Wikimedia Commons Repository in Moodle und Lizenzprobleme

Es ist vermutlich recht bekannt, dass Inhalte von Wikipedia, ohne Urheberrechtsverletzung an anderer Stelle weiter genutzt werden dürfen.  Zu Wikipedia gehört auch mit Wikimedia Commons ein Verzeichnis frei verfügbarer Medien, insbesondere Bilder.

Moodle hat ein Repository-Plugin mit dem es möglich ist auf Medien in Wikimedia Commons zuzugreifen. Man kann nach einem Schlagwort suchen und aus den Suchergebnissen auswählen, um ein Bild in den Moodle-Kurs einzubinden.

Wikimedia Deutcshland hat uns kürzlich in einem Gespräch mit meinem Kollegen Gerald Hartwig darauf aufmerksam gemacht, dass hier ein Problem besteht. Wikimedia wünscht, dass der Autor und die verwendete Lizenz bei der Weiternutzung genannt wird.  Dies sind das Moodle Repository Plugin nicht vor.

Über die letzten Woche habe ich mich am Rande damit ein wenig beschäftigt. Den Moodle-Entwicklern des Plugins ist das Problem seit zwei Jahren bekannt. Leider lässt es sich nicht so einfach lösen. Es sieht so aus, dass die Lizenz- und Autoreninformationen in Wikimedia Commons anders abgelegt werden als andere Daten und bei weitem nicht vollständig gepflegt wurden.

Moodle verwendet die Wikimedia Commons API, um die vorhandenen Daten auszulesen und kann die fehlenden Informationen auf dem Wege nicht abfragen. Dieses Problem ist auch bei Wikimedia einigen Leuten bekannt. Eine Lösung ist jeodch auch für Wikimedia nicht gerade einfach zu bewerkstelligen.

Wie kann man ganz sauber dennoch Bilder und Grafiken aus Wikimedia Commons in Moodle verwenden? Die ganz saubere Lösung sieht wie folgt aus:

  • Objekt in Wikimedia Commons suchen
  • Autor und Lizenzinformation suchen und kopieren
  • Über den Filepicker  in Moodle das Objekt nochmals suchen und auswählen. Lizenzinformation in den Alt-Tag zur Grafik einfügen und abspeichern.

Das ist zwar ein Schritt zusätzlich, aber damit sind die Anforderungen der Nutzung von Wikimedia Commons umsetzbar.

Vielleicht gibt es noch weitere Ideen?

2. Dezember 2012: Moodle mit persönlicher Dateiablage

 

Auch unser zweiter adventlicher Tipp befasst sich mit der Dateiverwaltung.

 

Jeder Nutzer des Moodle-Systems hat eine persönliche Dateiablage.  Hier können Dateien hochgeladen werden, die später bei verschiedenen Lernaktivitäten oder in verschiedenen Kursen zum Einsatz kommen sollen.

Die persönliche Dateiablage findet man im Navigationsblock  unter ‘Mein Profil’ oder über einen separaten Block im Kurs.

Übrigens: auch hier kann man Drag-and-drop-Funktionen zum Dateiaupload nutzen.

Online Educa 2012 in Berlin


In Deutschland ist die Online Educa fast nur eingeweihten bekannt.  Ende November findet jährlich in Berlin die weltgrößte E-Learning-Konferenz mit über 2000 Teilnehmern statt. In diesem Jahr mit Teilnehmern aus fast 100 Ländern.

Die Konferenz ist ein buntes Kaleidoskop aus Praxisberichten und vorausschauenden Überlegungen. Seit mehreren Jahren ist eLeDia auf der Online Educa im Rahmen der Preconference mit einem Workshop und als Aussteller beteiligt.

Der Workshop war in diesem Jahr zweigeteilt. Im ersten Teil präsentierten wir mit unseren Kollegen aus Italien Mediatouch 2000 und aus Spanien CVA Consulting Praxisbeispiele, die neuen Funktionen für mobile Endgeräte und das von eLeDia entwickelte mandantenfähige Moodle-Konzept.

Der zweite Teil desWorkshops stand ganz im Zeichen praktischer Fragen. In vier kleinen Gruppen wurden sehr individuelle Fragen von Einsteigern, zu technischen Fragen großer Systeme und didaktischen Aspekten besprochen.

Über 30 Teilnehmer aus 14 Ländern nahmen an diesem Workshop teil.

Reingefallen: Mein Blog, der Adventskalender, Twitter, Facebook und die Zeitsteuerung

Da hat man nun eine nette Idee, einen Adventskalender  im Blog zu veröffentlichen. Da bin ich dann auch mal noch so schlau und bereite die Einträge für die nächsten Tage  gleich vor, dann kann ich am Sonntag ausschlafen und mein Blog publiziert den nächsten Eintrag ganz alleine.

Tatsächlich, die Funktion im Blog funktioniert ganz ordentlich.  Nur habe ich die Rechnung ohne Twitter und Facebook gemacht. Jeder Eintrag im Blog hier wird automatisch als Info nach Facebook und Twitter weitergegeben. Auch das klappt gut. Nur haben die Entwickler vergessen, dass ein zeitgesteuerter Eintrag auch erst zum Veröffentlichungszeitpunkt an Facebook und Twitter gegeben werden dürfen.

Also waren kurzzeitig bereits die Adventskalendereinträge der nächsten Tage verfügbar.

Ich habs gemerkt. Sie sind wieder gelöscht. Somit müsst ihr also in den nächsten Tagen direkt hier nachschauen. Viel Spass.

1. Dezember 2012: Dateien per drag-and-drop in den Moodle Kursraum verschieben

 

Noch immer gehören Dateien zu den meist genutzten Lernmedien überhaupt. Deshalb sind die ersten  Tipps in der Adventszeit auch zu diesem Themenbereich.

 

Seit dem Sommer 2012 können Dateien einfach per drag-and-drop (anklicken-ziehen-loslassen) vom eigenen PC in den Kursraum geschoben werden.

Und so geht es:

  • Im Kurs Bearbeitungsmodus einschalten.
  • Den Dateiverwaltungsexplorer des PC und Ordner mit der gesuchten Datei öffnen.
  • Die Datei anklicken und bei gedrückter linker Maustaste im Moodle-Kurs an die Stelle schieben an der sie eingefügt werden soll.
  • Linke Maustaste loslassen.

Das Verfahren klappt auch mit mehreren Dateien.

Wenn Ihre Dateien sehr groß sind benötigt der Upload natürlich auch etwas Zeit.  Das neue Arbeitsmaterial erhält  automatisch den Dateinamen als Titel.

Leider unterstützt der Internet Explorer dieses Verfahren nicht.  Mit Firefox und anderen Browsern klappt es aber. Ob Ihr Browser dies unterstützt wird nach dem Aktivieren des Bearbeitungsmodus durch eine Textzeile am oberen Bildschirmrand angezeigt.

Moodle Adventskalender im eLeDia Blog

Heute startet hier im Blog ein Adventskalender mit täglichen Tipps rund um Moodle für Beginner und Experten von eLeDia dem deutschen Moodle-Partner.

Moodle: weltweit populärste Lernplattform

Capterra ist ein amerikanisches Softwareberatungsunternehmen. Sie haben die Marktzahlen der wichtigsten Lernplattformen zusammengestellt. Hier das Ergebnis.

The Top 20 Most Popular LMS Software Solutions

© 2012 Capterra, Inc.

Braucht eine Lernplattform einen 'like-it' Button?

Immer wieder frage ich mich, was eine relevante Funktion für Lernprozesse, was ein sinnvoller Bestandteil eines Marketings fürs Lernen ist, was eitler Tand, was modisches Abgucken und Kopieren und was einfach Unsinn ist.

 

 

Facebook hat vor ein paar Jahren den Like-Button eingefügt. Seidem wird ge’likt’, was das Zeug hält.  Es ist aber gar nicht eindeutig, was das Anklicken eines Inhalts überden Like-Button bedeuten soll:

  • Ich finde es originell.
  • Ich habe es verstanden.
  • Ich stimme ihm zu.
  • Ich empfehle es anderen.
  • In unterstütze es.

In den letzten Wochen war ich auch mit der Frage konfrontiert, ob man nicht Moodle-Kurse auch mit Like-Buttons ausstatten könnte. Zunächst: diese Funktion gibt es (noch?) nicht.

Es gibt jedoch in Kursen ähnliches. Noch nicht bemerkt? In Facebook werden Posts ge’likt’. In Moodle kann man Forenposts ebenfalls bewerten. Die Bewertung könnte ‘Like’ heißen. Danach wird angezeigt, wie viele Personen etwas ‘liken’. Seit einiger Zeit kann man auf einer Seite auch Kommentare zulassen. In einem Block werden dann Texteinträge gemacht.  Das finde ich wesentlich qualifizierter und für die Lesenden hilfreicher.

Die Frage ist nun ja auch, welche sinnvolle Bedeutung kann ein Like-Buttton im Lernzusammenhang haben.

  • Ich habe die Erklärung verstanden.
  • Mir ist der Zusammenhang klar geworden.
  • Meine Frage an den Stoff wurde behandelt und beantwortet.
  • Ich kann den Gegenstand nun in meinem Alltag umsetzen.
  • Die Aufgabe hat mich im guten Sinne herausgefordert.

Die Frage mit der ich konfrontiert war bezog sich weniger auf den einzelnen Inhalt eines Kurses, als auf den Kurs selber. Noch-nicht-Teilnehmer sollen darüber eine Information zum Kurserhalten.

Es gibt sicher einige Kurssituationen bei denen, ein solches Empfehlungsmarketing hilfreich ist. Ich denke jedoch gleich auch an die Wirkungen bei anderen Kursangeboten:

  • Dieser Kurs ist ein jährlich sich wiederholendes Pflichtritual. Das mag ich nicht.
  • Der Kurs ist schlicht notwendige Routine.
  • Like sagt nichts über dieFrage, ob der Kurs für mich geeignet ist. Vielleicht fehlen mir Vorkenntnisse oder vielleicht kenne ich schon 90% des Stoffs. Was sagt mir dann ein Like-it von anderen Besuchern.
  • Wie viele Kursbesuche basieren auf Empfehlungsmarketing im Unterschied zu Entwicklungsprogrammen.

 

 

Wenn es einen Like-Button gibt, sollte es dann nicht auch einen Dislike_Button geben?

Was würde das bei einem Bildungsangebot heißen?

Urheberrecht: Bildungsprivileg wird über den Jahreswechsel gerettet

In der letzten Woche ist in Sachen Bildungsprivileg im Urheberrecht einige Bewegung entstanden. Im Bundestag wurden Anträge beraten. Demnach sieht es nun so aus, als würde die zeitliche Befristung um weitere zwei Jahre verlängert.

Das Aufatmen darf aber nicht von Dauer sein. Zum einen steht der Entscheid eines Musterprozess vor der Tür, der die Frage ‘kleine Teile’ auslegen wird. Zum anderen ist in dem Verfahren auch über die Frage der Ausdruckbarkeit zu entscheiden. Das erstinstanzliche Gericht hatte entscheiden, dass die Zahl der ausdruckbaren Seiten beschränkt werden müsse.

Für die Hochschulen heißt dies, dass Sie sich mit den Verwertungsgesellschaften auf einen Vergütungsvertrag einigen müsen. (Anm.: Man könnte den Satz auch umdrehen.) Andererseits kann man den Zwei-Jahreszeitraum auch nutzen, um die Frage des Open-Access zu regeln.

Die Auseinandersetzung geht weiter. Es ist in den nächsten Wochen zunächst zu schauen, ob die Beratungen im Parlament tatsächlich abgeschlossen werden.

Vielen Dank an Andreas Vollmer und Michael Wuttke für folgende Link - Link - s.

Mir fällt dabei auf, dass inzwischen der §52a UrhG als eLearning-Paragraph bezeichnet wird. Diese Bezeichnung war mir früher nicht begegnet.  Ich bin mir nicht sicher, ob diese Bezeichnung hilfreich ist.  Einerseits bezieht sich §52a auch auf Fotokopien, andererseits wäre mal genauer hinzuschauen, ob es eLearning nicht weiterer Schranken im Urheberrecht bedürfe.

 

Moodle: den Texteditor anpassen

 

In Kürze wird Moodle 2.4 erscheinen. Eine Funktion, die komplett neu ist, ist die Anpassungsmöglichkeit für den Texteditor. Der Screenshot zeigt oben eine reduzierte Form, unten die Standarddarstellung.

 

 

In welchen Situationen ist es sinnvoll, Funktionen zu reduzieren und welche sollten am besten wegfallen?

 

Nachtrag:

Sabine hat in den Kommentaren gefragt. Die horizontale Linie  und der Blocksatz kann auch aktiviert werden. Der Screenshot zeigt es:. Das geht ohne Änderung des Programmcodes. Ich werde mal Versuche herauszubekommen, welche Funktionen mit welchen Kürzeln im Standard verfügbar sind.

 

Nach etwas Suchen habe ich nun auch eine (vermutlich) komplette Liste der Funktionen gefunden und eingefügt: