.

Wie integrieren Sie dies in den  Moodle-Kurs?

Zunächst erstellen Sie aus der Gesamtheit Ihres Inhalts ein zip-Paket. Nun erstellen Sie in Moodle eine neuer Aktivität vom Typ Arbeitsmaterial-Datei. Obwohl ja nur eine Datei genutzt werden soll, laden Sie das gesamte Zip-Paket hoch. Nach dem Hochladen entpacken Sie das Paket durch anklicken.

In ihrem Paket ist eine Datei die Startdatei. Meist heißt sie index.html oder start.html. Klicken Sie auf diese Datei und auf den Button ‘Hauptdatei setzen’. Damit wird diese Datei als Startdatei gekennzeichnet. Nach dem Speichern wird beim Aufruf durch Moodle zunächst diese Datei gestartet und dann von ihre die weiteren Inhalte aufgerufen.

20. Dezember 2012: Sichtbarkeit nach Lernfortschritt

Ich gebe zu, mit dieser Funktion habe ich lange gehadert. Lernaktivitäten können je nach individuellem Lernfortschritt freigegeben werden.

Unter ‘Bedingte Verfügbarkeit’ in den Einstellungen einer Aktivität wird festgelegt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Nutzer Zugriff haben. So kann man festlegen, dass vor dem Zugriff auf eine Aufgabenstellung ein bestimmtes Dokument aufgerufen worden sein muß.

Dies erlaubt es Lernpfade zu definieren.

Warum habe ich mit der Funktion gehadert: ich habe die Sorge, dass sie dazu gebraucht wird sehr dirigistisch Teilnehmern vorzuschreiben wie sie zu lernen haben. Tu erst das, dann darfst du das, dann erst bekommt du Zugriff auf jenes. Darin kann ein Stück weit Bevormundung stecken.
Im Laufe der Zeit habe ich erkannt, dass man damit aber auch Orientierung geben kann. Es kommt darauf an, wie man damit umgeht.

19. Dezember 2012: Zeitliche Steuerung des Zugriffs

Das Thema zeitliche Steuerung habe ich in dieser Reihe von Tipps schon einmal angeprochen. Dabei ging es um Forenbeiträge.

Genau so ist es möglich einzelne Lernaktivitäten erst zu einem bestimmten Tag sichtbar zu machen. In den Einstellungen zu den Lernaktivitäten wird dazu unter ‘Bedingte Verfügbarkeit’ ein Anfangs- und auf  Wunsch auch der letzte Tag zu dem eine Aktivität verfügbar ist definiert.

Sollte diese Funktion bei Ihnen nicht sichtbar sein, kann ein Administrator sie unter ‘Zusatzoptionen’ aktivieren.