Urheberrecht: eine Zusammenfassung ist keine Rechteverletzung

Januar 11th, 2011

Das IFROSS - das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software - kommentierte Anfang Dezember 2010 ein Urteil des Bundesgerichsthof in Urheberrechstfragen. Bei den zugrundliegenden Klagen zweier Zeitungsverlage gegen das Internetportal Perlentaucher ging es um die dort veröffentlichten Zusammenfassungen zu Artikeln der Zeitungen.

Perlentaucher stellt Bücher vor und bezieht sich dabei auch auf die Feuilletonbeiträge von FAZ und Süddeutscher Zeitung.

Der Bundesgerichtshof hat nunmehr erneut festgestellt, dass blosse Zusammenfassungen anderer Werke keine Urheberrechstverletzung darstellen.

Es gilt, wie seit der Einführung des Urheberrechtsgesetzes, § 24 Abs. 1 UrhG und der Grundsatz, dass nur konkrete Formulierungen, aber nicht Ideen oder die mit den Formulierungen zusammengefassten Gedanken urheberrechtlich geschützt sind. (nach http://www.ifross.org/artikel/bgh-urteilt-perlentaucher-gedanken-anderen)

Listengestaltung in der Moodle Datenbank

Januar 9th, 2011

Der Umgang mit der Lernaktivität Datenbank ist für viele Nutzer etwas kompliziert. Der kompliziertes Teil ist meist das Erstellen einer Listenansicht für die Inhalte. Daher will ich diese einmal ein wenig ausflösen. Die Listenansicht wird als Tabelle angelegt. Eine Tabelle für eine Webseite besteht aus drei Teilen:

  1. Kopfzeile mit Überschriften für jede Spalte
  2. sich wiederholende Zeilen mit dem eigentlichen Inhalt
  3. einer Fußzeile, die nur benötigt wird um die Tabelle wieder zu beenden.

Nachdem man im Kursraum eine Datenbank angelegt hat wird man gebeten, die Datenfelder zum Eintragen festzulegen. Danach kann man unter Vorlagen - Listenansicht die Darstellung der Liste definieren. Am besten schaltet man über den Button erst einmal denWYSiWYG Texteditor ab, denn wir geben die Informationen nun im HTML Modus ein. Die Darstellung für die Liste stellt uns drei Eingabefenster zur Verfügung (Kopfbereich - Inhalt - Fußbereich)

Das Bild zeigt eine fertig angelegte Tabelle im Bearbeitungsmodus. Hier nun die Inhalte der einzelnen Fenster mit Erläuterungen.

Code

</p>
<div class="defaulttemplate">
<table style="width: 100%;" cellpadding="5" align="right">
<tbody>
<tr>
<td width="20%">Titel für Spalte 1</td>
<td width="40%">Titel für Spalte 2</td>
<td width="10%">Titel für Spalte 3</td>
<td width="10%">Titel für Spalte 4</td>
<td width="20%">Titel für Spalte 5</td>
</tr>

Zeile 1: Zur Formatierung soll das Standardformat genutzt werden. Wenn man eigene CSS Dateien anlegt kann man diese verwenden.

Zeile 2: Beginn der Tabellenzeile

Zeile 3: Beginn der ersten Spalte mit einer Breite von 20% und dem Text ‘Inhalt der Spalte 1′. signalisiert das Ende der Tabellenzelle.

Zeile 8: Ende der ersten Tabellenzeile

Code

<tr>
<td>[[Feldinhalt1]] | ##edit## ##more## ##delete##</td>
<td>[[Feldinhalt2]]</td>
<td>[[Feldinhalt3]]</td>
<td>[[Feldinhalt4]]</td>
<td>[[Feldinhalt5]]</td>
</tr>

Zeile 1: Beginn der nächsten Tabellenzeile

Zeile 2: In doppelten eckigen Klammern wird das Feld festgelegt, dessen Inhalt hier eingetragen wird. Der Inhalt dieser Zeile wird sich später für jeden Datensatz wiederholen.

Mit den #-Zeichen werden feste Platzhalter für Icons und Links zum Bearbeiten (edit), zur Einzelansicht (more) und zum Löschen (delete) angelegt.

Code

<tr>
<td colspan="2" align="center"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<hr />
<p>
Zeile 5: beendet die Tabelle
Zeile 6: beendet die Formatierungsangabe

Moodle Dateisystem erklärt

Dezember 30th, 2010

Es ist für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln.  Eine englische Kollegin hat hier sehr gut erklärt, wie es funktioniert: der Umgang mit Dateien im neuen Moodle-System.

Moodle Blog in neuem Outfit

Dezember 30th, 2010

Hallo

zum Jahreswechsel wurde das Blogsystem aktualisiert. Dabei wurde der Skin erneuert und die Kommentarfunktion wieder aktiviert.

Alles Gute zum Neuen Jahr.

Ralf Hilgenstock

Kostenlose Dienste im Internet vs. gehostete Lösungen

Dezember 30th, 2010

Zwei Ereignisse aus den letzten Tagen bestätigen mich in meiner Grundhaltung, dass selbst  betriebene Lösungen nachhaltiger sind als kostenfreie Dienste.

Gerade heute fand ich die Nachricht, dass Yahoo plant, seinen Social Bookmarking Dienst Delicious einzustellen. Wer bisher seine Lesezeichen online dort hinterlegt hat, steht vor der Frage, ob in Kürze alle Einträge verschwunden oder aufwendig auf eine andere Plattform migriert werden müssen.

Die zweite Nachricht erfuhr ich vor zwei Wochen auf der Online Educa. Lo-Net, die Lernplattform für Lehrer hat den Besitzer gewechselt. Nunmehr zeichnet der Cornelsen Verlag verantwortlich. Bisher war insbesondere ‘Schulen ans Netz’ öffentlich als Betreiber sichtbar. Im Hintergrund standen die Firmen digionline und der Universum-Verlag.

Das ganze Projekt hatte sich nach dem Rückzug der Telekom und dem Auslaufen der Finanzierung aus Bund und Ländern mehr und mehr durch Werbung und kostenpflichtige Dienste über Wasser halten müssen. Man entwickelt Zusatzleistungen, die bezahlt werden musste und neben Werbung wurde auch die Contententwicklung mehr und mehr von Unternehmen in Auftrag gegeben.

Es wird spannend sein, zu sehen, was der Cornelsen Verlag daraus macht. Ich rechne damit, dass künftig Online Produkte des Cornelsen Verlages als Bezahllösungen angeboten werden. Die ‘Übernahme’ durch Cornelsen bedeutet zugleich jedoch auch, dass andere Schulbuchverlage wohl kaum ihre Inhalte für Lo-net zur Verfügung stellen werden.

Vorerst hat Cornelsen zugesagt, den Dienst weiter kostenfrei anzubieten. Aber wie lange? Das wird eine betriebswirtschaftliche Frage sein. Vielleicht werden wir künftig vermehrt Anfragen von Schulen erhalten  wie sie ihre Inhalte von Lo-net auf Moodle übertragen können.

eLeDia bietet  im neuen Jahr  zusätzliche Lösungen für Moodle an, die eine deutlich verbesserte Organisation für Klassen und Schulen erlaubt.

Der Vorteil einer Lösung mit Moodle ist, dass man unabhängig bleibt von einem Betreiber. Man kann dennoch den kompletten Service bekommen und sich von der ‘Last’ technischer Wartungsabeiten befreien.

All for free - Alles, aber bitte kostenfrei

Dezember 30th, 2010

Zwischen den Jahren ist die Zeit, sich einiges durch den Kopf gehen zu lassen. Für mich gehört dazu, die Frage, noch einmal über die Antizipation der Begriffe ‘free’ und ‘open source’ zu reflektieren.

Warum?

Die Begriffe ‘free’ und ‘kostenlos’ und ‘open source’ und ‘kostenfrei’ werden unreflektiert durcheinander geworfen.

Im Rahmen der Online Educa habe ich als Vertretung eines erkrankten Referenten kurzfristig einen Vortrag über Open Source Geschäftsmodelle - Erfolge und Rahmenbedingungen für Erfolg gehalten (frei gehaltener Vortrag - keine Folien verfügbar).

In der Diskussion wurde Richard Stallman zitiert mit der Aussage Free sei nicht im Sinne von Freibier gemeint. Vielmehr meine “free” die Freiheit, Software weiter zu entwickeln und daran Optimierungen oder individuelle Anpassungen vorzunehmen.

Ich antwortete darauf spontan, dies sei eine entwicklerzentrierte Sichtweise. Aus der Perspektive des Anwenders oder des Betreibers sei es leicht verständlich, dass free zunächst als frei von Lizenzkosten verstanden wird, denn als Nicht-Softwareentwickler bin ich von Experten abhängig, die mir Anpassungen vornehme, ich fühle mich also nicht unbedingt als frei in meinem Handeln.

Deshalb ist die Verkürzung ‘free’ hin zu ‘frei von Kosten’ durchaus nachvollziehbar. Freie Software muss dennoch - von Anwenderseite betrachtet - genauso stabil, sicher und bedienerfreundlich sein wie anders lizensierte Software auch. Dazu benötigt man Manpower und die wiederum kostet Geld.

Es ist also auch von Anwenderseite - oder besser von Betreiberseite aus - wichtig anzuerkennen, dass es in irgendeiner Weise ein funktionsfähiges Businessmodell geben muß, wenn die Softwareentwicklung und -pflege nicht über Lizenzgebühren finanziert wird.

Die Geschäftsmodelle hierfür sehen unterschiedlich aus. Es gibt den Weg der öffentlichen Finanzierung in Form von Projektmitteln, durch Stiftungen oder Hochschullehrstühlen. ‘Ilias’ und ‘Metacoon’ sind zwei Systeme aus Deutschland, die auf solche Art und Weise zumindest in wesentlichen Teilen finanziert wurden oder werden.

In den USA spielen Hochschulen und Stiftungen hier eine gewichtigere Rolle als in Deutschland.

Das Problem dieser Art der Finanzierung liegt darin, dass die Finanzierung zeitlich befristet ist, sich häufig auf die Softwareentwicklung, nicht aber die Marktimplementierung, beschränkt.

Der Übergang von einer fremdfinanzierten Startphase in eine eigenwirtschaftliche stabile Betriebsphase ist also durchaus ein Knackpunkt. Hier braucht es neue, andere ökonomisch tragfähige Modelle.

Moodle ist hier einen sehr eigenständigen Weg gegangen. Die private Initiative von Martin Dougiamas im Rahmen einer Dissertation war zunächst fremdfinanziert durch Softwareentwicklungsaufträgen in anderen Bereichen. Später bot er Hosting von Moodle an. Diese Leistung wurde bezahlt und ein Teil der Gelder floß zurück in die Weiterentwicklung.

Der eigentliche Clou, der Moodle heute aber eine stabile wirtschaftliche Situation verschafft ist das Partnermodell. Ein Netz von über 50 Partnerunternehmen zahlt von den auf Moodle-Dienstleistungen bezogenen Umsätzen 10 % in die Entwicklung und Softwarepflege.

Damit entsteht eine Symbiose aus verschiedenen Teilen.
- Moodle Partner sichern finanziell die Weiterentwicklung
- einzelne Entwicklungen werden extern finanziert (z. B. von Microsoft oder Google)
- eine Community gibt Feedback aus der Anwendung. Dieses bezieht sich auf Funktionalität, Nutzerfreundlichkeit, Optimierungsvorschläge und neue Ideen für Funktionen. Zudem stellt ein Teil der Community aber auch Entwicklerleistung zur Verfügung. Zusatzfunktionen werden zur Diskussion gestellt, neue Versionen werden getestet und die offene Diskussion führt zu Verbesserungen. Viele dieser Entwickler und Tester sind bei Institutionen beschäftigt und optimieren Moodle für den Eigenbedarf. Sie erhalten aus der Community wertvolle Rückmeldungen. Es findet durchaus ein Austausch von Leistungen statt. Ohne jedoch Geld dafür einzusetzen.

Nun noch einmal zurück zum deutschen Markt.

Gerade im Bildungsbereich denkt ein Teil der Nutzer, Anwender und Betreiber von Software nicht in den Zusammenhängen von Budgets und Finanzierung.

Hier wird immer wieder ein Kurzschluß hergestellt. Software ist frei von Lizenzkosten. Dann soll auch die Dokumentation kostenfrei sein und der Support. Tatsächlich gibt es z.T. staatliche Stellen, die bestimmte Leistungen übernehmen und Server zur Verfügung stellen. Hier findet also eine Verlagerung des finanziellen Ausgleichs für Leistungen statt in einen Bereich, den der Anwender (z. B. eine Schule) nicht oder nicht vollständig sieht.

Hier wird häufig nur ein Teil der Kosten übernommen, wenn z.B. der Support auf die Community verlagert wird.

Nun gibt es einen weiteren Teil der Anwender, die gerne Dienstleistuengen in Anspruch nehmen. Und auch dafür zahlen wollen. Wunderbar. Danke.

Die Dienstleistungen sollen aber nicht wirklich etwas kosten. Schließlich bekomme ich beim Provider hinz-und-kunz (der heißt in Wirklichkeit natürlich anders) eine Datenbank, Festplattenplatz für ein paar Euro im Monat.

Dieses Modell funktioniert nur dann, wenn ganz viele Kunden auf einem Server ihre Leistung kaum nutzen und keinen Support wollen. Die Sicherung der Daten übernimmt der Kunde selber oder vergisst sie. Ein Programmupdate macht er ebenfalls selber oder ignoriert es.

Dort kann man durchaus Moodle betreiben. Solange zumindest bis eine Klasse mit 30 Schülern zeitgleich etwas machen soll. Dann ist meist Schluß mit lustig. Denn so viel Kapazität sollte doch nicht für ein paar Euro zur Verfügung gestellt werden. Aber vermutlich liegt das ja gar nicht an dem hoch professionellen Provider, sondern an der billigen Software. War ja auch umsonst.

Oder es gibt noch eine andere Lösung. Gehen wir doch einfach nach Indien. Oder in die USA. Ja, tatsächlich gibt es hier Anbieter, die sehr günstig oder sogar umsonst Leistungen anbieten.

Lernpfade in Moodle 2.0

Dezember 12th, 2010

Moodle 2.0 erlaubt es Lernpfade anzulegen.

Lernpfade erlauben es den Zugriff auf jede Lernaktivität oder jedes Arbeitsmaterial abhängig von Kriterien zu machen:

  • zeitliche Steuerung
  • Bearbeitung von einem oder mehreren Vorgängeraktivitäten

Ich bin bei dem Thema immer etwas ambivalent. Lernpakete sind einerseits eine Orientierungshilfe für Teilnehmer.  Andererseits werden sie allzuleicht jedoch zu einer Gängelung indem ihnen vorgeschrieben wird wie sie einen Kurs durchzuarbeiten haben.

Auf der Online Educa in Berlin habe ich einen Vortrag zu dem Thema gehalten. Hier der Link zur Präsentation.

Wenn es die Zeit erlaubt werde ich noch eine vertonte - und dann deutschsprachige -  Fassung erstellen.

Auf Moodle 2.0 updaten?

Dezember 12th, 2010

Mit der Veröffentlichungvon Moodle 2.0 stellt sich die Frage: Sollen wir updaten?

Sie sollten zumindest nicht einfach updaten, weil es eine neue Version gibt. Wir raten zu einer genaueren Betrachtung.

Als Moodle Partner haben wir die Entwicklung von Moodle 2 sehr genau beobachtet.  Es gibt nicht nur eine Fülle von wirklich interessanten neuen Funktionen, es gibt auch extrem viele Veränderungen an Kernbestandteilen der Software.  Trotz ausführlicher Tests rechnen wir in den nächsten Wochen und Monaten mit dem Bekanntwerden einer großen Zahl von Fehlern. Das ist im Bereich der Softwareentwicklung normal und kein Grund zur Sorge. Bei einer komplexen Software von Moodle kann man manche Probleme erst im Echtbetrieb erkennen.

Die Entwickler werden nun in  der Regel monatlich neue Unterversionen 2.0.1/2.0.2/ 2.0.3 veröffentlichen. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf Detailverbesserungen und Fehlerbeseitigung.

Was raten wir aktuell unseren Kunden hinsichtlich eines Updates?

  • Bei laufenden größeren Systemen noch zwei bis drei Monate warten bis die ‘Kinderkrankheiten’ entdeckt und beseitigt wurden.
  • Bei kleineren Systemen deren Nutzer wenig technikaffin sind, auch noch warten.
  • Bei kleineren Systemen deren Nutzer auch mal einen Fehler durch einen Workaround umgehen können, kann ein Update geprüft werden.
  • Bei Neuinstallationen ist die Nutzung von Moodle 2.0  zu prüfen.

Worauf ist bei einem Update zu achten?

  • Befassen Sie sich ausführlich mit Moodle 2. Unter http://moodle2.de können Sie direkt alle Funktionen kennenlernen.
  • Prüfen Sie die neuen Anforderungen zur Installation für den Server. Wenn Sie eine aktuelle Version  von Moodle nutzen, existiert ein  Prüftool für künftige Versionen im Administrationsblock der Startseite.
  • Prüfen Sie welche Zusatzmodule bei Ihnen genutzt werden und ob diese bereits für Moodle 2.0 zur Verfügung stehen. eLeDia installiert standardmässig die Module Feedback und Buch mit. Feedback ist ab Version 2 ein Standardmodul und muß lediglich aktiviert werden. Das Buchmodul befindet sich derzeit noch in der Bearbeitung  und könnte im Januar verfügbar sein.
  • Planen Sie die Information für ihre Nutzer über die Änderungen. Ggfs. sind Schulungen erforderlich. Die eLedia Schulungen für Trainer und Administratoren basieren bereits auf Moodle 2.0
  • Machen Sie ein Testupdate und prüfen Sie die Funktionen anhand Ihrer Kurse exemplarisch. Die Inhalte sollten nach dem Update vollständig zur Verfügung stehen.
  • Bei der Nutzung individuell angepasster Oberflächen (Themes) sind Anpassungen erforderlich.
  • Terminieren Sie das Update.
  • Informieren und schulen Sie zum Stichtag
  • Updaten Sie.  Beachten Sie die üblichen Hinweise zur Sicherung aller Systemkomponenten vor dem Beginn. Nehmen Sie das Update nicht unter Stress oder Zeitdruck durch.
  • Unterstützen Sie Ihre Nutzer bei den neuen Funktionen und Verfahrensweisen.

Muß ich jetzt updaten?

Nein. Die Versionsreihe 1.9.x wird zumindest zwei Jahre weiter gepflegt. Das bedeutet: größere Fehler und Sicherheitsprobleme werden behoben. Neue  Funktionen werden jedoch wohl kaum implementiert. Auch eine Rückportierung von Funktionen aus der Version 2.x ist nicht zu erwarten.

Wir haben noch eine recht alte Version von Moodle. Können wir updaten?

Ein Update nach Moodle 2.0 ist von Moodle 1.9.x möglich. Bei älteren Versionen z.B. 1.8.x oder älter ist zuvor ein Update auf 1.9.10 erfordelich.

eLeDia als deutscher Moodle Partner bietet Ihnen die Hilfe bei der Installation, dem Betrieb, der Wartung und Sicherung von Moodle an. Das Moodle Hosting bei eLeDia garantiert Ihnen die Funktionssicherheit des Systems.  Die Durchführung von Sicherheitsupdates  erfolgt bei uns umgehend und vor der Veröffentlichung von Problemen. Versionsupdates sind  wie Sicherheitsupdates  bereits im Hostingpaket enthalten.

Wir führen tägliche Sicherungen Ihres Moodle Systems durch und legen die Sicherungen auf separaten Servern ab. Bei den meisten Providern sind Sie selber für die alle Softwareupdates und die Sicherung Ihrer Daten, sowie den Schutz der Datensicherungen verantwortlich. eLeDia übernimmt dies für seine Kunden automatisch.

Der Wechsel von Moodle 1.9 auf moodle  2.0 ist eine gute Gelegenheit Ihr Moodle-System in kompetente Hände zu geben, damit Sie sich auf die praktische Arbeit in Kursen und mit Teilnehmern konzentrieren können.

Kontakt: info@eledia.de  Telefon 030 - 50 56 10 70

Moodle 2.0 ist veröffentlicht

Dezember 12th, 2010

Es war der 24. November als die erste Version von Moodle 2.0 als stabil veröffentlich wurde.  Unten finden sich die Funktionalitäten (Danke an Gisela Hillenbrand für die Übersetzung).

 

 

Die wichtigsten neuen Funktionalitäten
Community Hubs

  • Ein Community Hub ist ein Verzeichnis von Kursen für die öffentliche Nutzung oder für private Communities.
  • Der Code ist als separates GPL Plugin für Moodle implementiert.
  • Jeder kann einen Community Hub aufsetzen.
  • Moodle-Installationen können sich bei einem beliebigen Community Hub registrieren (statt oder zusätzlich zu der Registrierung bei moodle.org)
  • Trainer auf registrierten Moodle-Installationen können ihre Kurse in den zugehörigen Community Hubs veröffentlichen bzw. zum Download zur Verfügung stellen.
  • Trainer auf registrierten Moodle-Installationen können in den zugehörigen Community Hubs Werbung für ihre Kurse machen.
  • Trainer können alle öffentlichen Community Hubs nach Kursen durchsuchen und Kurse als Vorlage für ihre eigenen Kurse herunterladen.
  • * Nutzer können alle öffentlichen Community Hubs nach Kursen durchsuchen und an diesen Kursen teilnehmen.


Unterstützung von Repositories

  • Die Dateiverwaltung wurde in Moodle 2.0 komplett überarbeitet und neu implementiert.
  • Dateien werden in einem Datei-Repository-System verwaltet, der Zugriff erfolgt über einen Dateibrowser.
  • Moodle 2.0 unterstützt die Integration externer Repositories, in denen Lerninhalte gespeichert sind. Dokumente oder Medien aus diesen Repositories können über ein AJAX Interface einfach in Moodle eingebunden werden.
  • Standardmäßig wird in Moodle 2.0 die Integration von Alfresco, Amazon S3, Box.net, Filesystem eines Servers, Flickr, Google Docs, Mahara, MERLOT, Picasa, Zuletzt verwendete Dateien, Remote Moodle-Installationen, WebDAV Server, Wikimedia und Youtube unterstützt. Sie müssen zunächst vom Administrator aktiviertwerden, um sie zu nutzen.
  • Sie können auch Dateien von Ihrem Desktop oder durch Angabe einer URL importieren.
  • Dateien können mit Metadaten versehen werden, z.B. Autor, Lizenz usw.


Unterstützung von Portfolios

  • Es können nun Daten aus Aktivitäten (Forumsbeiträge, Lösungen zu Aufgaben usw.) in externe Systeme exportiert werden, z.B. in externe Portfolios.
  • Es werden verschiedene Export-Formate unterstützt, z.B. LEAP2A, HTML, Bilder und Text.
  • Standardmäßig wird in Moodle 2.0 der Export nach Box.net, Flickr, Google Docs, Mahara und Picasa unterstützt.



Abschlussverfolgung

  • Trainer können Bedingungen angeben, die festlegen, wann eine Lernaktivität als abgeschlossen gewertet wird. Beispielsweise kann eine Bedingung sein, dass ein Teilnehmer eine bestimmte Anzahl an Forumsbeiträgen schreiben, eine bestimmte Bewertung erreichen oder an einer Abstimmung teilnehmen muss.
  • Trainer können außerdem Bedingungen angeben, die festlegen, wann ein ganzer Kurs als abgeschlossen gilt.
  • Trainer und Teilnehmer können auf Berichte zugreifen, die den Fortschritt in einem Kurs oder in einer Reihe von Kursen anzeigen.


Bedingt verfügbare Aktivitäten

  • Der Zugriff auf Aktivitäten kann nach bestimmten Kriterien eingeschränkt werden. Solche Kriterien können sein: erreichte Bewertung, Datum, erfolgreicher Abschluss einer anderen Aktivität o.ä.
  • Man kann eine Abfolge von bedingten Aktivitäten definieren und damit bestimmte Lernpfade innerhalb eines Kurses festlegen.


Globale Gruppen

  • Globale Gruppen sind systemweit definiert. Sie umfassen eine Menge von Nutzern, die “in einem Schritt” in einen Kurs eingeschrieben werden können.

 

Unterstützung von Web Services

 

  • Moodle 2.0 unterstützt Web Services durchgängig im gesamten Programmcode: Damit kann Moodle ausgewählte Funktionen für externe Anwendungen und Systeme zur Verfügung stellen:

    • für Verwaltungssysteme, z.B. HR-Systeme oder SIS-Applikationen
    • Mobile Clients
  • Das Framework erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen. Es stellt eine detailliertes Token System bereit und gewährleistet die vollständige Kontrolle über die nach außen zur Verfügung gestellten Funktionen.
  • Alle definierten Funktionen sind verfügbar als:

    • XML-RPC
    • AMF (Flash)
    • REST
    • SOAP (PHP)


IMS Common Cartridge

  • Moodle kann nun Kurse importieren, die im IMS Common Cartridge Format erstellt sind. Dieses Format ist in Verlagen weit verbreitet.


Neue Blöcke

  • Kommentare 2.0 (Block) - erlaubt es, Kommentare zu beliebigen Moodle-Seiten hinzuzufügen. Dieser Block eignet sich hervorragend für Feedback durch die Teilnehmer.
  • Eigene Dateien (Block) - ermöglicht einen einfachen Zugriff auf den persönlichen Dateibereich in Moodle.
  • Community-Block - ermöglicht den Zugriff auf Kurse externer Moodle-Installationen.
  • Kursbearbeitungsstatus (Block) - zeigt an, wie weit ein Nutzer in der Bearbeitung eines Kurses fortgeschritten ist.

 

Plagiatsuche

 

  • Moodle unterstützt die Integration von verschiedenen Werkzeugen zur Plagiatsuche, wie z.B. Turnitin.


Wichtigste Verbesserungen bei der Kernfunktionalität
Kurssicherung und -wiederherstellung

  • Der Code wurde komplett neu geschrieben, so dass nun Kurse beliebiger Größe gesichert werden können.
  • Ganz neues Backup-Format
  • Verbesserte Schnittstelle
  • Es können vollständige Kurse, aber auch einzelne Kursabschnitte oder einzelne Aktivitäten gesichert werden.

Hinweis: Eine Wiederherstellung von Kursen derVersionen 1.x in 2.0 wird es vorr. erst ab Moodle 2.1. geben.


Blöcke

  • Ab sofort sind Blöcke auf jder Moodle-Seite konsistent implementiert.
  • Blöcke können nicht mehr nur in der linken bzw. rechten Spalte eine Moodle-Seite eingefügt werden, sondern auch oben, in der Mitte oder unten.
  • Jeder Block kann zu einem festen Block gemacht werden.
  • Blöcke können am Bildschirmrand “angedockt” werden, wenn das Moodle-Design dies unterstützt.


Blogs

  • Unterstützung von Kommentaren zu jedem Blogeintrag
  • Es gibt keine Blogs auf Kurs- bzw. Gruppenebene mehr - diese werden bei der Aktualisierung von Moodle in Diskussionsforen umgewandelt.
  • Unterstützung von externen Blog-Feeds (diese werden mit dem Moodle-Blog synchronisiert)

 

Kommentare

 

  • Kommentare (zu Einträgen in Glossaren, Datenbanken und Blogs) durch Teilnehmer werden jetzt konsistent behandelt und mittels AJAX angezeigt.


Plugins für die Kurseinschreibung

  • Wesentliche Verbesserungen in der Behandlung von Gästen und Gastnutzerkonten
  • Unterstützung von mehreren Methoden der Kurseinschreibung gleichzeitig
  • Detaillierte Kontrolle über die Einschreibung in Kurse


Dateiverwaltung

  • Volle Unterstützung von Unicode-Dateinamen auf allen Betriebssystemen
  • Metadaten zu jeder Datei (Autor, Datum, Lizenz usw.) und Informationen darüber, wie die Datei verwendet wird, werden in der Moodle-Datenbank gespeichert.
  • Dateien, die in mehreren Kursen verwendet werden sollen, müssen nur noch einmal hochgeladen werden, so dass Plattenspeicherplatz gespart wird.
  • Dateien werden nicht mehr in einen Kurs hochgeladen, sondern mit genau dem Inhalt in Moodle verknüpft, wo sie verwendet werden. Z.B. kann eine Datei mit einem Arbeitsmaterial vom Typ Link auf Datei, mit einem Forumsbeitrag oder einer Wiki-Seite verknüpft sein. Der Zugriff auf die Datei wird nach denselben Regeln wie der Zugriff auf den verknüpften Inhalt gesteuert, so dass die Sicherheit erhöht wird.
  • Es gibt einen neuen Dateibrowser für den Zugriff auf Dateien in Moodle 2.0.


Filter 2.0

  • Bisher können Filter nur systemweit von der Moodle-Administration verwaltet werden.
  • Jetzt kann man Filter auf Kursbereich-, Kurs- oder Aktivitätenebene konfigurieren.
  • Z.B. kann man den LaTeX-Filter nur für Mathematik- und Physikkurse aktivieren.
  • Oder Sie können die automatische Glossarverlinkung gegen Ende des Kurses bzw. während der Prüfung abschalten.


HTML-Editor

  • Neuer Editor basierend auf TinyMCE
  • Funktioniert in mehr Browsern als früher
  • Größe des Editorbereichs anpassbar
  • Verbesserter XHTML-Output
  • Volle Integration mit externen Repositories, um Media-Dateien zu importieren und einzubinden


Mitteilungen

  • Alle E-Mails, die von Moodle verschickt werden, werden wie Mitteilungen behandelt.
  • Nutzer können das Mitteilungssystem in Ihrem Profil konfigurieren, d.h. festlegen, wie Mitteilungen an sie verschickt werden sollen.
  • Standardmäßig gibt es folgende Möglichkeiten, Mitteilungen zu verschicken: E-Mail, Popup, Jabber.


Meine Startseite

  • Die persönliche Startseite kann besser an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Es können z.B. neue Blöcke angelegt werden, die relevante Informationen anzeigen .
  • Die Moodle-Administration kann ein systemweites Layout für die persönliche Startseite festlegen.
  • Die persönliche Startseite erhält ein stärkeres Gewicht.


Navigation

  • Standardardmäßig gibt es auf jeder Moodle-Seite einen Navigationsblock, der kontextabhängig Links anzeigt, so dass Sie schnell zu entsprechenden Moodle-Seiten gelangen können.
  • Standardmäßig gibt es auf jeder Moodle-Seite einen Block Einstellungen, der kontextabhängig die Einstellungen anzeigt, für die Sie Konfigurationsrechte haben.


Wertungen

  • Bewertungen von Glossareinträgen, Datenbankeinträgen oder Forumsbeiträgen durch Teilnehmer werden jetzt konsistent behandelt und mittels AJAX angezeigt.
  • Die Aggregation von Wertungen in die Bewertung einer Aktivität ist in allen Aktivitäten vereinheitlicht.


Rollen und Rechte

  • Verbesserte und vereinfachte AJAX Schnittstelle zur Rollendefinition und -zuweisung.
  • Verbesserte und vereinfachte Schnittstelle, um Rollen in einem beliebigen Kontext anzupassen
  • Neues “Archetyp"-Konzept ersetzt die Legacy-Rollen
  • Neuer Archetyp Manager definiert neben der Administrator-Rolle eine neue Rolle, die systemweite Konfigurationsrechte hat.


RSS-Feeds

  • Alle RSS-Feeds sind jetzt durch ein Zufalls-Token in der URL geschützt, der pro Nutzer vergeben wird
  • Tokens können von Nutzer jederzeit geändert werden (z.B. bei Verdacht auf URL-Komprimittierung)
  • RSS-Feeds arbeiten jetzt zuverlässiger (z.B. auch bei Foren mit getrennten Gruppen) und werden effizienter generiert.


Designs

  • Das Standardpaket von Moodle 2.0 enthält viele neue Designs - siehe Danksagung
  • HTML Und JavaScript Output funktioniert effizienter (z.B. durch server-seitiges Caching) und konsistent (tabellenloses Layout, neue CSS, YUI Framework)
  • Designs können den HTML Output einer Moodle-Seite verändern.
  • Unterstützung von angepassten Menüs in allen Designs (z.B. im Kopfbereich einer Moodle-Seite)


Übersetzungssystem

  • Neues Web Portal, das die Zusammenarbeit von Moodle-Übersetzungsteams erleichtert und die Übersetzungen aktuell hält
  • Effizienteres Speicherformat für Sprach-Strings verbessert die Geschwindigkeit


Nutzerprofilseiten

  • Systemweite persönliche Nutzerprofilseiten können durch die Nutzer angepasst und gestaltet werden (Hinzufügen von Blöcken, News, RSS-Feeds usw.)
  • Kursspezifische Nutzerprofilseiten zeigen Kursblöcke, Standardprofilinformationen sowie Informationen für die Trainer des Kurses


Verbesserungen bei den Aktivitäten-Modulen
Lektionen

  • Überarbeitung der Implementierung
  • Verwendung von standardisierten Moodle-Formularen


Tests und Fragen-Datenbank

  • Verbesserungen in der Navigation in Tests für Teilnehmer
  • Markierung von Fragen während des Testversuchs
  • Verbesserungen in den Testberichten, insbesondere bei der Neubewertung und der Ergebnisanalyse
  • Statistiken bei Testberichten - kurze Einführung (englisch)
  • Verbesserung der Nutzeroberfläche für die Bearbeitung von Tests
  • Verschiedene Einstellungen (Test begonnen / abgeschlossen, Anzahl der Versuche, Kennwort, verbrauchte Zeit) für jeden Teilnehmer bzw. jeder Gruppe
  • Verwaltung von Fragetypen
  • Verschlagwortung von Testfragen und verbesserte Suche in der Fragen-Datenbank
  • Freitext-Fragen können jetzt als Zufallsfragen ausgewählt werden


Arbeitsmaterialien

  • Alle Typen von Arbeitsmaterialien sind jetzt einheitlich als Plugins implementiert

    • Datei - Anzeige einer Datei
    • Verzeichnis - Anzeige einer Sammlung von Dateien
    • URL - Anzeige einer Webseite mit der gegebenen URL
    • Testseite - Anzeige einer Seite, die mit dem moodle-internen HTML-Editor erstellt wurde
    • IMS - Anzeige eines IMS Content Package
  • Verbesserte, XHTML-konforme Unterstützung von Frames, IFrames und eingebetteten HTML-Elementen in allen Typen von Arbeitsmaterialien


Lernpakete (SCORM)

  • Verschiedene neue Einstellungen für Lernpakete (SCORM) - siehe MDL-11501
  • Neue Schnittstelle für die Anzeige der Ergebnisse, inklusive Download-Möglichkeit im Excel-, ODS- oder Text-Format (MDL-21555)
  • Verbesserte Navigation und Geschwindigkeit beim Abspielen eines Lernpakets (MDL-22951)


Wikis

  • Komplette Neuimplementierung basierend auf dem NWiki von UPC
  • Unterstützung der Mediawiki-Syntax und Creole
  • Verbesserte Schnittstelle


Workshops - Peer-Feedbackaufgabe

  • Komplette Neuimplementierung
  • Erheblich verbesserte Schnittstelle für die Verwaltung von Phasen und Nutzern


Systemanforderungen

Moodle 2.0 hat folgende Systemanforderungen:

  • PHP 5.2.8 oder neuer
  • Es werden folgende Datenbanken unterstützt:

    • MySQL 5.0.25 oder neuer(InnoDB Storage Engine dringend empfohlen)
    • PostgreSQL 8.3 oder neuer
    • Oracle 10.2 oder neuer
    • MS SQL 2005 oder neuer
  • Beliebiger standard-konformer Browser:

    • Firefox 3 oder neuer
    • Safari 3 oder neuer
    • Google Chrome 4 oder neuer
    • Opera 9 oder neuer
    • MS Internet Explorer 7 oder neuer (sogar Google unterstützt IE6 nicht mehr!)
    • etc.





Vorsicht Stolperfalle beim Eingeben von Webadressen

November 20th, 2010

 

 

Beim Eingeben einer Webadresse ist oft schon ein Voreintrag im Eingabefeld gesetzt (hier im Bild das http://). Wenn dann eine Webadresse hineingezogen oder -kopiert wird stehen dort zwei Einträge, die der Browser zur Anzeige nicht auflösen kann.

Was tun?

 

    Eintrag vorher löschen
  1. Jede Webadresse, die man eingibt danach kontrollieren, ob sich nicht ein Fehler eingeschlichen aht
  2. Den Admin bitten, den Voreintrag unter Website Administration - Module - Aktivitäten - Arbeitsmaterialien Einstellungen zu löschen.